DE77887C - Kolben für Stöfs Bohrmaschinen mit Rückwärtsführung der Bohrer - Google Patents
Kolben für Stöfs Bohrmaschinen mit Rückwärtsführung der BohrerInfo
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B17/00—Drilling rods or pipes; Flexible drill strings; Kellies; Drill collars; Sucker rods; Cables; Casings; Tubings
- E21B17/02—Couplings; joints
- E21B17/04—Couplings; joints between rod or the like and bit or between rod and rod or the like
- E21B17/046—Couplings; joints between rod or the like and bit or between rod and rod or the like with ribs, pins, or jaws, and complementary grooves or the like, e.g. bayonet catches
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 5: Bergbau
Die Stofs-Bohrmaschinen verschiedensterConstruction leiden an dem gemeinsamen Uebelstand,
dafs sie bei Herstellung eines Bohrloches, für dessen Tiefe der einmalige Maschinenvorschub
nicht ausreicht, wiederholt von ihrer Stelle entfernt werden . müssen, damit nach
jedesmaliger Ausnutzung des Vorschubs der Bohrer durch einen längeren ersetzt werden
kann'. Abgesehen vom Zeitverlust wird hierdurch auch die Gradlinigkeit des1 Bohrloches
und damit der ungestörte Fortgang des Bohrens beeinträchtigt, weil sich die Maschine bei ihrer
Wiederbefestigung nur sehr schwer genau in ihre frühere Lage bringen, läfst und deshalb
leicht ein Festklemmen des Bohrers eintritt.
Das geeignete Mittel, um jedes beliebig tiefe Loch aus ein und derselben Maschinenaufstellung bohren zu können, ist das, den Stofskolben
hohl auszuführen, so dafs die Bohrer sich von hinten einführen und nach hinten herausziehen lassen. Es ist aber dabei zu berücksichtigen,
dafs wegen des sehr'bedeutenden Verbrauchs an Bohrern nur solche von allereinfachster
Gestalt verwendet werden dürfen, und dafs jegliche Bearbeitung der Bohrer zum Zweck der Befestigung wegen der hohen Kosten
zu vermeiden ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun einen hohlen, die Rückwärtseinführung der Bohrer gestattenden
Bohrerträger für Stofsbohrmaschinen, bei welchem eine Verbindung des ganz einfach
gestalteten Bohrers mit dem Stofskolbenkörper derart erreicht ist, dafs einerseits die Stöfse des
Bohrers ganz sicher aufgenommen werden, und dafs andererseits die Verbindung zwecks
Auswechselung der Bohrer leicht zu lösen und ebenso leicht wieder herzustellen ist. Die
Verbindung besteht darin, dafs ein am Stofskolben in geeigneter Weise befestigtes und
zum Zweck der Herausnahme des Bohrers leicht zu entfernendes Druckstück dem Bohrer als
Widerlager dient und seine Stöfse aufnimmt, so dafs eine zweite Befestigung beliebiger Art
nur noch den Zweck hat, den Bohrer in seiner Lage zu erhalten und gegen Drehung zu sichern.
Zur Herstellung dieser Verbindung hat sich folgende Ausführungsform des Bohrerträgers
als ganz besonders zweckmäfsig erwiesen.
Die Bohrung des Stofskolbens ist nicht überall gleich weit, sondern am vorderen Ende
ein wenig enger als auf ihrer ganzen übrigen Länge. Dieses vordereEnde ist genau cylindrisch
ausgedreht, und ,zwar ist der Durchmesser hier noch etwas gröfser als der Durchmesser der
Bohrkrone des gröfsten zur Verwendung gelangenden Bohrers. Der Uebergang aus dem
weiten in den engen Theil der Bohrung geschieht durch einen schlanken Konus. Die
Bohrer ihrerseits sind an ihrem hinteren Schaftende verdickt und passen genau in den vorderen
cylindrischen Theil des Stofskolbens. Auf diese Weise läfst sich der Bohrer bequem von
hinten durchschieben, bis sein Schaft von dem engen Theil des Kolbens umschlossen wird.
Als Widerlager ist ein quer durch den Stofskolben zu steckender Riegel gewählt, auf dessen
Rücken sich der Bohrerschaft stützt.
Die Zeichnung veranschaulicht die beschriebene Einrichtung, und zwar, da diese für
jede beliebige Art von Stofsbohrmaschinen anwendbar ist, ohne Darstellung der Bohrmaschine
selbst. Es ist nur beispielsweise angedeutet,
dafs der Stofskolben K in zwei ■ cylindrischen Büchsen geführt ■ wird, welche von Stutzen S'
und S2 am hinteren und vorderen Ende der Bohrmaschine gebildet sind. Der Stofskolben
enthält die cylindrische Bohrung H vom hinteren Ende bis nahe zum vorderen Ende, hier aber
die etwas engere Bohrung h\ bei c gehen beide
in einander über. Die beiden Schlitze 5 in der Kolbenwand gestatten dem Riegel R den Durchtritt
durch den Kolben. Die an der hinteren Fläche von R hervortretenden beiden Nasen
verhindern die seitliche Verschiebung des Riegels, sobald dieser durch den in seiner richtigen
Lage befestigten Bohrer nach hinten angedrückt ist.
Die Befestigung des Bohrers in der Höhlung h kann in beliebiger Weise, beispielsweise durch
Preisschrauben, geschehen. In der Zeichnung ist als besonders zweckmäfsig die bekannte
Befestigungsart dargestellt, bei welcher das mit einer zur Bohrachse parallelen Fläche f versehene
Schaftende durch Keil k und Klemmring r festgehalten wird, der Ring, den man
von hinten auf den Keil schiebt, zieht sich bei den Schlägen von selbst immer fester auf.
Als ein wesentlicher Vortheil, welcher durch die beschriebeneEinrichtung neben dem anfangs
erwähnten erreicht wird, ist noch für Maschinen mit geringem Hub die Vergröfserung
des nutzbaren Maschinenvorschubs gegenüber allen anderen Einrichtungen hervorzuheben.
Beim bisher üblichen Einsetzen von vorn mufs nämlich der Bohrer um einen gröfseren Betrag,
beispielsweise 100 mm, nach rückwärts in den Kolben hineingeschoben werden, und um diese
100 mm mufs der Kolben erst vorgeschoben werden, ehe der Bohrer überhaupt angreift.
Dies ist also eine Art todter Vorschub. Bei der neuen Einrichtung ist dieser todte Vorschub
verschwindend gering, da der Bohrer nur um so viel, als die Nasen des Riegels
vorstellen, also nur um wenige Millimeter rückwärts geschoben zu werden braucht. Von
dem todten Vorschub kommt freilich immer der Kolbenhub in Abzug, sofern derselbe aber
gering ist, beispielsweise bei einer Kurbelstofs-Bohrmaschine 42 mm beträgt, bleibt immerhin
noch ein merkbarer Gewinn übrig. Stehen die Nasen am Riegel etwa 8 mm vor, so beträgt
der Gewinn bei obigem Beispiel 100 — 42 — 8 = 50 mm.
Claims (2)
- Patent- Ansprüche:ι. Hohler Bohrerträger für Stofs-Bohrmaschinen (Stofskolben), bei welchem der von rückwärts einführbare Bohrer sich mit seinem Schaftende gegen ein am Bohrerträger angebrachtes und zwecks Herausnahme der Bohrer leicht zu entfernendes, die Stöfse aufnehmendes Widerlager stützt.
- 2. Eine Ausführungsform der unter 1. genannten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bohrung der Kolbenstange, welche auf dem hinteren Theil ihrer Länge so weit ist, dafs der Bohrer bequem hindurchgeführt werden kann, an ihrem vorderen Ende auf den Durchmesser des etwas verdickten Hinterendes des Bohrerschaftes verengt ist und dieses genau passend umschliefst, und dafs das Widerlager durch einen den Kolben quer durchsetzenden, seitlich einführbaren Riegel gebildet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77887C true DE77887C (de) |
Family
ID=350658
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77887D Expired - Lifetime DE77887C (de) | Kolben für Stöfs Bohrmaschinen mit Rückwärtsführung der Bohrer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77887C (de) |
-
0
- DE DENDAT77887D patent/DE77887C/de not_active Expired - Lifetime
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