DE8528C - Verfahren und Apparat zur Herstellung künstlicher Gebisse aus Kautschuk oder Celluloid - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Herstellung künstlicher Gebisse aus Kautschuk oder Celluloid

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DE8528C
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Dr. R. TELSCHOW, Hofzahnarzt in Berlin
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/20Methods or devices for soldering, casting, moulding or melting

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Description

1879.
Klasse 30.
ROBERT TELSCHOW in BERLIN. Verfahren und Apparat zur Herstellung künstlicher Gebisse aus Kautschuk oder Celluloid.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1879 ab.
Auf einem Gypsmodell a, den zahnlosen Kiefer eines Menschen darstellend, wird mittelst Guttapercha und Wachs eine Gaumenplatte β hergestellt, in welcher durch Wachs die künstlichen Zähne γ fixirt werden. Alsdann durchbohrt man ungefähr in der Mitte des Gaumengewölbes das Gypsmodell a, sowie die beschriebene Platte ß, und führt durch die Oeffnung, deren Durchmesser etwa 3 mm beträgt, einen entsprechend dicken Draht ein, der einen dünnen Ansatz hat. Dieser Draht bildet beim Formen in dem Gyps einen Kanal, durch welchen später die Masse für die Gaumenplatte β eingespritzt wird. Der verjüngte Ansatz des Drahtes reicht aus dem Modell hervor und pafst genau in das Eingufsloch des Cuvettendeckels (Formdeckels) a, Fig. 2 der beiliegenden Zeichnung. Man bildet nun mit dem Deckel α als Boden und dem oberen Ring b als Seitenwand ein Gefäfs, füllt dasselbe mit Gypsbrei an und drückt schnell das Gypsmodell α derartig in den Gypsbrei ein, dafs der hervorragende Stift in das Loch des Cuvettendeckels dringt. Wenn der Gyps erhärtet ist, so bildet er mit dem Modell α ein Stück, auf dem die Platte β mit den Zähnen γ frei liegt. Man beschneidet den Gyps so, dafs er mit dem Rande des Ringes b in gleicher Höhe ist. Zieht man nun den Draht heraus, so ist das Obertheil des Modells fertig. Man ölt nun die Trennungsflächen ein und kann zur Herstellung des Untertheils schreiten. Zu diesem Zweck verstopft man das Eingufsloch mit Wachs und setzt auf den Ring b den zur Aufnahme des Formuntertheils bestimmten Ring d; dieser ist mit drei bis sechs seitlichen Löchern versehen, durch welche erwärmte Drähte eingeführt werden, die bis an die Platte β reichen.
Nachdem die Drähte mit etwas Wachs sorgfältig mit dem Gebifs verbunden sind, füllt man die Cuvette ganz mit angerührtem Gyps δ und verschliefst sie mit dem Deckel /. Hierauf läfst man den Gyps erhärten, erwärmt die Cuvette und kann nun Obertheil und Untertheil der Form an der geölten Fläche mit Leichtigkeit trennen. Die Platte β (aus Wachs und Guttapercha) und die Stifte lassen sich leicht entfernen, so dafs nur die Zähne γ in dem Untertheil (dem Gyps δ) verbleiben.
Man kann sich nun, was von fundamentaler Wichtigkeit ist, sehr leicht davon überzeugen, ob die Zähne an richtiger Stelle stehen, ob sich keine Blasen in dem Gyps gebildet, kurz man kann alle Mängel beseitigen, welche die Bildung eines guten Gebisses vereiteln könnten.
Der obere Theil der Cuvette mit der Gypsform α und der untere Theil der Cuvette mit der Gypsform δ, in der die Zähne stecken, werden nun wieder genau zusammengepafst, Fig. 5 und 6, und durch Zusammenschrauben des gufseisernen Deckels B und des Bodens (Brille) D mittelst der Schrauben h an einander geprefst, Fig. 4, 7 und 8.
In den Ansatz i des Deckels α wird der oben und unten offene Prefscylinder g (in Fig. 2 schwarz gezeichnet) eingeschraubt, der von dem Deckel B theilweise umgeben ist.
Nachdem der Cylinder g mit Masse gefüllt ist, wird in ihn der Kolben m eingesetzt und die kleine Presse HF an B angeschraubt. Sobald die Masse im Cylinder g durch Erwärmen erweicht ist, kann sie mittelst der Schraube H und des Stempels wz durch das Loch im Deckel α und in der Gypsform α in den Hohlraum getrieben werden, wobei der Ueberschufs an Masse durch die von den Drähten herrührenden Löcher in der Gypsform δ und die Löcher in dem Ringe d entweicht.
Der ganze Apparat wird, durch heifses Wasser vorgewärmt, in den Kasten A eingesetzt und durch Gas mittelst des eigenthümlich in Fig. 2 und 3 dargestellten Brenners erhitzt. Der Brenner besteht aus den beiden kreisförmig gebogenen Röhren 0 und dem mittleren Rohr p, welche mit entsprechenden Löchern zum Ausströmen des Gases versehen sind; q ist das Gaszuleitungsrohr. Die Rohre 0 sind so angeordnet, dafs sie die Cuvette seitlich erwärmen. Die in dem Cylinder g befindliche Masse wird durch Wärmeleitung mittelst der Platte B erhitzt, welche direct durch die Flammen der Rohre ο erwärmt wird. Ein Thermometer r zeigt den Temperaturgrad der Platte B etc. an.
Die Gasbrenner können auch durch eine nach demselben Princip construirte Spirituslampe mit zwei seitlichen und einem mittleren Brenner ersetzt werden.

Claims (2)

Wird der Cylinder mit Celluloid gefüllt, so erhitzt man, bis das Thermometer 125° C. zeigt. Nun fängt man an, langsam zu schrauben und die Masse aus dem Cylinder g in die Form zu treiben. Ist eine Temperatur von 130 ° erreicht, so löscht man die Flammen aus und dreht so lange den Kolben in den Cylinder hinein, bis die Masse aus den seitlichen Löchern der Cuvette dringt. Die Löcher sind so angeordnet, dafs die Masse in der Regel gleichzeitig aus allen Löchern hervorquillt; sollte sie jedoch aus einer Oeffnung früher herauskommen, so wird diese Oeffnung durch eine Schraube verschlossen. Man hört nun auf, an dem Handgriff zu drehen und kühlt in kaltem Wasser ab. Hierauf schraubt man die Vorrichtung auseinander und kann das fertige Gebifs aus der Cuvette nehmen und es wie gewöhnlich weiter bearbeiten. Die in dem Cylinder g kalt und fest gewordene Masse kann man mit Leichtigkeit entfernen, da der Cylinder überall gleichen Querschnitt besitzt. Um Kautschuk zu spritzen, genügt eine geringere Temperatur, etwa 90 bis 100 °. Für andere Massen mufs die passende Temperatur durch Versuch bestimmt werden. Die beschriebene Spritzmethode besitzt den Vortheil, dafs die in dem Gyps eingebetteten Zähne, niemals von der einfliefsenden Masse umgestofsen werden können uud dafs sich die Masse in der Form möglichst gleichmäfsig vertheilt. Pate nt-Ans ρ rüche:
1. Die vorbeschriebene Emformung künstlicher Zahngebisse derart, dafs die Gypsform getheilt wird, die Zahne in dem Untertheil der Form angeordnet werden und die Einfüllung des Materials durch einen Kanal des Obertheils erfolgt, zum Zweck wie beschrieben.
2. Der durch Zeichnung und Beschreibung veranschaulichte Apparat zur Herstellung künstlicher Gebisse.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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