DE922540C - Elektrischer Stromunterbrecher - Google Patents
Elektrischer StromunterbrecherInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/70—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
Landscapes
- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
Description
- Elektrischer Stromunterbrecher Die Erfindung betrifft einen elektrischen Stromunterbrecher, bei dem .der Unterbrechungslichtbogen in einer Kammer gegen die Kanten von Zwischenwänden aus Isolierstoff ,getrieben wird, insbesondere einen Schalter mit Lichtbogenlösehung durch ein strömendes Druckmittel, wie Druckgas. Die Zwischenwände bestehen häufig aus einem organischen Werkstoff, wie Fiber. Die durch ihre Berührung mit dem Lichtbogen gebildeten und aus dem Schalter austretenden heißen Gase können dabei An:laß zu Flammerscheinungen geben. Auch ist der Verschleiß des Zwischenwandwerkstoffes, insbesondere an den Lichtbogenaufsehlagkanten, groß. Die Anwendung von keramischen Stoffen und von Hartglas für die Lichtbogenaufschlagkanten ist aber insofern nachteilig, als .diese Werkstoffe im flüssigen Zustand elektrische Leiter sind.
- Zur Verhütung oder Verringerung der Berührung des Lichtbogens mit den Kanten der Zwischenwände sieht die Erfindung vor, daß während der Stromunterbrechung aus den dem Lichtbogen ausgesetzten Kanten der Zwischenwände Hilfsgasströme, insbesondere Luftströme, austreten. Diese Hilfsgasströme bilden ein schützendes Polster zwischen dem Lichtbogen und den Kammerzwischenwänden. Die Kanten werden so vor dem Verdampfen oder Schmelzen geschützt. Außerdem wird bei Verwendung organischer Isolierstoffe durch die Verringerung der Gasbildung,die Flammbildung wesentlich vermindert. Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert.
- Fig. i ist eine teilweise im Schnitt gehaltene Ansicht des erfindungsgemäßen Stromunterbrechers; Fig. 2 stellt einen Schnitt gemäß der Linie 2-2 der Fig. i dar.
- Der dargestellte Stromunterbrecher ist ein Schalter mit Lichtbogenlöschung durch Druckgas. Die Unterbrechung erfolgt mittels des beweglichen Kontaktes 3 zwischen den Elektroden i und 2. Die Einzelheiten der Kontaktanordnung sind mit Rücksicht auf eine übersichtliche Darstellung weggelassen worden. Es mag die Feststellung genügen, daß der Unterbrechungslichtbogen zwischen den Kontakten i und 3 gezogen-wird und daß der bewegliche Kontakt 3 in dem Kontakt :2 gleitend gelagert ist. - Der Schalter ist in einem Gehäuse q. untergebracht, durch dessen obere Seitenwand die isolierten Leitungen i' und 2' eingeführt sind.
- Wird der Kontakt 3 durch hier nicht dargestellte Mittel nach rechts bewegt, so entsteht am Eingang der aus Isolierstoff bestehenden Lichtbogenkammer 5 ein Lichtbogen. Die Kammer enthält einen Lichtbogenspalt, in dem der Lichtbogen z. B. quer geblasen wird, und erweitert sich hinter diesem. Durch die Leitung 5' werden die Lichtbogengase ins Freie geleitet.
- An die Lichtbogenkammer 5 ist die Druckgasleitung 6 angeschlossen, welche -über das Steuerventil 7 mit dem Druckgasbehälter 8 in Verbindung steht. Das Druckgas im Behälter 8 kann durch einen Kompressor auf praktisch konstantem Druck gehalten werden. Soll der Schalter ausgeschaltet werden, so wind der Ventilstößel 7' in Verbindung mit der Bewegung des Kontaktes 3 betätigt, so daß Druckgas durch die Leitung 6 in die Unterbrechungsstrecke strömt und den Lichtbogen in die Lichtbogenkammer treibt.
- Die Kammer 5 ist durch Isolierstoffzwischenwände unterteilt, welche quer zum Lichtbogen gerichtet sind, so daß einzelne Kanäle io für den Durchgang des Druckgasstromes vorhanden sind. Darin sind Kühlbleche i i, z. B. aus Kupfer, angeordnet, wie insbesondere aus Fig.2 ersichtlich ist. Der Druckgasstrom treibt den Lichtbogen gegen die Kanten der Wände g. Die Lichtbogengase werden =durch die Kanäle io nach dem Kammeraustrittsende befördert.
- Die dem Lichtbogen ausgesetzten Kanten und Oberflächenteile der Zwischenwände werden durch Hilfsströme verhältnismäßig kühlen Gases, z. B. Luft, vor gefährlicher Erhitzung durch den Lichtbogen geschützt. Diese Hilfsströme treten aus den dem Lichtbogen ausgesetzten Kanten der Zwischenwände .dem Lösc'hgasstrom entgegengerichtet aus. Die Kanten werden so während der Stromunterbrechung in einen Kühlluftstrom eingehüllt. Zu diesem Zweck sind die Wände g hohl ausgebildet. Die Hohlräume g' sind jeweils bei g' vermittels der Rohrverbindung z2 an die Druckgasleitung 6 angeschlossen. Das Rohr 12 ist bei 13 mit dem Rohr 6 verbunden, also hinter dem Ventil 7, so daß beim Öffnen des Ventils sofort auch Druckluft zu den Hohlräumen g' der Zwischenwände g strömt. Dias Rohr 1.2 ist verzweigt und an entgegengesetzten Seiten an die Kammer angeschlossen, wie aus Fig. 2 ohne Weiteres ersichtlich ist. Die Hilfsluftströme treten aus den Hohlräumen g' (durch schmale Öffnungen bzw. Schlitze 13 aus, die sich vorzugsweise über die ganze Breite der Zwischenwände erstrecken.
- Wenn also der Schalter ausgeschaltet wird, so wird der Lichtbogen nicht unmittelbar gegen die Kanten der Zwischenwände getrieben, sondern gegen ein Polster verhältnismäßig k'ü'hler, aus den Kanten der Wände austretender Luft. Diese Luftpolster schützt das Isoliermaterial der Zwischenwände vor der Lichtbogenhitze. Es wird so bei Verwendung von schmelzbarem Material ein Schmelzen der Wände vermieden. Bai Verwendung von organischem Material, wie Fiber, wird die Verdampfung verhindert bzw. wesentlich herabgesetzt. Durch den Hilfsluftstrom wird in der Kammer eine vollständigere Verbrennung der nur in geringen Mengen vorhandenen Gase erzielt, so daß die Flammerscheinungen wesentlich verringert werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrischer Stromunterbrecher, bei dem der Unterbrechungslichtbogen in einer Kammer gegen die Kanten von Zwischenwänden aus Isolierstoff getrieben wird, insbesondere Schalter mit Lichtbogenlöschung durch ein strömendes Druckmittel, wie Druckgas, dadurch gekennzeichnet, .daß während der Stromunterbrechurig aus den dem Lichtbogen ausgesetzten Kanten (i3) der Zwischenwände (g) Hilfsgasströme, insbesondere Luftströme, austreten.
- 2. Stromunterbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierstoffwände (g) hohl ausgebildet sind und an eine gemeinsame, verzweigte Druckluftleitung (i2) ange-. schlossen sind.
- 3. Stromunterbrecher nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Isolierstoffwand (g) an mehreren Stellen Luft zugeführt wird. q.. Druckgasschalter nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Isolierstoffwänden (g) führende Luftleitung (z2) von demDruckgasbehälter (8) für die Glasluft gespeist wird. Druckgasschalter nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die zu den Isolierstoffwänden (g) führende Luftleitung (z2) hinter dem Blasventil (7) an die Blasluftleitung (6) des Schalters angeschlossen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US922540XA | 1941-06-17 | 1941-06-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE922540C true DE922540C (de) | 1955-01-17 |
Family
ID=22232387
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA19236D Expired DE922540C (de) | 1941-06-17 | 1942-06-16 | Elektrischer Stromunterbrecher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE922540C (de) |
-
1942
- 1942-06-16 DE DEA19236D patent/DE922540C/de not_active Expired
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