DE78006C - Verfahren zur Darstellung von Amidotriazinen aus Chryso'idinen durch Aldehyde - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Amidotriazinen aus Chryso'idinen durch Aldehyde

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DE78006C
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AKTIEN-GESELLSCHAFT FÜR ANILIN-FABRIKATION, Berlin S.O., An der Treptower Brücke
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D253/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having three nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by group C07D251/00
    • C07D253/08Heterocyclic compounds containing six-membered rings having three nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by group C07D251/00 condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D253/10Condensed 1,2,4-triazines; Hydrogenated condensed 1,2,4-triazines

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In dem Patent Nr. 76491 ist ein Verfahren beschrieben zur Darstellung einer neuen, als »Amidotriazine« bezeichneten Körperklasse durch Einwirkung von Aldehyden auf Chryso'idine.
Bei weiterer Ausbildung dieses Verfahrens wurde nun gefunden, dafs auch diejenigen Chryso'idine, welche aus Diaminen oder deren Sulfosäuren und Metadiaminen entstehen, zur Bildung von Condensationsproducten mit Benzaldehyd befähigt sind; in diesen Producten kann gemäfs ihrer Bildung der Triazinring alsdann zweimal vorhanden sein.
Die Darstellung solcher Producte soll an einigen Beispielen erläutert werden.
Beispiel:
2i,i kg des Combinationsproductes aus Tetrazodiphenyl und m-Phenylendiamin werden mit 11 kg Benzaldehyd, 22 kg concentrirter Salzsäure und 50 kg Eisessig auf dem Wasserbad erwärmt, bis Lösung eingetreten ist; dann wird in Wasser gegossen, von etwas Ungelöstem abfiltrirt und durch Sodazusatz gefällt. .
Die Base ist ein hellgraues Pulver, deren Salze in Wasser leicht löslich sind.
Die freie Base löst sich leicht in Eisessig, weniger in Alkohol, Aether oder Benzol; aus den beiden letztgenannten Lösungsmitteln scheidet sie sich in undeutlichen körnerartigen Krystallen aus; durch Einwirkung von Nitrit entsteht eine Tetrazoverbindung, welche in Wässer schwer löslich ist und sich in gelben Flocken ausscheidet.
An Stelle des Combinationsproductes aus ι Mol·.'' Tetrazodiphenyl und 2 Mol. Metadiamin kann man auch diejenigen gemischten Farbstoffe anwenden, in welchen eine Tetrazoverbindung mit einem Molecül eines Metadiamins und einem Molecül eines anderen Componenten verbunden ist; z. B.
23,3 kg d& Combinationsproductes aus Benzidin, Salicylsäure und m-Toluylendiamin werden mit 18 kg Salzsäure, 50 kg Eisessig, 6 kg Benzaldehyd auf dem Wasserbad erwärmt. Die Einwirkung geht etwas langsamer von Statten, weshalb längere Zeit zu ihrer Beendigung erforderlich ist. Die Reactionsmasse wird dann in Wasser gegossen; aus der vom Ungelösten abfiltrirten Lösung des Condensationsproductes wird das letztere durch Zusatz von Soda als gelber Niederschlag ausgefällt.
Das Triazin ist löslich in verdünnten Säuren und wird durch Alkalien aus diesen Lösungen gefällt; es ist leicht löslich in Eisessig oder Alkohol, weniger leicht in Benzol und nur wenig löslich in Aether, aus dem es in schlecht ausgebildeten körnigen Krystallen erhalten werden kann. Die Diazoverbindung ist ein schwer löslicher gelber Niederschlag.
Es können weiterhin diejenigen Chryso'idine, welche sich aus den Tetrazoverbinduhgen von Naphtylendiamin oder deren Sulfosäuren und
Metadiaminen darstellen lassen, durch Einwirkung von Benzaldehyd in Amidotriazine übergeführt werden; z. B.:
29,2 kg des aus ß1 ß4-Naphtylendiamindisulfosä'ure und m-Toluylendiamin erhaltenen Amido- ' azokörpers werden mit 11 kg Benzaldehyd, etwas Essigsäure und 36 kg Salzsäure auf dem Wasserbad erwärmt, bis der Farbstoff verschwunden ist; man läfst erkalten, die Masse erstarrt hierbei zu einem Brei, den man durch Filtriren von der Mutterlauge trennt.
Das erhaltene Condensationsproduct ist in Wasser schwer löslich, leicht löslich in Alkalien; aus den letztgenannten Lösungen fällt auf Zusatz von Kochsalz das Alkalisalz aus.
Es ist in Alkohol, Aether, Benzol oder Eisessig nur sehr wenig löslich; bei Einwirkung von Nitrit bildet sich eine fast unlösliche dunkelgelb gefärbte Tetrazoverbindung.
An Stelle des Benzaldehyd können auch andere. Aldehyde der Fettreihe, sowie der aromatischen Reihe zur Darstellung von Amidotriazinen Verwendung finden, wie dies an folgenden Beispielen gezeigt werden soll.
45 kg des Combinationsproductes aus Tetrazoditolyl und 2 Mol. m - Phenylendiamin werden mit 30 kg ρ - Nitrobenzaldehyd, 50 kg Salzsäure von 200 Be. und 250 kg Eisessig bei Wasserbadtemperatur ca. 12 Stunden erhitzt. Das Reactionsgemisch wird in viel Wasser gegossen und nun die aufgekochte Lösung vom Ungelösten abfiltrirt; man extrahirt den Rückstand nochmals mit verdünnter Salzsäure, filtrirt und fällt aus den vereinigten Lösungen das Triazin durch Sodazusatz aus.
In trockenem Zustand stellt das so erhaltene Product ein ziegelrothes Pulver dar, welches sich in verdünnten Mineralsäuren sowie in Eisessig leicht löst; es löst sich ferner ziemlich leicht in Alkohol, weniger leicht in Aether und sehr schwer in Benzol. Bei Einwirkung von Nitrit liefert das Triazin eine schwer lösliche tieforangeroth gefärbte Tetrazoverbindung.
In ähnlicher Weise wird das entsprechende Amidotriazin aus Acetaldehyd dargestellt, indem man an Stelle der vorstehend angegebenen Menge von ρ - Nitrobenzaldehyd 12 kg Paraldehyd zur Anwendung bringt und das im übrigen wie angegeben hergestellte Gemisch ca. 12 Stunden am Rückflufskühler im Wasserbad erhitzt. Die weitere Aufarbeitung ist die gleiche, wie bei den im Vorstehenden beschriebenen Triazinen.
Das erhaltene Product ist ziemlich leicht löslich in verdünnten Säuren, das salzsaure Salz krystallisirt in kleinen flimmernden Krystallblättchen. Die Base selbst löst sich reichlich in Alkohol, weniger in Aether oder Benzol. Die Tetrazoverbindung ist schwer löslich und orange gefärbt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung in dem Verfahren des Patentes Nr. 76491, darin bestehend, dafs man an Stelle der dort unter dem Namen »Chryso'fdine« verstandenen Producte hier diejenigen Chryso'idine verwendet, welche aus tetrazotirten Diaminen oder deren Sulfosäuren durch Vereinigung mit 2 Mol. m-Diamin oder durch Vereinigung mit 1 Mol. m-Diamin und 1 Mol. eines anderen Componenten entstehen.
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