DE76753C - Drehbank mit Supportbewegung durch Druckflüssigkeit - Google Patents

Drehbank mit Supportbewegung durch Druckflüssigkeit

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DE76753C
DE76753C DENDAT76753D DE76753DA DE76753C DE 76753 C DE76753 C DE 76753C DE NDAT76753 D DENDAT76753 D DE NDAT76753D DE 76753D A DE76753D A DE 76753DA DE 76753 C DE76753 C DE 76753C
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DENDAT76753D
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C. M. CONRADSON in Madison, V. St. A
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q5/00Driving or feeding mechanisms; Control arrangements therefor
    • B23Q5/22Feeding members carrying tools or work
    • B23Q5/26Fluid-pressure drives

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die hin- und hergehenden Theile der Drehbank durch ein Treiborgan zu betreiben, welches von kraftübertragenden, tropfbaren oder gasförmigen Flüssigkeiten, wie Wasser, Gas, Luft, Dampf u. s. w., bewegt wird.
Fig. ι der Zeichnungen zeigt eine Seitenansicht .eines Theiles einer Schraubenschneidmaschine, an welcher der Gegenstand der vorliegenden Erfindung angebracht ist. Fig. 2 ist eine obere, Fig. 3 eine hintere und Fig. 4 die zweite, der Fig. 1 entgegengesetzte Seitenansicht derselben Maschine. Fig. 5 zeigt einen senkrechten mittleren Längsschnitt des Supports und dessen Bewegungsmechanismen. Fig. 6 zeigt eine obere Ansicht, theilweise im Schnitt, des Cylinders, des Kolbens und der zugehörigen Theile zur Bethätigung des Supports. Die Fig. 7 und 8 zeigen vordere und hintere Ansicht, theilweise im Schnitt, der Steuerungsorgane und einer Daumenwalze. Fig. 9 zeigt einen senkrechten Querschnitt durch den Cylinder und dessen Hauptventil. Fig. 10 ..und ι ι zeigen Längsschnitte durch das Steuerventil in verschiedenen Stellungen. Fig. 12 r ist ein waagrechter Schnitt durch den hinteren ;' Theil des Cylinders und durch die Ventil- ;.kammer. Fig. 12 und 14 zeigen Längsschnitte des Hauptventils in verschiedenen Stellungen. Fig. 15 ist eine obere Ansicht, theilweise im Schnitt, und Fig. 16 eine vordere Ansicht eines Theiles des Supports und zugehöriger Mechanismen. Fig. 17 ist ein senkrechter Längsschnitt durch den Support. Fig. 18 ist eine Seitenansicht und Fig. 19 eine Endansicht der Daumenwalze und eines von derselben bethätigten schwingenden Blockes, Fig. 20 ist eine obere und Fig. 21 eine Seitenansicht, beide theilweise im Schnitt des genannten schwingenden Blockes.
Auf dem Gestell A der Maschine ist ein langer Cylinder B angeordnet, und zwar parallel zur Längsachse der Maschine (Fig. 5 und 6). Innerhalb des Cylinders befindet sich ein Kolben C (Fig. 5) in Gestalt eines. an beiden Enden geschlossenen Cylinders, der mittelbar oder unmittelbar an den den drehbaren Support tragenden Schlitten D angeschlossen ist. Der Drehsupport kann sich um eine senkrechte Achse F drehen und ist unten mit einem Bund G versehen, welcher auf seinem Umfang wie bei H (Fig. 5, 15 und 17) mit Zähnen versehen ist. Dieser Bund bildet mit seinen Zähnen H ein Schraubenrad, welches mit einer Schnecke / in Eingriff steht, die auf einer quer zum Supportschlitten angeordneten Welle J sitzt (Fig. 15). Auf dem vorderen Ende der Welle J sitzt eine ähnliche Schnecke jK, welche mit dem Schraubenrad L in Eingriff steht, das ebenso grofs wie das Schraubenrad H des Supports E (Fig. 15 und 16) ist.
Auf dem hinteren Ende der Welle / sitzt ein Zahnrad Af, welches mit einem kleineren Rade JV in Eingriff steht. Letzteres sitzt auf einer Hülse T, welche einen Zapfen der einen Welle 0 umschliefst, die an dem Support-' schlitten D angebracht ist.
Auf der Hülse T ist eine Riemscheibe P angeordnet, welche zwischen zwei Ringen Q. mittelst einer Mutter U und einer federnden Scheibe eingeklemmt ist (Fig. 15).-
Für gewöhnlich wird die Drehung der Scheibe P auch die Drehung der Hülse T veranlassen. Bietet sich den angetriebenen Theilen jedoch ein ungewöhnliches Hindernifs, so wird die Riemscheibe P den von der Federscheibe S ausgeübten Druck überwinden und sich auf der Hülse T drehen, so dafs das Getriebe MiV stillsteht. Das Schraubenrad L steht mit einer. Daumenwalze U in festem Zusammenhang, welche in Armen oder Consolen F gelagert ist, die an dem-Supportschlitten D angebracht sind (Fig. i, 2, 3, 15 und 16). Die Anordnung ist derart getroffen, dafs bei jeder Drehung des Drehsupports die Daumenwalze U um ein entsprechendes Stück gedreht wird.
An der vorderen Längsseite des Supportschlittens ist parallel zur Achse der Daumenwalze U eine Gleitschiene W angeordnet, deren vorderes Ende in die Bahn eines an der Welle J sitzenden Stiftes X eingreift (Fig. 15 und 16), wodurch die Drehung . dieser Welle in bestimmten Absätzen zeitweilig unterbrochen werden kann.
Das Uebersetzungsverhältnifs der Getriebe HI und KL ist derart gewählt, dafs bei jeder Umdrehung der Welle J der Drehsupport und die Daumenwalze je um einen Winkel von 6o° gedreht werden. Bei Beendigung dieser Bewegung werden Welle, Support und Walze in ihrer Weiterdrehung durch die Schiene W gehindert, indem der an der Welle J sitzende Stift an sie anstöfst.
Die Schiene W ist mit einem Anschlag Y versehen, welcher einen Stift und eine Rolle Z trägt (Fig. i, 2, 7, 15 und 16), welche von einer auf dem hinteren Ende der Walze U sitzenden Curvenscheibe A1 bethätigt werden kann.
Aus Fig. 15 und .16 ist ersichtlich, dafs die Scheibe A1 eine Anzahl Curvenflächen oder Daumen B1 besitzt, welche mit dem der Anzahl Flächen an der Daumenwalze und der Anzahl Werkzeughalter am Support übereinstimmt, so dafs, wenn der Support gedreht wird, um ein neues Werkzeug dem Arbeitsstück darzubieten, die entsprechende Curvenfläche JB1 gegen den Stift oder die Rolle Z drückt und die Schiene W bethätigt. Die Schiene ist nach hinten zu etwas verlängert und hier mit dem oberen Ende eines lothrechten Hebels C1 verbunden, welcher an dem Supportschlitten drehbar angeordnet ist (Fig. 7). Das Ende des unteren Armes des Hebels C1 reicht so weit herab, dafs es zeitweilig in bestimmten Zwischenräumen von einem Nocken D1 erfafst werden kann, welcher auf einer Stange E1 einstellbar befestigt ist. Die Stange E1 dient zur Bethätigung des Hauptventils der Treibmaschine. Die Daumenwalze U ist auf ihren Abflachungen mit einer entsprechenden Anzahl Daumen oder Ansätzen F1 versetzen, welche (Fig. 18 und 19) in ihrer Längsrichtung beliebig verstellt werden können. Die Daumen F1 sind mit Längsnuthen versehen, welche an den Aufsenflächen die. Aufnahme von Hülfs- oder Nebendaumen G1 gestatten. Der Zweck dieser Hülfs- oder Nebendaumen wird weiter unten erläutert.
Hinter den Daumen F1 und G1 sind auf den flächen der Walze eine weitere Anzahl Daumen- oder Vorsprünge H1 angeordnet, welche mittelst Stellschrauben I1 in der Längsrichtung der Walze einstellbar befestigt sind, und welche in sich selbst dadurch einstellbar gemacht werden, dafs ihre Anschlagstellen von Schraubenbolzen J gebildet werden. Hierdurch ist ein weiter Spielraum für die Einstellbarkeit sämmtlicher Daumen geschaffen. Parallel zur Achse der Daumenwalze, also in der Längsrichtung der Maschine., ist eine schwingende Welle K1 angebracht, auf welcher ein mit zwei GruPPen oder Reihen Stiften M1 und N1 ausgerüsteter Block L1 vorgesehen ist. Die Anzahl dieser Stifte M1 und JV1 entspricht der der Flächen der Daumenwalze und des Drehsupports. Die Stifte sind in zwei Reihen angeordnet, welche quer zur Längsrichtung der Daumenwaize verlaufen (Fig. 18 und 19). Jeder der Stifte Ai1 und N1 ist in seiner Höhe mittelst einer Schraube C3 einstellbar angeordnet (Fig. 18, 19 und 21).
Der Block L befindet sich unmittelbar unterhalb der Daumenwalze U (Fig. 19), so dafs die Daumen F1 und G1 die Stifte M1 und iV1 bei der Vorbewegung der Daumenwalze bethätigen können. Wenn die Daumenwalze sich in ihrer Längsrichtung nach dem Block Z,1 hinbewegt, so trifft der grofse Daumen mit seiner vorderen schrägen Fläche gegen einen der Stifte M1 oder N1 und drückt den Block L1 nach unten, d. h. der Block L1 wird mit seiner Welle K1, auf welcher er befestigt ist, nach unten ausschwingen (Fig. 19 und 21 punktirt). Bei der weiteren Vorbewegung der Daumenwalze kommen die Hülfsdaumen G1 zur Geltung, welche die Stifte Ai1 oder N1 ergreifen, den Block veranlassen, noch tiefer auszuschwingeh und der Welle K1 eine weitere Drehung ertheilen. Der Block L1 läfst sich in der Längsrichtung (Fig. 20 und-21) auf eine bestimmte Strecke auf der Welle K1 verschieben, so dafs, wenn die Daumenwalze in ihrer besprochenen Bewegung fortfährt, die Daumen oder Vorsprünge H1 an einen am Block L1 befindlichen Ansatz O1 stofsen und den Block somit verschieben, welcher die zur Bethätigung des Hauptventils dienende Stange E1 mitnimmt. Die Daumen F1 G1 und H1 können an verschiedenen Stellen der Daumenwalze angeordnet sein, so dafs die Steuerventilwelle K' früher oder später mit Bezug auf die Be-
wegung der Daumenwalze und des Supportschiebers, welcher mit der Walze zusammenhängt, gedreht wird, je nach der Länge des Weges, welchen der Supportschieber zurücklegen soll, wenn mit einem besonderen Werkzeug gearbeitet wird.
Die Stange E1 wird früher oder später bethätigt, während der Supportschieber sich yorbewegt, je nach der Stellung der Daumen H1 auf der drehbaren Daumenwalze. Diese Stellung hängt auch von der Beschaffenheit des entsprechenden Werkzeuges im Drehsupport ab. Die der Stange E1 mittelst der Daumen H1 und O1 ertheilte gleitende Bewegung wechselt nicht nur die Stellung des Hauptventils, sondern bewirkt auch eine plötzliche Drehung des Hebels C1 und eine Längsverschiebung der Schiene W, welche den Stift Z trägt, der von der Curvenscheibe A1 der drehbaren Daumenwalze bethätigt wird.
Die in der Längsrichtung hin- und hergehende Stange E1 ist mit ihrem hinteren Ende an einen lothrechten Hebel P1 angeschlossen, dessen freies oberes Ende mit dem Hauptsteuerventil Q l in Verbindung steht (Fig. ι und 7). An diesem Hebel P1 sitzt ein nach hinten vorstehender Arm Q.3, welcher eine Rolle R1 trägt, die von einem oder mehreren auf einer Scheibe T befestigten Zähnen S bethätigt werden soll. Die Scheibe T1 ist mittelst einer Mutter V und einer Federscheibe W auf der Welle C/1 elastisch gehalten (Fig. 8). Die Zähne S1 sind auswechselbar und können auf dem Umfang der Scheibe T1 in beliebiger Weise vertheilt werden, so dafs sie in bestimmten Absätzen mit dem Hebel P1 oder dessen Arm oder Rolle zusammenstofsen. Auf dem Hebel P1 ist ein kleinerer Winkelhebel X1 drehbar angeordnet, dessen eines Ende eine Anschlagschraube F1 trägt, die mit dem Gestell in Berührung kommen soll, während das andere Ende zu einem Haken Z1 ausgebildet ist, welcher mit einem an dem Gewichtshebel A2 sitzenden Querstab in Eingriff gebracht werden kann (Fig. 7). Das obere Ende des Hebels Ä2 kommt mit einer Anzahl einstellbarer Zähne B% in Eingriff, welche gleichfalls an der Scheibe T1 befestigt sind (Fig. 7 und 8).
So lange der Arm Q.3 des Hebels P1 sich auf der glatten Umfläche der Scheibe T1 stützen kann, wird der Haken Z1 im Eingriff mit dem Hebel A2 gehalten. Stöfst jedoch bei der Drehung der Scheibe T1 einer ihrer Zähne S1 gegen die Rolle oder den Arm des Hebels P1, so wird dieser Hebel P1 von der Scheibe weiter fort geschoben, wobei der Hebel X1 sich um seinen Drehpunkt dreht, so dafs sein Hakenende aufser Eingriff mit dem Hebel A2 tritt. Der so ausgelöste Hebel A2 giebt seinem Gewicht nach, sein oberes Ende nähert sich der Scheibe T und hält diese an einem ihrer Zähne B2 an. Die schwingende Welle K1 trägt an ihrem hinteren Ende einen radialen Arm C2, welcher mittelst einer Lenkstange D2 mit dem Steuerventil E2 in Verbindung steht (Fig. 9), so dafs, wenn die Welle K1 infolge der Einwirkung der Daumenwalze auf den Block L 1 schwingt, das Ventil E'2 eine der drei Stellungen einnimmt, welche-Fig. 9, 10 und 11 zeigen.
Die mit dem Ventil Q1 verbundene Stange E1 veranlafst die Umstellung dieses Ventils in die in den Fig. 12, 13 und 14 gezeigten. Stellungen. Das Steuerventil E2 ist zwischen dem hinteren Ende des Hauptcylinders und dem Hauptventil lothrecht (Fig. 9 . und 12) angeordnet und besteht lediglich aus einer hohlen Spindel, welche mit einer Anzahl seitlicher Oeffnungen E2 und G2 versehen ist, die entsprechend mit den Kanälen H2 und /2 zusammengebracht werden. Der Kanal /2 am oberen Ende des Ventils steht mit dem Cylinder . durch die seitlichen Oeffnungen J2 in Verbindung (Fig. 9), während die Kammer oder der Kanal H'2 mit der Kammer K2 des Hauptventils (Fig. 9 und 12) in Verbindung steht. Ist das Steuerventil geschlossen, so stehen die Oeffnungen F2 nicht in einer Linie mit dem Kanal H2, so dafs keine Flüssigkeit aus der Ventilkammer in die hohle Spindel des Steuerventils gelangen kann. Befindet sich das Ventil jedoch in einer etwas tieferen Stellung, wie in Fig. 11 gezeigt ist, so ist nur eine geringe Anzahl der Oeffnungen F2 in Verbindung mit dem Kanal H2 gebracht, so dafs nur eine geringe Menge der Flüssigkeit durch das Steuerventil in den Cylinder gelangen kann.
In Fig. 9 ist das Steuerventil vollkommen geöffnet dargestellt. Sämmtliche Oeffnungen F2 stehen gegenüber dem Kanal oder derKammerü"2, so dafs die volle Kraft der Druckflüssigkeit in dem Cylinder ausgenutzt werden kann. Der Ventilkasten oder das Gehäuse des Hauptventils ist mit zwei Gruppen von Löchern L2 und M'2 versehen, von denen die erstere mit dem Raum oder der Kammer K2, während die andere M2 mit dem Auspuffrohr N2 in Verbindung steht (Fig. 12, 13 und 14).
In Fig. 12 ist das Hauptventil mit vollkommen geöffneten Einlafskan'älen L2 und mit geschlossenen Auslafskanälen M2 gezeigt.
In Fig. 13 sind die Einlafskanäle L2 geschlossen, während die Auslafs- oder Auspuffkanäle geöffnet dargestellt sind.
Nach dem vorderen Ende des Cylinders führt ein Rohr O2, Fig. 6, durch welches Druckflüssigkeit eingeleitet wird, so dafs die Vorbewegung des Kolbens unter allen Umständen entgegen dem Drucke der durch dieses Rohr O2 vor den Kolben eingelassenen Flüssigkeit geschieht. Hierdurch wird erreicht,
dafs der Kolben in seine hintere Stellung zurückkehrt,· wenn der Auspuffkanal des Hauptventils geöffnet ist. .
Während der Vorbewegung des Drehsupports und seines Schiebers ist es wünschenswerth, den Support am Drehen zu verhindern. Zu diesem Zweck ist am Supportschlitten ein Sperrstift P2 vorgesehen (Fig. 5 und 17), welcher iri am Drehsupport angeordnete Löcher Q2 eingreifen kann. Eine Schraubenfeder R2 hält den Slift elastisch im Eingriff mit dem Support. Der Stift ist an seinem unteren Ende mit einem schrägen Schlitz S2 versehen, welcher, sobald der Schlitten in seine hintere Stellung zurückkehrt, um sich zu einem neuen Schnitt vorzubereiten, mit einem schrägen Ansatz oder einer schrägen Leiste T2 zusammentrifft, welche oben auf dem Cylinder sitzt (Fig. .5 und 17). Wenn der Ansatz T2 in den Schlitz S2 eingreift, zieht er den Stift P2 nach unten, aufser Eingriff mit dem Support, so dafs letzterer . nunmehr frei von Hand oder auf mechanischem Wege beliebig gedreht werden kann.
Sobald der Supportschieber anfängt, sich vorwärts zu bewegen, zieht sich der Ansatz T2 aus dem Schlitz S2 heraus, und die Feder R2 drückt den Stift aufwärts in das Loch Q2 hinein, welches sich ihm zur Zeit darbietet, wodurch jede weitere Drehung des Supports auf seinem Schieber verhindert wird.
Zur ununterbrochenen Bethätigung der Riemscheibe P während der ,Vorbewegung des Drehsupports ist der in Fig. 4 dargestellte Riemenantrieb gewählt.
. Die Riemscheiben C/2 und V2 sind an den Enden des Maschinengestells gelagert und nehmen einen Riemen oder ein Treibband W2 auf, welches auch über die Scheibe P geführt ist. An dem Supportschieber sind ferner Führungsrollen X2 gelagert, während die Führungsrolle. Y am Maschinengestell drehbar angebracht ist. Diese Rollen dienen zur sicheren Führung des Riemens oder Bandes, während der Supportschieber hin- und herbewegt wird. Man ersieht, dafs bei dieser Anordnung der Supportschieber vor- und rückwärts gezogen werden kann, während das Band W2 seinen Lauf unbehindert fortsetzt.
Auf einer am hinteren Theil des Maschinengestells gelagerten Welle U1 sitzt ein gröfseres Zahnrad £/3, welches mit einem kleineren Zahnrad U1 im Eingriff steht. Die letzteres Zahnrad ZJ4 tragende Welle Ub trägt auch die Scheibe U2, so dafs die Welle U1 ununterbrochen langsam . angetrieben, wird. Die Scheibe T1 dreht sich zeitweilig mit, je nachdem sie durch den Gewichtshebel A2 mittelst eines der Zähne -B2 gehalten wird oder nicht.
PJe3iixluaiig«Kej.s_e_ Jjr_Mascliine_ist_folgen de: In das hintere Ende des Cylinders B wird durch das Rohr 2V3 Druckflüssigkeit eingeleitet.
Die Flüssigkeit passirt das Hauptventil Q1 und das. Steuerventil E2. Sie wirkt auf den Kolben C und somit auf den Supportschieber D und die an diesen angeschlossenen Theile treibend ein, so dafs letztere sich nach dem Kopf der Maschine hinbewegen. Die mittelst einer geeigneten Kraftquelle angetriebene Welle V3, Fig. 4, veranlafst durch den Riemen W2 und das Getriebe U2 U5 C/4 und U3 die Welle U1, sich langsam zu drehen, wobei die Scheibe T1 durch den Gewichtshebel A2 am Drehen verhindert wird. Auch die Riemscheibe P wird durch den Riemen W^ angetrieben, jedoch, indem die Welle J dadurch sich . zu drehen verhindert wird, dafs die Schiene W mit ihrem Ende sich vor den Stift X legt (Fig. 15 und 16), wird die Scheibe P auf der Hülse T gedreht, ohne auf das Getriebe, welches die Drehung des Supports und der Daumenwalze veranlafst, einzuwirken. Indem der Schlitten D sich wie beschrieben vorbewegt, stöfst einer der Daumen F1 der Walze U gegen einen bestimmten Stift M1, welcher vorher derart eingesetzt war, dafs er einem bestimmten Werkzeug im Drehsupport entspricht, und drückt oder bringt den Block L1 zum Schwingen, auf welchem der genannte Stift angeordnet ist. Die mit dem Block L1 verbundene Welle K1 dreht sich, und den auf ihr sitzenden Arm C um einen kleinen Winkel. Letzterer wirkt auf das angeschlossene Ventil E2 derart ein, dafs es zunächst, wie in Fig. 11 dargestellt ist, theilweise geschlossen wird. Dadurch wird die Geschwindigkeit des Supportschlittens selbsttätig verlangsamt.
Man ersieht aus der Zeichnung, dafs ebenso viele Stifte angeordnet werden, als Werkzeugträger auf dem Drehsupport vorhanden sind,; und da diese Stifte unabhängig von einander eingestellt werden können, so kann der Block je nach Bedarf mit gröfserem oder kleinerem Winkel zum Ausschwingen gebracht werden. Auch kann dieser oder jener Stift so tief eingestellt werden, dafs er gewünschtenfalls von dem Daumen unbeeinflufst bleibt, so dafs ein theilweises Schliefsen des Ventils E2 nicht eintritt.
Dasselbe bezieht sich auch auf die Stifte N2, welche bei der Vorbewegung des Schiebers von den Hülfsdaumen G1 der Daumenwalze bethätigt werden. Tritt diese Bethätigung ein, so wird der Block noch weiter als vorher heruntergedrückt, die Welle K1 schwingt ebenfalls noch weiter aus und das Ventil E'2 gelangt in die in Fig. 10 gezeigte Schlufsstellung. In demselben Augenblick, in welchem dieser Fall eintritt, stöfst der Daumen H\ der Walze U gegen den auf dem Block L1 sitzenden Ansatz O1, Fig- 18 und 19, und nimmt den Block L1 in der Längsrichtung seiner Welle ΚΛ mit, wodurch auch eine
Längsbewegung der angeschlossenen Stange E1 bewirkt wird. Da diese Stange E1 durch den Hebel P1 mit dem Ventil Q1 in Verbindung steht, so wird dieses bethätigt, und zwar wird es in die in Fig. 14 gezeigte Stellung gebracht, in welcher Stellung Flüssigkeit weder in den Cylinder eintreten noch aus demselben entweichen kann, so dafs der Supportschlitten unbeweglich in seiner eingenommenen Stellung verbleibt. Indem der Hebel P1 durch die Stange E1 gedreht wird, wird auch der kleine Winkel X1 gedreht, wie oben beschrieben, und sein Haken Z1 gelangt aufser Eingriff mit dem Gewichtshebel A^, welcher, während er einen Zahn B2 gesperrt'hält, die Scheibe T1 sich zu drehen verhindert.
Die Freigabe des Hebels A'2 mittelst des Hebels' Xi bewirkt auch die Freigabe der Scheibe T1, welche somit sich mit ihrer Welle U1 drehen kann. Während dieser Drehung schlägt einer der Zähne S1 gegen den Arm Q.3 des Hebels P1 und treibt diesen noch weiter zurück, wodurch das Hauptventil Q1 in die in Fig. 13 gezeigte'Stellung gebracht wird, in welcher die Einlafskanäle geschlossen und die Auspuffkanäle geöffnet sind. Die hinter dem Kolben C befindliche Flüssigkeit entweicht, so dafs der Druck der vor dem Kolben befindlichen Flüssigkeit nunmehr zur Geltung kommt und der Kolben in seine-Anfangsstellung zurückkehrt. Indem der Schieber D sich rückwärts bewegt, greift die schräge Leiste Γ2 in die Nuth des Stiftes P2 und zieht letzteren aus dem Support heraus, so dafs dieser jetzt sich, wie oben beschrieben, drehen kann. Wenn der Hebel P1 unter Bethätigung einer der Zähne S1 der Scheibe Γ1 ausschwingt,, bewegt sich auch die Stange E1 nach dem Spindelstock der Drehbank. Bei dieser Bewegung wird der Ansatz D1 auch vorbewegt, so dafs, wenn der Kolben C und mit ihm die Daumenwalze U nach dem hinteren Ende der Maschine zurückkehrt, das untere Ende des Hebels C1 den Ansatz D1 trifft, dadurch um seinen Zapfen gedreht wird und die Schiene W in ihrer Längsrichtung verschiebt, derart, dafs dieselbe den auf der Antriebswelle J des Drehsupports sitzenden Stift X auslöst. Sobald die Welle J somit freigegeben ist, wird sie von der sich ununterbrochen drehenden Riemscheibe P erfafst und gedreht, wodurch auch der Drehschieber und die Daumenscheibe U in Drehung versetzt werden. Hat sich der Support um den erforderlichen Winkel gedreht, so wirkt einer der auf der Curvenscheibe A' sitzenden Daumen S1 auf die Rolle Z des Blockes Y, Fig. 7, 15 und 16, ein und schiebt die Schiene W wieder in ihrer Längsrichtung vor, so dafs die Welle / an ihrem Stift anhält und auch der Drehsupport und die Daumenwalze U zum Stillstand gebracht werden. Indem jedoch die Schiene auf diese Weise durch die Curvenscheibe A vorgeschoben wird, schwingt der Hebel C1 wieder aus und ergreift mit seinem unteren Ende den Nocken D1, so dafs die Stange E1 rückwärts bewegt wird und das Ventil Q1 die in Fig. 12 gezeigte Stellung einnimmt. Diese Bewegung der Stange E1 veranlafst durch Uebertragung mittelst des Hebels P1 den Winkelhebel X1 und Gewichtshebel Ä2, ihre Normalstellung wieder einzunehmen. Der .Supportschlitten kann nunmehr von Neuem bethätigt werden.
Werden die Zähne S1 und B2 auf der Scheibe dicht zusammen angeordnet (Fig. 7), so wird der Hebel P1 ausschwingen, sobald die Scheibe T[ freigegeben ist. Stehen diese Zähne jedoch weit aus einander, so wird der Zahn S1 den Hebel P1 erst nach Ablauf eines gröfseren Zeitraumes nach der durch den Hebel A2 erfolgten Freigabe des Zahnes B2 bethätigen. Bei der erstgenannten Anordnung, bei welcher also die Zähne S1 und B2 dicht zusammen stehen, wird der Supportschlitten nach Beendigung seiner Vorbewegung keinen Aufenthalt erfahren, dagegen wird derselbe bei der zweitgenannten Anordnung, bei welcher die Zähne weit aus einander stehen, längere Zeit stillstehen. Die Zeitdauer, während welcher der Schlitten unbeweglich stehen bleibt, kann ganz nach Belieben geregelt werden. Dies ist ganz besonders für Plandrehen von grofser Wichtigkeit.
Dadurch, dafs eine den vorhandenen oder angewandten Werkzeugen entsprechende Anzahl Daumen auf der Walze U vorhanden ist und dadurch, dafs für jede Daumenfläche der Walze ein einstellbarer Stift M1 oder 2V1 vorgesehen ist, wird eine beliebige Mannigfaltigkeit bezüglich der Stellbarkeit erlangt.
Bei Anwendung eines durch Druckflüssigkeit bewegten Treiborganes zur Bethätigung des Drehsupports kommt die bisher allgemein übliche Leitspindel in Fortfall. Es können Schrauben mit beliebig verschiedenen Gewindegängen hergestellt oder geschnitten werden, indem es zur Aenderung des Gewindeganges nur der Einstellung des Steuerventils bedarf, anstatt, wie bisher, die Leitspindel auswechseln zu müssen.
Anstatt dafs der Supportschlitten beweglich gemacht wird, kann dieser fest angeordnet werden und an seiner Stelle der Spindelstock behufs Hin- und Herbewegung mit dem Kolben mittelbar oder unmittelbar verbunden werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    1. Drehbank, bei welcher der hin- und hergehende Theil der Drehbank mit einem doppeltwirkenden Kolben in Verbindung
    steht, welcher, derart in einem Dampfoder Druckflüssigkeitscylinder spielt, dafs die Rückbewegung desselben unter EinJ wirkung der Druckflüssigkeit (bezw. des Dampfes) auf einem schmalen, ringförmigen Theil auf der Vorderseite des Kolbens erfolgt, während zum Vortreiben des Kolbens dessen volle Endfläche der Rückseite unter Gegenwirkung desselben Druckes zur Geltung kommt,· welcher zur Rückbewegung benutzt wird und welcher mithin ununterbrochen auf der Vorderseite ■ des Kolbens lastet.
    V2. Eine Drehbank der durch Anspruch i. geschützten Art, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Daumenwalze (U), welche am Supportschlitten gelagert ist, ,gleichzeitig mit dem Drehsupport' sich dreht und mittelst einer geeigneten Anzahl von Ansätzen oder Daumen (F1 G1), welche.fest oder verstellbar angeordnet sein können, auf das Steuerventil je nach dem Arbeitsstück oder den arbeitenden Werkzeugen am Drehsupport einwirkt.
    Eine Drehbank der durch Anspruch ι. · geschützten Art, dadurch gekennzeichnet, dafs eine schwingende Welle. (K1), welche durch die Daumen (F1 und G1) zum Schwingen gebracht wird, durch Hebelübersetzung (C2 D2) mit dem Steuerventil (E2) in Verbindung steht und somit regulirend auf den Zutritt des Dampfes oder der Druckflüssigkeit wirkt (Fig. i, 9, 18, 19), wobei mit der Welle (K1) einstellbare Anschlagstifte (M1' N1) verbunden sein können, welche in der Bahn der Daumen (F1 und G1) angeordnet sind.
    4. Eine Drehbank der durch Anspruch 1: geschützten Art, dadurch gekennzeichnet; dafs an der Daumenwalze' (U) einstellbare Anschläge (H1) sitzen, welche die Ventilstange des Hauptventils im geeigneten Zeitpunkt mitnehmen und schliefsend auf das Ventil einwirken.
    5: Eine Drehbank der durch Anspruch 1. geschützten Art, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Regeln des Hauptventils derart, dafs während einer vorher bestimmbaren Zeitdauer Flüssigkeit oder Dampf weder in den Cylinder eintreten noch aus demselben austreten kann, und der Supportschlitten nach erfolgtem Vorschub einen entsprechenden Aufenthalt erfährt, bestehend aus einer durch Reibung angetriebenen und mit einer Reihe einstellbarer Sperrzähne (B2) und einer Reihe den Auspuff bewirkender Nocken (S1) auf dem Umfang versehenen Scheibe (T'), wobei der von einem Nocken nach erfolgter Auslösung eines zugehörigen Sperrzahnes durchlaufene Weg den Aufenthalt des Supportschlittens bestimmt.
    6. Eine Drehbank der durch Anspruch 1. und 5. geschützten Art, gekennzeichnet durch einen unter Gewichtsdruck stehenden, die Scheibe (T1) gesperrt haltenden Sperrhebel (a2), welcher mittelst eines am Arm (P1) drehbar gelagerten Winkelhebels (X'/ beim Schliefsen des Hauptventils aufser Eingriff mit der Scheibe (T1) gebracht wird, deren nächstfolgender Nocken (Sl) dann nach Ablauf einer gewissen Zeit den Arm (P1) weiter bethätigt und dadurch den Auspuff veranlafst.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT76753D Drehbank mit Supportbewegung durch Druckflüssigkeit Expired - Lifetime DE76753C (de)

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