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Einrichtung zur Sicherung von selbsttätig arbeitenden Wasserversorgungsanlagen
gegen Uberdruck Bei selbsttätig arbeitenden Wasserversorgungsanlagen wird der Lauf
der Wasserpumpe od. dgl. durch eine Steuervorrichtung bestimmt, die bei ausreichendem
Druck in der Anlage die Förderung abstellt, bei sinkendem Druck wieder einschaltet.
Um bei nicht rechtzeitiger Ausschaltung der Förderung die Entstehung eines gefährlichen
Überdruckes in der Anlage zu vermeiden, ist außerdem der Druckbehälter oder die
Druckleitung noch mit dein üblichen Sicherheitsventil ausgestattet. Da das Sicherheitsventil
nur äußerst selten zu arbeiten hat, setzt es sich leicht fest oder wird undicht,
ein: Übel; dem vielfach durch Erhöhung der Ventilbelastung abgeholfen wird. Hierdurch
ver-Tieren die Sicherheitsventile an Zuverlässigkeit, was sich schon in vielen Unfällen
offenbart hat.
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Die Erfindung soll hiergegen Abhilfe schaffen. Sie bezieht sich auf
eine Einrichtung zur Sicherung von selbsttätig arbeitenden' gegen überdruck-, die
dadurch gekennzeichnet ist, daß durch Verschiebung eines Kolbens od. dgl. durch
den Überdruck eine unter Spannung gehaltene Vorrichtung freigegeben wird, die gegen
einen mit dem Druckraum in Verbindung stehenden Bauteil schlägt und dadurch einen
Auslaß aus dem Druckraum freilegt. Beispielsweise kann die unter Spannurig gehaltene
und unter Einwirkung des überdrucken
freigegebene Vorrichtung ein
mit dein Druckraum in Verbindung stehendes, aus zerbrechlichem Baustoff gefertigtes
Rohr oder I','olirstück zertrümmern.
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Die unter Spannung gehaltene Vorrichtung und der frei zu legende Auslaß
können durch .eine Kappe äbgedeckt sein, die auch eine Abfullöffnung umschließt.
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rin Ausführungsbeispiel; des Erfindungsegenstandes ist in der Zeichnung
veranschaulicht. -.
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Abb. i zeigt eihenlängsschnitt, Abb. 2 eine Seitenansicht und Abb.
3 einen Grundriß einer Sicherungseinrichtung nach der Erfindung.
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An einen --Ansatz oder Stutzen der Druckleitung wird die die Sicherungseinrichtung
tragende Grundplatte i angeschraubt. Infolgedessen wird sich der Druck aus der Druckleitung
in den Raum 2 bis unter die Membran 3 fortsetzen. Der Druck gelangt auch in die
aus einem zerbrechlichen Stoff, z. B. Glas, gebildete Haube.. die auf die Öffnung
5 der Platte i aufgesetzt ist. Die Haube .1 wird durch einen Flansch 6 und Schrauben
; festgehalten und gegenüber der Grundplatte i durch Dic(itscheiben 8 und 9 abgedichtet.
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L`lier die 'Membran 3 ist ein Aufsatz to in Form einer seitlich teilweise
offenen Haube gestülpt, der unten in einem Flansch i i endet. Durch die Schrauben
12 ist der Flansch i i auf der (rundplatte i festgeschraubt. Zwischen ihm und der
Grundplatte ist, wie aus Abb. i entnommen werden kann, die 'Iembran 3 eingespannt.
Das Innere des Flansches i i ist finit einer zylindrischen Bohrung 13 versehen,
in der ein mit der Membran 3 in Verbindung stehender Kolben 14 verschiebbar ist.
Der Kolben wird durch eine Feder 15 in seiner untersten Stellung gehalten.
Die Feder 15 ist mit Hilfe der Druckscheibe 16 und der Stellschrauben 17 (Abb. 2)
einstellbar. Damit die Feder 15 nicht in unzulässiger Weise zusammengedrückt werden
kann, ist der Vernchiebewec), der Druckscheibe 16 durch Anschlüge 33 begrenzt. Der
Kolben 14 trägt eine Kolbenstange 1e, die oben mit einer Erweiterung etwas über
den Aufsatz to hervorsteht.
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Der Aufsatz to ist an der Oberseite mit einer Platte ig versehen,
die die eigentliche Spannvorrichtung trägt. Die Spannvorrichtung besteht aus einem
um einen Drehpunkt 2o verschwenkharen Hebel 2 i, der von einer .ini den Zapfen 22
ausschwingenden Klinke a3 erfaßt wird. Die Klinke 23 trägt noch eine Stellschraube
2.4. die in der Stellung der Klinke 23, bei der der Hebel 21 erfaßt wird, kurz oberhalb
der Kolbenstange 18 liegt. Danit jedoch der zulässige Druck im Raum 2 ficht durch
zri weites herausdrehen der Stellschraube 2.f überschritten wird, trägt die Klinke
23 noch einen Ansatz 32, dessen Abstand vom oberen Ende der Kolbentange i8 dem höchsten
zulässigen Druck angepaßt ist.
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L`ber die Grundplatte i kann noch eine in Abb. i und 2 gestrichelt
angedeutete Kappe 25 gestülpt «-erden, die durch eine Dichtung 26 gegenüber der
Grundplatte i abgedichtet ist. In der Grundplatte i ist schließlich noch eine Öffnung
27 vorgesehen, die mit einer Abflußleitung in Verbindung steht.
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Zum Spannen der Spannvorrichtung dient eine Feder -28, die sich einerseits
gegen einen Zapfen 29 der Platte i9 und andererseits gegen einen Zapfen 3o des Hebels
21 abstützt. Um ein nicht gewolltes Abheben der Klinke 23 vom Hebel 21 zu vermeiden,
kann über die Klinke 23 noch die in Abb. 3 gestrichelt eingetragene Blattfederlasche
31 greifen, die an einem Stutzen der Platte i9 befestigt ist.
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Die beschriebene Vorrichtung wirkt wie folgt: Steigt der Druck in
der Druckleitung bzw. im Druckraum der Wasserversorgun-sanlage an, so erhöht sich
auch der Druck inl Raum 2, und die Membran 3 wird nach oben bewegt. An dieser Aufwärtsbewegung
der Membran 3 nehmen der Kolben i.I und die Kolbenstange 18 teil. Ist die Aufwärtsbewegung
genügend fortgeschritten, so drückt die Kolbenstange i8 gegen die Stellschraube
bzw. den Ansatz 32 und liebt die Klinke 23 vom Hebel 21 ab. Der Hebel 21 wird dadurch
freigegeben und nun durch seine Feder 28 gegen die z. B. aus Glas bestehende Haube
4. geschleudert. Die Haube 4 zerbricht und gibt den Austritt von Druckwasser aus
dem Raum 2 frei, das durch den Stutzen -27 abfließt. Sofort bei Freigabe des Wasseraustritts
werden die Druckspannungen ini Innern der Anlage beseitigt, so daß Unfälle nicht
mehr entstehen können.
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Soll die Vorrichtung wieder in Gang gesetzt werden, so wird eine neue
Haube .I auf die Öffnung 5 der Grundplatte i aufgesetzt, der Hebel ei zurückgeschwenkt
und von der darüber gelegten Klinke 23 erfaßt. Die Einrichtung steht dann für erneute
Benutzung zur Verfügung.
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Selbstverständlich können die Einzelheiten der Vorrichtung auch in
anderer ''eise ausgeführt werden, ohne daß dadurch die Tragweite der Erfindung beeinträchtigt
wird.