DE767352C - Verfahren zur Geheimhaltung von Sprech- oder Signalwechselstroemen - Google Patents

Verfahren zur Geheimhaltung von Sprech- oder Signalwechselstroemen

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DE767352C
DE767352C DEL87340D DEL0087340D DE767352C DE 767352 C DE767352 C DE 767352C DE L87340 D DEL87340 D DE L87340D DE L0087340 D DEL0087340 D DE L0087340D DE 767352 C DE767352 C DE 767352C
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Alcatel Lucent Deutschland AG
C Lorenz AG
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04KSECRET COMMUNICATION; JAMMING OF COMMUNICATION
    • H04K1/00Secret communication
    • H04K1/02Secret communication by adding a second signal to make the desired signal unintelligible

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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Geheimhaltung von Sprech- oder Signalwechselströmen Es ist bekannt, zur Geheimhaltung von Sprech- und S:ignalwechsedströmen (Teilegraphnezeichen, Bildzeichen u. dgl.) ein. Stö:rfrequ@enzgemisch zu überlagern, das an der Gegenstation, d. h. an der Empfangsstation, dadurch eliminiert wird, daß ein gleichartiges Frequenzgemisch mit 18o° Phasenverschiebung überlagert wird. Das auf der Sende-und Empfangsseite zur Anwendung kommende Frequenzgemisch muß in bezug auf die in ihn enthaltenen Frequenzen, deren Lage zueinander und Amplitude einander entsprechen, damit die Eliminierung dcs Störfrequenzgemilsches erfolgt. . Wird dieses Verfahren bei drahtloser Übertragung angewandt, so bestehen im allgemeinen bei der Dechiffrierung keine Schwierigkeiten. Erfolgt jedoch die Übertragung über Leitungen, so können durcli die Leitungen Phasendrehungen und Amplitudenverzerrunng en eintreten, die die Dechiffrierung in Frage stellen. Zur Vermeidung der angedeuteten Nachteile, auf die noch weiter unten näher eingegangen wird,, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, zur Dechiffrierung ein Frequenzgemisch zu benutzen, das von einem Phonogramm abgenommen wird, dessen Aufzeichnung denn übertragenen durch die Übertragutig veränderten Störfrequenzgeniisch entspricht. Zur Herstellung der Phonogramme wird vorzugsweise ein Originalphonogramm abgetastet und die auf ihm ausgelösten Ströme über eine Nachbildung, die der Übertragungsstrecke entspricht, zur Aufzeichnung des zur Dechiffrierung dienenden Phonogramms benutzt.
  • Der Erfindungsgedanke koninn. wie schon angedeutet, insbesondere dann zur Anwendung, wenn die L'bertragung von der Sendedur Empfangsstation mit Hilfe von Kabelleitungen erfolgt. Auf den Kabelleitungen treten bekanntlich Phasendrehungen und Amplitudenverzerrungen auf, und zwar in tim so stärkerein Maße, je länger die vertvendeten Leitungen sind. Die erwähnten Chiffrier- bzw. Dechiffriereinrichtungen besitzen einen Tonträger. auf dem das Störfrequenzgemisch aufgezeichnet ist. Die Tonträger an der Sende- und Empfangsstation stimmen genau miteinander überein und werden, z. E. wenn mit einem Lichtphonogramm gearbeitet wird. durch photographische Kopie hergestellt. Es wird ein und derselbe Tonträger an den beiden Gegenstationen der Verbindung je nach der Verkehrsrichtung, das eine Mal zur Chiffrierung und das andere Mal zur Dechiffrierung verwandt. indem die entsprechenden Unischaltungen in der Apparatur vorgenommen werden. Durch die Ü bermittlung über die Kabelleitungen können. wie schon angegeben. Phasendrehungen und Amplitudenverzerrtuigen eintreten. die abhängig sind von den Leitungskonstanten bzw. von dem Zustand der Leitungen und den in Leiturigen liegenden Einrichtungen. wie Verstärker ti. d-1. Hierdurch «-erden sowohl die Störwechselströine als auch die Signalwechselströnie in Phase und Amplitude verändert. Bei den Signal- und Wechselströmen schadet die Phasenlage im allgemeinen weniger. Bei den Störwechselstränien ist sie jedoch für das fragliche Verfahren kritisch. da empfangsseitig durch Überlagerung eines gleichartigen Stör-,vechselstronigetnisches mit i8o= Phasenverschiebung dechiffriert wird. Treten nämlich Phasenverzerrungen auf, so ist die Eliminierung keine vollständige mehr, und e: bleibt ein unangenehmes Restgeräusch zurück. Bezüglich der Amplituden gilt bei dein StörfrecIuenzgemisch dasselbe. Bei den Signalströmen ist eire Abfall im allgemeinen weniger kritisch.
  • Man könnte daran denken, das in der Empfangsstation Sprech- oder Signalwechselströme und Störwechselströme aufkommende Freqttenzgeniiscli über an sich bekannte Mittel zur Rückdrehung der Pliase und Wiederherstellung der Amplitude der Enipfangsvorriclitting zuzuleiten. Derartige künstliche laclil>ildungen sind jedoch außer-(irdentlieh umfangreich. sc} daf sie, namentlich dann, weim die Apparaturen möglichst klein gehalten werden sollen. nicht in Frage kommen. Es muß hierbei berücksichtigt «-erden, da]) der Ausgleich im \-t)rliegendeti Fall ein besonders guter sein inuß. da sich jede Phasenverschiebung in einem Reststörgeräusch bemerkbar macht. Es sind hier i-iel schärfere Anforderungen zu Gellen. «-ic z. P. bei der Übertragung von strömen., bei der bekanntlich Phasenverschiebungen nicht so schlimm sind. da das menschliche Ohr hier weitestgehend einen Ausgleich schafft.
  • Es «-erden daher erfindungsgemäß zur Dechiffrierung Plioiiogranune verwendet, deren Freq:ienzgeiniscli unter terücksichtigung der auf dein Cbertragtingslkatial hervorgerttfenen I'Iiasenverscliiebtiti-en aufgezeichnet ist. Die Herstellung dieser Phonogramme erfolgt nicht einfach durch Kontaktkopie von (°m zur Chiffrierung beinitzten Plionogramw, sondern auf dein Umweg Tiber eiti LTmkopierverfahren. das den Leitungszustand berücksichtigt. Dies kann etwa derart erfolgen, daß der Originalphonogrannnträger a.iygetastet wird, die entstehenden elektrischen Ströme Tiber eine künstliche Leitung einer Aufzeichnungseinrichtung für Plionogrammträger zugeführt werden, die dann ein Phonoramm aufzeichnet, das schon dem Leitungszustand entspricht.
  • Es ist bekannt, bei e3elrelinlialtuiigsverfahren mittels überlagerter Störwechsel-.trönie auftretende Verzerrungen zu berücksichtigen, jedoch handelt es sich hier tim eine Berücksichtigung der Ainplitudenver7errun-,gen und nicht, wie bei dem vorliegenden Fall, uni Phasem-erzerrungen.
  • Bei drahtlosen t bertragtingen «-ird der :#'rfindungsgeclanl;e t-orzugsu-eise dann an-.#4etvandt, -wenn innerhalb der Sende- bzw. Empfangsapparatur der Frequenzen zueinander statttinelen. Das l`bertragangsinetlium selbst, d.1)- der freie Raum, spielt liier im Gegensatz zu Leitungen, insbesondere zu Kabelleitungen, eine gerin---ere Rolle.

Claims (1)

  1. PATEN TAxsrEt-cit: Verfahren zur Geheimhaltung von Sprech- oder Signalwechselströmen mittels überlagerter Störwechselströme, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die L'bertragung bedingten Phasendrehungen des Störfrequenzgeinisches dadurch unschädlich gemacht werden, daß zur Dechiffrierung ein Frequenzgemisch von einem vorzugsweise finit Hilfe einer Nachbildung der Cbertragurigsstrecke hergestellten Phonogramm abgenommen wird, dessen Aufzeichnung gegenüber der Aufzeichnung, die auf der Sendeseite verwendet wird, im selben Maße phasenverdreht ist, wie die Störfrequenzen durch die Übertragung in ihrer Phasenlage beeinflußt werden. Zurr Abgrenzung dies Erfindungsgegenstands vom Stande der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 558 863, 493 123, 382 17/7; österreichische Patentschrift N r. 138 188.
DEL87340D 1935-01-17 1935-01-17 Verfahren zur Geheimhaltung von Sprech- oder Signalwechselstroemen Expired DE767352C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE382177C (de) * 1921-06-07 1923-09-29 Robert Targon Verfahren zur Beseitigung unerwuenschter Kurvenverzerrungen (Oberwellen) oder zur Erzielung gewuenschter Kurvenverzerrungen in der Hochfrequenztechnik
DE493123C (de) * 1925-02-27 1930-03-05 Int Standard Electric Corp Anordnung zur Regelung des UEbertragungsgrades in von Wechselstroemen durch-flossenen Signalsystemen mit Verstaerkern
DE558863C (de) * 1929-03-28 1932-09-13 Siemens & Halske Akt Ges Verstaerkerschaltung fuer hochwertige UEbertragungssysteme
AT138188B (de) * 1933-01-20 1934-07-10 Erwin Kaesemann Verfahren zur willkürlichen Ver- und Entzerrung von drahtlos oder mittels Leitungen übermittelten Wechselströmen, z. B. Sprech- und Signalwechselströmen mittels überlagerter Störwechselströme.

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