DE74867C - Seilgreifer zu Rettungs- und sonstigen Zwecken - Google Patents

Seilgreifer zu Rettungs- und sonstigen Zwecken

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DE74867C
DE74867C DE189374867D DE74867DA DE74867C DE 74867 C DE74867 C DE 74867C DE 189374867 D DE189374867 D DE 189374867D DE 74867D A DE74867D A DE 74867DA DE 74867 C DE74867 C DE 74867C
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DE189374867D
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English (en)
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A. W. LEWIN in Stockholm, Tegnerlunden 8, Schweden
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B1/00Devices for lowering persons from buildings or the like
    • A62B1/06Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of rope-lowering devices
    • A62B1/14Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of rope-lowering devices with brakes sliding on the rope

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. W
Vorliegender Seilgreifer ist so construirt, dafs, wenn derselbe auf ein Seil gezogen und in einer bestimmten Richtung auf diesem entlang bewegt wird, er sich von selbst auf dem Seil .feststellt, so dafs er ohne besondere Mafsregeln in derselben Richtung nicht weiter bewegt werden kann. Auf Grund dieser Eigenschaft wird die Vorrichtung mit Vortheil für die verschiedensten Zwecke verwendbar, z. B. bei Sicherheits-, Rettungs-, Kletterapparaten u. s. w. Der Seilgreifer wird verläfslich mit der zu haltenden Person verbunden und dann auf das Halteseil aufgeschoben. Falls nun die Person fällt, so packt die Vorrichtung fest um das Seil, die Person wird am Abstürzen gehindert und bleibt am Seil hängen.
Da der Seilgreifer gleichzeitig mit einer geeigneten Bremsvorrichtung versehen ist, so läfst er sich sehr gut als Kletterapparat, wenn man sich nach oben oder nach unten an einem Seil fortbewegen will, verwenden, ebenso, wenn man sich von einer Höhe aus an einem Seile entlang herabzulassen wünscht.
Auf der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 die Vorrichtung von der Seite gesehen, zum Theil im Schnitt gezeichnet; Fig. 2 ist ein Verticaldurchschnitt und Fig. 3 ein Horizontalschnitt durch die Vorrichtung; Fig. 4 ist eine äufsere Ansicht der Vorrichtung und Fig. 5 stellt einen .Horizontalschnitt nach a-b in Fig. 4 dar.
Die Vorrichtung besteht aus zwei gegenüber stehenden, zu beiden Seiten des Seiles D befindlichen und als Excenter wirkenden Greifklötzen A, welche um Zapfen in der Hülse L der Vorrichtung drehbar befestigt sind. Von den Klötzen aus gehen zwei mit denselben drehbar verbundene Stangen oder Schenkel F, welche mit ihren von den Klötzen abgewendeten Enden drehbar verbunden sind. Die Drehungszapfen der Stangen Fin den Klötzen A sind vom Seile D weiter entfernt als die Drehungszapfen 5 der Klötze; demzufolge werden, wenn ein Zug an den Stangen F ausgeübt wird, die Klötze A gegen das Seil D gedreht werden und dieses zwischen sich festklemmen. Die Festklemmung wird natürlich um so sicherer, je gröfser die Kraft ist, welche an den Stangen F wirkt. Damit die Klötze A das Seil D sicherer greifen, sind erstere entsprechend der Rundung des Seils geformt und mit Riffeln versehen, welche aber nicht so scharf sind, dafs sie das Seil beschädigen. Es leuchtet ein, dafs das eben erwähnte Drehen der Klötze A gegen das Seil D auch beim Ziehen am Seil in der entgegengesetzten Richtung stattfindet. Hierzu ist aber erforderlich, dafs die Klötze A immer gegen das Seil anliegen, um sofort in letzteres eingreifen zu können. Um dies zu erzielen, befinden sich zwischen der Wand der Hülse L und den äufseren Enden der Klötze A Federn K, welche die Klötze gegen das Seil D angedrückt halten. Die im unteren Theile schälenförmigen Stangen F reichen so weit aus der Hülse L heraus, dafs man einen sicheren Griff um die^ selben erhält. Ferner ist an ihren mit einander verbundenen Enden der Bügel T befestigt, welcher zum Befestigen für die vom Seilgreifer, getragene Last dient.
Damit der soeben beschriebene Seilgreifer als Reifungsvorrichtung auf einem von. einer Höhe herabhängenden Seil dienen kann, ist er mit

Claims (3)

einer weiter unten beschriebenen Bremsvorrichtung versehen, mittelst welcher die Greifklötze A wieder ausgelöst werden können, so dafs der Seilgreifer sich abwärts bewegt. Mit Hülfe dieser Bremsvorrichtung läfst sich auch die Geschwindigkeit des Herabgleitens des belasteten Seilgreifers regeln. Die Bremsvorrichtung besteht aus zwei Bremsklötzen B und C, die so an den Greifklötzen A des Seilgreifers drehbar befestigt sind, dafs ihre Angriffspunkte auf das Seil D sich unterhalb der entsprechenden Angriffspunkte der Greifklötze befinden. An dem einen Greifklotz A ist ferner der Hebel E drehbar befestigt, mit welchem der Bremsklotz B gegen das Seil gedrückt werden kann. Dieser Hebel kann auch durch eine entsprechende Verlängerung des Bremsklotzes B ersetzt werden. Der zweite Bremsklotz C stützt sich mit seinem unteren Ende gegen die betreffende Stange F. Wenn man mit der einen Hand um die Stangen -Fund den Hebel E fafst und letzteren andrückt, so wird der Bremsklotz B gegen das Seil gedrückt und dieses gegen den' Bremsklotz C geprefst. Hierdurch werden die'Greifklötze A etwas auswärts bewegt, was zur Folge hat, dafs die beiden Greifklötze das Seil loslassen. In demselben Augenblick wirkt die ganze Last auf die Bremsklötze, welche jetzt die Greifklötze A ganz vom Seil D entfernen. Damit die Klötze aber hierbei nicht umschwingen können, sind dieselben mit Anschlägen / versehen, welche bei genügender Drehung gegen die einander zugewendeten Kanten der Bremsklötze stofsen. Wenn die eben erwähnte Wirkung der Bremsklötze genau abgepafst ist, so kann, wie bereits erwähnt, der belastete Seilgreifer auf dem Seil entlang niedergleiten; sobald man aber wieder stärker auf den Hebel E drückt, bleibt der Seilgreifer auf dem Seil stehen. Letzteres wird aber auch erzielt, wenn man den Hebel E und die Stangen F losläfst, in welchem Falle die Greif klotze A, von den Federn K vorgeschnellt, augenblicklich um das Seil fassen. Der Seilgreifer ist ferner mit einer Sicherheitsoder Schutzvorrichtung ausgerüstet, welche aus einer aufsen an der Hülse L verschiebbar angebrachten Blechkappe U besteht. Dieselbe ist mit länglichen Führungen V versehen, durch welche die Enden der von den Greifklötzen ausgehenden Zapfen X hervorragen; für diese Zapfen erhält die Hülse L längliche Führungen Y. Es kann vorkommen, dafs die vom Seilgreifer getragene Person auf die obere Kante der Hülse L fafst, so dafs diese abwärts gezogen wird, wodurch die Greifklötze abwärts gedreht werden und der Seilgreifer das Seil losläfst. Dies wird , durch das Schutzblech U verhindert, welches beim Niederdrücken, zufolge der schrägen Stellung der Führungen V die Zapfen X und somit die Greifklötze A nur noch fester gegen das Seil anpreist Pa tenτ-Ansρrüche:
1. Seilgreifer, bestehend aus zwei an entgegengesetzten Punkten an das Seil angreifenden, in einer über das Seil geschobenen Hülse drehbar befestigten, unter Einwirkung von Federn stehenden excentrischen Greif klotzen, an welche drehbare Gelenkstangen in der Weise befestigt sind, dafs die Greif klotze gegen das Seil hin gedrückt werden, wenn ein Zug auf die Gelenkstangen in Längsrichtung des Seiles ausgeübt wird, wobei die Gelenkstangen an ihren unteren Enden mit einem gemeinsamen Befestigungsstück (Haken, Bügel, Querstück oder dergl.) verbunden sind.
2. Eine Ausbildung des unter i. gekennzeichneten Seilgreifers zu einer Richtungsvorrichtung, bestehend aus zwei drehbar an den Greifklötzen (A) , befestigten und unterhalb dieser auf das Seil (D) wirkenden Bremsklötzen (B C), welche so mit den Greifklötzen (A) verbunden sind, dafs beim Bremsen die Greifklötze vom Seil (D) entfernt werden, indem der eine Bremsklotz sich mit seinem unteren Ende gegen die eine ■ Gelenkstange stützt, während der andere vermittelst eines am Greifklotz befestigten Hebels (E) oder einer nach unten reichenden Verlängerung angedrückt wird.
3. Bei einem. Seilgreifer der unter 1. gekennzeichneten Art die Anordnung einer mit Bezug auf die Greifklötze verschiebbaren Schutzkappe (U) mit schrägen Schlitzen (V), in welche von den Greifklötzen (A) ausgehende Stifte (X) eingreifen, so dafs, wenn die Schutzkappe (U) verschoben wird, die Greifklötze (A) einwärts gedreht werden und das Seil (D) festklemmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE189374867D 1893-08-04 1893-08-04 Seilgreifer zu Rettungs- und sonstigen Zwecken Expired DE74867C (de)

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