-
Trommelartiger, absatzweise drehbarer Vorlagenhalter Die Erfindung
geht aus von einem trommelartigen, absatzweise drehbaren Vorlagenhalter mit mehreren
Auflageflächen und hat zur Aufgabe, einen solchen Vorlagenhalter so durchzubilden,
daß die Vorlagen nach erfolgter Aufnahme rasch gegen neue Vorlagen ausgetauscht
werden können.
-
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß der Innenraum
des Vorlagenhalters in eine der Anzahl der perforierten Auflageflächen entsprechende
Anzahl von pneumatischen Kammern unterteilt ist und daß diese Kammern bei der absatzweisen
Drehung des Vorlagenhalters jeweils für die Auflage und Reproduktionsstellung zwangläufig
mit einer Luftabsaugeleitung in Verbindung treten.
-
Bei einem bekannten trommelartigen, absatzweise drehbaren Vorlagenhalter
mit mehreren Auflageflächen wurden die Vorlagen an den Auflageflächen durch Festklemmen
festgehalten, woraus eine geringere Aufnahmegeschwindigkeit als bei der pneumatischen
Halterung, die bisher nur bei einzelnen perforierten
Platten angewendet
worden ist, entsprang.
-
Gemäß Weiterbildung der Erfindung werden die Kammern, die nicht an
die Absaugeleitung angeschlossen sind, also hinter der Reproduktionslage liegen,
zur gleichen Zeit an eine Druckluftleitung angeschlossen, wodurch das Entfernen
der Vorlagen mit Sicherheit und zwangläufig erfolgt. Auch dieses Merkmal trägt weiter
zur Erhöhung der Aufnahmegeschwindigkeit bei.
-
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstands ist in der Zeichnung
wiedergegeben.
-
Abb. i ist ein schematischer Längsschnitt durch den Vorlagenhalter
im Verein mit der Reproduktionsanlage, wobei einzelne Teile, die außerhalb der Schnittebene
liegen, gestrichelt bzw. strichpunktiert angedeutet sind; Abb. 2 veranschaulicht
den Anschluß für die Saug- bzw. Druckluftleitung in Seitenansicht; Abb. 3 zeigt
schematisch das Ende des V orlagenhalters und den Anschluß der Saug- bzw. Druckluftleitung
z. B. im Längsschnitt.
-
In Abb. i ist mit i ein Kasten bezeichnet, welcher bei 2 mit einer
feststehenden Arbeitsplatte ausgestattet ist. 3 bezeichnet den V orlagenhalter,
der prismatische Form hat und um die Achse ,4 gedreht werden kann. Der Vorlagenhalter3
wird von vier mit Löchern durchbrochenen Wänden 59 bis 5d gebildet. Die Enden
des Vorlagenhalters sind durch Wände 6 abgeschlossen.
-
Der durch diese Wände gebildete hohle Raum ist durch die schräg verlaufenden
Querwände 7 in vier gleich große Abteilungen 8a bis 8d unterteilt, und jede dieser
Abteilungen ist in der einen abschließenden Wand 6 mit je einer Öffnung 9a bis gd
versehen.
-
Der Vorlagenhalter 3 ist nun derart im Kasten i untergebracht, daß
beim Drehen um die Achse ,I die oberste Fläche 511 des Vorlagenhalters in der Ebene
der Arbeitsplatte 2 zu liegen kommt. Gegenüber der Fläche Sb ist die Aufnahmekamera
io angeordnet, und es sind außerdem Beleuchtungslampen iia und i ib zum Beleuchten
dieser Fläche Sb vorgesehen.
-
An die eine Abschlußwand 6 des Vorlagenhalters 3, in der die Durchbrechungen
9a bis 9d vorgesehen sind, schließt ein Hohlring 12 an. Die mit der Fläche 6 in
Berührung kommende Fläche des Ringes ist mit den Durchbrechungen 9a bis 9d entsprechenden
Durchbrechungen 1311 bis 13d versehen, während die gegenüberliegende Fläche des
Ringes 12 mit derselben Anzahl von Anschlüssen 1.4a bis i4d ausgestattet ist. Durch
sich kreuzende Querwände 15 ist der Ring 12 in vier Abteilungen so unterteilt, daß
jede Abteilung mit je einer Durchbrechung 13 und je einem Anschluß 14 versehen ist.
-
Das Drehen des Vorlagenhalters 3 erfolgt im Sinne des Pfeiles 16 auf
beliebige Art derart absatzweise, daß die zuoberst liegende Fläche 5 des Vorlagenhalters
bei jedesmaligem Weiterdrehen in der Ebene der Arbeitsplatte2 liegen wird. Infolgedessen
wird zu derselben Zeit die darauffolgende Ebene Sb in der Aufnahmeebene gegenüber
der Aufnahmekamera io zu liegen kommen.
-
Die Anschlußstutzen i4@ und idb des Ringes 12 werden an eine Saugleitung,
die Stutzen 1.1.0 und id.d dagegen an eine Druckluftleitung angeschlossen.
-
Die Arbeitsweise ist folgende: Auf die obere Fläche des Vorlagenhalters
wird von der Arbeitsplatte 2 her eine Vorlage aufgelegt. Da der Stutzen 14d an eine
Saugluftleitung angeschlossen ist, wird in der Kammer 8a durch die Öffnungen 13"
und ga hindurch ein Unterdruck erzeugt, so daß die Vorlage an die durchbrochene
Wand 511 fest angesaugt wird. Beim Weiterschalten des Vorlagenhalters kommt die
Vorlage in die Ebene Sb. Durch Öffnen des Kameraverschlusses und Einschalten der
Lampen i ia, i ib wird die Aufnahme vorgenommen. `Nährend dieser Zeit wird auf die
oberste Fläche 511 des Vorlagenhalters eine neue Vorlage aufgelegt, die wieder durch
die Saugluft festgehalten wird. Nach erfolgter Aufnahme wird der Vorlagenhalter
weitergedreht, so daß die Vorlage, von der bereits eine Aufnahme gemacht worden
ist, in die Ebene 5c zu liegen kommt, während die neu eingelegte Vorlage in die
Aufnahmeebene Sb gelangt. Zur selben Zeit wird von der zweiten Vorlage eine Aufnahme
gemacht und auf die freie oberste Fläche des Vorlagenhalters eine neue Torlage gelegt.
-
Beim Einschwenken der Vorlage in der Ebene 5e wird die Kammer 8e nunmehr
durch die Öffnungen 13a und i.Ia an die Druckluftleitung angeschlossen, so daß die
Vorlage aus der Ebene 5c abgestoßen wird und nach unten fällt. Dadurch wird die
Fläche 5c frei, und man kann auf diese Fläche eine neue Vorlage auflegen, sobald
sie in die Lage 511 gekommen ist.
-
Das Ein- und Ausschalten der Lampen i ia und i ib und das Öffnen und
Schließen des Objektivverschlusses kann durch die Steuerung des Vorlagenhalters
vorgenommen werden.
-
Zweckmäßig ist das Prisma an je einer der achsparallelen Kanten einer
jeden Fläche mit einer vorspringenden Anlegekante ausgestattet, welche zwei Aufgaben
erfüllt: Einerseits dient diese Anlegekante als solche und erleichtert das Einbringen
der Vorlage in die richtigeAufnahmelage, und andererseits
stützt
sie in der Lage 5b die Vorlage gegen Herunterfallen.