DE76747C - Baukasten mit Zubehör - Google Patents
Baukasten mit ZubehörInfo
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- DE76747C DE76747C DE189476747D DE76747DD DE76747C DE 76747 C DE76747 C DE 76747C DE 189476747 D DE189476747 D DE 189476747D DE 76747D D DE76747D D DE 76747DD DE 76747 C DE76747 C DE 76747C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63H—TOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
- A63H33/00—Other toys
- A63H33/04—Building blocks, strips, or similar building parts
- A63H33/10—Building blocks, strips, or similar building parts to be assembled by means of additional non-adhesive elements
- A63H33/108—Building blocks, strips, or similar building parts to be assembled by means of additional non-adhesive elements with holes
Landscapes
- Conveying And Assembling Of Building Elements In Situ (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Die Einrichtung des im Patente Nr. 67599 dargestellten Baukastens läfst sich auf andere
Bauwerke als Brücken anwenden, welche aus Baukastentheilen als Träger nach dem Dreiecksprincip
aufzuführen sind, namentlich können auch Dachconstructionen in der Bauweise des Haupt-Patentes ausgeführt werden. Auf der
zugehörigen Zeichnung veranschaulichen Fig. 1 und 2 eine zu erbauende Dachconstruction,
während Fig. 4 bis 4 c einen Theil des Dreieckverbandes der Dachconstruction sowie Einzelheiten
davon darstellen.
Fig. 3 veranschaulicht mehrere Arten Bautheile mit daneben gestellten graphischen Kennzeichen,
Fig. 5 eine Mefskluppe und Fig. 6 tabellarisch verzeichnete Mafsstäbe, welche mit
bildlichen Vorlagen der zu bauenden Constructionen und mit die Arten und Längen der
Bautheile kennzeichnenden Tabellen einen später zu beschreibenden Bauschlüssel bilden.
Zur Herstellung einer Dachconstruction, für welche beispielsweise Fig. 1 und 2 eine Vorlage
bilden, werden analog dem Bauverfahren des Haupt-Patentes die Dachbinder nach dem
Dreiecksprincip aus einzelnen Stäben abc und Bolzen d1 etc. zusammengesetzt und durch
Diagonalbänder e mit einander verbunden.
Nach Fig. 4 ist also der Binder aus Dreiecken zusammengesetzt, deren Seiten theilweise
aus unveränderlichen, theilweise aus veränderlichen Stäben abc bestehen. Die Diagonalbänder
e, welche je zwei benachbarte Binder mit einander verstreben, werden an letzteren
durch Verbindungslaschen / befestigt, welche um 90° verwunden sind (Fig. 4c), einerseits
auf die Verbindungsmittel der Dreiecksstäbe gesteckt und andererseits mit den Diagonalbändern
e verbolzt werden (Fig. 4).
Zum Tragen der Platte m einer Glaseindeckung können Schuhe η benutzt werden, die
auf die oberen Eckverbindungsmittel jedes Binders gesteckt werden. Die Schuhe bestehen
aus Platten, welche unten gelocht und oben zum Einlegen der Pfetten eingeschnitten sind
(Fig. 4a). Hat ein Schuh die beiden Enden zusammenstofsender Pfetten aufzunehmen, so erhält
sein Einschnitt durch angesetzte Rippen n1 verbreiterte Lagerflächen (Fig. 4b).
Ueber die Pfetten werden in gewissen Abständen von einander Hakenplatten 0 gelegt,
welche mittelst ihrer oberen Haken an den Pfetten hängen und mit ihren unteren winklig
nach oben gebogenen Enden auf den von den darunter liegenden Platten getragenen Glastafeln
ρ ruhen. Ueber dem First des Daches greifen die beiden Haken je zweier gegenüberliegender
Platten in einander, und die Biegung der Haken sowie die Oberfläche der Platten
sind derartig gerundet, dafs die Platten zu den Pfetten diejenigen Winkelstellungen einnehmen
können, welche den gewünschten Dachneigungen entsprechen. Ein und dieselbe Platte kann
also für Dachflächen mit sehr verschiedenen Neigungswinkeln benutzt werden. Die unteren
Kanten der Glastafeln ruhen in den winkligen Aufbiegungen der Platten.
Wenn die, wie vorbeschrieben, für verschiedene Bauwerke mögliche Bauart des
Patentes Nr. 67599 Lehr- und Unterhaltungszwecken namentlich für die Jugend mit wirklichem
Vortheil dienen soll, ist die Anwendung eines sogenannten Bauschlüssels sehr zweckmäfsig
und in manchen Fällen wohl gar unentbehrlich.
Zu dem neuen Bauschlüssel gehören verschiedene Darstellungen, Bezeichnungen und eine
Mefskluppe. Zunächst ist eine Tabelle vorhanden, auf welcher so viele verschiedene Stablängen
in natürlicher Gröfse verzeichnet sind, als die in einem Baukasten enthaltenen Baustäbe
aufweisen. Fig. 6 soll diese Tabelle erklären. Die hier gezeichneten Stäbe r sind
mit Zahlen, etwa 30, 31, 32 u. s. w. versehen, welche die Stablängen von Auge r1 zu Auge r1
in einem geeigneten Mafsstabe, z. B. nach dem metrischen Mafse in Millimeter angeben.
Zu diesen tabellarisch vorhandenen Mafsstablängen gehört die in Fig. 5 dargestellte
Mefskluppe s, welche einen festen und einen verschiebbaren Zapfen s1 bezw. s2 hat, deren
Entfernung jeweilig nach einer der tabellarischen Mafsstablängen ein- und festgestellt werden kann.
Zu dem Bauschlüssel gehört ferner eine Bezeichnuug der Bautheile auf den die Bauwerke
bildlich veranschaulichenden Vorlagen (Fig. 1 und 2) mit Zahlen, welche die Längen der
Bautheile angeben. Aufserdem sind auf den Vorlagen die verschiedenen Gattungen der
Stäbe durch verschiedenartige Wertzeichen, z. B. Strich - und Kreisdarstellungen, von einander
unterschieden und diese Strich- und Kreisdarstellungen sind neben den auf den genannten oder besonderen Vorlagen aufgezeichneten
Stäben und anderen Bautheilen verzeichnet. Das Aussehen der letzteren Vorlagen veranschaulicht Fig. 3. Während hier
Stäbe α und b durch die daneben befindlichen Striche bezeichnet sind, ist das Kennzeichen
der Querstange d ein Kreis und das des Gelenkbolzens d1 zwei concentrische Kreise. Wenn
in den Vorlagen der Bauwerke (Fig. 1 und 2) die kennzeichnenden Kreise theils ganz, theils
halb ausgefüllt sind, bedeuten diese Kreisfüllungen, dafs im ersteren Falle auf die Querstangen
d (s. jR° in der Zeichnung des Haupt-Patentes)
je zwei Schellen D2 zur Befestigung der Diagonalstreben und im zweiten Falle je
eine Schelle anzubringen sind. Ist der innere Kreis des kennzeichnenden Kreispaares für den
Bolzen d1 ausgefüllt, so hat der Bolzen eine
Verbindungslasche zu erhalten.
An Hand des erklärten Bauschlüssels ist ein auf der Vorlage dargestelltes Brückenbauwerk
oder eine Dachconstruction aus den im Baukasten vorhandenen Bautheilen ohne Schwierigkeit
herzustellen. Der Bauende, wählt nach den kennzeichnenden Strich- und Kreisangaben
sowie den Mafszahlen auf der Vorlage die Baukastentheile aus, indem er die Längen der veränderlichen
Baukastenstäbe mit Hülfe der Mefskluppe 5 einstellt. Hierzu greift er zunächst
jede einzustellende Länge an dem diese Länge darstellenden Tabellenstab r ab, indem er den
verschiebbaren Zapfen 52 der, Mefskluppe um
die Stablänge von dem festen Zapfen verschiebt. Alsdann setzt er einen Zapfen der
Mefskluppe in ein Zapfenloch des veränderlichen Baukastenstabes und verschiebt dessen
beide Theile nur so viel zu einander, dafs auch der andere Mefskluppenzapfen in das andere
Zapfenloch des Baukastenstabes pafst. In dieser Lage werden die beiden Theile des Stabes
durch Schrauben gegen einander befestigt.
Sind in vorbeschriebener Weise die Gattungen und Längen der Baukastentheile bestimmt, so
ergiebt sich ihre Zusammenfügung zu dem Bauwerk ohne weitere Schwierigkeit an Hand der
betreffenden Vorlage (Fig. ι und 2).
Claims (2)
1. Eine auf den Dachbau übertragene AuS-führungsform
der Baukasteneinrichtung des Patentes Nr. 67599, gekennzeichnet durch nach dem Dreieckprincip und der Bauweise
des Haupt-Patentes hergestellte Dachbinder, an deren in Schuhe (n) verlegte,
oben abgerundete Pfetten (m) der Glaseindeckung (p) als Träger dienende Platten (0)
derart mittelst ihrer rundlich umgebogenen und über der Firstpfette in einander greifenden Enden anhängbar sind, dafs sie
für Dachflächen mit verschiedenen Neigungswinkeln benutzt werden können.
2. In Verbindung mit dem unter 1. und dem durch das Haupt-Patent gekennzeichneten
Baukasten ein Bauschlüssel zur Bestimmung der Baukastentheile, bestehend aus einer Vorlage
(Fig. 3), auf welcher neben den bildlichen Darstellungen der Baukastentheile selbst die dafür gewählten Merkzeichen
angegeben sind, einer bildlichen Darstellung (Fig. ι und 2) des Bauwerkes, auf
welcher die mit Längenmafszahlen versehenen Bautheile durch die erwähnten Merkzeichen
angedeutet sind, aus einer Tabelle von Mafsstäben (r, Fig. 6), welche nach den
vorkommenden Bautheilen bemessen sind, und aus einer Mefskluppe (s s1 s2, Fig. 5),
welche entsprechend den Längenangaben der Bauwerksvorlage nach den tabellarischen
Mafsstäben (r) einstellbar ist und als Längenmafslehre für die körperlichen Baukastentheile
dient.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE67599T | 1892-07-20 | ||
| DE76747T | 1894-02-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76747C true DE76747C (de) | 1894-08-09 |
Family
ID=34523760
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189476747D Expired DE76747C (de) | 1892-07-20 | 1894-02-20 | Baukasten mit Zubehör |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76747C (de) |
-
1894
- 1894-02-20 DE DE189476747D patent/DE76747C/de not_active Expired
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