DE763575C - Einrichtung zur selbsttaetigen Verhinderung von Strompendelungen oder Reststroemen beim Stillsetzen von Leonard-Antrieben - Google Patents

Einrichtung zur selbsttaetigen Verhinderung von Strompendelungen oder Reststroemen beim Stillsetzen von Leonard-Antrieben

Info

Publication number
DE763575C
DE763575C DEB199743D DEB0199743D DE763575C DE 763575 C DE763575 C DE 763575C DE B199743 D DEB199743 D DE B199743D DE B0199743 D DEB0199743 D DE B0199743D DE 763575 C DE763575 C DE 763575C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
leonard
excitation
current
resistor
switched
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB199743D
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwig Ellinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BROWN
Original Assignee
BROWN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BROWN filed Critical BROWN
Priority to DEB199743D priority Critical patent/DE763575C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE763575C publication Critical patent/DE763575C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P9/00Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output
    • H02P9/10Control effected upon generator excitation circuit to reduce harmful effects of overloads or transients, e.g. sudden application of load, sudden removal of load, sudden change of load
    • H02P9/12Control effected upon generator excitation circuit to reduce harmful effects of overloads or transients, e.g. sudden application of load, sudden removal of load, sudden change of load for demagnetising; for reducing effects of remanence; for preventing pole reversal
    • H02P9/123Control effected upon generator excitation circuit to reduce harmful effects of overloads or transients, e.g. sudden application of load, sudden removal of load, sudden change of load for demagnetising; for reducing effects of remanence; for preventing pole reversal for demagnetising; for reducing effects of remanence

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Stopping Of Electric Motors (AREA)

Description

  • Einrichtung zur selbsttätigen Verhinderung von Strompendelungen oder Restströmen beim Stillsetzen von Leonard-Antrieben Beim plötzlichen Stillsetzen von Leonard-Antrieben, z. B. von Fördermaschinen, aus dem vollen Lauf durch Auslösung der mechanischen Sicherheitsbremse können erhebliche Ausgleichströme zwischen der Steuerdynamo des Leonard-Umformers und dem unter der Bremse auslaufenden Motor auftreten. Hierdurch entstehen unter Umständen schädliche Zusatzbremskräfte, die erfahrungsgemäß bei Treibscheibenmaschinen ein Seilwandern oder Seilrutsch verursachen und damit die auf dem Förderkorb befindlichen Mannschaften wie auch die Maschine selbst gefährden können. Die Ursache dieser Ausgleichströme ist auf den verschiedenartigen Verlauf der EMKe von Dynamo und Motor während des Bremsverlaufs zurückzuführen. Der Ausgleichstrom kann sowohl positiv als auch negativ sein, je nachdem, ob im Augenblick die EMK der Dynamo oder die des Motors überwiegt. Dabei kann nach den Erfahrungen während des mehrere Sekunden andauernden Bremsverlaufs bis zum Stillstand der Maschine auch ein mehrfacher .Stromwechsel (Pendelungen) auftreten. Diese Verhältnisse sind in Abb. i der Zeichnung in einem Schaubild dargestellt, in dem die EMKe von Motor und Steuerdynamo sowie der durch die Abweichungen der EMKe hervorgerufene Ausgleichstrom in Abhängigkeit von der Bremsdauer dargestellt sind. Hierbei bedeutet die Kennlinie i die EMK des :Motors und die Kennlinie 2 die EMK der Steuerdynamo des Leonard-L-mformers. Durch die Jschraffierte Fläche ist die Fehlerabweichung der beiden E'-\1Ise gegeben welche die mit 3 bezeichnete Kennlinie des Ausgleichstroines hervorruft. Im übrigen sind diese Verhältnisse stark von dem jeweiligen Lastzustand und der gerade herrschenden Geschwindigkeit bzw. vom Erregungszustand der -Maschinen abhängig, der im Augenblick herrscht, trenn die Anlage durch die mechanisch vvirkende Sicherheitsbremse stillgesetzt «-ird.
  • Uni die Entstehung dieser Stronipendelungen beim Stillsetzen und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten und Gefahren zti verhindern, müssen Vorkehrungen getroffen werden, um eine möglichst gute Übereinstimmung zwischen der Generatorspannung und der EtMK des unter der Bremse auslaufenden -Motors sicherzustellen. Die Entregung der Steuerdynamo muß demnach sowohl jeweils der Zeitdauer des Bremsvorgangs angepaßt ,werden als auch dem zeitlichen "erlauf der EMK des erregt auslaufenden Motors entsprechen.
  • Es sind nun bereits verschiedene Maßnahmen und Einrichtungen bekanntgeworden, um diese Verhältnisse zu beherrschen. d. h. die erforderliche Übereinstimmung des EMK-Verlaufs von -Motor und Dynamo sicherzustellen. Dies erfolgt beispielsweise in bekannter Weise durch leistungsabhängige Verzögerung des Bewegungsablaufes des besonders vorgesehenen Entregungswiderstandes (des sog. Notschalters) oder durch Abgleichung der magnetischen Zeitkonstanten des -Motors und der Dynamo mittels BW iderständeii ini Feldkreis. Alle diese bekannten Einrichttmgen sind jedoch nur sehr unvollkommen und begrenzt wirksam. Sie sind immer auf einen bestimmten Betriebsfall abgestimmt und wirken datier nicht in gleicher Weise bei allen Betriebszuständen. Ferner werden mit größer werdenden Leistungen und Erregerströmen des -Motors schwere Sonderschalter wie Schütze oder -Walzenschalter erforderlich. Diese Elemente sind wegen der Gefahrenquellen in Erregerkreisen nicht gern gesellen und sollen daher besser vermieden Gerden.
  • Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich nun mit der Aufgabe, diese Schwierigkeiten zu beseitigen und eine Einrichtung zu schaffen, die beim Stillsetzen des Motors aus jedem Betriebszustand heraus gleichermaßen arbeitet, d.li. die erforderliche Übereinstimmung des EMK-Verlaufs von Motor und D_vriamo in allen Fällen sicherstellt. Nach der Ertiii-Flung wird dies dadt=irch erreicht, daß während des Stillsetzens des :Motors abhängig vom Strom im Leonard-iyreis die Erregung der Steuerdvilanlo über einen durch einen Schnellregler bzw. durch ein Richtungsrelais gesteuerten ,Widerstand unmittelbar oder mittelbar über die Erregermaschine derart beeinflußt wird, daß der Ausgleichstroin im Leonard-Kreis auf -Null geregelt wird. Damit wird erreicht, dalr in der Praxis höc1istelis vorübergehend unbedeutende und ungefährliche Stromwerte auftreten können. Nach der Erfindung wird die auf diese Weise gesteuerte Erregung abhängig voll der Richtung und Größe des Fehlerstromes bzw. Ausgleichstromes positiv oder negativ gerichtet derart, daß letzterer miterdrückt wird. oder mit anderen Worten: Die Einrichtung gleicht die Abweichung der EMK der Steuerdynamo von jener des erregt auslaufenden Fördermotors aus.
  • in Abb. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das im folgenden näher beschrieben wird.
  • In Abb.2 bedeutet a die Steuerdvilanio und b den Motor des LeonardAntriebs. Der Leonard-Generator a arbeitet in bekannter Weise ohne Zuhilfenahme von Schaltern zur Stromunterbrechung unmittelbar auf den Motor b. Das Feld c des Motors 1) wird von einer eigenen Erregermaschine gespeist. die in der Abbildung der Einfachheit halber weggelassen ist. Dagegen wird der Leonard-Generator a mittelbar von einer Erregermaschine e erregt, deren eine Erregerwicklung f in bekannter Weise mittels eines Steuerwiderstandes g zwischen Null und einem maximalen Wert in positiver oder negativer Richtung geregelt wird. Der Steuerwiderstand g ist an das letz Ir geschaltet. Im Steuerkreis der Wicklung fliegt ferner der Eiitregungs«-iderstand oder -Notschalter 3a, der beim Stillsetzen des Motors, z. E. im Falle der Gefahr. betätigt wird.
  • Mach der Erfindung ist ein als Richtungsrelais arbeitender Schnellregler ;;c vorgesehen, der die Aufgabe hat, beim Stillsetzen des -Motors b durch die Sicherheitsbremse bzw. durch Betätigung des Notschalters n den auftretenden Ausgleichstrom selbsttätig auf Null zu regeln. Das Drehsystem ei des Schnellreglers ist einerseits über den Hilfsschalter all das Netz la angeschlossen. andererseits wird es vorn Ausgleichstroin 1izw. voll `litints aus beeinflußt. Der Regu',-,viderstand r des Schnellreglers in liegt über den Hilfsschalter., ebenfalls all der vorhandenen Stromquelle, d. h. dem -Netz li., das beim Ansprechen des Schnellreglers eine besondere Ililfserreger- Wicklung i der Erregermaschine e speist. Abhängig von der Richtung des Ausgleichstromes im Leonard-Kreis schlägt der Schnellregler m aus der Mittellage in der einen oder anderen Richtung aus und beeinflußt damit die Hilfsfeldwicklung i und somit auch das Feld des Leonard-Generators a derart, daß der Ausgleichstrom unterdrückt bzw. auf Null geregelt wird.
  • Die Hilfsschalter k1 und k2 sind miteinander gekuppelt. Sie sind während des Normalbetriebes offen und verhindern damit das Ansprechen der Einrichtung. Diese ist also während des Normalbetriebes außer Wirkung. Erst nach dem Einleiten des Entregungsvorgangs durch den Notschalter n wird durch diesen der Hilfsschalter k1, k2 geschlossen und die Ausgleichregelung in Tätigkeit gesetzt.
  • Abweichend von dem in Abb. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel kann die Hilfserregerwicklung i anstatt auf der Erregermaschine e auch auf der Steuerdynamo a selbst angebracht werden. Weiterhin kann auch die Hilfserregerwicklung i ganz weggelassen werden und die eigentliche Erregerwicklung f über einen vom Notschalter n gesteuerten Umschalter gespeist werden. Der genannte Umschalter verbindet dann im Normalbetrieb die Erregerwicklung f mit dem Steuerwiderstand g und schaltet sie nach Betätigung des Notschalters n auf den Schnellregler m um.
  • An Stelle des Schnellreglers m kann auch ein Richtungsrelais verwendet werden, das einen einstellbaren, durch einen Widerstand in seiner Größe begrenzten Erregerimpuls in positiver oder negativer Richtung in den Erregerkreis einschaltet. Schließlich kann die Einrichtung auch jedesmal dann zum Eingreifen gebracht werden, wenn der Steuerwiderstand g in die Nullstellung kommt bzw. wenn zusätzlich die mechanische Bremse angezogen wird. ln diesen Fällen verhindert dann die Einrichtung, daß trotz der Nullstellung des Steuerwiderstandes unerwünschte Ströme und Drehmomente am Motor bestehenbleiben, die durch irgendwelche Selbsterregungsvorgänge hervorgerufen werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur selbsttätigen Verhinderung von Strompendelungen oder Restströmen beim Stillsetzen von Leonard-Antrieben, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregung der Steuerdynamo (a) unmittelbar oder mittelbar über die Erregermaschine (e) durch einen unter Zuhilfenahme eines Schnellreglers (m) bzw. eines Richtungsrelais gesteuerten Widerstand abhängig vom Strom im Leonard-Kreis derart beeinflußt wird, daß der Ausgleichstrom im Leonard-Kreis auf Null geregelt wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schnellregler bzw. das Richtungsrelais durch besondere, vom Entregungswiderstand bzw. Notschalter (n) oder dem Gestänge der Sicherheitsbremse gesteuerte Hilfsschalter (kl, k2) oder auch durch Umschalter während des Normalbetriebes ausgeschaltet ist und erst bei Betätigung der Sicherheitsbremse bzw. des Notschalters (n) eingeschaltet wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe zur Unterdrückung von Restströmen im Leonard-Kreis verwendet wird, wobei die Einrichtung durch Hilfsschalter abhängig von der Stellung des Steuerhebels oder des Steuerwiderstandes (g) bzw. der mechanischen Bremse eingeschaltet wird. ZurAbgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 234 43o.
DEB199743D 1942-09-29 1942-09-29 Einrichtung zur selbsttaetigen Verhinderung von Strompendelungen oder Reststroemen beim Stillsetzen von Leonard-Antrieben Expired DE763575C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB199743D DE763575C (de) 1942-09-29 1942-09-29 Einrichtung zur selbsttaetigen Verhinderung von Strompendelungen oder Reststroemen beim Stillsetzen von Leonard-Antrieben

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB199743D DE763575C (de) 1942-09-29 1942-09-29 Einrichtung zur selbsttaetigen Verhinderung von Strompendelungen oder Reststroemen beim Stillsetzen von Leonard-Antrieben

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE763575C true DE763575C (de) 1951-04-16

Family

ID=7012119

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB199743D Expired DE763575C (de) 1942-09-29 1942-09-29 Einrichtung zur selbsttaetigen Verhinderung von Strompendelungen oder Reststroemen beim Stillsetzen von Leonard-Antrieben

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE763575C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE234430C (de) *

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE234430C (de) *

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4440420C2 (de) Verfahren und Einrichtung zum Überwachen und/oder Steuern der Drehzahl eines Elektroantriebs mit Frequenzumrichter für Hubwerke
DE3447090C2 (de)
DE763575C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Verhinderung von Strompendelungen oder Reststroemen beim Stillsetzen von Leonard-Antrieben
DE669615C (de) Schutzeinrichtung fuer Gleichstrommotoren, die zum Antrieb von Arbeitsmaschinen mit grossen Schwungmassen dienen
DE657339C (de) Fahrtregler fuer Drehstromfoerdermaschinen
DE767878C (de) Anordnung zur Wegbegrenzung fuer elektromotorische Antriebe
DE604887C (de) Steuerung zum Anlassen und Regeln einer groesseren Zahl als Hebezeug- und Transportmaschinenantriebe dienender Kurzschlussankermotoren
DE553733C (de) Gleichlaufanordnung fuer Asynchronmotoren
AT223776B (de) Verfahren und Steueranlage zur Steuerung von Aufzugsmotoren
DE716147C (de) Einrichtung zur Verhinderung unzulaessiger Bremswirkungen an Foerdermaschinen
DE928054C (de) Verfahren und Anordnung zur Regelung von Gleichstrommotoren
DE521008C (de) Einrichtung zur Unterdrueckung des Ruhestroms im Ankerkreis einer Leonardschaltung
DE744387C (de) Steuereinrichtung fuer die Gegenstrombremsung von mit einer Stillhaltebremse ausgeruesteten Drehstrommotoren
DE936704C (de) Elektrische Buehnenanlage zur elektrischen Fernsteuerung von Regelorganen der Beleuchtungsstromkreise
DE2253692A1 (de) Antriebseinrichtung, insbesondere fuer gurtfoerderer im bergbau
DE654464C (de) Steuerung fuer Foerdermaschinen mit Leonardantrieb und mechanischer Bremsung
DE827676C (de) Einrichtung zum selbsttaetigen Einleiten und Aufheben des Laeuferkurzschlusses beim Umschalten auf Gegenstrombremsung bei Antrieben mit Wechselstrom-Asynchronmotoren
DE512703C (de) Bremssteuerung fuer Fahrantriebe
DE612373C (de) Thomaregler fuer Leonard-Umkehrantriebe, insbesondere in Walzwerken
DE848532C (de) Daempfungseinrichtung fuer selbsttaetige Regler
DE362084C (de) Regeleinrichtung fuer elektrische Antriebe in Leonardschaltung
DE386234C (de) UEberwachungseinrichtung fuer elektrische Maschinen mittels Vergleichsmaschine
DE742588C (de) Leonardantrieb mit Ankerstrombegrenzung und kuerzester Wendezeit
DE914997C (de) Genauigkeitsschaltung fuer Leonardantriebe
AT148760B (de) Regeleinrichtung für elektrische Antriebe.