DE76295C - Prefsform zur Herstellung von Parkettboden-Tafeln, Bildschnitzereien, Wandbekleidungen, isolirenden Umhüllungen u. dergl - Google Patents

Prefsform zur Herstellung von Parkettboden-Tafeln, Bildschnitzereien, Wandbekleidungen, isolirenden Umhüllungen u. dergl

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DE76295C
DE76295C DENDAT76295D DE76295DA DE76295C DE 76295 C DE76295 C DE 76295C DE NDAT76295 D DENDAT76295 D DE NDAT76295D DE 76295D A DE76295D A DE 76295DA DE 76295 C DE76295 C DE 76295C
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DENDAT76295D
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Firma BOEHM freres in Mülhausen i. E
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/02Dies; Inserts therefor; Mounting thereof; Moulds
    • B30B15/022Moulds for compacting material in powder, granular of pasta form

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finishing Walls (AREA)

Description

KAISERLICHES
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Prefsform zur Herstellung von Parkettboden-Platten oder -Tafeln und anderen Gegenständen aus Ledermehl.
Diese Prefsform ist mit einer selbsttätigen Verriegelungsvorrichtung versehen, welche aus an einer Nabe angebrachten Armen gebildet ist, die beim Pressen der^ Masse an der Abwärtsbewegung des Formdeckels theilnehmen und durch die Wirkung einer oder mehrerer Federn selbsttätig in entsprechende Ausschnitte der Seitenwandung der Form hineingedrückt werden, sobald die in der Form befindliche Masse genügend geprefst ist.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 im Querschnitt eine solche zum Pressen von Parkettboden-Platten aus Ledermehl verwendbare Form mit der eingefüllten lockeren Masse, Fig. 2 ist eine Oberansicht derselben und Fig. 3 zeigt denselben Schnitt wie Fig. 1 nach stattgehabter Pressung der eingefüllten Masse.
Diese Form besteht aus einem gufsstählernen Rahmen A, auf dessen innerem Rand α der aus einer Gufsstahlplatte. bestehende Boden B ruht, dessen obere Fläche b polirt ist, und aus einem ebenfalls gufsstählernen, mit vier Auflagen c versehenen abhebbaren Deckel C. Auf diese Auflagen c können entsprechende Vorsprünge des Kolbens der hydraulischen Presse aufliegen. Zwischen diesen Erhöhungen befinden sich vier Arme d, die an einer in entsprechender Vertiefung des Deckels C ruhenden Nabe e befestigt sind. Diese Arme sind der Wirkung einer oder mehrerer am Deckel befestigter Federn D ausgesetzt, welche das Bestreben haben, die Arme nebst ihrer Nabe im Sinne des Pfeiles x, Fig. 2, zu drehen, so dafs die Enden dieser Arme gegen die Seitenwandungen des Rahmens A gedrückt werden bezw. an dieselben anschlagen. Jede der vier Seitenwandungen ist mit einem horizontalen Ausschnitt/versehen, in welchen im gegebenen Momente der entsprechende Arm d hineinfafst. Nachdem eine solche Form auf 60 bis 8o° C. erhitzt worden ist, wird der Deckel C mit den darauf ruhenden Armen d herausgenommen, die gewünschte Menge einer innigen Mischung von Ledermehl, Kolophonium und in Schwefelkohlenstoff gelöstem Fett, welche vorher auf .60 bis 80 ° C. erhitzt worden ist, in die Form eingefüllt und der Deckel C mit den Armen d aufgesetzt, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist. Alsdann wird die Form unter eine hydraulische Presse gebracht, deren Kolben auf die Vorsprünge c des Deckels C wirkt, und somit die in der Form enthaltene Masse zusammengeprefst, wobei der Deckel C in die Form hineingedrückt wird und die Arme d mit ihrer Nabe e der Abwärtsbewegung des Deckels C folgen. Sobald der auf die Masse ausgeübte Druck die gewünschte Höhe erreicht hat, kommen die Enden der Arme d gegenüber den Einschnitten f der Rahmenseitenwände zu stehen und werden selbsttätig durch die Wirkung der Feder bezw. Federn D im Sinne des Pfeiles χ gedreht, so dafs die Armenden in die Einschnitte f eindringen und so den Deckel C verriegeln und folglich die in der Form zu-
sammengeprefste Masse unter Druck halten. Die Form wird alsdann von der Presse entfernt und die geprefste Masse bis zu ihrem Erkalten, d. h. ungefähr 4 Stunden darin gelassen. Werden nun die Arme d in der dem Pfeile χ entgegengesetzten Richtung gedreht, so kann man den Deckel C von der Form abheben und die Masse kann leicht aus derselben herausgebracht werden.
Die so erhaltenen Parkettboden-Platten scheinen nicht blos aus einer Mischung von Ledermehl, Kolophonium und Fett zu bestehen, sondern es ist vielmehr wahrscheinlich, dafs in derselben wirklich chemische Verbindungen stattgefunden haben, indem durch die Einwirkung des Schwefelkohlenstoffes auf das Kolophonium und das Fett bei der angegebenen Temperatur sich Thioverbindungen gebildet haben mögen, welche der Masse ihren matten Glanz ertheilen.
Man kann diese Parkettboden-Platten auch in verschiedenen Farben nach Art der Mosaikplatten herstellen, und bedient sich zu diesem Zwecke verschiedener Mischungen von feinem Ledermehl, Kolophonium, Fett und Schwefelkohlenstoff, welchen die gewünschten Farben beigemengt worden sind, bringt dann dieselben in geeigneten Mengen vermittelst einer Matrize und Schablone auf "den Boden der Form A, wie dies bei der Fabrikation von Mosaikplatten aus Cement geschieht, und füllt schliefslich nach Entfernung der Matrize aus der Form die Form bis zur gewünschten Höhe mit ungefärbter Mischung aus; die ganze in der Form A enthaltene Masse wird alsdann, wie oben beschrieben, geprefst.
Diese· einfarbigen oder gemusterten Parkettboden-Platten werden an ihren Seitenrändern mit Nuthen versehen, so dafs man dieselben, auf einen Blindboden gelegt, vermittelst hölzerner Federn unter einander verbinden kann; sie könnten aber auch zu ihrer Befestigung am Blindboden mit Löchern versehen werden.
Der Unterhalt der aus solchen Platten hergestellten Parkettböden ist sehr einfach, indem man dieselben zum Reinigen mit lauem Wasser abwäscht und nachher mit einer trockenen Bürste abreibt, um den matten Glanz, welcher die Masse, aus der sie gebildet sind, kennzeichnet, wieder zur Geltung zu bringen. Ein Wischen solcher Parkettböden ist deshalb nicht erforderlich.
Statt einfach auf den Deckel C aufgelegt zu werden, könnte die mit den Armen d versehene Nabe e durch eine Ansatzschraube g drebar am Deckel C angeordnet sein (Fig. 5), so dafs die Arme d der Abwärtsbewegung des Deckels C beim Pressen der in der Form enthaltenen Masse sicher folgen müssen.
Zum gleichen Zwecke könnten die Arme d durch am Deckel C befestigte Oesen g1 geführt sein, welche ihnen die horizontale, zur Verriegelung bezw. Entriegelung des Deckels nöthige Bewegung gestatten, dieselben jedoch zwingen, an der Auf- und Abwärtsbewegung des Deckels C theilzunehmen, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist. .
Indem man die Gestalt der Prefsform verändert, kann man natürlich mit derselben verschiedene andere Gegenstände herstellen, wie isolirende Umhüllungen, Wandbekleidungen, Bildschnitzereien u. s. w.
Die Prefsform könnte selbstverständlich auch doppelwandig sein, um ein Heizen derselben vermittelst Dampfes oder heifser Gase zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Prefsform zur Herstellung von Parkettboden-Tafeln oder -Platten, Wandbekleidungen, isolirenden Umhüllungen, Bildschnitzereien und dergl., dadurch gekennzeichnet, dafs die Prefsform mit einer selbstthätigen Verriegelungsvorrichtung versehen ist, welche in Thätigkeit tritt, sobald die in der Form befindliche Masse genügend geprefst ist, und welche aus an einer gemeinsamen Nabe e angebrachten Armen d gebildet ist, die beim Pressen der Masse an der Abwärtsbewegung des Formdeckels theilnehmen und der Wirkung einer oder mehrerer am Deckel angebrachten Federn ausgesetzt sind, so dafs die freien Enden dieser Arme d selbstthätig in entsprechende Ausschnitte f der Seitenwandung der Form eindringen, wenn infolge des auf den Deckel bezw. die in der Form enthaltene Masse ausgeübten Druckes die Enden der Arme d gegenüber den Ausschnitten f zu liegen kommen, und infolge dessen die geprefste Masse bis zu ihrem Erkalten in der Form unter Druck gelassen werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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