DE762C - Zängemaschine für Eisen und Stahl - Google Patents
Zängemaschine für Eisen und StahlInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J1/00—Preparing metal stock or similar ancillary operations prior, during or post forging, e.g. heating or cooling
- B21J1/04—Shaping in the rough solely by forging or pressing
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Percussive Tools And Related Accessories (AREA)
Description
1877.
Klasse 49.
E. A. BRYDGES in BERLIN. Zängemaschine für Eisen und St
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28, August 1877
Die nachstehend beschriebene Zänge-Maschine findet vorzugsweise bei dem Bearbeiten gepuddelten
Eisens Anwendung; sie kann aber auch bei dem Weiterverarbeiten ungepuddelten Materials, oder bei der Herstellung von Stahl
Verwerthung finden. Das Entfernen der dem gepuddelten Eisen anhaftenden unreinen Bestandtheile
auf mechanischem Wege ist eine längst anerkannte Nothwendigkeit. Bisher wurden
diese Beimengungen durch Hämmern und Schweifsen zu entfernen gesucht;- diese Operation
führt dem Eisen einen Theil unreiner Beimengungen wieder zu, so dafs ' sich an den
Schweifsstellen Spalten zeigen, welche leicht zu einer Trennung der bereits geschweifsten Theile
Veranlassung geben können.
Durch die überaus leistungsfähige Zange-Maschine erzielt man auf leichtem Wege ein
gereinigtes und verdichtetes Eisen von gleichartigem Gefüge, welches frei von Rissen ist. Die
Maschine bietet außerdem den Vortheil, dafs die Verluste an Wärme während der Operation
äufserst gering sind; ihre wesentlichen Eigenthümlichkeiten bestehen in dem abwechselnden
Verringern und Vergröfsern der Querschnitte, sowie in dem entsprechenden Verkürzen, und
Verlängern der Metallbarren. Bei den Formveränderungen werden die Barren von quadratischem
Querschnitt in cylindrische Formen geprefst; es können sich hierbei die unreinen
Beimengungen des Eisens leicht von demselben trennen. Durch die Schnelligkeit der gesammten
Operationen werden die vorerwähnten Wärmeverluste vermieden.
In Fig. ι ist die Maschine im Längendurchschnitt
dargestellt.
Fig. 2 ist der Stempel und Kolben des Füllungs- und Entleerungs- Cylinders im Längensehnitt.
- .Fig. 3 ist eine obere Ansicht der Zänge-. maschine.
Fig. 4 zeigt die zum Ein- und Auslassen des Wassers dienenden hydraulischen Ventile in der
Vorderansicht; Fig. 5 ist eine Seitenansicht derselben.
Fig. 6 ist eine Endansicht der Zängemaschine und Fig. 7 ein Querschnitt derselben.
• In den Fig. 8 und 9 ist ein Theil der beiden Coulissen, in welchen die an den Füllhaken befindlichen Zapfen ihre Führung erhalten, in zwei Ansichten dargestellt.
• In den Fig. 8 und 9 ist ein Theil der beiden Coulissen, in welchen die an den Füllhaken befindlichen Zapfen ihre Führung erhalten, in zwei Ansichten dargestellt.
Mit dem hydraulischen Mechanismus stehen aus ökonomischen Rücksichten zwei Accumulatoren
für Hoch- und Niederwasserdruck in Verbindung. Der Druck für Niederwasserdruck beträgt ungefähr 45 kg auf 1 qcm.
Das gepuddelte Eisen wird zunächst durch die Luppenquetsche aus der unregelmäfsig gestalteten
Masse in einen Cylinder mit flachen Enden "geformt; nachdem dies geschehen, wird
das gepuddelte Eisen durch die Walzen A A und zwar erst durch die Rinnen α und nachher
durch al, Fig. 7, gezogen, und als Barren' von
quadratischem Querschnitt auf den Tisch B geführt.
Man öffnet nun das Ventil b, Fig. 3 und 4, der hydraulischen Hebe-Vorrichtung A1; durch
den Druck des Wassers auf den Kolben wird der von demselben getragene auf vier Rollen
ruhende hohle Cylinder C (Verdichtungskammer) bis zu der in Fig. 1 punktirt angegebenen
Stellung gehoben. Die Kammer C'liegt auf vier Rollen c c c c, so dafs dieselbe, der Abkühlung
wegen, leicht umgedreht werden kann.
In dem zur Füllung und Entleerung der Kammer C dienenden Prefscylinder D bewegt
sich der Kolben D\ Fig. 1 und 2.
Derselbe ist bei d mit einer hydraulischen Liderung versehen, und erhält seine Führung in
in den am Cylinder befindlichen Stopfbüchsen.
An dem Kolben ist an dem nach der KammerC
hinzeigenden Ende ein Drahtschubber el befestigt,
welcher dazu bestimmt ist, den Hammerschlag und die Schlacken aus der Kammer C
zu entfernen. Z>' besteht aus Prefskolben und Kolbenstange und ist, wie Fig. 2 zeigt, mit einer
Bohrung versehen, die mit dem Drahtschubber e1
verbunden ist, um dem Innern der Kammer C Graphit und OeI zuführen zu können. An die
Kolbenstange ist das Querstück dl, und an dieses sind die horizontalen Stangen e e befestigt,
welche durch die Charniere α α mit dem Füllhaken g g verbunden sind. Sobald die Barre auf
den Tisch B gelangt und die Kammer C in die in Fig. ι punktirt angegebene Lage gehoben
ist, wird das Ventil h, Fig. 3 und 4, geöffnet; hierdurch wird der Kolben D1 durch die
Kammer C getrieben, gleichzeitig aber auch ein Vorwärtsbewegen der Stangen e e und des mit
ihnen verbundenen Füllhakens gg erzielt. An gg
befinden sich die beiden Zapfen β und ß1,
welche sich bei der Bewegung des Kolbens D' nach den Walzen zu, vermöge der Charniere a a
in den schrägliegenden Schlitzen ξ der Coulissen bewegen und so ein Heben des Füllhakens bewirken.
Ist der Hub des Kolbens D1 beendet, so ist
gg ebenfalls an dem höchsten Punkt angekommen, fällt durch seine eigene Schwere in
den verticalen Schlitzen der Coulissen herunter, um die Barren zu umfassen. Das Ventil h wird
umgekehrt, seine Ausflufsöffnung frei gelegt. Der Druck des Tiefdruck-Accumulators durch das
Rohr auf den Kolbenkopf D, bewirkt das Zurückgehen des Kolbens D\ Die Zapfen β β bewegen
sich hierbei nach dem Cylinder D zu in den horizontalen Schlitzen der Coulisse D, und
drücken bei δ angekommen, diese, an den Federn ε ε befestigten Stücke nach unten, bis β β
in die in Fig. 8 gezeichnete Lage kommen.
Befindet sich die Barre nach erfolgtem Rückgange dieses Kolbens in der Kammer C, so
wird Ventil b umgekehrt und sein Ausflufs geöffnet. Die Kammer C geht nun durch ihre
eigene Schwere herab, drückt das zu ihrer Hebung angewendete Wasser aus A' heraus, bis
sie in der in Fig. ι in vollen Linien gezeichneten Lage ankommt, so dafs die Axen der
Kammer und der beiden Cylinder E und F in einer geraden Linie liegen. G ist der Prefskolben
des grofsen Cylinders E; an G ist der in die Kammer C lose passende Stempel G',
welcher in der Büchse H seine Führung erhält, befestigt. E1 ist der Kolben des kleineren
Cylinders F; beide Kolben G und E1 sind
durch die hohle Kolbenstange / mit einander verbunden. Der Cylinder F communicirt durch
das Rohr k mit dem Tiefdruck-Accumulator.
Läfst man durch Rohr m und Ventil η Tiefdruck-Wasser
in den Cylinder F, so geht dieses durch die hohle Kolbenstange / und durch die
im Kolben G befindlichen Rinnen in den Cylinder E. Während das Wasser auf den
Stempel E1 drückt, wird der Druck von der anderen Seite desselben aufgehoben, so dafs
der Kolben G mit dem auf seine Fläche wirkenden Gesammtdruck nach der Kammer C zu
getrieben wird. Ist der Stempel an der Barre in der Kammer C angekommen, so wird das
Ventil η geschlossen und ο geöffnet, so dafs das
Hochdruckwasser durch das Rohr in auf den Prefskolben G zur Wirkung gelangt. Das in
der Kammer C befindliche Eisen wird durch den Stempel G1 gegen den Stauchklotz M geprefst
und wird, je weiter G' in die Kammer C
eindringt, immer mehr die Form von C annehmen. Der Klotz M ist durch die schweren
Theile KK1 und LL1 mit dem Cylinder E
unwandelbar verbunden. Hat die Vorwärtsbewegung des Stempels ihr Maximum erreicht,
so wird das Ventil ο geschlossen und das Ausgangsventil
/ geöffnet, so dafs das Wasser aus dem Prefscylinder E entweichen kann. Durch
den steten Druck des Accumulators auf den Kolben E1, wird dieser, der Kolben G und
mit demselben der Stempel G1 zurückgezogzn und das Wasser aus dem Cylinder E1 herausgetrieben.
Das Ventil b wird nun geöffnet und die Kammer nochmals in die in Fig. ι punktirt gezeichnete
Lage gehoben. Oeffhet man das Ventil h, so wird der Stempel D' die verdichtete
Eisenmasse.und die Schlacken aus der Kammer C
auf den Tisch B drücken, und die Operation ist beendet.
Je nach der Qualität des zu erzielenden Eisens wird man das Verdichten ein oder mehrere
male wiederholen.
Claims (2)
1. Das System der Reinigung und Verdichtung von Eisen und Stahl, bei welchem sowohl
die Längen-, als auch die Querschnitte des zu verarbeitenden Eisens mehrfach in einer
für die Dichtigkeit vortheilhaften Weise verändert werden und bei dem für die Absonderung
und Entfernung von Schlacken Bedacht genommen ist.
2. Die Verbindung von einer Walzenreihe nebst Tisch mit einer zum Heben und Senken eingerichteten
Verdichtungskammer, mit dem Füllcylinder und dessen eigenthümlicher Kolbeneinrichtung (Drahtschubber), mit dem
Stauchcylinder und dem Stauchklotz.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE762T | 1877-08-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE762C true DE762C (de) |
Family
ID=70972868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE762DA Expired - Lifetime DE762C (de) | 1877-08-27 | 1877-08-27 | Zängemaschine für Eisen und Stahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE762C (de) |
-
1877
- 1877-08-27 DE DE762DA patent/DE762C/de not_active Expired - Lifetime
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