DE770C - Apparat zur selbsttätigen Ausrückung der mechanischen Webstühle beim Reifsen der Kettenfäden - Google Patents

Apparat zur selbsttätigen Ausrückung der mechanischen Webstühle beim Reifsen der Kettenfäden

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DE770C
DE770C DE000000000770DA DE770DA DE770C DE 770 C DE770 C DE 770C DE 000000000770D A DE000000000770D A DE 000000000770DA DE 770D A DE770D A DE 770DA DE 770 C DE770 C DE 770C
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Description

1877.
CRROGELETINBUHL(ElSASs).
Apparat zur selbstthätigen Ausrückung der mechanischen Webstühle beim Reifsen der
Kettenfäden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. September 1877 ab.
Der Apparat hat zum Zweck, den mechanischen Webstuhl sofort nach dem Bruche eines Kettenfadens stillzüstellen und dadurch die Fehler zu verhüten, welche man gewöhnlich Fadenbruch nennt.
Er besitzt indessen noch einen Vortheil, der nicht unwichtig ist: das ist die durch seine Anwendung erzielte vollkommene Regelmäfsigkeit des Gewebes infolge der gleichmäfsigen und regelmäfsigen Spannung aller Kettenfäden.
An jedem Kettenfaden ist mittelst eines Oehres je einer der flachen Metallstäbe b b' b 2 b3 aufgehängt, die flache Seite nach der Richtung der Fäden gekehrt. Das untere Ende der Stäbe ist schief abgeschnitten.
Jeder dieser flachen Stäbe hat zwei schmale Schlitze, durch welche Drähte oder Stängchen ei1«1«' hindurchgehen. Diese dienen den Stäbchen b . . . b3 zur Führung in verticaler Richtung, wie auch nach der Länge des Webstuhles und begrenzen den Fall derselben bei einem etwaigen Fadenbruch.
Unter den Lamellen b ... bs ist ein schmales Brett B auf den oscillirenden Hebeln CC1 C2 angebracht und wird beständig hin- und herbewegt, so lange'in der Kette kein Bruch stattfindet.
Sobald aber ein Kettenfaden gebrochen ist, verhindert die an ihm aufgehängt gewesene und nun herabgefallene Lamelle b die Bewegung des Brettes B von rechts nach links; diejenige von links nach rechts kann wegen der schiefen Endkante der Lamellen stattfinden.
Infolge dieses Stillstandes bewegt der Hebel C des Brettes nun nicht mehr den festen Ausrückungshaken N, wie das gewöhnlich geschieht, und der letztere wird daher von einem beständig hin und her oscillirenden Haken Q erfafst, welcher ihn fortzieht und die Auslösungshebel vorschiebt. Dadurch erfolgt der Stillstand des Webstuhles.
Der Apparat, von dem soeben eine allgemeine Beschreibung gegeben wurde, ist auf einem feststehenden Theile des Webstuhles vor den Einschlagstöcken befestigt. Letztere sind wie gewöhnlich angeordnet und können den Bewegungen der Kette, welche ihr durch den Gang der Weberkämme ertheilt wird, folgen, dadurch wird die Abnützung der Kette vermieden.
Aus der Zeichnung ersieht man, dafs die hin- und hergehende Bewegung des Brettes B durch eine Kurbel oder einen Excenter, oder eine Frictionsrolle 'F auf der unteren Welle bewirkt wird.
Der Stange E wird hierdurch ebenfalls eine wiederkehrende Bewegung ertheilt und infolge dessen auch den drei Hebeln C C1 C2, an welchen das Brett B befestigt ist.
An einem der Hebel CC1C2 ist eine kleine Zug- oder Schubstange K angeschraubt, welche den Hebel C" mit einem kleinen Hebel L verbindet. Dieser ist mit einem Haken versehen und an einem senkrechten Stabe M angebracht und oscillirt um den Zapfen V (Fig. 1).
Infolge der hin- und hergehenden Bewegung, welche der Hebel L durch den Hebel C erhält, berührt er jedesmal, wenn er gegen die Lade hingeht, das Ende eines Hakens N.
Dieser Letztere wird dadurch ebenso gehoben, wie der Hebel T, wenn er von dem Einschlagfaden der Weberschütze berührt wird.
Daraus folgt, dafs der Winkelhebel PQ, der an seinem Ende. mit einem Haken versehen ist, vorbeigeht, ohne einem Hindernifs zu begegnen und ohne den Webstuhl stillzustellen.
Wenn dagegen ein Kettenfaden gerissen ist, so fällt eine der Metalllamellen b und verursacht .den Stillstand des Brettes B, wie früher angegeben. Von da an bewegt sich der kleine Hebel L nicht mehr gegen den Treiber, berührt nicht den Hebel N und dieser, weil er nicht mehr in Höhe gehoben wird, wird von den Haken des Winkelhebels P Q erfafst und hierdurch der Webstuhl stillgestellt.
Wie man aus der Zeichnung ersieht, kann ein einziger Auslösungshaken Q für die Hebel N (Casse-chaine) und für den Hebel T (der Cassetrame) hinreichen, indem derselbe breit genug ist, um sowohl den Haken N, als auch dem Haken T zu begegnen. Die Ausrückungsvor-
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richtung, welche oben beschrieben wurde, kann wegen ihrer Einfachheit an jedem mechanischen V£ejSsifcuhl.i .von welcher Gröfse er auch sei, mit Leichtigkeit angebracht werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    Die oben beschriebene Vorrichtung zum Stillstellen des mechanischen Webstuhles bei und durch einen Kettenfadenbruch, insbesondere
    ι. Die Lamellen b b1 b2 b3 . . ., welche an dem Kettenfaden hängen und ihre Führung in zwei Drähten oder Stängchen a a1 finden, wodurch ihnen die Verticalbewegung gestattet, aber begrenzt wird.
  2. 2. Der Mechanismus zum Bewegen der Ausrückungshebel, wie oben beschrieben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE000000000770DA 1877-09-03 1877-09-03 Apparat zur selbsttätigen Ausrückung der mechanischen Webstühle beim Reifsen der Kettenfäden Expired - Lifetime DE770C (de)

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DE770T 1877-09-03

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DE000000000770DA Expired - Lifetime DE770C (de) 1877-09-03 1877-09-03 Apparat zur selbsttätigen Ausrückung der mechanischen Webstühle beim Reifsen der Kettenfäden

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  • 1877

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