DE76141C - Unterirdische Stromzuführung für elektrische Eisenbahnen - Google Patents

Unterirdische Stromzuführung für elektrische Eisenbahnen

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DE76141C
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Germany
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wheel
plate
power supply
underground power
electric railways
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT76141D
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English (en)
Original Assignee
P. LUCAS in Berlin W., Göbenstr. 9
Publication of DE76141C publication Critical patent/DE76141C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60MPOWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
    • B60M1/00Power supply lines for contact with collector on vehicle
    • B60M1/02Details
    • B60M1/08Arrangements for energising and de-energising power line sections using mechanical actuation by the passing vehicle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
PAUL LUCAS in BERLIN. Unterirdische Stromzuführung für elektrische Eisenbahnen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1893 ab.
Der nachstehend beschriebene Apparat für unterirdische Stromzuführung bei elektrischen Bahnen soll ohne Stromverlust bei allen Witterungsverhältnissen arbeiten, auch wenn der stromabgebende Apparat mit Wasser angefüllt ist, ja sogar dann, wenn das Wasser 1 cm und mehr über dem Erdboden steht. Der Apparat ermöglicht je nach Belieben ein Vorwärts- und Rückwärtsfahren der Wagen und ein leichtes Passiren der Weichen. Er arbeitet ferner geräuschlos, so dafs man keine Stöfse verspürt.
Der Apparat besteht aus Stromabgeber und Stromabnehmer.
Als Stromabnehmer befindet sich unter dem Wagen ein isolirtes, etwa 25 cm breites horizontales Eisenblech t, Fig. 2, 2a, 3 und 8, welches 20 cm hinter der Achse des vordersten Rades aufwärts (im Verhältnifs 1:5) gebogen ist.
Der Stromabgeber ist in Entfernungen von 4 bis 8 m zwischen den Schienen angeordnet. Er befindet sich in einer Kammer g, welche rechteckigen Grundrifs hat, und deren Oberfläche mit dem Pfiasterniveau bündig liegt (s. Fig. 7). Der Stromabgeber hat folgende Einrichtung: In einer der Schienen S (Profil Haarmann) befindet sich 5 mm unter Schienenoberkante ein Radtaster α von 80 mm Länge, welcher 25 mm herabgedrückt werden kann. Ein gröfseres Abwärtsbewegen oder Aufwärtsbewegen hindern die Anschläge s s. Der Radtaster liegt mit seiner Mitte auf dem Hebel b, der gröfstentheils aus einem E-Eisen besteht (Fig. 1) und der durch den Drehpunkt c im Verhältnifs 1 : 3 getheilt ist.
An dem Hebel b ist um den Punkt d drehbar das Röhrenstück R angeordnet; dieses Röhrenstück besteht aus den Theilen e1, e2 und e3. Dieses Röhrenstück trägt in seinem röhrenförmigen Theile e1 den stielartigen Ansatz α der gegen e1 isolirten runden Platte p, welche durch ein biegsames, mit wasserfestem Gummi überzogenes Kabel k leitend mit der Contactkammer g verbunden ist. Der Theil e2 liegt nach oben fest an und kann auch nach unten nur ausschlagen, wenn das Verbindungsstück f lf* gelöst wird, d. h. wenn _/2 nach links gezogen wird. Der Hebeltheil es hat die Form eines T und pafst in den am Deckel festen Theil i derart, dafs er sich, wenn gehoben und nach links gedreht, einhaken kann.
Die Contactkammer g ist ein wasserdicht abgeschlossener Raum. In diesem sind zwei gegen einander isolirte Metallklötze g1 und g2 angebracht, von denen der eine gl mit dem Kabel k und dadurch mit der Patte p, der andere mit dem stromzuführenden Hauptkabel leitend verbunden ist. Die beiden Metallklötze werden mit einander in leitende Verbindung gesetzt durch das Dazwischenschieben des Contactarmes /4. Dieser Contactarm wird durch Hebel b bewegt; e5 ist eine Feder.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Fig. ι der Zeichnung zeigt den Apparat im Ruhestand. Beim Ueberfahren des Apparates berührt das Vorderrad des Wagens mit seinem 30 mm hohen Radfiantsch den Radtaster a, dieser senkt sich bis zur tiefsten Lage und hebt dabei den um c drehbaren Hebel mit dem daran befindlichen Röhrenstück; gleichzeitig
erhält durch Einwirkung von f1 und f'2 der Contactarm fl Verbindung mit den Metallklötzen g1g'2; der Apparat hat nun die in Fig. 2 dargestellte Lage angenommen, der Hebel e2 ist nur noch durch die Feder e5 gehalten. Durch Drehung des Hebels f'2f3f^ beim Niederdrücken des Radtasters ist schon die Platte ρ mit dem Hauptkabel verbunden. Beim Weiterrollen des Wagens drückt die schiefe Ebene des Stromabnehmers t die Platte ρ nun 2 cm herab, der Hebeltheil e3 greift in i ein und die Platte ρ preist sich gegen den Stromabnehmer t (Fig. 3) so lange, bis der Wagen vorübergefahren. Nach dem Entfernen des Wagens geht der Radtaster α und dadurch die ganze Einrichtung selbstthätig wieder in die in Fig. ι dargestellte Ruhelage.
Das Glied flf'2, das an sich unnöthig erscheint, erfüllt seinen Zweck z. B. dann, wenn die Platte ρ festgefroren sein sollte und es der directen ganzen Kraft des herabdrückenden Rades bedarf, um die Platte zu heben. Die Rinnen r r sollen das einsickernde Regenwasser aufnehmen und durch seitlichen Abflufs zur Erde führen.
Der Apparat ist besonders geeignet für Wagen mit Drehgestellen, bei denen der Stand der ä'ufsersten Laufräder ein recht grofser ist, so dafs der Stromabnehmer eine grofse Länge erhalten kann.
Gewöhnliche Wagen können entweder besondere Vorderräder erhalten, oder der Stromabnehmer müfste (Fig. 8), je nachdem der Wagen vorwärts bezw. rückwärts fahren soll, an den Stellen α bezw. b gehoben werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat für unterirdische Stromzuführung bei elektrischen Bahnen, gekennzeichnet durch das Zusammenspiel eines als Stromabnehmer dienenden isolirten, unter dem Wagen angeordneten Eisenbleches (t), welches, vor der Achse des Vorderrades einen stumpfen Winkel bildend, nach aufwärts gebogen ist, mit einem durch den Radflantsch in Thätigkeit gesetzten Stromabgeber, bestehend aus dem Radtaster (a), dem Hebel (b), dem Röhrenstück (R) mit Platte (p) in solcher Verbindung der letzteren mit den in der wasserdichten Contactkammer (g) angeordneten Metallklötzen durch ein Kabel (k), dafs der Flantsch des Vorderrades des sich bewegenden Wagens den Radtaster so lange niederdrückt, bis die in der Gleismitte befindliche, vorher im Strafsenniveau liegende und dann gehobene Platte (p) durch die schiefe Ebene des Bleches (t) um einen Theil dieser Hebung wieder herabgesenkt ist und nunmehr den Strom vom Hauptleiter zum Wagenmotor führt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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