DE75688C - Verfahren, die Wandungen von Gummischläuchen durch Volumenvergröfserung gegen Durchlochungen selbstschliefsend zu machen - Google Patents
Verfahren, die Wandungen von Gummischläuchen durch Volumenvergröfserung gegen Durchlochungen selbstschliefsend zu machenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C73/00—Repairing of articles made from plastics or substances in a plastic state, e.g. of articles shaped or produced by using techniques covered by this subclass or subclass B29D
- B29C73/16—Auto-repairing or self-sealing arrangements or agents
- B29C73/163—Sealing compositions or agents, e.g. combined with propellant agents
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Description
Pa τent-Anspruch:
Ein Verfahren, die Wandungen von Gummischläuchen durch Volumenvergröfserung gegen
Durchlochungen selbstschliefsend zu machen, dadurch gekennzeichnet, dafs der Gummischlauch
(mit oder ohne Gewebehülle oder -Einlage) nach dem Vulkanisiren mit animalischem
oder vegetabilischem OeI behandelt wird.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREi.
Claims (1)
- KAISERLICHESPATENTAMT. \iPATENTSCHRIFTKLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1893 ab.Gegenstand der Erfindung ist das Verfahren, die Gummiröhren für Luft - Radreifen so zu behandeln, dafs Risse oder Verletzungen sich von selbst wieder schliefsen.Die Gummiröhren werden auf bekannte Weise vulkanisirt, worauf man sie animalisches oder vegetabilisches OeI absorbiren läfst. Durch die Oelabsorption wird das Volumen des Gummis gröfser und aufserdem erhält das Gummi eine derartige Beschaffenheit, dafs, wenn es auf irgend eine Weise verletzt wird, sich das entstandene Loch von selbst wieder schliefst, sobald der Gegenstand, der die Verletzung hervorrief, entfernt ist.Die Gummiröhre kann entweder nur auf der inneren oder auf der äufseren, oder auch auf beiden Seiten mit OeI behandelt werden. Ferner ist es gleichgültig, ob dies vor, während oder nach der Herstellung des Radreifens geschieht.Zur Benutzung erhalten diese Radreifen vortheilhaft eine Segeltucheinlage, wie sie auch in solcher Gröfse und Länge hergestellt werden, dafs sie beim Aufblasen keiner Ausdehnung unterworfen sind.Das Verfahren gemäfs vorliegender Erfindung kann selbstverständlich bei allen Arten von Luft-Radreifen angewendet werden, gleichgültig, ob sie aus besonderen Gummiröhren angefertigt sind, oder ob diese Luftröhre nur einen Theil des eigentlichen Radreifens bildet.Das OeI wird dem Gummi zugeführt, indem man es einfach in die Röhre hineinfüllt und genügend lange Zeit auf die Wandung einwirken läfst, worauf man es wieder abgiefst. Alte Gummirohre können genau so wie neue behandelt werden.Das OeI kann auch durch einen Pinsel auf das Gummi aufgetragen werden, und es ist von Vortheil, dafs nur eine Schicht des Gummis, vielleicht die Hälfte oder zwei Drittel seiner Wandstärke, von OeI durchzogen wird.Man hat zwar schon das Rohgummi mit OeI behandelt, um es während des Vulkanisirens weich zu erhalten; jedoch geschah dies naturgemäfs vor dem Vulkanisiren, nie aber nachher, um das Volumen zu vergröfsern, damit eine etwaige Verletzung sich von selbst wieder schliefse.
Publications (1)
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