DE77579C - Verfahren zum Formen der Innenseiten und Kauflächen von Zähnen an künstlichen Gebissen - Google Patents

Verfahren zum Formen der Innenseiten und Kauflächen von Zähnen an künstlichen Gebissen

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DE77579C
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A. fuchs, Paris, 5 Avenue d'Orleans
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/10Fastening of artificial teeth to denture palates or the like

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  • Dental Prosthetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. November 1893 ab.
In vielen Fällen mufs der Zahntechniker die Anwendung von vollen Zähnen, d. h. von Zähnen aus Porcellanmasse mit voller Krone vermeiden. Er ist alsdann genöthigt, sogenannte flache oder halbe Zähne zu verwenden und die inneren Zahnseiten aus vulcanisirtem Kautschuk zu verfertigen, in welchem Falle sie dann gravirt werden müssen, um ihnen ein gutes Aussehen zu geben, und um die obere Fläche der natürlichen Zähne nachzuahmen. Diese Arbeit ist jedoch, wenn sie sorgfältig ausgeführt werden soll, sehr schwer und vor allen Dingen sehr langwierig. Im übrigen giebt es wenig geschickte Arbeiter, welche sie den Anforderungen entsprechend und auch hinreichend schnell ausführen können.
Um diesen Uebelstand zu vermeiden, hat der Erfinder ein Verfahren zum mechanischen Formen der inneren Zahnseiten bei künstlichen Gebissen erfunden, welches im Nachstehenden näher beschrieben werden soll. ■
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 den Grundrifs eines Gypsabgusses eines unvollständigen oberen Gebifstheiles, in welchen die nothwendigen flachen Zähne eingesetzt sind und in ihrer Lage durch ein Formstück aus Wachs erhalten werden, welches die Platte des Gebisses vorstellt.
Die Fig. 2 ist ein Schaubild der Metallform, welche zum Formen der Mahlflächen der Zähne dient. Die Fig. 3 stellt einen Schnitt nach der Linie x-y der Fig. 1 vor, und Fig. 4 veranschaulicht denselben Schnitt bei einer Form aus Gold oder Platin, welche dauernd mit dem Zahn verbunden bleibt.
Nachdem das Gypsmodell des Gebisses in der üblichen Weise hergestellt ist, trägt man in die Lücken hinter den flachen oder halben Zähnen d aus Porcellan Wachsmasse ein, welche in der Fig. 1 mit schraffirten Linien dargestellt ist, und formt alsdann die Innenseiten der Zähne und die Zahnplatte des Gebisses. Dann bedeckt man die Mahlfläche der Mahlzähne sowie auch die Zungenseite der Schneidezähne und der Eckzähne, die in Wachs ausgebildet sind, mit kleinen Formplatten m, Fig. 2, aus dünnem getriebenen Metallblech, welche die Umrisse und Unebenheiten der natürlichen Zähne wiedergeben.
Darauf formt man das Ganze in Gyps hohl, und entfernt dann das Wachs, indem man es in heifsem Wasser schmilzt, und setzt in die Höhlungen der Gypsform die halben Zähne d und die Metallform in ein. Die durch das ausgeschmolzene Wachs gebildeten Höhlungen werden alsdann mit Kautschuk angefüllt, den man sorgfältig auf die halben Zähne d und auf die Form m aufdrückt. Man nimmt alsdann das Gebifs von der Gypsform ab und setzt es in den Vulcanisirapparat zum Zweck der VuI-canisirung ein. Nachdem diese Arbeit ausgeführt ist, vollendet man das Gebifs, indem man die etwaigen Unregelmäfsigkeiten beseitigt und indem man die metallischen Formplatten m unter schwacher Erwärmung loslöst. Man erhält auf diese Weise sehr vollkommene innere Zahnseiten, welche nach der Bearbeitung mit der Bürste verkaufsfähig sind.
In gewissen Fällen kann man die Metallform auch auf der Innenseite der Kautschukzähne
belassen. In diesem Falle wird die Metallform aus Gold oder aus Platin gefertigt und mit einem Ansatz t verlöthet, der gewissermafsen als Anker in die Kautschukmasse versenkt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Formen der Innenseiten und Kauflächen von Zähnen an künstlichen Gebissen, dadurch gekennzeichnet, dafs man entsprechend gestaltete getriebene Metallplättchen m in die Wachsmasse, welche in die Lücken hinter den flachen Porcellanzähnen d des Gypsmodelles eingetragen ist, hineindrückt, dann die durch Ausschmelzen des Wachses entstandene Höhlung mit Kautschuk ausfüllt und schliefslich nach Abnahme des Gebisses von der Gypsform und Vulcanisirung des Kautschuks die Metallformplättchen m ablöst,
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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