DE76560C - Knallgasfeuerung für Dampfkessel - Google Patents

Knallgasfeuerung für Dampfkessel

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DE76560C
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DENDAT76560D
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W. NAUMANN in Kirchhain, Niederlausitz, Gerberstr. 24
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B1/00Methods of steam generation characterised by form of heating method
    • F22B1/003Methods of steam generation characterised by form of heating method using combustion of hydrogen with oxygen

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. October 1893 ab.
Das vorliegende System der Dampfkesselheizung besteht darin, dafs durch den elektrischen Strom Wasser zersetzt, der erhaltene Wasserstoff und Sauerstoff durch Verbrennung wieder vereinigt und die dabei erhaltene Wärme zur Dampfbildung in einem diesem Zwecke eigenartig construirten Dampfkessel benutzt wird.
Eine solche Anlage, aus dem Dampfkessel und dem Wasserzersetzungsapparat bestehend, ist in Fig. 1 im Längenschnitt dargestellt. Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des Dampfkessels, während Fig. 3, 4 und 5 verschiedene Einzelheiten in gröfserem Mafsstabe darstellen.
In Fig. ι bedeuten H und O zwei schmiedeiserne, völlig gasdicht genietete Gefäfse, deren Rauminhalte sich zu einander so verhalten, dafs derjenige von H mindestens zweimal so grofs ist wie der von O. Durch die Böden sind lüftdicht die Rohre A und B geführt, die, oben offen, fast bis an die oberen Böden reichen und aufsen zunächst durch Hähne C D abgeschlossen werden. H und O sind durch den Stutzen E mit einander verbunden und werden bis zur Höhe a mit Wasser gefüllt; zur Erkennung des Wasserstandes dienen die angedeuteten Wasserstandszeiger G und G1. Das Wasser wird durch die Oeffnung b mittelst einer Druckpumpe zugeführt. Durch die Böden von H und O sind die Leitungsdrähte einer Dynamomaschine isolirt eingeführt und endigen innen, unterhalb des Wasserspiegels a, in Kohlenplatten Hk, welche als Elektroden dienen. In O mündet der positive Poldraht, in H der negative, so dafs sich bei Einleitung des elektrischen Stromes in die Drähte das Wasser zersetzen und sich an i i Wasserstoff, an k Sauerstoff ausscheiden wird. Da H und O durch den Stutzen E verbunden sind, kann sowohl das Wasser wie auch in diesem der elektrische Strom ungehindert in beiden Gefäfsen sich gleichmäfsig vertheilen. Die entstandenen Gase können durch die Rohre A und B abgeleitet und dem Dampfkessel zugeführt werden. Letzterer, mit L bezeichnet, ist als cylindrischer Walzenkessel angenommen und enthält ein Heizrohr M, welches vorn an der Stirnplatte angenietet und hinten auf einer Stütze gelagert ist. Dieses Rohr M ist hinten geschlossen, enthält aber auf dem unteren Theil seines Umfanges zahlreiche Oeffnungen mm . . . Vorn in M sind völlig luftdicht die Enden der von H und O kommenden Rohre A und B eingeführt, wie dies in Fig. 3 in gröfserem Mafsstabe dargestellt ist.
Die Wirkungsweise der ganzen Einrichtung ist nun folgende:
Angenommen, der Dampfkessel sollte angeheizt werden, so wird zunächst, unter Ver-, schlufs der Ventile C und D, in den Gefäfsen O und H so viel Wasser zersetzt, dafs der entstandene Wasserstoff, und Sauerstoff eine Spannung in O und H erzeugen, die etwas gröfser wie die Betriebsspannung des Dampfkessels ist; die Manometer NN1 lassen dieselbe erkennen. Am Gefäfs H ist ferner ein Sicherheitsventil S angebracht, bei welchem durch Federdruck für gewöhnlich ein Kolben nach innen gedruckt, aber nach aufsen geschoben wird, wenn die Maximalspannung überschritten wird; an die Kolbenstange desselben kann ein Hebelwerk angeschlossen wer-

Claims (2)

den, welches die Transmission der Dynamomaschine ausrückt, wenn die Spannung in O und H das Maximum überschreitet. Um den Kessel nun anzuheizen, öffnet man zunächst den Hahn D, so dafs aus der Spitze von B etwas Sauerstoff in das Rohr M einströmt; das im. Kessel enthaltene Wasser kann nicht durch die Löcher m in M einströmen, da das Rohr M mit Luft gefüllt und überall geschlossen ist. Nunmehr öffnet man den Wasserstoffzulafs C und stellt den Dreiweghahn C1 so, dafs das ausströmende Gas sowohl in das Rohr M treten, als auch von aufsen Luft durch die Oeffnung η in den Hahn treten kann. * An dieser Stelle wird der Wasserstoff entzündet, und da auch etwas Luft durch η mit in das Rohr A tritt, so pflanzt sich die Entzündung nach innen in das Rohr A fort; ist dies geschehen, so dreht man den Dreiweghahn C1 so, dafs die Communication mit der äufseren Luft abgeschnitten und die Zündung nach innen übertragen wird. Der Wasserstoff wird dann aus der Spitze von A, Fig. 3, brennend austreten und die Flamme durch den in M vorhandenen, durch B zutretenden Sauerstoff unterhalten. Der aus der Verbrennung entstehende Wasserdampf tritt durch die Löcher m in das Wasser des Kessels, welches sich dadurch sowie durch die an die Innenwände von M abgegebene Verbrennungswärme des Wasserstoffes erhitzt, so dafs die ganze, bei der Verbrennung entstehende beträchtliche Hitze ohne Verlust zur Verdampfung benutzt wird. In der Stirnwand des Kessels, da, wo die Rohre AB einmünden, ist ein (in der Zeichnung nicht angegebenes) Glasfenster zur Beobachtung der Verbrennung angebracht; die Regulirung der Spannung in M, d. h. des'Gaszutrittes aus A und B, wird selbsttätig durch einen mit Feder belasteten Kolben R in der Weise regulirt, dafs bei Ueberschreitung der Maximalspannung in M der Kolben R nach aufsen gedrückt wird, in welchem Falle er auf die Kurbel T und die Regulirhähne U U1 verstellend wirkt. Der Gaserzeugungsapparat kann in verschiedenen Constructionen ausgeführt werden, ebenso können auch andere Dampfkesselsysteme wie das in der Zeichnung gewählte mit dem Heizungssystem betrieben werden. Pa te ν τ-An Sprüche:
1. Knallgasfeuerung für Dampfkessel, dadurch gekennzeichnet, dafs Wasserstoff und Sauerstoff unter einem Druck, gröfser als der Maximaldampfdruck, durch zwei Rohre A und B in die Feuerbüchse M eingeleitet, der Wasserstoff hier verbrannt wird und die entstandenen Verbrennungsgase durch feine Oeffnungen m der .Feuerbüchse in das Kesselwasser gelangen.
2. An der unter 1. geschützten Heizvorrichtung zum Zwecke der Zündung des Wasserstoffes die Anordnung eines im Zuleitungsrohr A befindlichen Dreiweghahnes C1, durch den gleichzeitig die Verbindung zwischen Zuleitungsrohr, Feuerbüchse und der äufseren Luft hergestellt, das durchströmende Gas von aufsen entzündet und die Entzündung nach der Feuerbüchse übertragen werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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