DE77188C - Vorrichtung zum Spannen des Hacken- und Spitzenleders über den Leisten - Google Patents

Vorrichtung zum Spannen des Hacken- und Spitzenleders über den Leisten

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DE77188C
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leather
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DENDAT77188D
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English (en)
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H. A. CLARK, Brookline, Mass., V. St. A
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D21/00Lasting machines
    • A43D21/12Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last
    • A43D21/127Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last with wipers

Landscapes

  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-KLASSE 71: Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. November 1893 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung bei Maschinen zum Spannen des Leders über den Leisten, mittelst deren der Hacken- und Spitzentheil gefältelt und umgebogen wird. Der Zweck dieser Vorrichtung besteht darin, die Zahl der zu einer solchen Arbeit benöthigten mechanischen Elemente auf ein geringstes Mais zu beschränken, den ganzen Akt. des Spannens einschliefslich des Bördelns u. s. w. durch eine vorzugsweise von Hand erzeugte Hebelbewegung zu bewirken.
In der Beschreibung vorliegender Erfindung ist, ebenso wie auf der beiliegenden Zeichnung, nur der Hackentheil berücksichtigt, da die Bearbeitung des Spitzentheils genau in derselben Weise wie die Hackenbördelung von Statten geht.
Wie auf der Zeichnung veranschaulicht wird, trägt der Ständer 2 eine Plattform 3, auf der sich ein in Führungen 4 verschiebbarer Schlitten 5 befindet. Auf dem Schlitten ist ein Stellzapfen 6 als Träger des Leistens 7, sowie auch der eigentliche Arbeitsmechanismus angeordnet; die Verstellbarkeit des Schlittens hat den Zweck, dafs der Arbeiter den Leisten mit Bezug auf den Arbeitsmechanismus und mit Rücksicht auf verschiedene Leistenformen in die richtige Lage bringen kann. ■ Die gezahnte Klinke 8 dient dabei zum Feststellen der Vorrichtung gegen den Ständer 2. Auf beiden Seiten des Schlittens ist je ein Arm 10 in der Längsrichtung desselben drehbar angeordnet, dessen oberes Ende im Zapfen 12 gelenkartig mit einem halbkreisförmigen Rahmen 13 verbunden ist. . Auf dem hinteren Ende des Schlittens wird dieser Rahmen durch eine in je einem Gelenk des Schlittens und des Rah-" mens bewegliche Rechts- und Linksgewindeschraube, mit entsprechender Stellmutter 14 getragen, deren Bewegung den Rahmen hebt oder senkt. Dieser schwingende und gegen den Leisten verstellbare Rahmen wird aus den beiden zum Einspannen des Hackens dienenden Armen 15 und 15' gebildet und trägt die verticalen Platten 16 und 16', Fig. 3, deren Querbolzen 18 eine Achse bildet, auf welcher ein Cylinder 17 drehbar angeordnet ist. In dem zu beiden Seiten offenen Cylinder befindet sich ein Kolben 19, der mittelst des von Hand verstellbaren Hebels 20 zu bewegen ist. Der Stützpunkt des Hebels liegt in dem Gelenk 21 eines aus dem Schlitten 5 aufsteigenden Armes. Die Bewegung . des Hebels erzeugt eine Verstellung des Kolbens 19, dessen Bund am Vorderende seine Rückwärtsbewegung begrenzt. Vor dem Bund ist eine als Drehzapfen ausgebildete Platte 25, Fig. 7, auf dem Kolben befestigt, welche den Mittelpunkt darstellt, um den sich die Streicher 26, 26' scheerenartig und quer über das Hackenstück des Leistens bewegen.
Diese Streicher bestehen aus zwei gleichen Platten aus' Metallblech und ihre dem Leisten zugekehrten Ränder sind der Form desselben entsprechend gestaltet; auf ihrer Oberfläche sind Stifte 27, 27' vorgesehen, durch welche sie mit einem die Bewegung des Kolbens übertragenden Hebelsystem verbunden sind.

Claims (2)

  1. Vor dem Bunde ist auf dem Kolben eine Querstange 28 angeordnet, deren Enden durch die Schienen 31 mit dem Gelenk 29, 30 drehbar verbunden sind. Die Gelenkstangen 29 sind ebenso mit den Armen 1 5 des Rahmens 13 vereinigt, während die anderen mit den Stiften 27, 27' beweglich verbunden sind.
    Auf dem Handhebel 20 ist eine durch die Zugstange 3 5 und Feder 47 einstellbare Zunge 34 vorgesehen. Im gewöhnlichen Stande hält die Feder die Zunge derart, dafs ein auf dem Cylinder 17 befindlicher Anschlag 36 aufser ihrem Bereiche steht und der Hebel 20 die Streicher entweder längs oder quer gegen den Leisten führend bewegen kann, während der Rahmen, der Cylinder und die darauf befindlichen Theile aufser Bewegung bleiben. Wird die Zunge 34 dagegen in den Anschlag eingedrückt, so müssen der Rahmen, der Cylinder und die zugehörigen Theile beim Vorwärtsbewegen des Hebels sich in der Richtung gegen den Leisten bewegen, während eine gegen den Zahn 39 einstellbare Zahnstange 38 den Rahmen in beliebige Lage gegen den Leisten festzustellen sucht.
    ■ Beim Festschlagen des Oberleders des Hackentheils ist es nothwendig, dafs das Leder vor der Thätigkeit der Streicher fest gegen den Leisten gehalten wird, damit es sich nicht verziehen kann, wenn die Streicher es falten und um den Leisten legen. Jener Nothwendigkeit wird durch folgende Klemm- oder Prefsvorrichtung nachgekommen. Eine Gleitschiene 37 ist in der Mittellinie des Rahmens 13 angeordnet, in deren vorderem Ende mittelst eines Stiftes zwei gekrümmte Arme 40, 40' beweglich befestigt sind. Letztere sind mit Hebeln 41, 41' gekuppelt, welche einerseits mit den Armen 15 des Rahmens, andererseits mit den Endknöpfen eines biegsamen, metallischen Klemmbandes 42 beweglich verbunden sind. Tritt somit diese Vorrichtung in Thätigkeit, d. h. wird die Gleitschiene gegen den Leisten hin getrieben, so greift das Klemmband um das den Hackentheil des Leistens umgebende Oberleder und hält es so fest, dafs die Streicher ihreFunction ohne Beeinträchtigung der Wirkung ausüben körinen.
    Der Vorgang während des Aufspannens und Aufschiagens ist nun folgender:
    Nachdem der Leisten mit dem Leder auf dem Stellzapfen 6 befestigt worden ist, wird der Schlitten gegen den Leisten geführt und mittelst der gezahnten Klinke 8 eingestellt. Hierauf wird durch die Rechts- und Linksgewindemutter 14 der Rahmen gehoben oder gesenkt, bis die Streicher, mit Bezug auf die Oberfläche des Leistens, in die richtige Höhenlage gekommen sind. Indem der Arbeiter den Zahnhebel 38 festhält, stellt er die Zunge 34 mittelst der zugehörigen Leitstange 35 in den Anschlag 36 ein. Durch Vorwä'rtsbewegen des Hebels 20 in der Pfeilrichtung der Fig. 5 rückt auch der Rahmen 13 mit sämmtlichen Organen sammt den Armen 40, 40' und dem Klemmbande 42 gegen den Leisten vor. Sobald das aufgezogene Leder von den Spannorganen an der Hackenhinterfläche berührt wird, setzt sich die vorwärtsschreitende Bewegung der Arme 40,40' in eine convergirende, den ganzen Hackentheil umfassende Bewegung des Klemmbandes um. Der Rahmen 13 und das Klemmband werden darauf mittelst der gezahnten Klinke 38 in fester Lage gehalten.
    Indem der Arbeiter schliefslich die Zunge 34 aus dem Anschlage entfernt, führt er den Hebel 20 weiter vorwärts; bei dieser Bewegung bleiben der Rahmen und der Cylinder stehen, während der die Streicher führende; Kolben gegen die Ferse des Leistens vorwärts schreitet. Die Streicher befinden sich durch die Einstellung bei Beginn der Procedur in einer dicht über dem Leisten liegenden Ebene; zur weiteren Verbesserung ihrer Lage dient die Drehbarkeit des Cylinders um die Achse 18, so dafs sie in jedem Falle über den Leisten bei ihrer weiteren Bewegung hinwegfahren, indem eine Feder 46 sie gegen die Sohlenfläche des Leistens drückt, während sie den Rand des Leders falten und umbördeln. Bei Weiterbewegung des Handhebels bringt das Hebelsystem und die Drehzapfenplatte 25 das Leder zum seitlichen Umschlagen auf den Leisten, während gleichzeitig ein Hin- und Herbewegen des Handhebels den Kolben und die Streicher in schwingende .Bewegung versetzt, wodurch das Leder gänzlich auf die Sohlenfläche des Leistens gedrückt wird:
    Nach dem Festnageln wird der Hebel 20 zurückgelegt. Der zurücktretende Kolben nimmt den Bund 50 einer Platte 51 mit, welche am Hinterende der Streicher angeordnet ist, und führt ihn gegen den vorderen Arm der gezahnten Klinke 38, welche dadurch ausgeschaltet wird, so dafs der Rahmen mit sämmtlichen Organen in seine Anfangsstellung zurückgelangt.
    Patent-Ansρrüche:
    ι . Eine Vorrichtung zum Spannen des Hacken- und Spitzenleders über den Leisten, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bewegung eines Hebels (20) sowohl auf einen in einem Schlitten (5) beweglichen Cylinder (17) zum Zwecke des Fesfklemmens des Leders gegen den Leisten (mittelst geeigneter Zwischenmittel) als auch nur auf seinen, das Spannzeug führenden Kolben (19) übertragen werden kann, wodurch das Leder gefältelt und gebördelt wird.
  2. 2. Die Ausführungsform einer Vorrichtung nach Anspruch 1., gekennzeichnet durch den gegen den Leisten verstellbaren Schlitten (5)
    mit. einem auf Gelenken (ίο, 14) getragenen Rahmen (13), dessen Scheere (40, 40') ein Klemmband (42) gegen den Leisten führt, wenn die Zunge (34) des Antriebhebels (20) gegen eine Falle (36) des um einen Querzapfen (18) des Rahmens beweglichen Cylinders wirkt, sein Kolben (19) dagegen nach dem Ausschalten der Zunge allein durch den Hebel weitergetrieben wird, so dafs die mit jenem verbundenen Streicher (26, 26') das Leder über den Leisten bördeln.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT77188D Vorrichtung zum Spannen des Hacken- und Spitzenleders über den Leisten Expired - Lifetime DE77188C (de)

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