DE74475C - Schlitten mit Kufen zum Lenken - Google Patents

Schlitten mit Kufen zum Lenken

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DE74475C
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Germany
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DENDAT74475D
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J. B. LEITNER, Königl. bayr. Grenzatifseher zu Pferd, in Niederaschau, Kr. Oberbayern, Bez.-Amt Rosenheim
Publication of DE74475C publication Critical patent/DE74475C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62BHAND-PROPELLED VEHICLES, e.g. HAND CARTS OR PERAMBULATORS; SLEDGES
    • B62B13/00Sledges with runners
    • B62B13/18Vehicles having alternatively-usable runners and wheels or other transport means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Seats For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Schlitten mit Kufen zum Lenken.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung von Lenkkufen an kleinen Schlitten, wie solche hauptsächlich von Grenzbeamten im Winter auf ihren Streiftouren zur Besorgung von Lebensmitteln u. s. w. verwendet werden.
Der Schlitten ist, wie schon mehrfach an derartigen Fahrzeugen geschehen ist, mit einer Einrichtung versehen, durch welche bei eintretendem Thauwetter oder wenn der Schlitten schneefreie Stellen überfährt, die Umwandlung des Schlittens in einen Wagen erfolgen kann.
Fig. ι zeigt die Ansicht eines Schlittens, Fig. 2 giebt einen Querschnitt, Fig. 3, 4 und 5 zeigen Einzelheiten und theilweise Schnittzeichnungen.
Wie daraus ersichtlich, ist unter dem Sitz a, welcher zugleich als · Gepäckraum zu verwenden ist, in der Längsrichtung desselben verlaufend und - im Gestell gelagert eine Welle c angeordnet. Auf dem nach vorn gerichteten Ende dieser Welle c ist ein Schneckenrad d aufgekeilt, in das eine yerticale, vor dem Sitz befindliche, mit Handrad, Kurbel oder dergleichen f versehene Schraubenspindel e eingreift (Fig. 4 gröfser gezeichnet).
In der Mitte der Achse c ist weiter ein Zahnrad g angebracht, das in eine auf einer aus T-Eisen oder dergleichen gebildeten Querstange i befindliche Zahnstange h eingreift (Fig. 3). Handrad / wird durch einen Stift t an einer ungewünschten Drehung verhindert.
Die .Querstange i verbindet zwei am übrigen Schlittengestell entsprechend geführte Lagerblöcke / (Fig. ι nicht sichtbar), welche zweckmäfsig aus Eisen hergestellt werden. Die Führung kann in der Weise hergestellt werden, dafs die die Räder r tragenden Achsen m nach aufsen verlängert sind und sich mit dieser Verlängerung in Nuthen η der die Schlittenkufen { mit dem Sitz α verbindenden Streben ο führen. Aufserdem können diese Streben von den Lagerböcken überlappt werden, so dafs sie sich schlittenartig an den Seiten des letzteren führen.
Die Räder r besitzen verhältnifsmäfsig kleinen Durchmesser (circa 15 bis 20 cm) und stehen im aufgezogenen Zustande (in der Zeichnung dargestellt), d. h. wenn das Fahrzeug als Schlitten gebraucht werden soll, ungefähr 5 cm von der Fahrbahn ab.
Sie bieten auch auf stark beschneiten Strafsen u. s. w. keine Hindernisse, da ihr Durchmesser, wie bereits bemerkt, sehr klein ist und die Räder aufserdem voll gegossen werden. Diese Construction ermöglicht es, dafs sie Schneebahnen u. s. w. leicht durchschneiden und sich zwischen den Speichen kein Schnee, ansammeln kann.
Soll' nun das Fahrzeug bei plötzlich eintretendem Thauwetter in einen Wagen verwandelt werden, so genügen einige Drehungen des Handrades f, wodurch eine Drehung der Achse c und dadurch eine Abwärtsbewegung der beiden Lagerböcke / bewirkt wird. Durch letzteren' Vorgang wird das ganze Fahrzeug um ein Geringes gehoben, ohne dafs der Lenker deshalb dasselbe verlassen . müfste, und die Räder kommen, unter den Kufen vor-

Claims (1)

  1. tretend, auf den Boden bezw. auf die Fahrbahn zu stehen.
    Durch Zurückdrehen des Handrades erhält natürlich das Fahrzeug seine zuerst eingenommene Einrichtung wieder.
    Nun kommt es bei derartigen kleinen Schlitten häufig vor, dafs dieselben bei einer raschen Wendung des Pferdes, z. B. beim Befahren von Curven, umgeworfen werden. Dies soll dadurch vermieden werden, dafs man die Schlittenkufen abgliedert, d. h. dafs man sie aus zwei Theilen herstellt und die einzelnen Theile mit einander scharnierartig ' verbindet. Diese Einrichtung ist in Fig. 5 gezeigt. Wie daraus ersichtlich, sind die Kufen ^ auf ihren vorderen Hälften y, wo sie den Boden verlassen, abgetrennt, und wird die Verbindung durch ein Scharnier q wieder hergestellt. Zu beiden Seiten der Kufen sind kräftige Blattfedern ν angeordnet, und zwar entgegengesetzt auf jedem Theil eine. Durch diese Federn werden die beiden Kufentheile gezwungen, stets in gerader Richtung hinter einander zu stehen. Die Anspannung des Pferdes geschieht mittelst der auf den geschweiften Theilen angebrachten Oesen u.
    Macht nun das Pferd eine Seitwärtsbewegung, so werden hiervon zuerst nur die gebogenen Kufentheile y in Mitleidenschaft gezogen, auf die hinteren, mit dem Sitze verbundenen Theile \ wird eine solche Bewegung erst allmälig übertragen; ein Umwerfen ist somit ausgeschlossen, um so mehr, als die hinteren Kufentheile durch den Sitz bezw. durch das Gewicht des Führers belastet sind.
    Pateν τ-Anspruch:
    Ein Schlitten, bei welchem behufs Erreichung sicherer Lenkung und um ein Umwerfen zu verhindern die beiden Schlittenkufen aus zwei durch Scharnier (q) mit einander verbundenen Theilen (\ und y) hergestellt sind, wobei die Kufen durch Federn in ihrer geraden Richtung gehalten werden, jedoch jeder seitlichen Ablenkung folgen können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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