DE77528C - Raummesser (Volumenometer) - Google Patents
Raummesser (Volumenometer)Info
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- DE77528C DE77528C DENDAT77528D DE77528DA DE77528C DE 77528 C DE77528 C DE 77528C DE NDAT77528 D DENDAT77528 D DE NDAT77528D DE 77528D A DE77528D A DE 77528DA DE 77528 C DE77528 C DE 77528C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F17/00—Methods or apparatus for determining the capacity of containers or cavities, or the volume of solid bodies
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Sampling And Sample Adjustment (AREA)
Description
feloscM
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Der vorliegende Raummesser, bei welchem das Mario tte' sehe Gesetz zur Anwendung
kommt, zeichnet sich durch seine grofse Einfachheit und bequeme Handhabnng vortheilhaft
aus.
Die willkürliche Veränderung des räumlichen Inhalts in bestimmten Grenzen geschieht mit
Hülfe eines aufblähbaren Körpers von bekannten Abmessungen. , Soll die Messung unter Luftverdichtung vorgenommen werden,
so wird der aufblähbare Ballon, nachdem der zu messende Körper in den Mefsbehälter eingebracht
und letzterer verschlossen ist, mittelst Prefsluft gezwungen, seine gröfste Ausdehnung
anzunehmen. Soll dagegen eine Luftverdünnung stattfinden, so wird der Ballon zuerst
mittelst Wasser oder Luft voll aufgebläht und, nachdem die zu messenden Körper eingebracht
sind und der Apparat luftdicht verschlossen ist, durch Absaugen nach aufsen entleert. Zweckmäfsig
erscheint es, den aufblähbaren Körper 'in einem besonderen, mit dem eigentlichen
M fsbehälter unmittelbar in Verbindung stehenden Raum unterzubringen. Wird dieser Nebenraum
durch Ventile, Hähne oder dergleichen von dem Hauptmefsraum luftdicht absperrbar
gemacht, so kann auch der aufblähbare Körper entbehrt und der Nebenbehälter selbst zur Erzeugung
der Luftverdichtung oder Luftverdünnung benutzt werden. Es wird dann unter Absperrung des Nebenbehälters die Luft in
diesem verdünnt oder verdichtet und nach Abschlufs der Saug- oder Druckleitung der Nebenraum
mit dem gleichfalls luftdicht verschlossenen und mit Material gefüllten Hauptraum in Verbindung
gesetzt. Offenbar kann dann in allen diesen Fällen, wie oben gesagt, die Bestimmung
des räumlichen Inhalts des eingebrachten Materials oder Körpers mit Hülfe des Mariotteschen
Gesetzes erfolgen.
In den Fig. 1 bis 3 ist ein Apparat veranschaulicht , in welchem ein aufblähbarer
Körper vorgesehen ist.
An den Hauptbehälter α schliefst sich eine
besondere Kammer b1 an, welche durch eine Oeffnung b2 mit dem Innern des Mefsbehälters a
in Verbindung steht. In dieser Nebenkammer ist der ballonartige Körper e1 untergebracht.
Eine Abzweigung u der Luftleitung ul reicht
durch die Wandung der Kammer b1 in den Körper e1. Die Luftleitung besitzt einen Ab-.
sperrhahn u2 und einen Lufthahn w3, welcher
letztere zum Ablassen der Luft aus dem Ballon nach erfolgter Messung dient.
Der aufblähbare Körper e1 besteht zweckmäfsig
aus Gummi, Leder, in Firnifs getränkter Seide oder ähnlich dichtem Stoff. Um diesem
Stoff beim Ablassen oder Absaugen der Luft oder des Wassers aus dem Körper e1 einen
Halt zu geben, ist im Innern ein flacher Rahmen oder ein Blech A vorgesehen, an
welches der Stoff sich anlegen kann.
Gewünschtenfalls kann der Mefsbehälter mit mehreren Kammern b1 ausgerüstet werden, von
denen jede einen aufblähbaren Körper e1 aufnimmt.
Die Gestalt der Kammer b1 wird am geeignetsten der Form des Körpers e1 in aufgeblähtem
Zustande möglichst angeschlossen.
Die Form dieses Körpers e1 kann eine beliebige
sein, zweckmäfsig erscheint es jedoch, einen Cylinder mit zugespitzten Enden zu wählen,
wie in der Zeichnung -angenommen ist.
Hat man den Mefsbehälter α mit zu messendem Material gefüllt, z. B. Koks, so wird der
Hahn μ2, Fig. ι, geöffnet und bei geschlossenem
Hahn us Luft durch die Rohrleitung ul u in
den Körper e1 getrieben, so dafs derselbe voll
aufgeblasen wird (Fig. 2).
Die im Mefsbehälter noch befindliche Luft wird dadurch verdichtet und der auftretende
Druck kann an einem an geeigneter Stelle Angebrachten Manometer abgelesen werden. Ist
die Messung in dieser Weise erfolgt, so wird xier 'Hahn'M2-geschlossen und der Hahn w3 geöffnet,
infolge dessen die Prefsluft aus dem Innern des Körpers el entweicht und letzterer
wieder die in Fig. 1 gezeigte Form annimmt. Die Berechnung des räumlichen Inhaltes der
in den Mefsbehälter eingebrachten 'Körper nach dem Mariotte'schen Gesetz erfolgt, wie im
nachstehenden Beispiel angegeben ist.
Es sei der Inhalt des Mefsbehälters α und
der Kammer bl ν — α -f- b1 = 10 cbm und
der Inhalt des aufgeblähten Körpersel = 0,5 cbm,
.so wird ν = a -j- b1 : — e1= 9,5 cbm. Hat nun
bei einer Messung das Manometer 898,2 und bei einer anderen 849,4 angegeben,, so ergiebt
sich, bei Annahme eines normalen Barometerstandes von 760 mm das erste Mal
(10 —-χ): (9,5 —χ)== 898,2: 76ound χ
= 6,75 cbm
und das zweite Mal
und das zweite Mal
(10 — X1Y: (9J5 — x'1)== 849,4 : 760 und x1
= ■5,25 cbm.
= ■5,25 cbm.
Sollen nun z. B. 6 cbm abgemessen werden, so mufs im ersten Falle die überschüssige
Menge .(0,75 cbm). fortgenommen und im zweiten. Falle die fehlende Menge (0,75 cbm)
hinzugefügt werden.
Mit Hülfe einer zweckmäfsig getrennt angeordneten Waage, welche jedoch gewünschtenfälls
auch mit dem Raummesser zusammenhängen kann, wird das Gewicht des vorhandenen
Koks bestimmt und dann durch Rechnung die zu entfernende oder hinzuzufügende
Gewichtsmehge gefunden. Ergeben z. B. die' 6,75 cbm Koks ein Gewicht'von P kg,
'so sind kg von der gemessenen Menge
zu entfernen. Im anderen Falle sei das Gewicht der.5,25 cbm gleich P1 kg und die hinzuzufügende
Menge'Koks ist dann—— kg.
5.>25 ■
-In dem ersten der oben genannten-Beispiele war
-In dem ersten der oben genannten-Beispiele war
ein Ätmosphärenüberdruck von
898,2 — 760
760
760
=10,182 und in dem zweiten Beispiel von.
849,4—· 760
760
— = 0,118 erforderlich.
In den meisten Hochofenbetrieben steht jedoch ein gröfserer Winddruck zur Verfügung.
Will man diesen gröfseren Druck möglichst vortheilhaft ausnutzen, so empfiehlt es sich,
den Körper e1 entsprechend gröfser im Verhältnifs zum 'räumlichen Inhalte des Mefsbehälters
"zu wählen, wodurch die sich ergebenden Zahlen zuverlässiger und genauer
werden.
Grofse Sorgfalt ist auf den guten Verschlufs der Dichtungsstellen zu legen, wobei der gröfstmögliche
Druck zu berücksichtigen ist.
Um dem -Arbeiter das -'Rechfien -γ,ύ. 'ersparen,
werden nachfolgende Vorkehrungen getroffen: Für jeden Barometerstand wird eine möglichst
genau eingetheilte und hinter das Quecksilbermanometer zu schiebende Scala vorgesehen,
deren Theilstriche entsprechend den Millimeterstriehen
der Manometerrohre durch beigefügte Zahlen diejenigen Stellungen angeben,
in welche das Laufgewicht der Waage zu verschieben ist, um die verlangte Materialmenge
unmittelbar abwägen zu können. Diese Zahlen werden vorher durch Rechnung bestimmt und
den Scalen beigeschrieben. Derartige Scalen können zu einer Tabelle vereinigt werden,
welche danh nur nach dem jeweiligen Barometerstand verschoben wird.
In Fig. 4 ist ein Apparat veranschaulicht,
welcher zum Messen unter Anwendung von Luftverdünnung bestimmt ist und sich im besonderen
zum Messen geringerer Materialmengen eignet. An den auf blähbaren Körper e1
schliefst sich der Schlauch u1 an der tiefsten Stelle desselben an und führt zu einem kleinen
Wasserbehälter, in diesem Falle einem Gummiball G. Durch Zusammendrücken des Gummiballes
G mit der Hand füllt sich der Körper e1 mit Wasser. In diesem Zustande bringt man
das zu messende Material in den Apparat, und nachdem letzterer geschlossen ist, wird der
Gummiball freigegeben und so tief gehalten, dafs aus dem Körper e1 sämmtliches Wasser
■ausfliefsen mufs. Da eine gröfsere Druckverminderung als Y10 Atm. für kleinere
Apparate kaum nothwendig äst, so genügt es, den Apparat auf einen im hohen Tisch zu
setzen und zum Absaugen des Wassers aus dem Körper e1 den Gummiball G auf den
Fufsboden zu legen. Soll gemessen und der Körper e1 gefüllt werden, so hebt man den
Gummiball auf und drückt ihn zusammen.
Bei gröfseren Apparaten wird es erforderlich, sich mechanischer Hülfsmittel zu bedienen, um
das Wasser in den'Körper e1 zu treiben. Soll
auch die Druckverminderung eine stärkere
werden, so mufs die Fallhöhe des Wassers entsprechend vergröfsert werden.
Das Absaugen kann aber auch durch Pumpen oder dergleichen bewerkstelligt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Raummesser, gekennzeichnet durch einen im Mefsraum des Apparates oder im Innern eines mit dem Mefsraum in Verbindung stehenden Hohlkörpers angeordneten aufblähbaren Körper, durch welchen behufs Bestimmung des Rauminhalts des zu messenden Körpers auf Grund des Mario tte'schen Gesetzes eine Verdünnung oder Verdichtung der Luft im Innern des Mefsbehälters geschaffen werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77528C true DE77528C (de) |
Family
ID=350327
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77528D Expired - Lifetime DE77528C (de) | Raummesser (Volumenometer) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77528C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2593911A1 (fr) * | 1986-02-04 | 1987-08-07 | Cerm Sarl | Procede et installation pour la mesure d'un volume non geometrique |
-
0
- DE DENDAT77528D patent/DE77528C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2593911A1 (fr) * | 1986-02-04 | 1987-08-07 | Cerm Sarl | Procede et installation pour la mesure d'un volume non geometrique |
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