DE765115C - Zweitaktbrennkraftmaschine - Google Patents

Zweitaktbrennkraftmaschine

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DE765115C
DE765115C DEC53541D DEC0053541D DE765115C DE 765115 C DE765115 C DE 765115C DE C53541 D DEC53541 D DE C53541D DE C0053541 D DEC0053541 D DE C0053541D DE 765115 C DE765115 C DE 765115C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B25/00Engines characterised by using fresh charge for scavenging cylinders
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2720/00Engines with liquid fuel
    • F02B2720/13Two stroke engines with ignition device
    • F02B2720/133Two stroke engines with ignition device with measures for charging, increasing the power

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Die Erfindernennung unterbleibt auf .Antrag Die Erfindung bezieht sich auf eine Zweitaktbrennkraftmaschine, bei der der wirksame Querschnitt der Einlaßschlitze, durch die das Brennstoff-Luft-Gemisch in die als Gemischpumpe ausgebildete Kurbelkammer eingesaugt wird, hei steigender Drehzahl vergrößert werden kann und kennzeichnet sieh dadurch, daß die wirksame Höhe der in bekannter Weise von der Ko@lbenunterkante gesteuerten Einlaßschlitze bei steigender Drehzahl vergrößert wird.
  • An Zweitaldbrennkraftmaschinen bereitet es Schwierigkeiten, die Ein- und Auslaßorgane für das. Brennstüff-L uft-Gemisch so auszubilden, daß die Maschine in allen Drehzahlbereichen eine gute Füllung der Zylinder und damit ein hohes Drehmoment abgeben kann. Um insbesondere auch bei hohen Drehzahlen eine gute Füllung des Zylinders zu bekommen, läßt man die Einlaßschlitze bei Zweitaktmotoren während des Ansaughubes möglichst lange offen. Man erhält auf diese Weise zwar bei hohen Drehzahlen, nicht aber im mittleren und unteren Drehzahlenbereich günstige Leistungen.
  • Dies ist offenbar darauf zurückzuführen, daß der ganze Ansaugvorgang als ein Schwingungsvorgang der Luftgemischsäulen angesehen werden muß. Hierbei steht die Ansaugdauer in einem ganz bestimmten Verhältnis zur Eigenschwingungsdauer des Luftgemischsystems, das aus dem Kurbelkastenvolumen und dem Volumen der Ansaugleitung besteht. Erst wenn dieses Verhältnis den richtigen Wert annimmt, erreicht die Füllung des Zvlinders ein Maximum. Andererseits hat sich gezeigt. daß man die besten Leistungen dann erhält, wenn die Öffnungsweite der Einlallorgane für das Brennstoffgemisch in einem ganz bestimmten Verhältnis zu der Drehzahl steht. Theoretisch würde man daher die besten Leistungen dann erzielen, wenn die Einlaßorgane so ausgebildet sind. daß zu jeder Drehzahl eine bestimmte Jftnungsweite gehört. so daß beispielsweise bei Verdopplung der Drehzahl die öffnungsweite doppelt so groß ist. Dies hätte aber zur iiotweiidigen Folge, daß bei Verdopplung der Drehzahl die Ansaugzeiten die gleichen bleiben, so daß in Kurbelwinkelgraden gemessen bei Zweitaktmotoren beispielsweise die Einlalschlitze während eines doppelt so großen Winkels geöffnet bleiben müßten.
  • Bei der praktischen Verwirklichung stoßen jedoch diese theoretischen Forderuiig2n auf erhebliche Schwierigkeiten. In der Praxis hat man sich auch dann bisher damit begnügt, die Schlitzhöhe unveränderlich zu machen und sie den mittleren Drehzahlen anzupassen. wodurch jedoch die günstigsten Füllungsverhältnisse und damit Drehmomente lediglich im mittleren Drehzahlbereich gewährleistet sind, während bei hohen und niedrigen Drehzahlen die Füllung ungünstiger wird.
  • Im einzelnen sei dies an der -@lyb. i der Zeichnung erläutert. Die voll ausgezogene Kurve a stellt die Leistungskurve in Abhängigkeit von der Drehzahl bei Ausbildung der Maschine mit großem Einlaßschlitz dar. Es ist erkennbar, daß die Leistung bei hohen Drehzahlen hohe Werte zeigt, mit sinkender Drehzahl dann aber schnell sehr stark absinkt. Die gestrichelt dargestellte Kurve 1) stellt eine Leistungskurve dar, bei welcher die Einlaßschlitze- den mittleren Drehzahlen angepaßt sind. Man erkennt, daß die Kurve im Bereich der mittleren Drehzahlen c ein deutliches Maximum zeigt, nach beiden Seiten jedoch allmählich absinkt. -Man erreicht also bei hohen Dr:hzahlen nicht mehr . die Spitzenhöchstleistung, wie sie bei großen Einlaßschlitzen gemäß der Kurve a ohne weiteres erzielt wurde.
  • Das N%'esentliclie bei der Erfindung besteht in der Erkenntnis, daß es bei den' in erster Linie nur darauf ankommt, den Liefergrad der IKurbell;astenpumpe mit der Drehzahl nicht absinken zu lassen. Diese Erkenntnis ermöglicht die sehr einfache Lösung, welche im vorstehenden beschrieben ist.
  • Man hat bereits ein Verfahren zur Regelung von Zweitaktbrennkraftinaschinen mit gesonderten Spülluft- und mit Luftkanälen beschrieben, doch -wird dadurch der Gedanke der vorliegenden Erfindung nicht offenbart.
  • Ferner ist eine Vorrichtung bekanntgeworden, bei der mit sinkender Drehzahl die Spülperiode verkürzt und die Aufladeperiode verlängert wurde, in der der Auspuff früher geschlossen und gegebenenfalls später geöffnet wird.
  • Schließlich ist auch eine 7_weitaktl>rennkraftmaschine mit die Einlaß- und die Auslaßöffnungen steuernden Kolben beschrieben worden, bei der zwar die Querschnitte der Ein- und Auslässe entsprechend der Geschwindigkeit regelbar sind. tedoch keine Kurbell:astenpumpe vorgesehen ist.
  • lj'ei vorzugsweise einem nach dem DreikanalsvStem aufgebauten Zweitaktmotor mit Kurbelkastenspülpumpe kann man den Erfindungsgedanken dadurch verwirklichen. dal3 man entsprechend der Abb.der Zeichnung den Ansaugschlitz und zum Teil auch <ien !Ansaugkanal unterteilt. In den Ansaugkanal ; , in den das Gemisch vom Vergaser geführt und durch eine helannte. in der Zeichnung nicht näher dargestcllte Drosselklappe geregelt wird, ist kurz vor dein Eintritt in das Kurbelgehäuse eine Wechselklappe 8 eingebaut. Durch diese Wechselklappe wird der Ansaugkanal kurz vor der Einmündung in das Iiurbelgeliäuse in -zwei Teilkanäle g, io unterteilt. Durch Verstellen der Klappe aus der in der Abbildung gestrichelt dargestellten Stellung in die voll ausgezogene Stellung kann erreicht werden. daß das angesaugte Brennstoff-Luft-Geinisch entweder gleichzeitig durch die beiden Teilkanäle g lind io oder aber bei geschlossener Stellung lediglich durch den oberen Teilkanal g in das Kurbelgehäuse eintritt. In der Zeichnun,- ist 3 der Kolben mit der Steuerkante .I und h der Spülkanal.
  • Die Arbeits«-°is° der Regeleinrichtung ist folgend: Beim Anfahren und bei geringen Drehzahlen ist die Klappe S geschlossen, so dal das Gemisch lediglich durch den Teilkanal g angesaugt wird. Bei einer bestimmten höher liegenden Drehzahl, bei welcher der Ouerschnitt des Kanals 7 für eine ausreichende Ansaugung zu klein wäre. wodurch die Motorleistung infolge zu starker Drosselung bei weiterer Drehzahlsteigerung nicht mehr ansteigen würde, öffnet inan die Klappe 8 und läßt das Gemisch gleichzeitig durch beide Teilkanäle g und io eintreten. Hierdurch wird die Füllung verbessert und eine hohe Spitzenleistung erreicht.
  • Würde man die Klappe 8 auch bei niedrigen Drehzahlen offen lassen, o erhielte man nicht nur eine geringere Leistung. sondern auch einen wesentlich höheren Brennstoffverbrauch. Dies ist offenbar daraus zu erklären, daß bei geringer Drehzahl zwar zunächst eine genügende Luftmenge angesaugt wird, die jedoch wegen der großen Offnungsweite Zeit findet, unter der Wirkung des obenerwähnten Schwingungsvorganges zum Teil wieder zurück zu strömen, ehe der Schlitz vollkommen geschlossen ist.
  • Während bei den bekannten Maschinen die Schlitzhöhe aus einem Kompromiß zwischen. einem möglichst hohen Schlitz für hohe Drehzahlen und niedrigen Schlitz für niedrige Drehzahlen entstanden war, ist es nach der Erfindung möglich, den für niedrige Drehzahlen allein in Frage kommenden Schlitz, welcher dem Kanalquerschnitt 9 entspricht, wesentlich enger zu gestalten. Hierdurch wird ein rationeller Brennstoffverbrauch auch bei den niedrigsten Drehzahlen erreicht.
  • Bisher konnte man diese Möglichkeit nicht voll ausnutzen, da ein niedriger Brennstoffverbrauch nur auf Kosten einer unzureichenden Leistung erzielt worden war. Bei der Erfindung braucht man darauf keine Rücksicht zu nehmen, da durch die Wechselklappe 8 beide Möglichkeiten, und zwar sowohl eine günstige Leistung als auch ein günstiger Brennstoffverbrauch in allen Drehzahlbereichen erreicht werden kann.
  • Durch diese Steuerung wird gewissermaßen eine Verschiebung des Zülaufstromes für das Gemisch gegenüber der unteren steuernden Kolbenkante bei wechselnden: Drehzahlen erreicht, derart, daß bei geringen Drehzahlen der Mittelpunkt des Zufuhrstromes in der Mitte des Kanals 9, dagegen bei hoben Drehzahlen in der Mitte des gemeinsamen aus den Kanälen 9 und 1o bestehenden Kanals, also entsprechend tiefer liegen wird.
  • Selbstverständlich kann man den Ansaugkanal noch weiter, beispielsweise in drei Einzelkanäle unterteilen und eine entsprechende Anzahl von Wechselklappen vorsehen. Fernerhin ist es auch möglich, einen einzigen Schlitz entsprechend der steigenden Drehzahl stetig mehr und mehre freizulegen. Schließlich kann man auch statt einer einzigen Gemischleitung zwei vorsehen, von denen die eine mit einem niedrigen und die andere entweder mit einem besonders hohen oder auch mit einem niedrigen Schlitz versehen ist, der von dem I"olben überlaufen wird. An den beiden Ansaugleitungen können dann zwei Vergaser sitzen, die wahlweise einzeln oder gleichzeitig in Tätigkeit gesetzt werden können. Wie die Abb. 3 zeigt, sind an. diametral gegenüberliegenden Seiten der Zylinderwandungen zwei Zuführungsleitungen 11, 12 vorgesehen, die in verschiedener Höhe in dien Zylinder einmünden. Jede dieser Zuleitungen ist mit einem besonderen Vergaser ausgerüstet und weist besondere Drosselklappen 13, 14 auf. Die beiden Gemischzuleitungen 11, 12 können zu einer einzigen vereinigt werden und an einen einzigen gemeinsamen Vergaser angeschlossen werden. Die tiefer liegende Leitung 12 wird bei kleinen Drehzahlen durch die: Drosselklappe völlig geschlossen, so daß das Gemisch allein, durch die von der Drosselklappe 13 gesteuerte Zuleitung i i einströmen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zweitaktbrennkraftmaschine, bei der der wirksame Querschnitt der Einlaßschlitze, durch die das Brennstoff-Luft-Gemisch in die als Gemischpumpe ausgebildete Kurbelkammer eingesaugt wird, bei steigender Drehzahl vergrößert werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Höhe der in bekannter Weise von der Kolbenunte@rkante gesteuerten Einlaßschlitze bei steigender Drehzahl vergrößert wird. z. Brennkraftmaschine, insbesondere für hohe Drehzahlen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ansaugleitung kurz vor dem verhältnismäßig hoch ausgebildeten Eivnlaßschlitz eine, die wirksame Höhe des Einlaßschlitzes ver -ändernde Klappe angeordnet ist. 3. Brennkraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d-aß quer zur G-emischzuführungsleitung im Einlaßschlitz ein in der Schlitzfläche, vorzugsweise in Richtung auf den Zylinderkopf zu, eine Schließbewegung ausführender Schieher zur Veränderung der wirksamen Schlitzhöhe angeordnet ist. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 648 807, 651 495, 205 346, 572 298, 233 481 französische Patentschrift Nr. 337 969; britische Patentschriften Nr. 12 337 vom Jahre i-911 und 12 672 vom Jahre 1911; USA.-Patentschriften Nr.7I1977,1827818 und 1 887 2o4. .
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