DE77801C - Vorrichtung zum Auswalzen, Glätten und Kalibriren von nahtlosen Rohren - Google Patents

Vorrichtung zum Auswalzen, Glätten und Kalibriren von nahtlosen Rohren

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DE77801C
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DENDAT77801D
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P. HESSE, Iserlohn
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Drei Walzen 37, 38, 39, Fig. 1, 2 und 3, sind mit kreisrunden Kalibern versehen, rotiren in dem in der Zeichnung dargestellten Sinne und sind in bekannter Weise als Triowalzwerk ausgebildet. Auf den Stangen 41 und 42, Fig. ι und 3, welche durch Traversen 44 und 45 festgehalten werden, befinden sich Dorne nach Fig. 4, 5 oder 6. Dorne 4 und 5 haben die Eigenschaft, dafs, wenn in der gezeichneten Pfeilrichtung ein Zug oder Schub und Druck ausgeübt wird, eine Erweiterung im Durchmesser daselbst stattfindet.
In Fig. 4 befinden sich auf der Stange 74 keilförmige Ansätze, welche die drei Dorntheile 71, 72, 73 aus einander treiben. Ringe 75 begrenzen diese Bewegung. Die Theilstellen dieser drei Dorntheile 71, 72, 73 liegen laut Fig. 4 schräg zur Bewegungsrichtung der Rohre, so dafs sich auf den Rohrflächen keine Furche bilden kann. In Fig. 5 findet eine Erweiterung der vier Dorntheile 76, jj, 78, 79 dadurch statt, dafs die gegen Bunde der Stange 80 anliegenden Keile 81 sich aufrichten, sobald eine Verschiebung der Dorntheile in der Pfeilrichtung stattfindet. In Fig. 6 findet endlich dadurch eine Ausdehnung der Dorntheile 83, 84, 85, 86 statt, dafs man mittelst des Hebels 92 die Stange 87 dreht und durch Klinke 91 auf dem Rohr 90 arretirt, wodurch sich die Keile 88 gegen Vorsprünge der Stange 87 aufrichten und die Dorntheile aus einander schieben.
Ansätze mit Muttern und Vorsprüngen begrenzen dabei die Bewegung der Dorntheile. Indem nun in Fig. 1, 2 und 3 die Walzen 38 und 39 das über die Rollen 62 zugeführte Rohr 40 erfassen und über die Dorne (Fig. 4, 5 oder 6) hinwegziehen und pressen, erweitern sich diese Dorne infolge ihrer Construction und glätten das Innere der Rohre in beliebig regulirbarer Weise, während die Kaliberwalzen 38 und 39 die äufsere Bearbeitung der Rohre vornehmen.
Da aber ein einziger Durchgang hierzu nicht genügt, so befindet sich auf der anderen Seite des Triowalzwerks' (Fig. 1, 2 und 3) Stange 42 mit Dorn''(Fig. 4, 5 oder 6), auf welchen sich das Rohr 4Ό hinaufschiebt, indem es, die Dorntheile zusammenschiebt', wodurch'· sich der Durchmesser des Dörnes verringert und dem Rohr keinen Widerstand entgegensetzt.
Die Stangen der Dorne nach Fig. 4, 5 und 6 werden also stets auf Zug und niemals auf Schub beansprucht, können daher stark beansprucht werden.
Hat das Rohr 40 die Walzen 38, 39 passirt und befindet sich dann auf der Stange 42, Fig. ι und 3, so läfst man mittelst Steuerhebels 69, Fig. ι und 3, auf den Prefskolben der hydraulischen Presse 48 Druckwasser wirken, wodurch der Hebel 50 herabgezogen wird und dadurch mittelst Hebel und Stangen 51, 53, 54, 5 5? 5^> 57? 585 59? 60,61 die Gerüste 63, 63 mit ihren Rollen 62 und dem darauf liegenden Rohr 40 so hoch hebt, dafs es von den Walzen 37 und 38 erfafst wird. Diese Walzen 37 und 38 ziehen das Rohr 40 über den Dorn der Stange 42 hinweg und wieder auf den Dorn der Stange 41.
Hat das Rohr 40 die Walzen 37 und 38 passirt, so dafs es sich wieder auf der Stange 41 befindet, so wird mittelst ,des hydraulischen Prefskolbens 48 das Gerüst 63 wieder herab-
gelassen und derselbe Walzprocefs wie vorhin kann nun von Neuem beginnen, so lange, bis das Rohr 40 die gewünschte Form, Dichte und Glätte besitzt.
Die Bewegungen der Hebel 43, 68, 49, 46, Fig. ι und 3, mit den Sperrstangen 44 und 45, Fig. ι und 3, welche eine Verschiebung der Stangen 41 und 42 mit ihren Dornen verhindern, können in Fig. 1, 2 und 3 sowohl 'selbsttätig, als wie von Hand geschehen und mit mechanischem Antrieb versehen werden, ebenso die Leitrollen 62 des Gerüstes 63.
Zum Beispiel können diese Hebel 43, 68, 49 und 46 mit denjenigen Bewegungen, welche der Prefskolben der hydraulischen oder mechanischen Presse 48 auf die Gerüste 63, 63 ausübt, direct gekuppelt werden. Hierdurch findet mit dem Heben und Senken der beiden Gerüste 63,63, sowie des darauf ruhenden Rohres 40 gleichzeitig ein Heben und Senken der Stangenhalter 44 und 45, Fig. ι und 3, statt. Will man dasselbe Verfahren bei einem Duowalzwerk anwenden, so fällt in Fig. 1, 2 und 3 die obere dritte Walze 37 fort.
Entweder wird dann das Rohr 40 in bekannter Weise über die Walze 38 hinweggehoben und vor oder hinter das Walzwerk gebracht, worauf der Walzprocefs von Neuem beginnt, oder die beiden Walzen 38 und 39 werden mit Reversirvorrichtung versehen.
In letzterem Falle sind die Vorrichtungen zum Heben und Senken der Gerüste 63, 63 in Fig. ι und 3 unnöthig.
Versieht man die Dorne (Fig. 4, 5 und 6) laut Fig. 7 mit Vorsprüngen, welche sich in das Rohr 40 einpressen, und welche zu Rillen passen, die in die Walzen 38 und 39, Fig. 7, eingedreht sind, so kann man die Rohre mit beliebig vielen Längsrippen versehen.
Diese Längsrippen können bei Dampfkesselrohren, Säulen etc. als wirksame Verstärkung dienen.
Eine weitere Verarbeitung von Rohren in Fig. ι und 3 kann wirksam dadurch erfolgen, dafs man vor und hinter den Walzen 37, 38, 39 entsprechend geformte, geschlossene oder stellbare Kaliber anbringt, durch welche die Rohre gezogen, geprefst oder geschoben werden.
Dabei kann die Wirkung dieser Kaliber noch durch solche Dorne der Construction (Fig. 4, 5, 6 und 7) verstärkt werden, welche in diese Kaliber hineinragen, dabei von den Stangen 41 und 42 festgehalten und damit verstellt werden.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Auswalzen, Glätten oder Kalibriren von nahtlosen Rohren, dadurch gekennzeichnet, dafs das Werkstück (40) von Kaliberwalzen (37, 38, 39) über Dorne (Fig. 4, 5, 6 und 7) gewalzt wird, die sich im Durchmesser oder der Form entweder selbstthätig durch das berührende Werkstück oder durch besondere, von aufsen erfolgende und mechanisch wirkende Einstellung gleichzeitig nach mindestens zwei Richtungen verändern, wobei die Stofsfugen der aus mehreren Theilen bestehenden Dorne schräg zur Bewegungsrichtung des Werkstückes gerichtet sind (Fig. 1 bis 7).
  2. 2. Eine Ausführungsform der unter 1. geschützten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs die Dorntheile (71,72,73) durch Berührung mit dem Werkstück derart verschoben werden, dafs ' infolge des in der Verschiebungsrichtung ansteigenden Konus (74) eine Erweiterung der Dorntheile gleichzeitig nach drei Richtungen stattfindet (Fig. 4).
  3. 3. Eine Ausführungsform der unter 1. geschützten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs sich die Dorntheile (76, jj, 78, 79) mittelst der Keile (81) gegen Bunde der Stange (80) stützen, so dafs durch die Berührung des Werkstückes und der entstehenden Schubwirkung die Keile (81) sich aufrichten und eine Erweiterung der Dorntheile gleichzeitig nach vier Richtungen stattfindet, welche Erweiterung durch ringförmige Ansätze (82) begrenzt wird (Fig. 5).
  4. 4. Eine Ausführungsform der unter 1. geschützten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs durch Drehung der Stange (8.7) mittelst durch Klinke (91) feststellbaren Hebels (92) die gegen Ansätze (87) gestützten Keile (88) sich quer zur Bewegung des Werkstückes aufrichten und hierdurch die Dorntheile (83, 84, 85, 86) aus einander schieben (Fig. 6).
  5. 5. Eine Vorrichtung der durch Anspruch 1. geschützten Art, bei welcher vor und hinter dem Walzwerk je ein Tisch gleichzeitig und in horizontaler Lage gehoben und gesenkt wird, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bewegungen des einen Prefskolbens (48) durch Vermittelung von Winkel (50), Stangen (53, 56, 6l)> Hebel (5h 54;.55> 56> 57; 58> 59, 60) und diese Hebel verbindende Wellen gleichzeitig auf beide Tische (63) übertragen werden, wobei an diesen senkrechten Bewegungen der Tische (63) gleichzeitig Halter (43, 44, 45, 46) nebst den Stangen (41,42) theilnehmen, welche die unter Ansprüche 2., 3. und 4, geschützten Dorne festhalten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT77801D Vorrichtung zum Auswalzen, Glätten und Kalibriren von nahtlosen Rohren Expired - Lifetime DE77801C (de)

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