DE75968C - Hydraulische Bleirohrpresse - Google Patents

Hydraulische Bleirohrpresse

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DE75968C
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lead cylinder
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W. parje in Frankfurt a. M., Waldschmidtstr. 56
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.W
Die den Gegenstand dieser Erfindung bildende hydraulische Bleirohrpresse mit im Bleicylinder festgestellten Dorne bezweckt die schnelle Herstellung vollkommen homogener und durchaus gleiche Wandstärke besitzender Bleiröhren mit oder ohne Zinneinlage.
In beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 ein senkrechter Schnitt, Fig. 2 eine Oberansicht und Fig. 3 ein waagrechter Schnitt einer der Erfindung gemäfs hergestellten Bleirohrpresse.
Wie ersichtlich, ruht der Bleicylinder α auf dem Kolben b der hydraulischen Presse und ist oben mit vier Säulen i versehen, welche durch die Widerlagerplatte h hindurchreichen.
In der Achse des Bleicylinders ist der Dorn m in der Weise festgestellt, dafs er durch einen Kanal des an der Widerlagerplatte h festsitzenden Stempels reicht und oberhalb der Widerlagerplatte eine Scheibe trägt, welche mit den erwähnten Säulen i verbunden ist.
Am Unterende des Prefsstempels ist der Dorn m durch eine angeschraubte Scheibe abgedichtet.
Das Prefsmundstück e, welches den Bleicylinder α unten abschliefst, ruht auf einem Tragring d, welcher in einem Querkanal c der unteren Verlängerung q des Bleicylinders angeordnet ist und mittelst einer Schraube mit Handrad zurückgezogen werden kann, wenn man das Pefsmundstück e auswechseln will. Ein Spalt g im Tragring d erlaubt die Verstellung dieses Ringes auch dann, wenn bereits ein Bleirohr aus dem Mundstück heraussteht. Behufs Regelung der Wandstärke und lichten Weite des Bleirohres wird das Mundstück e längs des Domes in verstellt, wozu auf den Tragring d Unterlegscheiben χ aufgelegt werden; diese Unterlegscheiben sind so wie der Tragring selbst aus dem oben angegebenen Grunde geschlitzt.
Vermöge der Beweglichkeit des Bleicylinders a kann man denselben so weit senken, dafs er auf ein gewisses Mafs unter das freie Ende des an der Widerlagerplatte h festsitzenden Prefsstempels gelangt.
Bei dieser Stellung läfst man das geschmolzene Blei aus dem Schmelzkessel 0 einlaufen und kann die Vollfüllung des Bleicylinders überwachen, also auch den Zuflufs immer rechtzeitig unterbrechen.
Wenn der Prefsstempel infolge seines Verschleifses das Herausspritzen des Bleies beim Pressen nicht mehr verhindert, kann er mit einem federnden Packungsring versehen werden.
Um die Arbeitsschnelligkeit zu erhöhen, ist diese hydraulische Bleirohrpresse mit hydraulischen Gegenpressen zum raschen Senken des entleerten Bleicylinders α versehen.
Die Cylinder s dieser Gegenpressen sind an der Widerlagerplatte h befestigt und ihre Stempel η drücken gegen den Bleicylinder.
Bei Verwendung dieser Presse füllt man den Bleicylinder α erst mit geschmolzenem Blei, welches den Dorn m allseitig umgiebt und ein durchaus zusammenhängendes Ganzes bildet, während bei den bisher bekannten Bleirohrpressen mit feststehendem Dorn der Dorn durch radiale Arme festgehalten war, so dafs das Blei sich theilen und wieder vereinigen mufste und die Herstellung fester Röhren unmöglich war.
Lä'fst man dann Druckwasser in den hydraulischen Cylinder treten, so heben sich gleichzeitig der Bleicylinder α und der durch die Säulen i damit verbundene Dorn m und der Cylinder α schiebt sich auf den mit der Widerlagerplatte h ein Stück bildenden Stempel auf.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Eine hydraulische
    gekennzeichnet, dafs
    Bleirohrpresse, dadurch mit dem Bleicylinder (a) derselben der Dorn (m) fest verbunden ist, welcher Dorn durch den Prefsstempel (h) hindurchgeht und an der Austrittsstelle abgedichtet ist, während das Prefsmundstück (e) im Boden des Bleicylinders dadurch stellbar und auswechselbar angeordnet ist, dafs dasselbe mittelst eines verschiebbaren und aufgeschlitzten Tragringes (d) in dem Bleicylinder gehalten wird, wobei der Tragring in dem im unteren Verlängerungsstück/^ des Bleicylinders angeordneten Querkanal (c) verschiebbar ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT75968D Hydraulische Bleirohrpresse Expired - Lifetime DE75968C (de)

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