DE756338A - - Google Patents

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DE756338A
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DIPLOM -INGENIEUR
L. MEURER
PATENTANWÄLTE
Fernsprechen 22 7231
KÖLN A RHEIN, den 1- vu*x 194 c Gereonstraße 13 (gegenüb. dem erzblsch Palais)
M/Y
Firma Alfred H. S ohü t t e , K B In- Deutz
Telegramm - Adresse: Meurerpatent
Postscheck-Konto: Köln 56078 i» _ , ..
Bankkonto: Deutsche Bank-u Disc- rruflehre fur Formseheιbenstahle
Gesellschaft, Filiale Kein 41224 ~zum Messes des Spanwinkels,"
Soh. 110 933 I2b/42b Seh. 165
Im Werkzeugbau ist es bekannt und üblich, bei scheiben- und walzenförmigen Schnittwerkzeugen umter dem Ausdruck "Hinterschleifwinkel der Zahn brüst" den Neigungswinkel einer hinter- oder untersohliffenen Zahnbrust mit einer von der Zahn kante aus radial zur Werkzeugachse verlaufenden Linie zu bezeichnen.
Weiterhin bezeichnet man unter Hinweis auf Fig. 6 der anliegenden Zeichnung bei einem Drehstahl, also auch z.-b. bei einem einzahnigen Formscheibenstahl c den finkel Jf, gebildet zwischen der die Schneidspitze c und die sich an diese anschliessende^i Schneidbrust oft durchsetzenden Linie und einer zweiten, durch die Mitte des gestrichelt dargestellten Werkstücks gelegten Linie I-I, welche mit der durch die kitte des Werkzeugs c gelegten Linie II—II para 11 el läuft, als **8panwinkel", während man den Abstaii zwischen den Linien I-I und II-II als "üeberhöhung*1 bezeichnet.
Zum kessen des Hinterschleif winkeis sind einstellbare Prüflehren mannigfacher Bauweise bekannt, auch solche zum Messen des Hinterschleif?/inkels an Fräsern, bei denen in einem, mit Anschlagraste versehenen Lehren körper ein Schieber geführt ist, dessen Stirnfläche mit der hinterschliffenen Fläche zum Anliegen gebracht wird»
Bei diesen bekannten Prüflehren ist der Schieber aber nicht als Lineal ausgeführt und wenn seine Stirn fläche gegen den Aussenumfang des zu messenden Zahns zur Anlege gebracht ist, kann er durch Umstecken seine Lage zum Lehrkörper lediglich soweit ändern, dass sich bestenfalls zwei kessmöglichkeiten ergeben. Die Anschlagraste hat ferner bei diesen trüflehren nicht den Zweckt den Schieber mit Bezug auf eine Maasseinteilung in bestimmter Entfernung von der Fräsermitte zu halten, sondern sie dient nur dazu, den Hinterschleifwinkel zu bestimmen»
Bei bekannten Prüflehren anderer Bauweise wird ein am Lehrenkörper vorgesehener Anschlag zwar mit der Schneidbrust zum Anliegen gebracht· Jedoch kann bei diesen Anordnungen nur eine einzige Winkelgrösse gemessen werden. Auch werden diese Lehren von einem, in die Bohrung des Fräsers einrsteckbaren Dorn getragen.
Schliesslich sind auch Lehren zum kessen des Hinterschleifwinkels von J?räsern bekannt, bei denen auf der. eine Gradeinteilung besitzenden«-Füh,rung eines mit Nonius versehenen Linealschiebers/der Sinuswert des Brustwinkels abgelesen werden kann, aus welchem sodann mittels des Fräserradius der finkelwert errechnet werden muss. Aber dazu bedarf es verbilltnismassig umständlicher Handhabungen. Ferner weiten diese JMiflehren eine höchst unsichere iinsehlagraste auf und es bedarf bei ihnen eines Yisierens unter Benutzung des Lichtspaltverfahrens. Zum unmittelba ren Ablesen des Spanwinkels gegen die Ueberhöhung sind alle diese bekannten Prüflehren nicht vorge schlagen worden und auch ihrer Bauweise nach unge eignet.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eben falls eine irüfiehre zum kessen der Schneidbrust neigung bei Formscheibenstählen (Einzahn-Werkzeugen), deren Körper einen Anschlag zum Werkzeug und einen mit Gradeinteilung versehenen Linealschieber aufweist, welcher zur Anlage gegen die Zahnbrust gebracht wird. Seine Eigenart den vorbekannten Prüflehren gegenüber besteht aber darin, dass auf der
pe ein Mnweisangs-larkfinstriahj LehrkörperöDerf läche^i
die jedem Ferkzeugdurchm.esser eigene
Ueberhöhung und auf der Schieberoberfläche eine entsprechende Skalenmehrheit für je ein, von Null bis
beispielsweise 45° schwankendes Winfcelbereich angeordnet sind, sodass bei blosser Schieberverstellung zum Anschlag in Zuoammenwirkung mit den zugehörigen Markenstrichen des Lehrenkörpers unmittelbar an letzterem die gegen die Ueberhöhung zu messende Spanv/inkelgrösse/ abgelesen werden kann.
Trotz ihres einfachen Aufbaues, bestehend aus dem Lehrenkörper und dem in ihm geführten, mit den Masseinteilungen versehenen Schieberlineal, gestattet die erfindungsgemässe Prüflehre, für die verschiedenen Werte des Durchmessers des Formscheibenstahls und der Ueberhöhung die Messung und sofortige^ genaueste Ablesung des Spanwinkels innerhalb eines grossen Messbereichs, z.B. von 0 bis 35 Grad oder darüber hinaus«
•Die Zeichnung zeigt die erfindungsgemässe Prüflehre in einem Ausführungsbeispiel und zwar stellt dar:
Fig. 1 eine Vorderansicht bei kleinem Spanwinkel, Fig. 2 dieselbe Ansicht bei grossem Spanwinkel, Fig. 3 eine Oberansicht mit glatteis, Lehrdorn,
Fig. 4 die Anschlagraste mit abgesetztem Lehrdorn und
Fig* 5 eine Variante mit auswechselbarer Anschlag raste-.
An den Lehrenkörper ( siehe Seite 5, zweiter Absetz bis Schluss der ausgelegten Beschreibung, )
ir Fii Spanwinkel ^ je na oh dem zu bearbeii©attönMaterial
zwischen O Grad_und-SS-§faa wechselt» Die Ueberhöhung
An dem Lehrenkorper a ( Fig. 1-3) sitzt eine feste Ansohlagraste b, die zur Anlage für den im Formsoheibenstahl ο steckenden Lehrdorn d dient« Der Lehrenkorper a trägt ferner eine Führung e für den linealförmigen Schieber f, dessen im vorliegenden Falle rechtes Stirnende g mit der Schneidbrust des zu messenden Formscheibenstahls ο zum Anliegen gebracht werden kann. Fig. 1 zeigt die Schieberstellung beispiels-
' t
weise für 0=10 Grad und eine Ueberhöhung h = 4mm, Fig·2 die Schieberstellung, wenn der Spanwinkel ß«35 Grad ist, ohne dass die Ueberhöhung h sich geändert hat.
Auf dem Schieber fasind nun beispielsweise sechs Gruppen von Ma^seinteilungen aufgenommen, und zwajr;
für Stahldurchmesser von 70 mm bei h = 4 mm,
für " von 70 Bim bei h = 5 mm,
für 5 von 75 mm bei h = 4 mm,
für " von 75 mm bei h = 5 mm,
für - von 80 mm bei h = 5 mm,
für 5 von 82 mm bei h = 5 mm.
Wie sämtliche sechs Gruppen enthält der Schieber die zugehörigen Tabellen für den Spanwinkelßr9 in dan Bereiok von O Grad bis 35 Grad. Jede dieser Gruppen hat ihren auf dem Lehrenkörpeaa angebrachten eigenen Nullpunkt, dessen Marken an der zugehörigen Winkeltabelle sich entlang bewegen. Die sechs Marken tragen die der obenstehenden Tabelle entsprechenden Bezeichnungen 70 0 h = 4, 70 0 h = 5 u^s^w.· Diese Marken oder Nullpunkte wiederum sind bezögen auf die durch die Ansohlagraste b festgelegte Mittel i des Lehrdorns d, also der zu messenden Fonnscheiben stähle o. Das Feststellen des Schiebers f in der jeweils gewünschten Stellung erfolgt beispielsweise durch eine Klemmschraube k.
Das Stirnende g des Schiebers kann ferner erfindungsgemäss mit einem weiteren kleineren Schieber l/{ Figty* 1 und 2 ) versehen sein, der seitlich ( in Fig· 2 nach unten ) aus dem Schieber f herausbewegt und durch eine Klemmschraube m ( Fig»»· 3 ) festgestellt werden kann» Dieser kleinere Schieber AJ bildet in herausgezogenem Zustande eine geradlinige Verlängerung des Stirnendes g von jeweils gewünschtem Ausma^ss^ um nötigenfalls eine genügend lange Anlage zwischen Sohieber und Sehneidbrust
zu ermöglichen, falls der Spanwinkel eine entsprechende Grosse besitzt. Bei kleinerem Spanwinkel dagegen und demnach kleinerer Länge der Schneidbrust kann der kleinere Schieber XJ in den Schieber i zurückgeschoben werden, ohne beim Messen hinderlich zuj sein.
In Figar lffB ist ein glatter Dorn d angenommen, wie er beispielsweise durch den Auf spanndorn einer Drehbank gebildet wird* "Will man aber die Pruflehre frei in der Hand zum Messen eines nicht aufgespanntem Formscheibenstähles benutzen, so kann gemäss Fig. 4 ein abgesetzter Lehrdorn η Anwendung finden, dessen kleinerer Durchmesser dem des glatten Lehrdorns 3 in Fig· 1^3 entspricht, während der grössere Durclmesser in die Bohrung des Formscheibenstahles hineinpasst» Die Mitte i, auf die sich sämtliche Ma^sseinteilungen beziehen, bleibt hierbei erhalten.
Ferner besteht die Möglichkeit, an Stelle der festen Anschlagraste b eine auswechselbare Amschlagraste ο ( Fig. 5) zu verwenden, die einer grösseren oder kleineren Stahlbohrung entspricht, ohne dass sich die Lajge der Mitte i ändert.
Die neue Prüflehre kann in jeder beliebigen Grosse und Ausführung hergestellt werden. Insbesondere können die auf der Prüflehre angebrachten Masseinteilungen von den beschriebenen abweichen. \ Die Prüflehre misst den 3panwinkel7 bezogen auf Ueberhöhung und Schneidbrust, wobei die Ueberhöhung auch kleiner aöe'r grosser als bei den beschriebenen Ausführungsfonnen gegebenenfalls sogar gleich Null sein kann.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    -T 1 ) Prüflehre fur yp^^n-i1n"flhTt~Wnrl zeuge) zum Messen fles Spaiwinkels, bei der an^erinem mit Anschlagraste versehenen Lehrenkörpep^ein Schieber geführt ist, dessen Stirnfläche,»^ dem zu messenden Zahn zum Anliegen gebrapifx wird, dadurch gekennzeichnet, dass der lamealfönnige Schieber
    (f) an dem Lehrenkorper derart angeordnet und geführt ist, dass^-tfei der Anlage seiner Stirnfläche
    (g) an dep^Schneidbrust ies FormscheibenStahles die/Seigung der Schneidbrust gegen die Ueberhöhung dem Soüinhnr (f) nhin iiui 1 .tTT
  2. 2.) Prüflehre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stirnende (g) des Schiebers (f) seitlich durch einen zusätzlichen Schieber {4r) verlänger· bar ist, um auch bei grossen Spanwinkeln ein Anliegen über den ganzen Verlauf der Schneidbrust zu ermöglichen.
    Eür; Alfre
    tentanwalt
    Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren
    folgende Druckschriften*) ' in Betracht gezogen worden.
    OU
    /^^rPt/^a / Q V^
    ι Nichtzutreffendes ist zu streichen
    C. MEURER
    DIPLOM- INQENIEUR
    L. MEURER
    PATENTANWÄLTE
    Fernsprecher 22 7231
    Telegramm - Adresse : Meurerpatent Postscheck-Konto: Köln 56078
    Bankkonto: Deutsche Bank- u. Dlsc-Gesellschaft, Filiale Köln 41224
    KÖLN A. RHEIN, den. M \ Juli 194.2
    Gereonstraße 13 (gegenbb. dem erzblsch. Palais)
    M/S.
    Neuer Hauptanspruch
    Sch.110 933 IXb/42b
    Schütte, Sch.165
    1.) Zum Messen der Schneidbrustneigung üei Formscheibenstählen bestimmte Prüf lehre , deren Körper einsn Anschlag zum Werkzeug und einen mit Gradeinteilung Tersehenen Line al se hieber aufweist, welcher zur Anlage gegen die Zahnbrüst gebracht wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass auf der Lehrkörperoberfläche Ca) «reiwere ^ je ein Hinweisungs-Markenstrich,
    die jedem.ferk~ zeugdurchmesser eigene Überhöhung und auf der Schieberoberfläche (f) eine entsprechende Skalenmehrheit für je eina% von Null bis ζβΒ· 45° schwankenden Winkelbereich angeordnet sind, sodass bei blosser Schieberverstellung zum Anschlag (b) in Zusammenwirkung mit den zugehörigen Markenstrichen des Lehrenkörpers unmittelbar an letzterem die gegen die überhSM^ung zu messende Spanwinkelgrösse abgelesen werden kann·
    Für: AIfr# H.
    Patentanwalt

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