DE76474C - Vorrichtung zum Ueberziehep von Pianofortehämmern - Google Patents

Vorrichtung zum Ueberziehep von Pianofortehämmern

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DE76474C
DE76474C DENDAT76474D DE76474DA DE76474C DE 76474 C DE76474 C DE 76474C DE NDAT76474 D DENDAT76474 D DE NDAT76474D DE 76474D A DE76474D A DE 76474DA DE 76474 C DE76474 C DE 76474C
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DE
Germany
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felt
hammers
wings
hammer
carrier
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Application number
DENDAT76474D
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English (en)
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M. KOENIGES in Dolgeville, Main Street, Staat New-York
Publication of DE76474C publication Critical patent/DE76474C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/16Actions
    • G10C3/18Hammers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei allen bisher bekannten Vorrichtungen zum Ueberziehen von Pianofortehämmern ist die den Filz anbringende Vorrichtung fest mit dem Prefsgestell verbunden und nicht abnehmbar. Nach jeder Anbringung des Filzes am Pianohammer mufs die Presse den Filz während einer beträchtlichen Zeitdauer (wenigstens ■5 Stunden) unter Druck halten, damit der Leim anhaften und trocknen kann. Die Presse wird somit während dieser Zeit aufser Gebrauch gesetzt.
Dieser Zeitverlust zwischen den einzelnen Operationen macht daher die Anwendung einer entsprechenden Anzahl von Pressen erforderlich.
Die vorliegende Erfindung hat zum Zweck, eine Vorrichtung zu schaffen, die stets in Thätigkeit gehalten werden kann, und bei welcher man nicht das Trocknen des Klebstoffes abzuwarten braucht.
Dies wird dadurch erreicht, dafs die Maschine mit einer abnehmbaren Klammer für die Hämmer, sowie mit einem beweglichen Träger für den Filz versehen wird, so dafs nach jeder Operation die Klammer und die Filzträger nach dem Eirtschliefsen der Hämmer entfernt und bei Seite gesetzt werden können.
Der Filzträger ist derart eingerichtet, dafs, wenn er geschlossen ist, er sich gegen den Filz anlegt und den letzteren nach der Entfernung aus der Vorrichtung fortwährend gegen den Hammer drückt.
Wie ersichtlich, braucht man bei dieser Anordnung nur eine Vorrichtung, um die Klammer und die Filzträger in Thätigkeit zu setzen, sowie ferner eine entsprechende Anzahl von Klammern und Trägern, um dieselbe Arbeit zu vollführen, wie eine gröfsere Anzahl der nach der früheren Weise construirten Pressen.
In den beiliegenden Zeichnungen stellt dar:
Fig. ι einen Verticalschnitt der Vorrichtung in der Linie x-x von Fig. 3;
Fig. 2 einen Verticalschnitt derselben in der Linie y-y von Fig. 3; -
Fig. 3 eine Ansicht von oben;
Fig. 4 den Filzträger von oben gesehen (diese Figur ist in gröfserem Mafsstabe gezeichnet als die vorhergehenden);
Fig. 5 eine Endansicht, theilweise im Schnitt der Klammer für die Hämmer und des Filzträgers;
Fig. 6 eine Endansicht, welche den Filzträger im geschlossenen Zustande am Hammer darstellt. '
Fig. 7 und 8 sind Ansichten von oben, theilweise im Schnitt, aus welchen die Vorrichtungen ersichtlich sind, um den Filzträger zu schliefsen.
Fig. 9, 10 und 11 sind Einzelansichten des Filzträgers, welch letzterer hier mit verstellbaren und beweglichen Abtrennungsvorrichtungen versehen ist. . *
Fig. 12 zeigt eine veränderte Form der Vorrichtung, um die Klammer für die Hämmer und den Filzträger zu bethätigen.
Der aus den Fig. 1, 4 und 6 ersichtliche Filzträger und die Klammer für die Hämmer bilden die hauptsächlichsten Theile der Erfindung.
Der Filzträger D ist dergestalt eingerichtet, dafs der Filz unter Druck um den Hammer H gelegt und geprefst wird. Letzterer ist zu diesem Zwecke vorher mit Leim oder irgend einem anderen geeigneten Klebstoff in der üblichen Weise bestrichen. Der Filzträger, besteht aus einem mittleren Theil d, an welchem in Scharnieren bei d2 drehbar die beweglichen Seitentheile oder Flügel ddl angebracht sind.
Die Backen der verschiedenen Theile des Trägers sind so gestaltet, dafs sie sich den Umrissen der Hämmer anpassen. .
In der Klammer C wird der aus den gewöhnlichen Theilen bestehende Hammer entweder durch seitlichen Druck in der gewöhnlichen Weise oder, wie in der Zeichnung angedeutet, durch einen Druck mittelst einer Schraube a, Fig. 2, am Ende der Klemmbacke befestigt. Die Klammer ist mit einer geeigneten Verschlufsvorrichtung versehen, durch welche, wenn der Träger geschlossen ist, die beweglichen Theile d1 desselben fest zusammengehalten werden.
In der Zeichnung (Fig. 6, 7 und 8) besteht die Verschlufsvorrichtung aus einem Paar Haltern b, die mit Widerhaken versehen und bei bl an den einander gegenüber liegenden Seiten des oberen Theiles der Klemmvorrichtung drehbar sind und mit den Armen d3 der Filzträger in Eingriff treten. Federn b2 halten die Haken b in normalem Zustande geschlossen. Wenn aber die Arme d3 mit diesen Haken in Eingriff treten, so werden die letzteren auseinandergedrängt, um die Arme d3 durchzulassen, und greifen dann wieder unter der Einwirkung der Federn b2 um die Arme herum.
Angenommen, die verschiedenen Theile befinden sich in der in Fig. 5 angedeuteten Lage. Wenn dann die Klammer C abwärts bewegt und der Hammer H auf den Filz ff1 gebracht und gleichzeitig die Flügel dl aufwärts um ihre Zapfen d2 gedreht werden, so wird der Filz um den Hammer gelegt, und wenn die Flügel vollständig anliegen, werden die Arme d3 durch die Haken b geschlossen (Fig. 6).
In diesem Zustande können die Klammern der Hämmer, sowie der Filzträger mit den unter Druck eingeschlossenen Hämmern aus der Vorrichtung herausgenommen und bei Seite gesetzt werden, damit der Klebstoff trocknet, während eine neue Klammer und ein neuer Filzträger in die Vorrichtung eingesetzt werden können.
Es soll nunmehr unter Bezugnahme auf die Fig. i, 2 und 3 der Zeichnungen eine Einrichtung beschrieben werden, um die beweglichen Klammern und die Filzträger zu bethätigen.
In den Fig. 1, 2 und 3 bezeichnet A einen Rahmen, welcher die verschiedenen Theile der Vorrichtung trägt. Die vertical angeordneten gezahnten Quadranten e liegen in geeigneten Entfernungen von einander; ihre Oberflächen sind so gestaltet, dafs sie den Filzträger D aufnehmen können.
Die Quadranten sind um Achsen drehbar, welche mit den Achsen der Zapfen d2 der Flügel dl zusammenfallen; sie werden in gebogenen Flantschen e1 geführt, die in den am Gestell befestigten Trägern e3 angebrachten Nuthen'e2 einpassen.
Das Kopfstück B, welches den Quadranten e genähert und von denselben entfernt werden kann, ist mit einer länglichen Nuth versehen, die dazu dient, einen entsprechend gestalteten Ansatz g am oberen Theil der Klammer aufzunehmen, so dafs letztere mit Leichtigkeit in das Kopfstück B eingeschoben werden kann.
Letzteres ist mittelst einer Reihe von verstellbaren Bolzen h an Zahnstangen E befestigt, deren Anzahl derjenigen der Quadranten e entspricht, und die sich oberhalb derselben befinden. Die Zahnstangen sind in einem Querstück g1 in verticalen Nuthen geführt.
Die Hauptwelle F der Vorrichtung wird an dem oberen Ende, des Gestelles in geeigneten Lagern gehalten und durch eine Scheibe i mit Riemen z1 getrieben. Da die Welle F eine vollständige Umdrehung machen und dann stillstehen mufs, so ist dieselbe mit Vorrichtungen versehen, um den Riemen nach jeder Umdrehung auf die Losscheibe umzulegen.
Irgend welche bekannten Vorrichtungen können zu diesem Zweck angebracht werden, wie z. B. das mit der Stange i3 des Umlegemechanismus für den Riemen verbundene Daumenrad i2. Durch konische Getriebe jj1 ist die Welle F mit zwei Wellen F1F1, die an den gegenüberliegenden Seiten des Gestelles sich befinden, verbunden.
Die Wellen F1 F1 sind mit Kurbeln Z versehen, welche durch Stangen /' mit den Zahnstangengestellen G an den gegenüberliegenden Seiten des Rahmens verbunden sind. Jedes der Gestelle G hat so viele Zahnstangen m, als Quadranten vorhanden sind.
Das. Zahnstangengestell wird in. geeigneten Nuthen m1, die in dem Rahmen der Vorrichtung angebracht sind, geführt. Die Zahnstangen sind so angeordnet, dafs sie mit Segmenten η in Eingriff treten, welche auf Wellen n1 angebracht und mit Zähnen n2 versehen sind, die mit den Quadranten in Eingriff stehen.
Die Bewegung der Segmente η wird durch Zahnräder 0, die auf den Wellen o1 sitzen und mit den Zahnstangen in Eingriff stehen, auf die Zahnstangen E des Kopfstückes B übertragen. Excentergetriebe ρ sind mit ihren Drehpunkten pl mit den Armen ο2 verbunden, die an den Zahnrädern 0 vorspringen, während die Zahnräder p2 mit den Zähnen n2 des Segmentes η in Eingriff stehen.
In Fig. 12 ist eine etwas abweichend construirte Vorrichtung dargestellt, um die Klammer der Hämmer, sowie den Filzträger zu bethätigen.
Der Träger wird hier durch die Abwärtsbewegung des Kopfstückes B geschlossen. In der genannten Figur bezeichnet J Scheiben, welche an Wellen J1 excentrisch angebracht und so beschaffen sind, dafs sie den Filzträger D tragen. Das Kopfstück S1 wird durch eine Kurbelwelle F2 und eine Stange E1 auf-
und niederbewegt. Wenn nun das Kopf-. stück B1 nach D zu bewegt wird, so wird der Hammer H in Berührung mit dem Filz //' gebracht und letzterer etwas zusammengedrückt, da die Scheiben / so lange durch Federn J'2, welche die Scheiben gegen Anschläge J3 drücken, verhindert werden, sich zu drehen, bis der erforderliche Druck erlangt worden ist.
Ist der Filz genügend zusammengeprefst, so treten Knaggen C1, die von der Klammer C ab nach unten vorspringen, mit dem Filzträger in Berührung und drücken denselben abwärts zwischen die Scheiben /, welch letztere dann um ihre Wellen sich drehen und die Flügel d1 zusammenklappen.
Wenn der Filzträger zugeklappt ist, wird er in der oben angegebenen Weise verschlossen gehalten und kann mit der Klammer und den in derselben eingeschlossenen Hämmern aus der Maschine herausgenommen werden.
Es ist klar, dafs auch andere maschinelle Vorrichtungen construirt werden können, um die Klammer und den Filzträger zu bethätigen.
Die Vorrichtung zum Verschliefsen des Filzträgers unter Druck braucht nicht selbstthätig oder an der Klammer angebracht zu sein, da dieselbe unmittelbar an dem Filzträger angebracht werden kann; auch kann der letztere, nachdem er mit der Maschine zusammengeklappt ist, von Hand geschlossen werden. Ist eine selbsttätige Verschlufsvorrichtung vorhanden, so geht die Operation natürlich schneller vor sich.
Um bei der Entfernung des am Hammer herausgedrückten Klebstoffes, sowie beim Entfernen des überflüssigen Filzes von Hand Unzuträglichkeiten zu vermeiden, ist der Filzträger an den Endflächen der drehbaren Flügel d1 mit Messern k versehen, so dafs, wenn die Flügel zugeklappt werden, die Messer den Filz in den vorgeschriebenen Linien, die gerade den Hammer berühren, entfernen.
Nachdem der Hammer in die Klammer eingebracht worden ist, wird letztere umgekehrt und ein Zinnstreifen so gebogen, dafs die Kanten desselben die erforderlichen Endlinien des Filzes entlang liegen. Der oberhalb dieser Linie liegende Theil des Hammers wird dann mit Talg oder irgend einer ähnlichen Substanz bestrichen, so dafs der zwischen dem Filz ausgepreiste Klebstoff verhindert wird, sich an dem Hammer festzusetzen.
Um das Abtrennen des Filzes in sicherer Weise vornehmen zu können, werden die Messer, wenn sie in den Filz greifen, in eine Längsbewegung versetzt. Dies kann, wie in den Fig. 9, 10 und 11 angedeutet ist, dadurch geschehen, dafs an den gegenüberliegenden Enden der Klammer C abgeschrägte Widerlager s angebracht werden, welche mit den abgeschrägten Enden s1 der beiden Messer in Eingriff treten, wenn die Flügel des Filzträgers zugeklappt werden. Die Messer sind hier durch geeignete Stifte t befestigt, welche durch Schlitze in den Messern hindurchreichen, um letzteren eine Längsbewegung zu gestatten.
Nach jeder Bewegung werden die Messer durch die Federn u u wieder zurückgezogen. Um die Messer in Bezug auf die Hämmer richtig einzustellen, können irgend welche geeigneten Einstellvorrichtungen, wie z. B. Schraubenspindeln w und Muttern w1, verwendet werden.
Diese Einstellvorrichtungen sind in geeigneten Zwischenräumen an den Theilen des Filzträgers entlang so angeordnet, dafs sie mit Schlitzen w'2 in den Messern in Eingriff treten.

Claims (3)

Pa. tent-An sp rOche:
1. Vorrichtung zum Ueberziehen von Pianofortehämmern, dadurch gekennzeichnet, dafs der den Filz um die Hämmer pressende Filzträger (D) und die die Hämmer tragende Klammer (C), während sie geschlossen und in Wirksamkeit sind, aus dem Gestell herausgenommen und durch neue ersetzt werden können.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung zum Ueberziehen von Pianofortehämmern, bei welcher der Filzträger (D) aus einem festen Theil (d) und zwei um Zapfen (d2) drehbaren Flügeln (dl) besteht, welche mittelst ebenfalls drehbarer Arme (d3) zusammengeklappt werden und so den Filz um den Hammer (H) pressen, wobei der überschüssige Filz durch an dem' Flügel (d1) befestigte Messer (k), welche in der Längsrichtung verschiebbar sind, abgeschnitten wird, während der Filzhalter durch Haken (b), welche um die Arme (d3) greifen, unter Federdruck um den Hammer geprefst gehalten wird.
3. Eine Vorrichtung zur Betätigung des in Anspruch 2. bezeichneten Filzträgers, dadurch gekennzeichnet, dafs die Flügel (d1) auf zwei gezahnten Quadranten (e) aufliegen, welche um die Zapfen (d2) der Flügel drehbar sind und durch Zahnsegmente (n n1) bewegt werden, die ihrerseits durch in dem Gestell der Maschine mittelst Kurbeln abwärts bewegte Zahnstangen (m) angetrieben werden, während sie gleichzeitig durch Zahnübertragung die Abwärtsbewegung des die Klammer (C) tragenden Kopfstückes (B) hervorrufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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