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Filmdruckmaschine Das Filmdrucken auf festen Tischen hat den Nachteil
des übermäßig großen Platzbedarfs. Wenn dabei auf Leistung Wert gelegt wird, müssen
die Tische minstens 40, besser aber 6o und. noch mehr Meter lang sein. Die Räume
müssen, da zwischen den Tischen und der Wand hinreichend Platz gebraucht wird, noch
5 bis zo Meter länger sein. Ein weiterer Nachteil ist, daß die Drucker ständig hin
und her laufen müssen, was sehr ermüdet. Die Leistung der- Handfilmdrucker bleibt
verhältnismäßig gering.
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Daher ist man zum Bau von Filmdruckmaschinen übergegangen. Bei diesen
müssen Einrichtungen für eine ausreichende Zwischentrocknung vorgesehen werden,
damit man nicht gezwungen ist, naß an naß und naß auf naß zu drucken. Beim Naß-an-naß-Drucken
etwas schwer saugender Gewebe ist eine Gassenbildung kaum zu vermeiden; das Naßauf-naß-Drucken
dagegen 'schadet in vielen Fällen den Konturen. Unmöglich ist es jedenfalls, beim
Naß-auf-naß-Druclt sogenannte Überdrucke einwandfrei herzustellen. Die Vornahme
einer 'Zwischentrocknung beim Stoffbedrucken ist an sich von Walzendruckmaschinen
hei- bekannt. Sie wurde dort durch die. Anwendung von zwischen den einzelnen Druckstellen
gegen die bedruckte Bahn arbeitenden Heißluftdüsen bewirkt. Das Verfahren gestattet
jedoch keine ausreichende Regelung der Druckzeiten. Erfindungsgemäß ist demgegenüber
bei Unterteilung des Drucktisches, wie an sich für andere Zwecke bekannt, in eine
Reihe von hintereinanderstehenden Einzeltischen das endlose, über die Tische fortschaltbare
Förderband zwischen diesen in Schleifen mit einem Durchhang geführt, dessen Länge
sich nach der erforderlichen Zwischentrockenzeit richtet. Erforderlichenfalls können
die zwischen den Drucktischen durchhängenden Schleifen durch einen gemeinsamen oder
in Zellen unterteilten Trockenraum geführt werden.
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Die Filmdruckmaschine nach der Erfindung ermöglicht demgegenüber ohne
Zeitverlust eine beliebig lange Zlvischentrocknung zwischen jedem Aufdruck, so daß
mit ihr jedes Gewebe mit jeder Farbe einwandfrei und rasch gedruckt werden kann.
Sowohl das
Na1.l-an-naß- als auch das Naß-auf-naß-Drucken ist daher
nicht mehr erforderlich. Die Maschine ist in der Zeichnung schennatisch dargestellt,
es zeigen: Abb. i einen Längsschnitt, Abb. -? einen Grundriß, Abb. #, einen Teil
des Tischquerschnittes mit Förderband, Rapportstück und dessen Führung.
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_1bb. :I eine erläuternde Darstellung der Rapporteinstellung.
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Abb. ; ein Stück der Abb. 2 in vergrößertem - Mal:lstabe als
Grundrili zu Abb. d.
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Die Maschine besteht im wesentlichen aus einer beliebigen Anzahl kurzer
Drucktische t, einem endlosen Wareiiförderband'-2, einer Fördervorrichtung mit einem
Kurbeltrieb 3, der in beliebiger Weise motorisch angetrieben werden kann, einer
Wascheinrichtung d., die das Förderband nach jedem Umlauf reinigt, und einer Klebeeinrichtung
5. in -welcher die con dem Wickel g ablaufende Ware unmittelbar auf das Förderband
geklebt wird. Di,@ Wasch- und die K=lebeeinrichtung ist bekannt. Das Förderband
ist endlos und trägt an beiden Kanten angeklemmte Rapportstücke 17, an welchen die
Klinken 6 der hin und her gehenden Schubstangen 7, die es rapportmäßig -weiterrücken.
angreifen. Zwischen den Tischen hängt das Förderband schleifenförmig nach unten
durch. Die Länge der Schleifen ist bestimmend für die Zeit, in der die Farbe zwischen
den einzelnen Aufdrucken trocknen kann. 8 sind Ausblasdiisen für @Varmluft, -welche
entgegen der Förderrichtung blasen und nach dem Gegenstromprinzip den Trockenvorgang
beschleunigen. Sie können. je nach Erfordernis, mehr oder -weniger stark arbeiten.
Zur besseren Wärmeausnutzung kann der Trockenratten durch Wände io abgeschlossen
sein. i i ist die Laufebene für den Bedienungsmann. Auf den Tischen i arbeiten die
Schablonen 12, die in bekannter Weise von Hand oder mechanisch gehoben und gesenkt
-werden können. Das Bewegen der Streichrakeln -hatin, -wie an sich auch bekannt,
gleichfalls von Hand oder mechanisch erfolgen.
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Wenn die Ware über den letzten Tisch gelaufen ist, -wird sie ungefähr
beim Punkt 13 vorn Tragband 2 abgerissen und läuft über die Walzen 14 in einigen
Gängen iin Trockenrauen auf und ab. bis sie vollkommen trocken ist und -wird schließlich
von dein Wickel i5 -wieder aufgenommen. Das Förderband 2 muß zur F_rmöglichung eines
guten Druckes senkrecht zti seiner Oberfläche weich und elastisch sein, aber es
darf sich in -:einer Richtung längen können, damit das abwechselnd feucht und -wieder
trocken -werdende Gewebe nicht seine Flächenausdehnung verändern kann und i die
Muster der einzelnen Drucke sich genau decken bzw. rappoi-tni<ißig genau aneinanderschließen.
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Das ei-findungsgeinäß verwendete Band erfüllt diese Forderungen. Es
besteht aus einem weichen, elastischen Werkstoff von entsprechender Dicke, in den
ein Drahtgewebe eingeschmolzen ist. Als Werkstoff eignen sich thermoplastische Kunststoffe,
da diese beliebig elastisch hergestellt werden können und das Einschmelzen des Drahtgewebes
in verhältnismäßig einfacher. Weise gestatten. In Alib.3 ist das Bande mit dein
eingeschmolzenen Drahtgewebe 16 dargestellt.
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Die gleiche,Abbildung zeigt auch die Form der Rapportstücke 17 und
ihre Befestigung an den Rindern des Bandes. Sie zeigt auch, wie die nach unten ragenden
Rapportstücke 17 an den Tischkanten iu gleitend'dem Band die seitliche Führung geben.
Die Kanten des Bandes selbst haben mit den Rapportstücken keine gemeinsamen Paßflächen
und brauchen daher nicht genau zu sein.
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Die Rapportstücke 17 haben runde Zapfen 17", an denen die Klinken
6 angreifen. Ihre Enden laufen in den Nuten der Führungsschienen 18 (Abb. 3). Diese
Führungsschienen unterstützen die .Zapfen. -wenn die Steifigkeit des Bandes hierzu
nicht ausreicht.
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Durch die nachbeschriebene Art des Ankleminens der Rapportstücke ist
das genaue Treffen bei den einzelnen Druckvorgängen gewährleistet: Man stellt den
veränderlichen Arm des Kurbeltriebes 3 so ein, daß der Hub der Stange 7 einige Millimeter
größer ist als die Rapportlänge und bringt die Stange 7 etwa in die linke Totpunktlage.
Dann klemmt man an die Ränder des Bandes zunächst zwei gegenüberliegende Rapportstücke
17 derart an, daß sie an den Klinken 6 und der Tischkante i° fest anschlagen. Darauf
dreht man die Kurbel 3 bis in ihre andere Totpunktlage (Abb. d) und läßt dabei das
Förderband von den Klinken 6 mitnehmen. Bei der neuen Lage des Förderbandes werden
nun mittels einer Lehre zwei Anschläge i j am Tisch angebracht, die so stehen, daß
ein weiteres an dem Bande angeklemmtes, an ihnen anschlagendes Rapportstückepaar
genau den Abstand der gewünschten Rapportlänge von dem ersten Rapportstückepaar
hat (Abb. 5). Die Anschlagstücke ig bilden dann mit den bearbeiteten Tischkanten
ia zusammen einen Anschlagwinkel, an denn das zweite und weitere Rapportstückepaare
angedrückt und festgeklemmt -werden. Hierzu wird jeweils der Kurbeltrieb um eine
halbe Umdrehung weitergeschaltet. Das so eingestellte Band gewährleistet nun ein
genaues Treffen der ein-Yelneii Aufdrücke aufeinander, denn in der Längsrichtung
bewirkt der*Kurbelbetrieb bei
jeder halben Umdrehung genau den gleichen
Vorschub, und in der Querrichtung verhindern die an den gleichlaufend bearbeiteten
Tischkanten ia gleitenden Rapportstücke jede seitliche Verschiebung des Förderbandes.