DE7770C - Neuerungen an Knopfloch-Nähmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Knopfloch-Nähmaschinen

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DE7770C
DE7770C DENDAT7770D DE7770DA DE7770C DE 7770 C DE7770 C DE 7770C DE NDAT7770 D DENDAT7770 D DE NDAT7770D DE 7770D A DE7770D A DE 7770DA DE 7770 C DE7770 C DE 7770C
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S. ROCKWELL in Baltimore (Maryland, V. St. A.)
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/06Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing for sewing buttonholes
    • D05B3/08Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing for sewing buttonholes for buttonholes with eyelet ends

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Description

1879.
Klasse 52.
SAMUEL ROCKWELL in BALTIMORE (Maryland, V. S. A.)· Neuerungen an Knopfloch-Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1879 ab.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Grundrifs einer Knopflochnähvorrichtung, welche der Erfindung entsprechend angeordnet ist.
Fig. 2 eine Seitenansicht, welche die Art und Weise der Verbindung derselben mit den Nähmaschinen zeigt. Hierbei ist die Verbindung für eine Art Maschine in vollen Linien und die für eine . andere Art in punktirten Linien gezeichnet.
Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. i.
Fig. 4 eine Bodenansicht der ganzen Vorrichtung mit Ausnahme der weggenommenen Grundplatte.
Fig. 5 eine der Fig. 4 gleiche Ansicht mit einigen weggenommenen und anderen weggebrochenen Theilen, um in Fig. 4 nicht klar dargestellte Vorrichtungen zu zeigen.
Fig. 6 eine Bodenansicht, welche das Getriebe mit der Grundplatte, der Zahnstange und anderen abgesonderten Theilen zeigt.
Fig. 7 eine theilweise im Vorderaufrifs, theilweise im Verticalquerschnitt nach den Linien 7-7 der Fig. 1 und 3 gezeigte Ansicht, die im besonderen bestimmt ist, die Antriebsvorrichtungen zu zeigen, wobei die das Sperrrad festhaltende deckende Platte oder Scheibe der Sperrradkammer weggenommen ist.
Fig. 8 ein Verticalquerschnitt nach den Linien 8-8 der Fig. 1, 3 und 4.
Fig. φ ein gleicher Schnitt nach den Linien 9-9 der Fig. 1, 3 und 4.
Fig. 10 ein Grundrifs der oscillirenden Schiebplatte, um der Maschinennadel verschiedene Seiten des Knopfloches durch Richtungswechsel der Stahlrückung darzubieten.
Fig. 11 eine Ansicht derselben, theilweise ■nach der Linie ΐΐ-τΐ der Fig. 10 geschnitten und theilweise im Längenaufrifs oder in . der Kantenansicht.
In einem Gehäuse A ist ein passendes, später zu beschreibendes Getriebe eingeschlossen. Dieses Gehäuse hat eine Verticalkammer oder Kapsel A1 und eine abnehmbare Bodenplatte B mit einer Verlängerung; bei der den Stoffdrücker tragenden Stichplatte i?1 ist ein einziger hin- und hergehender, mit einem Haken versehener durch die Nähmaschine getriebener Sperrkegel B1 angewendet, um die Knopflochvorrichtung anzutreiben. Dieser Sperrkegel B2 ist bei der hier bevorzugten Construction an seinem oberen Ende drehbar oder mit einem Stift scharnirt an einem Horizontalstück oder Kreuzkopf A* angeordnet. Der Stift a, mit dem der Sperrkegel am Kreuzköpfe scharnirt ist, geht durch den Sperrkegel nahe einer Kante und sichert ihn in einem Schlitze a' im Kreuzkopfe. Eine Feder b über dem Schlitze wirkt auf die Nase b' des Sperrkegels an derjenigen Kante, welche entgegengesetzt der Kante ist, nahe welcher der Drehstift sich befindet. Der Sperrkegel ist gekrümmt, so dafs er sich der Kammer oder Kapselhöhlung anpafst und durch einen Schlitz oben in der Kapsel auf- und abbewegen kann, In diesem Schlitze hat der Sperrkegel auch genügendes seitliches Spiel, um seinen Haken b2 vom Sperrrade C beim Abwärtsgange zu lösen. Während der Abwärtsbewegung des Sperrkegels schlüpft der Haken b2 über den Sperrzahn, da die Feder b nachgiebt. Die Kopfwand der Kapsel A1 ist durchbohrt, um zwei parallele Löcher oder Führungen zu bilden, in denen zwei Führungsstangen A 3 A 3 hin- und hergehen, um die Bewegungen des Kreuzkopfes und seiner Sperrkegel sicherer zu machen und zu controliren.
Der Kreuzkopf kann an seinem vorspringenden Ende durch eine vertical schwingende Stange von der Nähmaschine, mit der die Knopflochnähvorrichtung verbunden wird, angetrieben werden, oder es können dem Sperrkegel B1 die hin- und hergehenden Bewegungen auf andere passende Weise gegeben werden. Die Verbindungen variiren dabei mit den verschiedenen Maschinen, denen die Vorrichtungen angepafst werden sollen, sind aber derart, dafs sie vom Fabrikanten leicht nach Durchsicht der in den Zeichnungen gezeigten und im folgenden beschriebenen Verbindungen verstanden werden.
Das Sperrrad C ist von der Scheibe C1 an der Vorderseite der Kammer A1 bedeckt und abnehmbar durch die Schraube C '2 befestigt, welche als Welle für das Sperrrad und für ein damit verbundenes Kronrad C3 dient. Auf das Sperrrad wird bei jedem vollständigen Hin- und Hergange des Sperrkegels B2 nur einmal eingewirkt, indem das Sperrrad nur beim Aufwärtshube vom Sperrkegel angetrieben wird.
Ein Hauptstirnrad D wird durch das mit dem Sperrrade verbundene Kronrad C3 getrieben und dieses Hauptrad D treibt das Getriebe e und die Excenter E.
Für die richtige Wirkungsweise des das Sperrrad treibenden Sperrkegels B2 ist es wesentlich, dafs er mit der Nadel hinaufsteigt, Fig. 2, und dem Sperrrade C die Bewegung beim Aufwärtsgang der Nadel mittheilt, wenn diese aus dem Stoffe heraus ist; ferner dafs dieser Sperrkegel B2 über das Sperrrad gleitet oder von demselben befreit, beim Niedergange der Nadel arbeitet, so dafs der Stoff nicht gestört wird, während die Nadel in demselben ist.
Mit Bezug auf die Fig. 2 und 7 mögen nun die vorzuziehenden Verbindungen zwischen dem Sperrkegel B2 und dem Theile der Maschine beschrieben werden, welcher den Motor (wenn die Maschine in Thätigkeit ist) ausmacht und sich im Verein mit der Nadel bewegt. Eine in vielen Abarten vorkommende Maschine hat die Nadelstange bx in Verbindung mit dem Nadelarm B% und dem schwingenden Hebelt3, oder es läuft eine rotirende Welle durch den festen Arm, um die Nadelstange bx anzutreiben. Bei einer zweiten Hauptklasse von Maschinen, von der gleichfalls viele Abarten vorkommen, wird die Nadel von einem Hebel oder einem anderen bewegenden Theile getragen oder durch denselben angetrieben; d. h. bei allen Gattungen der zweiten Art ist ein bewegender Theil der Maschine da, welcher vereint mit der Nadel wirkt und geeignet ist, um die verwendete Sperrkegelverbindung anzutreiben.
Eine der Verbindungen zwischen dem Sperrkegel und dem bewegenden Theile der. Maschine besteht in einer Stange c, welche am unteren Ende durch ein im Schraubenloch β2, Fig. 7, im hin- und hergehenden Kreuzkopfe A2 befestigtes Gewinde abnehmbar verbunden ist. Ein verstellbarer quer vorstehender Arm cl ist durch Muttern oder passende Klammern an irgend einem gewünschten Punkte nahe dem oberen Ende der Stange c befestigt, so dafs das äufsere Ende des Armes c', wenn es richtig adjustirt ist, durch den Kopf der Nadelstange bx nahe dem Ende ihrer Aufwärtsbewegung angestofsen wird, und nachdem die Nadel den Stoff freigelassen hat, der Sperrkegel B- veranlafst wird, das Sperrrad C anzutreiben. Die andere Verbindung besteht in der kurzen Stange c2, welche an ihrem unteren Ende im Schraubenloch a3 im Kreuzkopf A2 befestigt ist, welches Loch an dem dem Schraubenloche a2 gegenüberstehenden Ende angebracht ist. Der kurze, seitlich vorspringende Arm c3 ist sowohl horizontal, rund um die Stange c2 herum, als auch vertical verstellbar und kann in der gewünschten Stellung festgehalten werden, um von dem beweglichen Arm oder Hebel b3 in derselben Weise und zu gleichem Zwecke wie der Hebel c' getroffen zu werden. In der zum Theil gezeigten Maschine kann jede Verbindung verwendet werden und werden vorzugsweise die Stange c2 und der Hebel c3 angewendet.
Eine aufwärts gerichtete Stange A4, Fig. 2 und 7, welche an ihrem unteren Ende in den Gehäusedeckel eingeschraubt und an ihrem oberen Ende i?4 umgebogen ist, hat dort einen verstellbaren Kopf C4. Durch diesen wird die Knopflochnähvorrichtung adjustirt und auf der Maschinentuchplatte festgehalten. Diese Stange A'', nachdem sie sowohl vertical als horizontal geeignet eingestellt worden ist, ,drückt die Knopflochnähvorrichtung an die Nähplatte der Maschine durch Verstellen der Schraubenmutter C4 gegen den Nadelarm B3 oder seinem. Aequivalent.
Das Hauptrad D, Fig. 5, 6, 8, 9, rotirt mit der Welle d, welche oben im Gehäuse und in einem gebogenen Arm oder einer Platte D1 getragen wird. Diese Platte ist an ihrem hinteren Ende durch eine Schraube mit der unteren Gehäusedecke verbunden und wird an ihrem Vorderende in einem Schlitze d1, Fig. 7, in der Vorderwand des Gehäuses getragen. Das Hauptrad D dreht ein kleines Getriebe e und eine mit diesem verbundene Excenterwelle E1. und theilt auch einem kleinen Getriebe E' Bewegung mit, welches fest auf der Welle d über dem Hauptrade ist. Das Getriebe E1 treibt ein gröfseres Getriebe E'1, das sich mit einer grofsen Welle e, dreht. Dieses grofse Getriebe E2 lagert auf dem geraden, höchsten Theile der Platte D, welche abwärts gebogen ist und dann parallel mit ihrem oberen Theile vorsteht, um die Welle d des Hauptgetriebes, wie vorhin beschrieben, zu tragen. Um die grofse Getriebswelle e sicher zu halten und deren Wegnehmen zu gestatten, ist sie in einem langen Zapfenlager oder einer Hülse montirt, die durch eine in der Gehäusedecke eingeschraubte Schraubenmutter e2 gebildet wird. An ihrem tieferen Ende trägt diese Welle ein kleines Getriebe e3, welches in eine Zahnstange eingreift, um den Stoff nach jeder gewünschten Richtung zu rücken.
Ein horizontal schwingender Arm, Fig. 3, besteht aus einer Platte F in einer passenden Gleitbahn E1, in deren Vorderende der Stoffdrücker längsweise hin- und hergeht, und durch welchen Arm der gedachte Stoffdrücker auch seitlich hin- und herbewegt oder intermittirend quer zu den Stichlinien bewegt wird. Dieser Oscillationshebel ist bei f oder an irgend einem der Punkte /l drehbar aufgehängt, und zwar nahe seinem äufsersten rückwärtigen Ende. Durch die drehbare Befestigung bei/ wird dem Klemmapparat eine leichtere Seitenbewegung gegeben, als wenn er an einem der Punkte f1 angeordnet wäre, und je weiter vom Drehpunkte weg das rückwärtige Hebelende angeordnet wird, desto gröfser wird die Schwingung werden. Die Verstellbarkeit des Hebeldrehpunktes gestattet die Anordnung der Knopflochnähvorrichtung für verschiedene Stoffe und Knopf lochgröfsen.
77 7 ΰ
Der Hebel F pafst in eine Nuth oder Vertiefung g in der unteren Seite einer oscillirenden Schiebplatte G, so dafs er an den dieser Platte mitgetheilten Bewegungen theilnimmt, welche Platte auf dem Gehäuseboden B ruht. Die oben erwähnte Excenterwelle E geht durch eine leicht geneigte Curvenführung oder Coulisse G1, Fig. io, am Vorderende und nahe einer Seite der Schiebplatte G. Würde die Coulisse genau parallel mit dem Längencentrum oder der Nuth g der Platte sein, so würde sie von der Excenterwelle E nicht angetrieben werden, um den Klemmapparat zu verschieben. Dieser Schlitz G' ist ungefähr in der Mitte seiner Länge vom Kopf bis zum Boden der Platte von einer Breite gemacht, die geringer ist als die Coulissenbreite für einen Theil der Plattendicke an ihren Enden. Bezüglich der Fig. io und ii sieht man, dafs die Coulisse durch Aussparungen g' gl an jeder Seite des engen Theiles g2 ausgeweitet ist.
An der Excenterwelle E sind zwei Excenter h h 1 durch kreisförmige excentrische Erweiterungen auf der Welle F gebildet oder darauf angeordnet. Die oscillirende Schiebplatte G ist angeordnet, um in Verbindung mit den Excentern der angetriebenen Excenterwelle E zu operiren, so dafs ein todter Gang vermieden und der Stoff vor zufälligen und ungeeigneten unabhängig von den Excentern durch die Schwingungen dieser Platte veranlafsten Bewegungen geschützt wird. Die bei dieser Erfindung verwendeten Excenter umschliefsen die Welle E vollständig, und sind von geeigneten Durchmessern, um an allen Seiten dicht zu passen, d. h. stets jene Theile der Coulisse G' auszufüllen, in welchen sie bezw. arbeiten. Dies verhindert wirksam jede schädliche Schwingungsbewegung der Schiebplatte G und schützt folglich wieder den richtig eingespannten Stoff, der dabei seitlich unabhängig von der Wirkung der Kämme bewegt wird. Das kleinere Excenter h wirkt auf die Seiten der engen Theile der Coulisse an ihren Enden ein, während das gröfsere Excenter h aufser Wirkung ist und sich in der einen oder anderen der Aussparungen gl g1 bewegt. Das Excenter hl wirkt auf die Coulissenwände oder gegenüberstehenden Seiten der Coulisse G' bei ihrem Mitteltheile^-2, welcher enger als die ausgesparten Theile g1 g1 und weiter als die Enden unter diesen Aussparungen ist, wo das kleine Excenter arbeitet. Aus der Beschreibung ersieht man, dafs die Coulisse G' so geformt ist, damit die freie Rotation des einen Excenters nicht gebunden oder gehemmt wird, wenn der andere in Thätigkeit ist.
Kronrad C3, Hauptrad D und Getriebe e sind mit der geeigneten Zähnezahl versehen und so zu einander und zum Sperrrad und seinem Sperrkegel B 2 angeordnet, dafs der Excenterwelle bei jedem Aufwärtshube des Sperrkegels und bei oder nahe dem Ende dieses Hubes eine halbe Umdrehung mitgetheilt wird, nachdem die Nadel aufser Arbeit ist. Dem Sperrrade wird beim Niedergange des Sperrkegels keine Bewegung mitgetheilt, folglich werden die Excenterwelle und Excenter stillstehend erhalten, während die Nadel im Stoff ist, und wird so jede Schwingungsbewegung und Längsrückung des Stoffes verhindert, während die Nadel im Stoffe ist.
Am oder nahe am Hinterende hat die Platte G einen Querschlitz H an derjenigen Seite ihres Längsmittels, welche der mit dem Längsschlitze oder der Coulisse G1 versehenen Seite entgegengesetzt ist. Dieser Schlitz H ist hauptsächlich in einem Seitenansatze H1 auf der Platte gebildet und erstreckt sich ganz über denselben. Ein Stift i am Kurbelarm ET2 einer kurzen Welle I, welche excentrisch auf einem Kurbelrade oder einer Scheibe /' befestigt ist, die wieder an einem durch die Gehäusedecke vorstehenden Zapfen angebracht ist, wird durch einen drehbar angeordneten Handgriff oder gebogenen Controlhebel /2 gedreht. Dieser letztere ist mit einem Hemm stifte oder Ansatz z'1 versehen, welcher mit irgend einem von den Löchern i - in der Gehäuseplatte in Eingriff kommen kann. Wenn dieser Hebel in der in Fig. ι und 2 gezeigten Stellung festgehalten wird, wie später zu beschreiben, so wird der Klemmapparat nach auswärts bewegt. Wenn dagegen dieser Hebel um ein Viertel herumgedreht wird, so dafs er seitlich am Gehäuse vorsteht, so wird die Längsbewegung des Klemmapparates gehemmt und es werden längere Stiche zum Verstärken der Knopflochenden gemacht, und wenn der Hebel eine weitere Vierteldrehung erhält, so dafs er nach der Rückseite oder der in Fig. 1 und 2 gezeigten entgegengesetzten Richtung vorsteht, wird der gedachte Klemmapparat einwärts oder gegen das Gehäuse hin bewegt.
Die Seitenbewegung des genannten Apparates wird durch die Wirkung des mit dem Sperrrad befestigten Kronrades C3 des Hauptrades D, des Getriebes e, der Welle E und der Excenter h h' hervorgebracht. Wenn die Schiebplatte G längsweise bewegt wird, so dafs das kleine Excenter bei beiden Enden der Coulisse G1 in Wirkung versetzt wird, so werden kurze schwingende Bewegungen ertheilt und wenn das gröfsere Excenter hl wirkt, so wird der Seitenhub vergröfsert.
Da dem Excenterwellenzapfen bei jedem Aufwärtsgange des Sperrkegels eine halbe Drehung gegeben wird, so wird dadurch bei jeder vollständigen Umdrehung der Kurbelwelle dem Klemmapparat eine vollständige Schwingung oder seitliche Hin- und Herbewegung gegeben, denn bei einer Excenterwellenbewegung wird derselbe in einer Richtung bewegt, während die folgende Drehung die Rückkehrbewegung desselben ergiebt.
Die Bewegung des Klemmapparates, der Länge des Knopfloches entlang, wird durch die Getriebe E1E'1 und e3 und eine doppelte Zahnstange/ertheilt, Fig. 5. Die Zähne dieser
Zahnstange sind auf den inneren Seiten der parallelen Rippen oder Flantschen j jl gleichweit vom Längscentrum einer Stange oder Platte K gebildet. Die Doppelzahnstange ist auf dem Hinterende und der Kopfseite dieser Platte gebildet und ruht letztere auf der Schiebplatte G, so dafs sie sich darauf seitlich und längsweise bewegen kann. An ihrem Vorderende steht die Platte K durch eine Oeffnung im Gehäuse vor und ist mit einem Stift oder einer Sperrung k versehen, welche in Eingriff mit der in der Gleitbahn des Oscillationsstange F gleitenden Bodenplatte oder dem tieferen Theil L des Klemmapparates ist. Die Platte K federt an ihrem äufseren Ende, so dafs sie einen genügenden Druck auf den Klemmapparat ausübt, um seine rasche Verbindung und Trennung von demselben zu gestatten und doch zufällige Verstellung zu verhüten. Die Zahnstange J dieser Platte ist dicht eingepafst, jedoch so, dafs sie frei längsweise zwischen kurzen, abwärts vorstehenden Führungsständern oder Ansätzen / /', Fig. 5 und 9, auf einer Regulirplatte Z1 zur Verstellung der Zahnstange gleiten kann. Dieser Zahnstangenregulator L' stützt sich oben gegen die Platte Ό1 und ist bei M auf einer Seite nahe dem Hinterende geschlitzt. Die Excenterwelle / ragt durch den Schlitz M. Diese Welle wird durch den vertical schaukelnden Drehhandgriff oder Controlhebel I~, wie vorhin erklärt, angetrieben. Die Regulirplatte L' ist an ihrem Ende ungefähr in einer Linie mit ihrem Längscentrum an einem Drehzapfen N befestigt. Dieser Drehzapfen ist so angeordnet, dafs er sich in einem Loche in der Gehäusedecke dreht. Wenn nun die Platte L' um ihren Drehzapfen N oscillirt, so dafs entweder die Zahnstange j oder die Zahnstange j\ in Eingriff mit dem Getriebe e3 gebracht ist, und die unbearbeitete Seite eines Knopfloches der Nadel dargeboten wird, so ist vermittelst dieser Construction der Ausschlag der Platte genügend, um die Federarme η η der Regulirplatte L' schwach zu spannen und die Zahnstange und Getriebe durch den Druck dieser Arme in Eingriff zu halten. Gedachte Arme η η suchen die Platte weiter zu bewegen als nothwendig ist, um die Zahnstange und das Getriebe zusammen zu bringen, und dadurch ist eine zufällige Verstellung des Getriebes und der Zahnstange vermieden und Vorsorge getroffen, um verschieden grofse Getriebe e3 verwenden zu können.
Hieraus ersieht man, dafs, wenn das Getriebe in die gezahnte Stange oder ihren Theil/1 eingreift, der Klemmapparat nach auswärts bewegt wird, und wenn es in den Theil j eingreift, die umgekehrte Bewegung stattfindet. In beiden Stellungen wird die Zahnstange durch den Hebel /2 gehalten. Wenn der Hebel gedreht und in der Mittel- oder Zwischenstellung festgehalten wird, sind beide Zahnstangen aufser Eingriff vom Getriebe i3 und das Endstichmachen geht vor sich, wie vorhin auseinander gesetzt.
Der einzige Handgriff oder Drehhebel/2 und seine Verbindungen dienen dazu, alle die verlangten Verstellungen, der Schiebplatte G, sowie der Regulirplatte Z1 auszuführen.
Beim Schieben des Klemmapparates von einer Knopflochseite zur anderen durch Schwingen des Hebels F auf seinem hinteren Drehpunkte und beim Bearbeiten der Löcherenden, ehe der Klemmapparat so verschoben wird, ist der Vorgang der folgende, Fig. 1, 2, 4, 8, 9 und 10. Nachdem eine Seite des Knopfloches genäht worden ist, wird der Handgriff von der Vorwärtshemmung oder dem Loche Ϊ1 befreit, Fig. i, und ihm eine Viertelumdrehung gegeben, um seinen Hemmstift zum Seitenloche hin zu bringen. Das Resultat dieser Bewegung ist die Befreiung des Getriebes ez und der Zahnstangenseite J1, sowie das Freilassen des Getriebes von beiden Seiten der Zahnstange; dadurch wird die Längsbewegung des Klemmapparates aufgehoben. Zu gleicher Zeit wird die Platte G um ihre halbe Längsbewegung durch die Wirkung des Stiftes i im Schlitze H vorwärts geschoben und kommt das grofse Excenter h' in Thätigkeit, wie oben beschrieben. Durch die seitliche Bewegung der Platte L1, sowie der Zahnstange J wird das die Zahnstange treibende Getriebe gleichzeitig oder nahezu gleichzeitig mit dem Excenter h aufser Eingriff und das Excenter h 1 in Thätigkeit gesetzt. Die gedachte Zahnstange _/' wird von den Ansätzen I lx, Fig. 9 und 5, der Platte L' umschlossen und dadurch gezwungen, an ihren Seitenbewegungen theilzunehmen. Durch die Bewegung der Wände der geneigten Coulisse G' mit der Welle E, wenn die Platte G längsweise bewegt wird, wird diese in leichte Schwingungen versetzt und diese seitliche Bewegung dem Hebel F mitgetheilt, welcher dadurch um die Hälfte seines seitlichen Hubes um seinen hinteren Drehpunkt schwingt. Nach der Versicherung des Knopflochendes wird der Handgriff /2 in Eingriff mit dem hinteren Loche z'2 gebracht. Diese Bewegung bringt das Getriebe e3 in Eingriff mit der gezahnten Rippe j und vollendet die Seitenbewegung des Hebels F durch die Wirkung der Welle E in der Coulisse der Schiebplatte G. Die Rückkehrbewegung des Klemmapparates findet durch Drehen des Handgriffes in umgekehrter Richtung statt, um die übrigbleibende Seite des Knopfloches zu nähen.
Es mufs bemerkt werden, dafs das wegnehmbare Lager c'1 zur Entfernung des Getriebes und der Welle dient, so dafs ein gröfseres oder kleineres Getriebe als das bei e3 gezeigte auf der Welle el befestigt werden kann, um die Grofse der Stiche zu wechseln. Das Getriebe e3 kann von irgend einer Grofse sein, aber darf den Durchmesser des grofsen Theiles der Welle nicht übersteigen und ob nun dieses Getriebe grofs oder klein ist, so wird es richtig mit den Zahnstangen durch die Arme η η der Regulir-
platte Ll arbeiten infolge der dieser Platte gegebenen Bewegungen.
Der bewegliche Theil des Stoffdrückers JV', Fig. i, 2 und 3, wurde besonders entworfen, um in Verbindung mit der Knopflochnähvorrichtung verwendet zu werden. ""Die Grundplatte Z des Klemmapparates hat zwei kurze aufrechte Bolzen m m1 auf ihrem inneren Theile; der erstere dieser Bolzen, ein Schraubengewinde JV2 auf seinem oberen Ende und von da abwärts auf den gröfsten Theil seiner Länge, das innere oder hintere Ende des Stoffdrückers JV' oder des beweglichen oberen Theiles desselben ist verstärkt und mit Löchern versehen, durch welche die Bolzen in m' gehen. Dieser Stoffdrücker JV1 ist auf- und abwärts auf seinen Führungsbolzen beweglich und immer parallel auf seiner unteren gezahnten Fläche mit der Oberfläche des tieferen Theiles oder der Grundplatte L des Klemmapparates. Oben auf dem Stoffdrücker JV ist ein theilweise gezahntes Sperrrad P. Eine Schraubenmutter oder Hülse P' ist oben auf dem Stoffdrücker und im Mittel dieses Sperrrades P angeordnet, so dafs die Hülse P' frei rotiren kann, aber keine Längen- oder Verticalbewegung unabhängig vom Stoffdrücker und seinem Sperrrad hat. Ein vertical schwingender Handgriff p ist drehbar an der Hülse P1 angebracht und an ihrer Unterseite mit einem Ansatz^ oder geneigtem Sperrhaken versehen, um mit den Sperrzähnen einzugreifen und ist der Hebel am gegabelten Ansatz/»1 der Hülse P1 befestigt.
Man ersieht, dafs beim Heben des Hebelgriffes der abwärts vorstehende Sperrhaken vom Sperrrade befreit wird und der Stoffdrücker N' durch Drehen des Handgriffes nach rechts oder links gehoben oder gesenkt werden kann; dadurch werden die Stoffe entfernt oder in ihre Stellung gebracht und durch die Hülse oder Mutter festgehalten, ob nun der Hebel geschlossen ist oder nicht.
Fig. 12 bis 17 zeigen eine andere Form von Stoffdrückern, welche vorzuziehen sein dürfte.
Hier ist Fig. 12 ein Grundrifs, Fig. 13 eine Seitenansicht, Fig. 14 ein verticaler Längenschnitt nach den Linien 14-14 der Fig.'.12 und 17; Fig. 15 ein theilweiser Grundrifs mit Theilen im Querschnitt nach den Linien 15-15 der Fig. 14 und 17; Fig. 16 eine Ansicht, theilweise in der Vorderansicht und theilweise im verticalen Querschnitt nach der Linie 16-16 der Fig. 12, und Fig. 17 eine Ansicht nach der Linie 17-17 der Fig. 12.
Die Zahnstangenplatte K ist wie oben mit der Klemmapparat-Grundplatte L durch die Gleitbahn F' des Hebels F in der Grundplatte B' verbunden. Der tiefere Theil L hat hinten den Ansatz O, auf welchem das hohle aufwärts vorstehende Ende O ' des Stoffdrückers JV' so angeordnet ist, dafs es auf- und abwärts verstellt werden kann. Die Theile O und O1 sind schwalbenschwänzartig oder in ähnlicher Weise gestaltet, um eine Seitenbewegung zu verhüten und den beweglichen Theil JV' nach oder von der Grundplatte L verstellen zu können. Die verstellenden Und festhaltenden Verbindungen sind folgende: Ein gezahnter Bogen Q ist fest mit dem hinteren Ansätze O der Grundplatte L verbunden und ein Handgriff R ist durch den Drehbolzen R' am Rücken des gezahnten Bogens Q gestützt. Der Hebel umschliefst einen eckig geformten Theil des Bolzens, so dafs sich dieser mit dem Hebel und dadurch das Rad .S drehen mufs. Letzteres ist mit dem Kurbelzapfen oder dem Excenterstift S' versehen, der in einen Schlitz im hohlen vorspringenden Ende Q1 des Stoffdrückers JV' eingreift. Ein Sperrhaken U hält den Hebel an jedem gewünschten Punkte fest. Um diesen Klemmapparat an die Stelle des in den Fig. 1, 2 und 3 gezeigten zu setzen, sind keine Aenderungen nothwendig.
Diese Knopflochnähvorrichtung ist in sich selbst vollständig mit Ausnahme der die Stiche bildenden Mechanismen und der Betriebskraft und kann in Verbindung mit den meisten, wenn nicht mit allen Nähmaschinen ohne Aenderungen in diesen Maschinen verwendet werden.

Claims (4)

Patent-AnSprüche:
1. Die an sich (mit Ausnahme der Stich bildenden Mechanismen und der Betriebskraft)
. vollständige, durch eine der beschriebenen Verbindungen mit der Nähmaschine zu verbindende Knopflochnähvorrichtung, welche, wenn sie mit einer Nähmaschine verbunden ist, den Klemmapparat bewegt, ohne die Nadelbewegung und deren mitwirkende stichbildende Mechanismen zu stören, im wesentlichen wie beschrieben.
2. Die Combination der Kapsel A', eines drehbar aufgehängten, hin- und hergehenden Sperrkegels -Z?2 und des nur bei dessen Aufwärtsgang angetriebenen Sperrrades C mit dem Kronrade C3, dem Hauptstirnrade D, der mit den Excentern h h' versehenen Excenterwelle E und der Schiebplatte G, im wesentlichen wie beschrieben und zum beschriebenen Zweck.
3. Die Combination der Kapsel A' mit dem mit Führungsstangen A3 A'1 versehenen hin- und hergehenden Kreuzkopfe A2, dem in einem Schlitze a' im Kreuzkopfe drehbar aufgehängten Sperrkegel B'1 und der oben auf letzteren drückenden Feder b, im wesentlichen wie beschrieben und zum beschriebenen Zweck.
4. Die Combination des mit der Kapsel A' versehenen Gehäuses A mit der Schiebplatte G, der intermittirend arbeitenden (mit dicht in die Coulisse G' der Schiebplatte G
einpassenden Excentern h h' versehenen) Welle E und den Mechanismen, um dieser Excenterwelle in Zwischenräumen eine halbe Umdrehung mitzutheilen, im wesentlichen wie beschrieben.
Der verstellbare Klemmapparat und dessen Modification, im wesentlichen wie hierin beschrieben.
Beim Klemmapparat die Combination der Grundplatte L und der beschriebenen Bolzen m m' mit dem eigentlichen beweglichen Stoffdrücker N\ dem Sperrrade P1 der Hülse Px und dem Hebel/, wesentlich wie hierin beschrieben und zum beschriebenen Zweck.
Hierzu J Blatt Zeichnungen.
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