DE767751C - Elektrischer Gasschalter - Google Patents

Elektrischer Gasschalter

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DE767751C
DE767751C DEL95802D DEL0095802D DE767751C DE 767751 C DE767751 C DE 767751C DE L95802 D DEL95802 D DE L95802D DE L0095802 D DEL0095802 D DE L0095802D DE 767751 C DE767751 C DE 767751C
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DE
Germany
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gas
arc
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switching
extinguishing
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Expired
Application number
DEL95802D
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English (en)
Inventor
Wilfred F Skeats
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/76Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid wherein arc-extinguishing gas is evolved from stationary parts; Selection of material therefor

Landscapes

  • Circuit Breakers (AREA)
  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

Es sind Schalter mit zwei in Reihe liegenden, in einem gemeinsamen Schaltraum angeordneten, Schaltstellen bekannt. Die Lichtbogenlöschung erfolgt dabei durch ein gasförmiges Löschmittel, das an der einen Schaltstelle erzeugt oder unter Druck gesetzt wird und zum Löschen des Lichtbogens der zweiten Schaltstelle dient. Bei einem bekannten Schalter dieser Art wird z. B. durch den einen ίο Lichtbogen Kohlensäureschnee zur Verdunstung gebracht. Bei einem anderen Stromunterbrecher wird durch diesen Lichtbogen die in einem Blasrohr eingeschlossene Luft hoch erhitzt, so daß sie mit hoher Geschwindigkeit dem anderen Lichtbogen zuströmt. Schließlich ist auch ein Flüssigkeitsschalter bekannt, bei dem die von dem einen Lichtbogen aus der Flüssigkeit erzeugten Dämpfe dem anderen Lichtbogen zwecks Löschung zugeführt werden.
Der Erfindung liegt ein Schalter mit Lichtbogenlöschung durch Löschgas zugrunde, das durch die Lichtbogenwärme aus der Schaltraumwandung erzeugt wird. Dabei sollen in ähnlicher Weise wie bei den genannten bekannten Schaltern zwei in Reihe liegende, in
einem gemeinsamen Schaitraum angeordnete Schaltstellen vorgesehen werden, die gleichzeitig geöffnet werden, wobei der Lichtbogen der einen Schaltstelle zur Erzeugung des Löschgases zum Löschen des Lichtbogens der anderen Schaltstelle dient. Hierbei ergeben sich aber insofern Schwierigkeiten, als ja der erste Lichtbogen vom gasabgebenden Stoff völlig umschlossen sein soll. Andererseits soll ίο aber das Löschgas ohne Widerstand von der einen Unterbrechungsstelle zur anderen strömen können. Die Erfindung überwindet diese Schwierigkeiten dadurch, daß der bewegliche Schaltkontakt der einen Schaltstelle durch eine Schüttung aus festen gasabgebenden Stoffen gezogen wird, deren von der Lichtbogenwärme entwickeltes Löschgas dann mit hoher Geschwindigkeit gegen den Lichtbogen der anderen Schaltstelle strömt. Dabei regt auch das Löschgas während seines Durchtritts die nicht unmittelbar vom Lichtbogen berührten Stoffteile zur weiteren Gasentwicklung an und verstärkt so den Gasstrom.
In der Zeichnung ist in den Abb. 1 und 2 ein Ausführungsbeispiel durch einen Längs- ! und Querschnitt dargestellt.
Der Schalter ist in einem Isoliergehäuse 1 j untergebracht und hat zwei Schaltstellen, die ! von den Schaltstiften, die auf einer gemein- } samen Schaltbrücke sitzen, kurzgeschlossen werden. Die entsprechenden festen Kontakte 2, 3 sind als Tulpenkontakte in der üblichen Form ausgebildet. Die Verlängerun- i gen 4', 5' der Schaltkontakte 4, 5 tauchen in j Hauben 2', 3' mit Schraubanschlüssen für die Stromzuführung und sind aus Isolierstoff. Die j Schaltbrücke 6 wird über eine Stange γ betätigt. Als Führung für die Schaltstifte 4, 5 dienen die Isolierrohre S, 9, die nach außen j abgedichtet sind.
Der Auslaß 10 des Gehäuses 1, das beliebigen Querschnitt, z. B. Rohrform, haben kann, wird durch einen Kühler 15 abge- ; schlossen und ist durch einzelne Leitwände 14 : aufgeteilt, gegen die der Lichtbogen ähnlich j wie bei ölschaltern geblasen wird. Der Gas- ; raum selbst ist verhältnismäßig eng, um eine j gute Strömung zu erzielen. Dabei haben die t beiden Schaltstellen einen solchen Abstand, j daß sich im Zwischenraum für den Gasdurchtritt genügend Druck entwickeln kann.
Die Schaltstelle 2, 4 ist von zwei konzentrischen Zylindern 12, die zahlreiche Bohrungen aufweisen, umgeben. Die Zylinder können z. B. aus durchlöchertem Fiber oder einem anderen siebartigen Gebilde bestehen und sind in einem Abstand voneinander angeordnet. Im Zwischenraum ist der eigentliche gasabgebende Stoff in Form von zahlreichen kleinen regellosen Stückchen vorgesehen; hierzu kann z. B. j zerkleinertes Fiber von 5 mm (1A Zoll) Seiten- J ! länge «dienen. Die regellose Form der Schüt-I tung soll den Durchtritt der Gase erleichtern. : Als gasabgebende Stoffe kommen außerdem I noch, wie bekannt, Borsäure, Kohlensäure- \ verbindungen und Harnstoffharze in Frage. Auch diese Stoffe werden zweckmäßig für den freien Durchtritt des Löschrohres in regellose ! Stückchen zerkleinert.
Beim Öffnen des Schalters wird die Brücke 6 j gesenkt, die Stifte 4, 5 verlassen die Kontakte 3, 4 und ziehen den Lichtbogen. Die große Wärme des Lichtbogens erhitzt dabei den Luftkörper und regt die Schüttuug 11 zur Gasentwicklung an. In gleicher Weise tragen die durch die Schüttung streichenden heißen Schaltgase zur weiteren Gasentwicklung aus der Schüttung bei und werden durch die damit verbundene Wärmeabgabe gekühlt. Man kann die Kühlung noch steigern, wenn man an dem unmittelbar der Schaltstelie 3, 5 zugewandten Zylindersegment die Bohrungen wegläßt. Die Gase werden dann mehrmals umgelenkt und dabei gekühlt. Nach dem Verlassen des Siebes 12 kommen die Gase in den Kanal 1' (Abb. 2), der sich gleichmäßig gegen die Schaltstelle 3,5 düsenartig verengt und die Geschwindigkeit des Löschmittels erhöht. Der Lichtbogen wird dabei gegen die Platten 14' getrieben, gekühlt und nach wenigen Halbwellen gelöscht. Be- go sonders geeignet erweist sich die Einrichtung für hohe Ströme.
LTm auch bei kleinen Strömen, bei denen der Gasdruck natürlich verhältnismäßig gering ist, eine gute Löschung zu erzielen, haben die Stifte 4, 5 einen Isolierstoffortsatz, der beim Ausschalten in die Schaltstrecke gezogen wird. Der Lichtbogen muß dann in einem Ringspalt brennen und kommt dabei in enge Berührung mit der Schüttung 11.
Der Auspuff 10 dient zugleich als Kühler . und Schalldämpfer. Hierzu sind zahlreiche parallele Kupferbleche zwischen den Platten 14 vorgesehen. Zur Vergrößerung der Kühlflächen nimmt man zweckmäßig Wellbleche.
Man kann den Erfindungsgedanken natürlich auch bei einem Gasschalter mit einfacher Schaltstelle anwenden und dabei das Löschgas in der ersten Lichtbogenhälfte erzeugen und auf die zweite Lichtbogenhälfte richten. In jedem Fall muß durch eine entsprechende Anordnung der gasabgebenden Schüttung für eine gute Berührung durch den Lichtbogen gesorgt sein.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: i. Elektrischer Gasschalter mit Lichtbogenlöschung durch Löschgas, das durch die Lichtbogenwärme aus der Schaltraumumgebung erzeugt wird, mit zwei in Reihe liegenden, in einem gemeinsamen Schaltraum angeordneten Schaltstellen, die
    gleichzeitig geöffnet werden, wobei der Lichtbogen der einen Schaltstelle zur Erzeugung des Löschgases zum Löschen des Lichtbogens der zweiten Schaltstelle dient, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Schaltkontakt der einen Schaltstelle durch eine Schüttung aus festen gasabgebenden Stoffen gezogen wird, deren von der Lichtbogenwärme entwickeltes Löschgas dann mit hoher Geschwindigkeit gegen den Lichtbogen der anderen Schaltstelle strömt.
  2. 2. Gasschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schüttung aus gasabgebenden Stoffen aus unregelmäßigen kleinen Stückchen von Bor- oder Kohlensäureverbindungen oder Harnstoffharzen besteht.
  3. 3. Gasschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gasabgebende Schüttung zwischen zwei den beweglichen Kontakt der einen Schalltstelle konzentrisch umgebenden durchbrochenen Zylindern eingeschlossen ist.
  4. 4. Gasschalter nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Schaltkontakte in an sich bekanntet Weise Isolierstoffortsätze besitzen.
  5. 5. Gas-schalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das der zweiten Schaltstelle zunächstliegende Segment am äußeren Schüttungszylinder ohne Durchbohrungen ausgeführt ist.
  6. 6. Gasschalter nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Gasauspuff (10) unmittelbar gegenüber der zweiten Schaltstelle Platten (14) vorgesehen sind, zwischen denen vorzugsweise gewellte Bleche mit guter Wärmeleitfähigkeit, insbesondere aus Kupfer, liegen.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
    Deutsche Patentschrift Nr. 601 563;
    britische Patentschrift Nr. 475 311;
    USA.-Patentschrift Nr. 1 912 176.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    I 5104 4.53
DEL95802D 1938-02-18 1938-10-09 Elektrischer Gasschalter Expired DE767751C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US191233A US2146656A (en) 1938-02-18 1938-02-18 Electric circuit interrupter

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE767751C true DE767751C (de) 1953-04-27

Family

ID=22704657

Family Applications (1)

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DEL95802D Expired DE767751C (de) 1938-02-18 1938-10-09 Elektrischer Gasschalter

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US (1) US2146656A (de)
BE (1) BE432795A (de)
DE (1) DE767751C (de)
GB (1) GB509388A (de)

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Also Published As

Publication number Publication date
US2146656A (en) 1939-02-07
GB509388A (en) 1939-07-14
BE432795A (de)

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