-
Kastenbank Die Erfindung behandelt eine Kastenbank, bei der das zum
Gebrauch als Sitzmöbel einseitig geöffnete Verwandlungsmöbel durch eine an die offene
Gestellseite heranklappbare Gestellfläche in einen geschlossenen Kasten verwandelbar
ist.
-
Die Kastenbank soll sowohl als eine im Freien stehende Sitzbank mit
oder ohne Schutzdach als auch als ein Kasten zur Aufbewahrung von Gartengerät, Werkzeug
u. dgl. dienen. Bei bekannten Kastenbänken ohne Schutzlach bildet der aufklappbare
Deckel den Banksitz. Da die Höhe und Breite dieser Kästen den Abmessungen einer
Sitzbank entsprechen müssen, kann größeres Garten- oder Strandgerät überhaupt nicht
oder nur auf dem Boden liegend untergebracht werden. Der Banksitz hat bei geschlossenem.
Kasten eine waagerechte Lage, so daß das Regen-oder Schneewasser nicht schnell genug
ablaufen kann.
Die demselben Zweck dienenden bekannten Kastenbänke
und Strandkörbe mit Schutzdach erfordern zu ihrer Herstellung einen großen Stoffaufwand,
da die Höhe ihrer Vorderwände in: beiden Gebrauchsstellungen der Kastenbänke mindestens
der Größe einer Person entspricht. Außerdem ist die Verwandlung der Bänke von einer
Gebrauchsstellung in die andere umständlich und zeitraubend. Die hohe Vorderwand
muß durch mehrere Türen oder Klappen bzw. lose Wände verschlossen werden. Die beiden
Räume unter und über dem Sitz können nicht ohne weiteres zu einem größeren Raum
zur Aufnahme größerer Geräte vereinigt werden. Bei den Strandkörben, deren Vorderwand
klappbar ist und als Beinstütze dient, kann der Raum unter dem Sitz nicht als Aufbewahrungsraum
benutzt werden. Weiter . sind diese Kastenbänke oder Strandkörbe auch im geschlossenen
Zustande wegen ihrer großen Bauhöhe wenig standsicher und schwer zu bewegen.
-
Schließlich ist auch eine Kastenbank mit einem Dach. und Wetterschutz
für den Gebrauch im Freien bekannt, bei der der Kasten ebenfalls zum Unterbringen
von Garten-,verkzeugen dient. Hier kann durch Fortnahme einzelner Bretter ein hoher
und weiter Raum bis unter die Sitzplatte gewonnen werden. Dieser Kasten ist aber
nicht vollständig geschlossen, und die Handhabung bei der Umwandlung für die verschiedenen
Gebrauchszwecke ist umständlich.
-
Die Erfindung will mit den einfachsten Mitteln und ohne zusätzliche
Teile in weitestgehendem Maße den Innenraum bei -leichter Zugänglichkeit nutzbar
machen.
-
Die Erfindung besteht darin, daß die das Möbel umwandelnde klappbare
Gestellfläche von der Sitzplatte und dem oberen Verlängerungsteil der Gestellrückwand
oder von diesem Verlängerungsteil allein gebildet ist.
-
Ein weiteres Merkmal besteht darin, daß beim Gebrauch des Möbels als
Kasten dessen Vorderwand von Sitzhöhe aus bis zur Kastenrückwand von der um eine
Achse entlang der Sitzvorderkante hochgeklappten, mittels Riegel od. dgl. in senkrechter
oder schräger Lage festgestellten Sitzplatte und anschließend von dem heruntergeklappten,
gleichzeitig als schräges Kastendach dienenden Rückwandverlängerüngsteil gebildet
ist, dessen über sein Gelenkband nach hinten reichendes Ende mit einem Gegengewicht
versehen sein kann.
-
Schließlich sind als Wetterschutz und Dachfeststellmittel zwischen
jeder Gestellseitenwand und dem Dach zwei dreieckförmige Platten eingeschaltet,
die unter sich und mit der Seitenwand bzw. dem Dach gelenkig verbunden sind. Beim
Erfindungsgegenstand werden keine zusätzlichen Mittel zur Erreichung des beabsichtigten
Zweckes benötigt. Der Innenraum des Kastens steht fast vollständig für die Aufbewahrung
von Gartengeräten zur Verfügung.
-
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen Abb. z und -2 die Seiten- bzw. Vorderansicht einer
Kastenbank in der Gebrauchsstellung als Sitzbank mit als Rückenschutz verwendetem
Klappdeckel, Abb. 3 die Seitenansicht derselben Bank in der Gebrauchsstellung als
Kasten, Abb. 4 und 5 Seitenansichten dieser Kastenbank mit anderer Anordnung des
Klappdeckels, Abb. 6 die Seitenansicht einer Kastenbank in der Gebrauchsstellung
als Sitzbank mit als Schutzdach verwendetem Klappdeckel, Abb. 7 die Seitenansicht
dieser Bank in der Gebrauchsstellung als Kasten, Abb. 8 die Seitenansicht einer
Kastenbank mit verstellbarer Rückwand.
-
Wie aus den Abb. z und 2 hervorgeht, besteht die Kastenbank aus der
Sitzplatte a, der Vorderteilwand b, der Rückwand c, dem Boden d, der Rückenleiste
e und den beiden Gestellseitenwänden f. Der Klappdeckel g ist mittels der Gelenkbänder
1c. mit der Rückwand c verbunden, er wird mittels Vorreiber i in senkrechter Lage
gehalten und dient so als Schutzwand. Die Sitzplatte a kann um die Zapfen oder Bolzen
k um 27o° herumgeklappt werden.
-
Die Abb.3 zeigt die zusammengeklappte Bank als Behälter zur Aufnahme
des Garten-oder Strandgeräts. Die Sitzplatte a ist hochgeklappt und wird durch die
beiden Schubriegel l mit den Seitenwänden verbunden. An Stelle dieser Schubriegel
können auch zwei Stangen verwendet werden, die durch die Betätigung eines Drehschiebers
in die Seitenwände geschoben. werden. Der Klappdeckel g schließt die Kastenbank
nach oben ab und wird in bekannter ZTeise mittels Überwurf und Krampe na mit der
Sitzplatte a verschließbar verbunden. Der Klappdeckel g und die Sitzplatte a haben
eine schräge, durch die abgeschrägten Seitenwände bestimmte Lage, so daß das Wasser
ablaufen kann. Wichtig ist außerdem, daß der Klappdeckel g die Rück-und Seitenwände
überragt, damit das Wasser an keiner Stelle in den Innenraum der Kastenbank eindringen
kann. Zur Erhöhung der Standfestigkeit und zum Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit sind
die beiden Bodenleisten n angebracht. Wie die Abb. 3 erkennen läßt, ist der Innenraum
des Kastens wesentlich vergrößert.
0 Bei der Bank nach der Abb.
q. steht die Sitzplatte senkrecht. Außerdem ist die Schräglage des Klappdeckels
g abweichend von dem nach der Abb. 3 derartig, daß das von ihm abfließende Wasser
dem Platz hinter der Bank zugeführt wird. Außerdem wird bei dieser Anordnung die
Rückwand niedriger und dadurch an Holz gespart.
-
Wie die Abb. 5 zeigt, kann die Kastenbank auch vom Klappdeckel g allein
abgedeckt werden.
-
Bei den Ausführungsformen nach den Abb. 6 bis 8 bildet der Klappdeckel
g das Dach der Bank. Ihre Bauart entspricht im übrigen der. nach den Abb. z bis
5. Die Abb. 6 zeigt die Kastenbank mit Schutzdach in der Gebrauchsstellung als Sitzbank.
Nach der Abb. 7 ist die Sitzplatte a bei dem geschlossenen Gestell senkrecht gestellt,
um einen möglichst großen Innenraum zu erzielen. Wie die Abb.6 zeigt, ist zwischen
dem Klappdeckel bzw. dem Schutzdach g und den beiden Seitenwänden f in bekannter
Weise eine aus Gewebestoff, Gummi od. dgl. hergestellte Gardine o gespannt, die
sich beim Herabklappen des Daches seitlich in das Innere der Kastenbank legt. Die
Kastenbank ist in ebenfalls bekannter Weise mittels Steinschraube p mit dem Betonboden
q verbunden, so daß sie beliebig zur Sonnen- oder Windrichtung eingestellt werden
kann. Das Dach g wird durch die Stütze x in seiner Lage gehalten. Es. ist auch möglich,
das über die Rückwand c hinausragende Ende des Klappdeckels g mit einem Gegengewicht
y zu versehen, so daß das Dach ohne weiteres seine Schräglage behält.
-
Nach der Abb.7 ist die Kastenbank mit einer runden oder quadratischen
Sockelplatte r mittels einer Schraube s ebenfalls drehbar verbunden. Die Bank kann
an beliebiger Stelle aufgestellt werden. Die Platter und auch der Klappdeckel g
werden zweckmäßig aus Asbestbeton oder einem anderen gegen Witterungseinflüsse unempfindlichen
Kunststoff hergestellt.
-
Wie die Abb. 8 zeigt, können an Stelle der Gardine o auch je zwei
feste Platten t verwendet werden, die untereinander und mit den Seitenwänden f bzw.
dem Klappdeckel g durch Klaviergelenkbänder od. dgl. verbunden sind. Diese Anordnung
hat den Vorteil, daß das Dach in der gezeichneten Stellung ohne weiteres stehentleibt
und nur durch Ausübung einer Seitenkraft gegen die Platten t geschlossen werden
kann. Falls auf den unter dem Sitz angebrachten Kastenraum verzichtet werden soll,
kann der Boden d unmittelbar unter dem Sitz angebracht werden oder ganz fortfallen.
Die Kastenbank mit als Dach verwendetem Klappdeckel wird dabei zweckmäßig nach der
Abb-. 5 ausgebildet, um Holz zu sparen..
-
Nach der Abb. 8 besteht die Rückwand in bekannter Weise aus einem
festen und einem beweglichen Teil, so daß letzterer beliebig schräg eingestellt
werden kann. Beide Teile sind durch Gelenkbänder h1 miteinander verbunden. Der obere,
bewegliche. Teil kann mittels Schubriegels 1, und: Rasten v festgestellt
werden. Der Klappdeckel g ist durch die Welle w mit den beiden Seitenwänden
f schwenkbar verbunden. Diese Teile nehmen demnach an der Bewegung der Rückwand
nicht teil. Der Klappdeckel g ist über die Welle w hinaus so weit zur Rückwand hin
verlängert, daß diese in ihrer äußersten Stellung ganz überdacht ist. Dieser überstehende
Teil z des Schutzdaches g kann auch aus Gewebestoff, Gummi od. dgl. hergestellt
werden, so daß er sich beim. Zusammenklappen der Bank in das Bankinnere legt. Zweckmäßiger
ist es jedock, diesen überstehenden Teil z des Daches fest mit den Seitenwänden
f zu verbinden. Bei der zusammengeklappten, Bank behält in diesem Falle der Rückwandteil
c1 die schräge Lage zweckmäßig bei, wodurch der Innenraum der Bank noch wesentlich
vergrößert wird.
-
Naturgemäß ist es auch möglich, den Klappdeckel g auch bei Strandkörben
anzuwenden, um das Strandgerät aufzubewahren und die Inneneinrichtung des Strandkorbes
gegen Witterungseinflüsse zu schützen. Außerdem ist der zusammengeklappte Korb leichter
zu tragen, da er dem Wind eine kleinere Angriffsfläche bietet.