DE755223C - Hochspannungsschaltanlage - Google Patents

Hochspannungsschaltanlage

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Publication number
DE755223C
DE755223C DES121134D DES0121134D DE755223C DE 755223 C DE755223 C DE 755223C DE S121134 D DES121134 D DE S121134D DE S0121134 D DES0121134 D DE S0121134D DE 755223 C DE755223 C DE 755223C
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DE
Germany
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voltage switchgear
switchgear according
insulating
liquid
another
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Expired
Application number
DES121134D
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Dr-Ing Kesselring
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
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Priority to DES121134D priority Critical patent/DE755223C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE755223C publication Critical patent/DE755223C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02BBOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02B1/00Frameworks, boards, panels, desks, casings; Details of substations or switching arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Gas-Insulated Switchgears (AREA)

Description

  • Hochspannungsschaltanlage Die Erfindung bezieht sich auf eine Hochspannungsschaltanlage, deren spannungsführende Teile (Sammelschienen, Geräteteile, Verbindungs- und Zuleitungen, Abzweigstellen) in einem geschlossenen System von einzelnen Gefäßen untergebracht sind, das mit einem unter Überdruck stehenden Isoliermittel gefüllt ist. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht im wesentlichen darin, die Überschlagsfestigkeit zwischen den spannungsführenden Teilen zu erhöhen bzw. die Isolierabstände aller Anlageteile, also der Sammelschienen, Geräteteile,- Verbindungs-und Zuleitungen, Abzweigstellen usw., zu verringern und somit die Abmessungen der Hochspannungsschaltanlage zu verkleinern.
  • Bekannte Hochspannungsschaltanlagen, bei denen die spannungsführenden Anlageteile durch Isolatoren abgestützt, im übrigen aber frei im Raum verlegt sind, stellen zwar eine verhältnismäßig einfache Bauweise dar, sind aber mit verschiedenen Nachteilen behaftet. So ist der Platzbedarf derartiger Schaltanlagen wegen des notwendigen großen Isolierabstandes der einzelnen Teile untereinander und gegen Erde sehr groß. Der Schutz gegen unbeabsichtigtes oder unbefugtes Berühren spannungsführender Teile ist nur unvollkommen. Die spannungsführenden Teile sind ferner der Verschmutzung ausgesetzt.
  • Man hat deshalb insbesondere in industriellen Anlagen die spannungsführenden Teile von Schaltanlagen gekapselt, und zwar entweder in Luft oder bei gleichzeitiger Einbettung in Vergußmasse oder auch in Öl. Bei derartigen gekapselten Anlagen sind zwar die oben beschriebenen Nachteile vermieden. Ihre Anwendung ist jedoch infolge hoher Herstellungs- und Montagekosten auf den Bereich verhältnismäßig geringer Betriebsspannungen beschränkt. Für sehr hohe Betriebsspannungen von z. B. 6o und ioo kV würden derartige gekapselte Anlagen wegen der erforderlichen großen Isolierabstände so unförmig und kostspielig werden, daß ihre praktische Verwendung nicht in Frage kommt.
  • Es ist ferner bei Verteilungsanlagen bekannt, Verbindungsleitungen (Kabelstränge), und zwar insbesondere ihre Knotenpunkte, mit ruhender Isolierflüssigkeit zu umgeben. Abgesehen davon, daß es sich hierbei nur um einzelne mit ruhender Isolierflüssigkeit umgebene und nicht sämtliche Teile einer Anlage handelt, stellt die Flüssigkeit bei dieser Isolierungsart lediglich einen Ersatz für Gase dar.
  • Die Maßnahme, mehrere spannungsführende Teile einer Hochspannungsschaltanlage in einem geschlossenen, mit unter Überdruck stehender Isolierflüssigkeit gefülltem Gefäßsystem unterzubringen, ist zwar an sich nicht neu. Hierbei handelt es sich jedoch ebenfalls um ruhende Isolierflüssigkeit, deren Isolierfähigkeit sich mindestens an einigen Stellen der Anlage schon nach kurzer Betriebsdauer erheblich verschlechtern kann.
  • Es ist weiterhin bei elektrischen Ölkabeln bekannt, eine gewisse Ölbewegung herbeizuführen. Hierdurch wird erstrebt, die Ausbildung von Hohlräumen sowie Blasen zu verhindern und dadurch Entladungen zu vermeiden, die zu weiteren örtlichen Überhitzungen führen und damit die Zerstörung des umgebenden Isoliermaterials einleiten können. Bei derartigen Ölkabeln soll somit lediglich verhindert werden, daß die durch das Vorhandensein von Öl gewährleistete Isolierung verschlechtert wird. Zwischen dem Anfang und Ende des Ölkabels soll. dabei nur so viel Druckunterschied vorhanden. sein, daß das Öl von einem Kabelende zu dem anderen über die Leiter oder die Hohlräume der Kabelisolation gelangen kann. Hierzu wird an einem Ende des Kabels ein geringer Überdruck, an dem anderen Ende ein Unterdruck, und zwar durch Evakuierung eines der Behälter erzeugt, so daß an irgendeiner Stelle des Kabels eine Umkehrung von geringem Überdruck zu geringem Unterdruck eintritt. Jede Unterdruckerzeugung, d. h. jedes Saugen in Öl, begünstigt bzw. vergrößert aber die Bildung von Luftbläschen bzw. die Gasabgabe aus dem Öl. Diese Erscheinungen sollen bei dem bekannten Ölkabel zur Reinigung des Öls von Gas benutzt werden. Es wird daher an gewissen Stellen des Kabels nicht einmal das zugrunde liegende Ziel, die Isolation des Öls im Betrieb aufrechtzuerhalten, erreicht, da unter der Wirkung des Unterdrucks im Kabel Gas abgeschieden wird.
  • Noch ungünstiger liegen aber die Verhältnisse bei dem bekannten Ölkabel im Hinblick auf die Isolation, wenn man besondere Pumpen fortfallen läßt und somit die Ölbewegung nur durch Unterdruckbildung herbeiführt, da dann die Isolation verschlechtert wird. Eine zusätzliche Erhöhung der Isolationsfestigkeit der Ölfüllung wird bei dem bekannten Kabel somit weder erstrebt noch herbeigeführt.
  • Demgegenüber wird bei dem Erfindungsgegenstand durch die Wahl eines ausreichenden auf das flüssige Isoliermittel einwirkenden Überdrucks in der für solche Anlagen bekannten Weise von vornherein eine Isolierfestigkeit erreicht, die die Isolierfestigkeit der bekannten Kabel bei weitem übersteigt. Bei dem Erfindungsgegenstand werden somit die Verhältnisse im voraus so festgelegt, daß in der Hochspannungsschaltanlage kein Unterdruck trotz der erzeugten, beliebig hohen Druckunterschiede auftritt.
  • Die Erfindung geht gegenüber dem bekannten Kabel aber noch einen Schritt «-eiter, indem sie eine Kreislaufströmung des unter ausreichendem Druck stehenden Isoliermittels vorsieht. Wollte man bei dein bekannten Kabel eine Kreislaufströmung des Öls hervorrufen und dementsprechend nicht nur ein Kabel, sondern eine ganze Hochspannungsschaltanlage bauen, so würden sich derart große zu fördernde Ölmengen ergeben, daß der Bau einer solchen Hochspannungsschaltanlage schon allein aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich wäre.
  • Gegenüber den bekannten Anordnungen wird bei der Anwendung des unter statischem Druck stehenden Isoliermittels dasselbe erfindungsgemäß in eine dauernde, durch willkürlich erzeugte Druckunterschiede hervorgerufene Kreislaufströmung versetzt. Hierdurch läßt sich die gewünschte Verbesserung der Isolation und somit die Verkleinerung der Abmessungen der Hochspannungsschaltanlage herbeiführen, wobei die entsprechend gewählte Strömung nicht nur eine allmähliche Erneuerung des Öls ermöglicht, sondern zugleich, wie es insbesondere bei Anwendung von Stromrichtern der Fall ist, periodisch arbeitende Kontakte zu bespülen gestattet. Dadurch, daß für die umlaufende Bewegung ein unter Druck stehendes Isoliermittel verwendet wird, ergibt sich infolge der Verkleinerung des umzuwälzenden Isol.iermittelvolumens erst ein wirtschaftlich tragbarer Aufwand für die zur Erzeugung des Isoliermittelumlaufs erforderliche Einrichtung.
  • Die Abmessungen einer derartigen Anlage können daher z. B. so klein gewählt werden, daß es möglich ist, sie unterirdisch oder in umbauten Räumen anzuordnen. Bei der Anwendung der erfindungsgemäßen Maßnahmen ist eine wirtschaftliche Herstellung von gekapselten Schaltanlagen für 6o bzw. ioo kV und mehr ohne weiteres möglich. Für kleinere Spannungen bedeutet die erzielte Herabsetzung der äußeren Abmessungen eine wesentliche Verbilligung. Aber äuch für Freiluftaufstellung sind derartige Anlagen gut geeignet, weil sie staub- und feuchtigkeitssicher sind.
  • Die Beeinträchtigung der Isolierfähigkeit durch etwa vorkommende Verschmutzungen ist bei einer dauernd unter statischem Überdruck stehenden, im Kreislauf befindlichen Flüssigkeit verschwindend klein gegenüber einer unter Atmosphärendruck stehenden Flüssigkeit. Vor bekannten Anlagen, bei denen die spannungsführenden Teile von Druckluft umgeben sind, besitzt die Anwendung einer dauernd unter statischem Überdruck stehenden Flüssigkeit als Isoliermittel den Vorteil, daß keine Vorentladungen stattfinden, die Anlage daher koronasicher ist. Aus dem gleichen Grunde ist auch der Entladeverzug größer trotz kleinerer Isolierabstände.
  • Mit besonderem Vorteil werden als Isolierflüssigkeit nicht brennbare Stoffe verwendet. Besonders geeignet sind chlorierte Kohlenwasserstoffe. Erfindungsgemäß wird die Flüssigkeit beispielsweise mittels einer Pumpe od. dgl. in dauernde Strömung versetzt, deren Geschwindigkeit gering sein kann. Es wird damit durch den ständigen Ersatz der Isolierflüssigkeit an allen Stellen die allmähliche Ausbildung schwacher Stellen verhindert. Um den Isolierzustand der Flüssigkeit dauernd auf gleicher Höhe zu halten, ist nach der weiteren Erfindung im Strömungsweg der Isolierflüssigkeit eine Reinigungsvorrichtung eingebaut. Zur dauernden Überwachung kann außerdem eine die Durchschlagsfestigkeit der Isolierflüssigkeit dauernd oder in Zeitabständen periodisch prüfende Vorrichtung, z. B. eine Funkenstrecke, im Strömungsweg angebracht sein. Diese spricht an, wenn sich der Isolierzustand zu stark verschlechtert hat, und kann z. B. eine Anzeigevorrichtung oder eine Abschalteinrichtung auslösen, welche die Anlage spannungslos macht.
  • Es empfiehlt sich, die Behälter und Rohre, in denen sich die Isolierflüssigkeit befindet, zu miteinander kommunizierenden Gruppen zusammenz.ufassen: und die einzelnen Gruppen durch flüssigkeitsdichte Zwischenwände (Schotten) gegeneinander abzuteilen. Das hat den Vorteil, daß bei etwa notwendigen Reparaturen an einzelnen Teilen der Anlage nicht die gesamte Isolierflüssigkeit vom Druck entlastet und gegebenenfalls abgelassen zu werden braucht. Um während des normalen Betriebes einen möglichst vollständigen Druckausgleich zu erzielen, können entweder die Zwischenwände selbst beweglich angeordnet oder mit verschließbaren Durchflußorganen versehen sein. Es genügt dann auch eine einzige Umlaufpumpe zum Hervorrufen der Strömung in mehreren Abteilungen der Anlage. Der zur Erzeugung des dauernden statischen Überdruckes und gegebenenfalls als Ausdehnungsgefäß dienende Hochbehälter kann erfindungsgemäß gleichzeitig als Gasabscheider ausgebildet sein, z. B. indem er so groß bemessen wird, daß die Flüssigkeit in ihm nahezu zur Ruhe kommt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hochspannungsschaltanlage, deren spannungsführende Teile (Sammelschienen, Geräteteile und Verbindungsleitungen) in einem geschlossenen System von einzelnen Gefäßen untergebracht sind, das mit einem unter Überdruck stehenden Isoliermittel gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Isoliermittel in einer dauernden, durch willkürlich erzeugte Druckunterschiede hervorgerufenen Kreislaufströmung befindet. a. Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Strömungsweg der Isolierflüssigkeit eine Reinigungsvorrichtung eingebaut ist. 3. Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß im Strömungsweg der Isolierflüssigkeit eine ihre Durchschlagsfestigkeit laufend selbsttätig prüfende Überwachungseinrichtung angebracht ist. 4.. Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter und Rohre, in denen sich die Isolierflüssigkeit befindet, gruppenweise miteinander kommunizieren und d@aß die einzelnen Gruppen durch flüssigkeitsdichte Zwischenwände (Schotten) gegeneinander abgeteilt sind. 5. Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch .4, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Gruppen miteinander durch verschließbare Durchflußorgane verbunden sind. 6. Hochspannungsschaltanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Erzeugung des dauernden statischen Überdrucks als Ausdehnungsgefäß dienende Hochbehälter zugleich als Gasabscheider ausgebildet ist. ZurAbgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 308 969, -138 3-11, 481 937, 543 2 2 6, 56o 971, 583 977 schweizerische Patentschrift \r.97 154; britische Patentschrift Nr. 427 877.
DES121134D 1936-01-12 1936-01-12 Hochspannungsschaltanlage Expired DE755223C (de)

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