DE78053C - Verfahren zur Herstellung von künstlichem Fischbein aus Haarwachs u. dergl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichem Fischbein aus Haarwachs u. dergl

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DE78053C
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S. DEUTSCH. Berlin C, Rosenthalerstr. 25
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

HES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 39: Horn, Elfenbein und plastische Massen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. August 1893 ab.
Das durch vorerwähntes Verfahren hergestellte künstliche Fischbein dient im wesentlichen als Ersatz des oft schwer zu beschaffenden und theuren natürlichen Fischbeins. Es hat fast dieselbe hornartige Eigenschaft und steht dem natürlichen Fischbein an Biegsamkeit, Elasticität und Festigkeit nicht nach. Dagegen läfst es sich viel vortheilhafter in Formen pressen und wieder umformen und hierdurch in viele für industrielle Zwecke und Luxusgegenstände erforderliche Gestaltungen bringen, was bei dem natürlichen Fischbein in nur beschränkter Weise vorgenommen werden kann. Die Masse des künstlichen Fischbeins ist das sogen. Haarwachs, welches nach verschiedenen und eigenthUmlichen Bearbeitungen eine hornartige Härte annimmt, und wird zur Erzielung derselben folgendes Verfahren angeordnet:
Das meistens aus dem Kamm der Thiere Rewonnene Haarwachs wird zunächst in Wasser aufgeweicht und darauf durch Kochen der Leim ausgetrieben bezw. entfernt. Hiernach wird die Masse etwas getrocknet, dann in Platten oder dergleichen zerschnitten, aufgespannt oder glatt gelegt und dann unter einigem Druck vollständig getrocknet. Sind die Platten oder dergleichen in vorbezeichneter Weise trocken geworden, so werden sie in Vaselin oder Vaselinöl oder dergleichen wieder erweicht und darauf nochmals unter Druck getrocknet. Nachdem sich die geeignete Härte eingestellt hat, können dann die Platten, z. B. für Confections- oder Bekleidungszwecke, in Stangen oder Streifen geschnitten und danach in geeigneter Weise glatt gerieben bezw. polirt werden. Schliefslich werden diese Stangen oder dergleichen zur Erzielung gröfserer Wasserdichtigkeit und bemerkbaren Glanzes in Collodium gebracht. Während des vorbeschriebenen mechanischen Verfahrens kann die Masse beliebig gefärbt werden. Dadurch aber, dafs der Masse eine beliebige Färbung, z. B. gelb, braun, roth, blau, grün u.s. w., gegeben werden kann, was bei dem natürlichen Fischbein nicht ausführbar ist, kann diese künstliche Fischbeinmasse mit grofsem Vortheil zu den verschiedensten Zwecken verwendet werden. Die fertigen Stäbe können auch noch mit einem schnell verdunstenden Lack überzogen werden.
Zur Herstellung plastisch gestalteter Gegenstände, z.B. Schalen, Dosen, Möbel, Decorationsgegenständen, Corsetstäben, chirurgischer Gegenstände oder dergleichen, wird das Haarwachs nach dem Erweichen in Vaselin oder Vaselinöl u. s. w. in oder über geeignete Formen geprefst und dabei getrocknet, wonach die weitere Verarbeitung in vorgeschriebener Weise geschehen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Fischbein aus dem sogen. Haarwachs oder dergleichen, darin bestehend, dafs die Leimbestandtheile durch Kochen aus der Masse ausgetrieben bezw. entfernt werden, worauf die Masse etwas getrocknet, in geeignete Stücke zerlegt, ausgebreitet und dann unter Anwendung geeigneten Druckes vollständig getrocknet wird, woran sich das Wiedererweichen der vorbezeichneten Stücke in Vaselin, Vaselinöl oder dergleichen anschliefst, welchem wiederum das Trocknen unter geeignetem Druck, event, in oder über zweckentsprechende Formen folgt, dem sich weiter ein Poliren oder Abreiben und schliefslich das Behandeln mit Collodium und später event, mit geeignetem Lack anreiht.
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