DE74465C - Vorrichtung zum Schleudern von Bumerangs - Google Patents

Vorrichtung zum Schleudern von Bumerangs

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DE74465C
DE74465C DENDAT74465D DE74465DA DE74465C DE 74465 C DE74465 C DE 74465C DE NDAT74465 D DENDAT74465 D DE NDAT74465D DE 74465D A DE74465D A DE 74465DA DE 74465 C DE74465 C DE 74465C
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arm
boomerang
boomerangs
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DENDAT74465D
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CH. H. EMERSON in Yonkers, Nr. 4 Hawthorne Avenue, County of Westchester, Staat New-York, V. St. A
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B65/00Implements for throwing  ; Mechanical projectors, e.g. using spring force
    • A63B65/08Boomerangs ; Throwing apparatus therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Conveying And Assembling Of Building Elements In Situ (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
KLASSE 77: Sport.
Es ist bekannt, dafs der Bumerang, als er zuerst in civilisirte Länder eingeführt wurde, das gröfste Interesse erregte und dafs seine Construction sowohl wie das Princip seiner Bewegung bereits Gegenstand mancher wissenschaftlichen Abhandlung war.
Es hat jedoch bis jetzt noch Niemand es unternommen, einen Apparat zu ersinnen, durch welchen der Bumerang unter stets gleichen mechanischen Bedingungen regelrecht geschleudert wird, und der eigentümliche Flug dieser Wurfwaffe liefs keine Theorie aufstellen. Die Unsicherheit des Wurfes und die Ungenauigkeit der Flugbahn, selbst wenn der Bumerang von eingeborenen Australiern oder anderen damit genau vertrauten Schützen geschleudert wurde, war derart, dafs man es als einen Zufall betrachten mufste, wenn selbst bei Windstille die Waffe zweimal von derselben Person, mit derselben Kraft geschleudert, auch beide Male die gleiche Flugrichtung nahm.
Man hatte daher allgemein angenommen, dafs sowohl, was die Distanz wie was die Richtung anbelangt, man überhaupt keinen absolut sicheren Wurf hiermit erzielen könne.
Das Resultat meiner Erfindung zeigt jedoch, dafs ein Bumerang bei normaler Witterung auf mechanische Weise in stets gleicher Richtung fortgeschleudert werden kann und dafs seine Bewegungscurve selbst bei entgegengesetzter Windströmung stets nur geringe Abweichungen zeigt.
Meine Apparate sollen vorwiegend wissenschaftlichen Zwecken dienen, namentlich wenn es sich darum handelt, die Flugbahn des Bumerangs theoretisch zu studiren. Da ich diese Apparate aber in den verschiedensten Formen und Gröfsen ausführe, so dürften dieselben auch als Spielzeug allgemeine Anerkennung finden.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι die Oberansicht einer Bumerang-Armbrust, geeignet, sechs Bumerangs (welche punktirt eingezeichnet sind) gleichzeitig zu schleudern.
Fig. 2 ist ein verticaler Längsschnitt durch die Armbrustmündung.
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch den hinteren Theil der Armbrust.
Fig. 4 zeigt die Mündung von vorn gesehen mit zwei Bumeranghaltern einfachster Construction.
Fig. 5 zeigt einen vollkommeneren Halter in der Seitenansicht.
Fig. 6 ist ein Querschnitt durch den Halter
(Fig- 5),
Fig. 7 ein Querschnitt durch den Lauf mit der Vorderansicht des dreieckigen Rahmens, an dem die federnden Arme befestigt sind.
Fig. 8 und 9 zeigen in Ober- und Seitenansicht einen abgeänderten Schleuderapparat für nur einen Bumerang, bestimmt für gröfsere Tragweite.
Fig. 10 ist ein Schnitt durch den Schaft an der Befestigungsstelle des federnden Armes,
Fig. 11 die Oberansicht eines Apparates mit einstellbarem federnden Arm.
Fig. 12 zeigt den schwingenden Arm mit den Mechanismen in der Seitenansicht.
Fig. 13 ist ein Verticalschnitt durch den schwingenden Arm und den Schaft an der Befestigungsstelle der ersteren.
Fig. 14 ist die Ansicht der Spiral- und Flachfeder.
Fig. 15 und 16 zeigen in Seiten- und Oberansicht eine Bumerangpistole, für den Gebrauch im Hause bestimmt,
Fig. 17 und 18 in Seiten- und Oberansicht ebenfalls eine Pistole etwas geänderter Construction,
Fig. 19, 20 und 21 Abänderungen der Bumeranghalter,
Fig. 22 und 23 Bumerangpistolen für Pulveroder Explosivpatronen.
Fig. 24 zeigt in Oberansicht einen Schleuderapparat mit losem Bügel,
Fig. 25 die Construction der äufseren Curve des Bumerangs.
Fig. 26 und 27 zeigen in Ober- und Seitenansicht einen Bumerang von der für meine Apparate am besten geeigneten Form.
Die in Fig. 1 bis 6 dargestellte Armbrust, durch welche sechs Bumerangs gleichzeitig geschleudert werden können, repräsentirt die vollkommenste Form meiner Apparate. Durch dieselbe mechanische Kraft erhalten die sechs Bumerangs annähernd dieselbe Bewegung und haben sämmtlich den gleichen Luftwiderstand zu überwinden.
Der Schaft α der Armbrust A ist zweckmäfsigerweise aus hartem Holz angefertigt, obschon man auch jedes andere passende Material verwenden kann.
Der Lauft1 ist wie bei gewöhnlichen Armbrüsten mit den seitlichen Längsschlitzen b'2 versehen zur Aufnahme der Bogensehne oder eines Zapfens, an welchem dieselbe befestigt ist.
In dem Lauf bewegt sich ein Bolzen c, Fig. 2, mit Gummibuffer c1 an seinem vorderen Ende, während derselbe an seinem hinteren Ende mit einer Kerbe c'1 für den Drücker versehen ist.
In seinem mittleren Theile ist der Bolzen vertical geschlitzt, c3, zur Aufnahme eines verticalen Stiftes d, welcher die Bewegung des Bolzens begrenzt. Der Stift kann durch die Löcher d1 und d2 gesteckt werden, wodurch der Lauf des Bolzens vergröfsert oder verringert wird.
Der Bolzen ist an seinem Schwanzende mit der Oeffnung c4 versehen, durch welche die Bogensehne gesteckt ist.
Zwei seitwärts ausgestreckte federnde Bügel JSjB1 sind durch den dreieckigen Rahmen e mit dem Schaft verbunden. Die Befestigung des Rahmens e wird durch die Druckschraube e2 bewirkt (Fig. 7). Jeder der Arme BB1 ist mit einer starken Feder f versehen, welche zwischen dem Rahmen e und der oberen Platte es befestigt sind.
Jede Feder ist mit einem Stift fl Versehen, der an seinem äufseren Ende vierkantig ausläuft und Sperrrad und Kegel trägt, damit die Federn angezogen werden können. Die Arme B B1 sind am zweckmäßigsten aus festem Holze gefertigt.
Die schrägen Theile des Rahmens e sind je mit einer nach vorn überragenden Stange e2 versehen.
Zwischen dieser Stange und dem Rahmen werden die Arme BB1 in einer horizontalen Ebene geführt.
Da der Rahmen mit Leichtigkeit abgenommen werden kann, so läfst sich die Armbrust leicht transportiren.
An jedem der beiden am weitesten nach aufsen vorspringenden Enden des Rahmens befinden sich eine Reihe Löcher g zur Aufnahme eines mit einem elastischen runden Kissen gx versehenen Bolzens, gegen welches Kissen die federnden Arme oder Bügel anschlagen. Durch Verstellung des Buffers mittelst der verschiedenen Löcher kann man den Ausschlag der Bügel regeln.
Eine Bogensehne (Schnur oder Draht) h, an den Enden der beiden Arme befestigt und bei c* durch den Bolzen C gelegt, wird, sobald der Bogen gespannt ist (Fig. 1 punktirt), durch den Arm c6 des Drückers, welcher in die Kerbe c- des Bolzens fafst, festgehalten (Fig- 3)· .
Der Drücker besitzt, wie Fig. 3 zeigt, noch einen zweiten Arm, welcher mit einem Haken c7 aus dem Schaft hervorragt. Jeder der Arme B B1 ist ferner an seinem Ende mit einer gelochten Lasche h1 versehen. Die Löcher dieser Laschen correspondiren mit dem Drücker c7 und man ist so in der Lage, jeden der beiden Arme einzeln bis zum Schaft herumzubiegen, um eine beliebig starke Spann- und Schleuderstärke zu erzielen. Die Armbrust hat, wie bereits erwähnt, sechs Bumeranghalter. Sämmtliche Bumerangs werden gleichzeitig durch die federnden Arme fortgeschleudert, indessen wirkt die Schleuderkraft hier auf drei verschiedene Arten. In jedem Falle ist jedoch der Bumerang so geschleudert, dafs er nicht allein eine geradlinige Flugbahn erhält, sondern auch eine rasche Kreisbewegung ausführt.
Jeder Federarm ist an seinem äufseren Ende mit dem Bumeranghalter C oder C versehen; dieselben sind aus elastischem Material hergestellt und gehalten. Sie sind an den Armen durch seitliche Bolzen i befestigt. Durch dieses gespaltene Maul des Halters ist ein beweglicher Bolzen k gezogen (Fig. 5 und 6). Unterhalb des Bolzenkopfes befindet sich eine convexe Unterlegscheibe kl. Ein Hebel oder Arm / ist mit seinem concaven Ende auf diesen Zapfen gesteckt.
Sobald die Scheibe Ar2 mit ihrer ganzen unteren Fläche auf der Unterlegscheibe kl aufliegt (Fig. 5), steht das Maul des Halters offen. Hat der Arm / indessen eine derartige Schwingung erhalten, dafs er rechtwinklig zum Halter steht (Fig. ι und 6), so wirkt die Scheibe k2 als Drücker und preist das Maul zusammen (Fig. 5 in punktirten Linien angedeutet), da nunmehr die beiden entgegengesetzten Krümmungen der Flächen kl k2 auf einander kommen und dadurch den Bolzen k anziehen.
Zum besseren Ergreifen des Bumerangs sind die Halter mit kleinen Vorsprüngen f1 im Innern versehen.
Die Halter C und C1 correspondiren mit einander und haben genau dieselbe Construction. Ebenso correspondiren die Halter D und D1 mit einander. Dieselben sind am Rahmen e, und zwar an den äufsersten Enden desselben, befestigt (Fig. 1). Jeder Halter ist durch einen Zapfen g2 schwingend mit e verbunden und eine Flachfeder m1, die als Stütze des Halters dient, gestattet gleichzeitig das Einspannen eines Bumerangs. Die federnden Arme sind an den betreffenden Stellen mit kleinen Vorsprüngen m2 versehen, um den vorspringenden Theil eines Bumerangs beim Losschnellen zu treffen. Man kann auch diese schwingenden Arme fortlassen und den auf einem kleinen Vorsprung am Rahmen e, ruhenden Bumerang zwischen zwei Federn einklemmen. Am äufsersten vorderen Ende der Armbrust sind die Halter E und E1 angebracht. E, Fig. 1 und 2, ist eine einfache Unterlage, bestehend aus einer dünnen Platte n, die am hinteren Ende bei n1 geschlitzt ist. Ein seitlicher Rahmen n2, Fig. 1 und 4, dient als Aufleger für das vordere Ende des Bumerangs, sobald derselbe aufgelegt ist (Fig. 1 punktirt). Dieser Rahmen ist an seinem schrägen Theil häufig mit einem verstellbaren Klotz na versehen, welcher als Stütze für das hintere Ende des Bumerangs dient und somit dessen Lage sichert.
Der Halter E1 unterhalb E entspricht völlig dem letzteren. Der Bumerang liegt hier in dem Schlitz w4 und wird unterstützt durch n5. Das Fortschnellen der hier gelagerten beiden Bumerangs erfolgt durch den vorderen Theil c1 des Bolzens C. Die durch die Halter DD1 und EE1 getragenen Bumerangs werden beim Abdrücken durch einen einfachen Schlag fortgeschleudert. Die durch CC1 gehaltenen beschreiben jedoch, sobald die federnden Arme gegen die Buffer gl schlagen, einen Kreis um ihr vorderes eingespanntes Ende, bis sie gegen den Hebel Z1 anschlagen und diesen ein wenig bei Seite schieben, damit das Maul des Halters ein wenig geöffnet wird, um den Bumerang loszulassen.
Wenn auch Fig. 1 dazu bestimmt ist, sechs Bumerangs auf einmal zu schleudern, so läfst sich doch die Armbrust auch benutzen, um nur je einen Bumerang zu werfen, welches geschieht, wenn man eingehend die Flugbahn eines Bumerangs von den verschiedenen Haltern aus geschleudert studiren will.
Für das Schleudern schwererer Bumerangs ist die in Fig. 8 bis 10 dargestellte Armbrust bestimmt. Der Schaft hat hier keinen hohlen Lauf, sondern er ist vollkommen massiv bis auf die Stelle, wo der Drücker sitzt. Der federnde Arm B2, welcher aus festem Holz hergestellt ist, trägt an seinem Ende den Halter C2 von der oben beschriebenen Art, er ist jedoch mit dem Arm aus einem Stück hergestellt.
Durch eine Stellschraube läfst sich die Maulöffnung beliebig regeln. Die Drückerlasche hl wird gleichzeitig durch diese Schraube gehalten.
Der Federarm schwingt um einen starken Zapfen an einem festen Arm, welcher aus parallelen Rundstäben zusammengesetzt ist und einen Schlitz besitzt. Dieser Arm ist bei e5 verschiebbar am Schaft befestigt. Eine starke Feder/2 ist an ihrem einen Ende an der verstellbaren Hülse e5 und mit dem anderen Ende am Arm B2 befestigt. Je weiter nach rechts man die Hülse e5 auf dem Schaft verstellt, um so mehr wird die Feder f2 angespannt. Am entgegengesetzten Ende von dem festen Arm ist Buffer g1 angebracht, welcher, wie bei Fig. 1, aus einem mit Gummi umgebenen Zapfen besteht. Dieser Buffer ist ebenfalls auf dem Arm verstellbar.
Ein Drücker c5 mit einem aufwärts vorspringenden Arm c7 steht in der bereits beschriebenen Art und Weise mit der Drückerlasche h1 in Verbindung.
Wie dargestellt, schlägt der federnde Arm bis zu einem Winkel von 90 ° zum Schaft aus. Man kann indessen den Ausschlag und mithin die Tragweite des Wurfes noch vergröfsern, indem man den Federarm B2 nach oben hin verlängert und den Arm mittelst einer über eine im Schaft gelagerte Rolle laufenden Schnur anspannt (Fig. 8 punktirt). Der Drücker ist dann seitlich angebracht und greift in einen Ring oder in Schlingen der Schnur ein. An Stelle der im vorderen Schaftende angebrachten Schnurrolle kann man auch einen zweiten, mit c5 verbundenen Drücker setzen oder andere zweckmäfsige Abänderungen treffen.
Mittelst dieser Schnur läfst sich ein Ausschlagswinkel von i2o° erzielen.
Bei der in Fig. 11 bis 14 dargestellten Vorrichtung läfst sich ein noch gröfserer Ausschlagswinkel erzielen, ohne dafs der feste Arm seinen Platz zu verändern braucht.
Der federnde oder schwingende Arm B2 ist hier von ähnlicher Construction wie der oben beschriebene, und vorn mit dem Halter C2 versehen. Der Querarm e7 ist auch dem in Fig. 8 dargestellten ähnlich. Der Arm B2 ist an seinem
Aufhängepunkt mit einer Drückerscheibe h2 versehen. Beide haben eine gemeinsame Achse, bestehend in einer Hülse O, welche aus e1 hervorragt. In dieser Hülse liegt der Zapfen p, welcher an seinem äufsersten Ende quadratisch geformt ist, um in die Oeffhung einer am Federarm befestigten Platte p1 gesteckt zu werden, worin er durch eine Mutter gesichert ist. Am entgegengesetzten Ende des Zapfens ρ ist die Schnurrolle q aufgesteckt, um welche ein metallisches Band oder ein Draht ^1 läuft, dessen Ende an einer aufgerollten Feder f3 befestigt ist.
Das untere Ende dieser Feder ist mit einer starken, seitlich am Schaft angebrachten Flachfeder/4 verbunden. Durch die gerollte Feder ist die Stange q'2 gelegt, die durch einen Wulst mit dem Aufsenende der Feder in Berührung steht, derart, dafs, wenn das obere Ende der Stange an dem Draht q] befestigt ist, die Schwingung des Armes B'2 nach aufsen die Feder f3 ausdehnen und spannen wird. Die Stange ^2 trägt an ihrem unteren Ende einen Knopf qa, welcher, sobald die Feder f3 ihre Maximalspannung erreicht hat, unten die Feder f3 angreift, worauf ein ferneres Anspannen der Feder f3 ein Durchbiegen der Flachfeder/4 zur Folge haben würde. Letztere ist gelocht, um die Stange g2 mit dem Knopf q3 passiren zu lassen (Fig. 14).
Die an ihrem Umfange mit Einkerbungen versehene Drückerplatte /z2 correspondirt mit dem Drücker c8, welchen man beim Drehen der Platte mit dem Arm ß2 in eine beliebige Kerbe einschnappen lassen kann. Man kann mithin den Arm B2 beliebig weit herumschlagen. Der Drücker oder Schnepper cB steht durch den Draht c4 mit einem am Schaft angebrachten Fingerdrücker in Verbindung, so dafs das Abdrücken auf die bekannte Art und Weise erfolgen kann.
Der Arm B'2 schlägt hier auch gegen den am Querarm angebrachten Buffer gl. Der Apparat ist vorzugsweise dazu bestimmt, einen einzigen Bumerang zu schleudern. Wenn man den Arm e7 indessen mit Bumeranghaltern (ähnlich den unter D in Fig. 1 dargestellten) ausrüstet , so lassen sich auch hier gleichzeitig zwei oder selbst mehrere schleudern.
Unmittelbar nach dem Abdrücken wird dem Arm Br- die Anfangsbewegung durch die starke Flachfeder ertheilt, während dann erst die Wirkung der leichteren aufgerollten Feder zur Geltung kommt.
Man kann, wie leicht einzusehen ist, meine Bumerangschleuderapparate in vielerlei Variationen ausführen, ohne an dem Princip etwas zu ändern. Speciell lassen sich an den Haltern noch mancherlei Abänderungen und Verbesserungen anbringen. Fig. 19, 20 und 21 zeigen einen solchen verbesserten Halter.
Der Federarm B hat an seinem äufseren Ende eine Erweiterung t mit einer schräg nach oben gerichteten Fläche. Hierauf ist der elastische Halter befestigt. Dieser Halter C3 besteht aus einem zusammengebogenen elastischen Metallstreifen, welcher mil seitlichen Lappen u an t festgeschraubt ist. Eine Schraube u1 ist durch beide Flacheisenhälften in das Holz gesteckt, so dafs der obere Backen verstellbar ist. In dem äufseren Maulende sind die beiden Ansätze ν (entsprechend den Vorsprüngen i1, Fig. 5) zum Halten des Bumerangs angebracht. Die Backen sind ferner mit einer Reihe Löchern I3 Is versehen. Durch eines derselben wird ein Stift P gesteckt, gegen welchen der Bumerang schlägt, um sich loszulösen.
An Stelle dieses Anschlagstiftes läfst sich, jedoch ΐίη anderer verstellbarer Anschlag Z4 anbringen, welcher seitlich an t verschiebbar angeordnet ist, um je nach der Gröfse des Bumerangs verstellt werden zu können.
Zum Gebrauch in geschlossenen Räumen oder in Zimmern dienen kleine Apparate, welche in ihrem Aeufseren die Form von Pistolen besitzen.
Fig. 15 und 16 zeigen einen solchen Apparat. Der Schaft A3 entspricht hier in seiner Form einem Pistolenschaft. Der Drücker cB hat ebenfalls seinen oberen Haken c7.
Der federnde Arm .B4 ist hier aus Draht und bildet das Ende einer gewundenen Feder /6, welche am Schaft befestigt ist.
Das Ende des Federarmes ist mit einem Buffer f1 versehen und bewegt sich in einem Schlitz des Schaftes. Der Ausschlag des Armes wird durch den vor das vordere Ende des Schlitzes gelegten Metallstreifen fs begrenzt. Ein Draht oder eine Schnur f% ist an dem Federarm befestigt.
Dieselbe trägt an ihrem anderen Ende einen Ring/10, in welchen der Haken c7 eingreift, sobald der Arm gespannt ist. Das Abdrücken erfolgt in der bereits beschriebenen Art und Weise.
Der Bumeranghalter ist ähnlich dem oberen Halter auf dem Schaft in Fig. 1.
Die kleinen Stifte r und r1 dienen als seitliche Stützpunkte.
Fig. 17 und 18 zeigen eine andere Anordnung der Bumerangpistole.
Diese Pistole besitzt einen Lauf, in welchem sich ein Bolzen c bewegt. Dieser ist an seinem hinten aus dem Lauf hervorstehenden Ende mit zwei seitlichen Armen 5 ί versehen, an welchen elastische Bänder J1J1 befestigt sind, während die anderen Enden der Bänder um seitlich am Lauf angebrachte Haken geschlungen sind. Die unlere Seite des Bolzens ist mit Einkerbungen versehen, in deren eine der Drücker c5 eingreift.
■ Auf diese Weise läfst sich die Tragweite des Geschosses verändern. Kissen oder Buffer s2 am hinteren Bolzenende dämpfen den Schlag oder Stofs beim Losdrücken. .-■*■.■
Der Halter Es ist mit einem seitlichen Schlitz zur Aufnahme'des Bumerangs versehen.
; Wie schon erwähnt, lassen sich auch comprimirte Luft oder Explosivstoffe zum Schleudern der Bumerangs verwenden.
Fig..22 und 23 zeigen eine solche Vorrichtung in Oberansicht und Längsschnitt. Der Schaft Ah ist hier mit einem Lauf versehen, der· hinten eine Patronenkammer besitzt und für Hinterladuhg' eingerichtet ist.
Im vorderen Theile des Laufes wird durch seitliche, in Schlitzen laufende. Zapfen der Schlagbolzen c geführt, welcher vorn mit einem Buffer versehen ist. Der Bolzen c trägt ein schwächeres Schwanzstück w, welches sich in dem hinteren, engeren Lauftheile frei bewegt und rhit ringförmigen Nuthen versehen ist. Hinter dem Theil n> liegt die Patrone.
; Die seitlichen Führungsschlitze für den Bolzen c dienen gleichzeitig zum Entweichen der durch den Schufs entwickelten Feuergase. Ein Schlitz Ei in der Laufmündung dient als Bumeranghalter in Verbindung mit der Platte w. Der Bumerang kann hier sowohl für Rechtswie für Linksdrehung eingelegt werden.
Die Patronen enthalten verhältnifsmäfsig wenig Sprengmaterial, und es empfiehlt sich, ein solches zu wählen, welches sich möglichst rasch entzündet und wenig Rauch entwickelt.
Bei den verschiedenen bisher dargestellten Apparaten wird der Bumerang in den Halter eingeklemmt und durch Reibung gehalten. Das Fortschleudern erfolgt durch einen schwingenden Arm.
: Man kann nun auch die Abänderung treffen, dafs der Arm nicht schwingt, sondern sich geradlinig bewegt, wie solches durch Fig. 24 dargestellt ist.
Der Schaft A6 ist hier mit den beiden Querarmen B5 B5 verbunden, welche zusammen auf einem Gleitblock befestigt sind, der frei auf dem Schaft gleitet.
Der Gleitblock trägt ferner die Drückerlasche h \ welche in bekannter Weise mit dem Drücker communicirt. Die Bumeranghalter C3 C3 sind wie die früher beschriebenen, indessen ist jeder derselben noch mit einer kleinen Flachfeder m3 versehen, zwischen welcher und der Seitenfläche des Armes das eine Bumerangende gehalten wird, während das andere Ende in dem Halter eingeklemmt ist.
Nahe dem vorderen Schaftende ist ein Rahmen F aufgesteckt mit zwei seitlichen Bügeln, welche in derselben Ebene mit dem losen Doppelarm B& liegen.
Ein Paar gerollter Federn F1 F1 verbinden F und B5, den letzteren anziehend. In der in Fig. 24, gezeichneten Stellung,ist die Armbrust gespannt und die Spiralfedern F ausgedehnt. Sobald man abdrückt, wird jB5 frei und gleitet, durch die Federn F1 gezogen, den Schaft entlang, bis er gegen die an F angebrachten Buffer gl schlägt. Gleichzeitig stofsen die bei m3 eingeklemmten Bumerangenden gegen ein zweites Bufferpaar g'2, wodurch sie gelöst werden, damit die Bumerangs um die anderen Enden schwingend fortgeschnellt werden können.
Die von mir angefertigten,; für meine Wurfmaschinen bestimmten Bumerangs können von verschiedener Gröfse sein und aus beliebigem passenden Material hergestellt werden. Hartes, widerstandsfähiges Holz empfiehlt sich jedoch am besten. Die Länge der Bumerangs variirt von ungefähr 100 bis 625 mm Spannweite. Dem entspricht die Breite und Stärke des Holzes.
Wie Fig. 25 zeigt, ist die äufsere Curve des Bumerangs eine Cycloide. Breite und Stärke sollen überall gleich sein und ein Sichwerfen oder Ziehen des Holzes ist streng zu vermeiden.
Die Enden sollen stets zugespitzt sein, wie xx, Fig. 26, zeigt. An dem einen Ende ist die Aufsenseite, am anderen Ende die Innenseite abgeschrägt, x] x2. Das Ende und der Theil, mit welchem der Bumerang in den Halter eingespannt wird, kann durch Markirung χΆ x3 bezeichnet werden. Die innere Kante wird zum Theil mit einer Einkerbung λγ* versehen, w7eil dadurch, wie die Erfahrung lehrt, eine gröfsere Flugsicherheit erzielt wird. Durch die Anbringung von Löchern x5 wird beim Schwirren des Bumerangs ein summendes oder pfeifendes Geräusch hervorgebracht. Auch erleichtern solche Löcher, an den richtigen Stellen angebracht, das Einspannen des Bumerangs.
Sobald ein Bumerang durch einen Apparat geschleudert wird, erhält derselbe zwei Bewegungen: zunächst seine Flugrichtung oder Vorwärtsbewegung und dann seine rotirende Bewegung. Da eine genaue Flugbahn des Bumerangs direct von der Schnelligkeit der Rotation abhängt, so ist darauf bei Construction der Apparate besonders Rücksicht zu nehmen. Es ist daher bei sämmtlichen oben beschriebenen Constructionen vorgesehen, dafs — gleichgültig, ob der Schlag bezw. Wurf durch einen Bolzen oder .Arm ausgeführt wird — der Bumerang neben der Fortbewegung noch eine rapide Rotation erhält. Jeder Mensch, auch wenn er nur geringe Erfahrung in der Handhabung dieser Schufswaffe besitzt, kann sich derselben ohne Gefahr bedienen, und wer einige Erfahrung erlangt hat, kann bei jedem Schufs mit ziemlicher Sicherheit den Bumerang genau zu demselben Platz zurückkehren sehen.
Es ist klar, dafs ich meinen Apparaten noch manche Verbesserungen geben kann und dafs
auch die Construction hier und da einige Abweichungen von den beschriebenen haben mag, ohne dafs jedoch das Princip der Erfindung dadurch beeinflufst wird.

Claims (4)

Patent - Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung zum Schleudern von Bumerangs, bei welcher durch die federnden Bügel einer Armbrust oder durch einen mit der Bogensehne verbundenen Bolzen ein oder mehrere Bumerangs beim Abdrücken des Bogens fortgeschleudert werden und gleichzeitig ihre rotirende Bewegung dadurch erhalten, dafs die Bumerangs, welche an dem Bügel oder am vorderen Ende des Bogens einseitig eingespannt bezw. eingeklemmt werden, beim Abdrücken des Bogens zunächst um ihr eingeklemmtes Ende schwingen, um alsdann losgelöst ihren Weg geradlinig fortzusetzen.
2. Eine Ausführungsform der unter ι. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher der schleudernde, federnde Bügel oder Arm nur einseitig angeordnet ist (Fig. 8 und 9) und beim Losdrücken gegen einen auf dem Schaft verstellbar angeordneten Halter e5 schlägt, um auf diese Weise für schwerere Bumerangs einen gröfseren Ausschlagwinkel zu erzielen.
3. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher ein einseitiger Hebelarm B'2 angeordnet ist (Fig. 1 1 bis 14), der gegen einen verstellbaren Querarm schlägt, in Verbindung mit einer starken Feder f3 und der mit Einkerbungen versehenen Drückerplatte h'2, in welche der Drücker eingreift, um auf diese Weise einen beliebig grofsen Ausschlagwinkel für den Hebelarm zu erzielen.
4. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, zum Gebrauch in geschlossenen Räumen bestimmt, bei welcher der Schaft pistolenförmig hergestellt ist (Fig. 15 bis 18) und den Bumerang in einem am vorderen Ende angebrachten Schlitz trägt, aus welchem derselbe nach dem Losdrücken durch einen Federarm (Fig. i 5 und 16) oder durch einen mittelst elastischer Bänder angespannten Bolzen (Fig. 17 und 18) hinausgeschleudert wird.
Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher der Bumerang aus dem Schlitz E* eines pistolen7 förmigen Schaftes (Fig. 22 und 23) durch einen Bolzen c hinausgeschleudert wird, wobei der Bolzen beim Losdrücken durch Entzündung einer Patrone w vorwärts getrieben wird.
Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher der Arm bezw. Bügel B5, Fig. 24, beim Abdrücken geradlinig auf dem Schaft A6 vorwärts getrieben wird, bis derselbe — durch Federn F1 F1 angezogen — gegen den festen Doppelarm F schlägt und so die an seinen Enden eingespannten Bumerangs fortschleudert.
An der gekennzeichneten Schleudervorrichtung die Befestigung der Bumerangs in den Haltern C C1, Fig. 5 und 6, in Verbindung mit dem Hebel oder Arm /, welcher mittelst des Bolzens k und der convex-concaven Scheiben kl k'2 beim Anschlagen das Maul des Halters öffnet und den eingespannten Bumerang entweichen läfst.
An der gekennzeichneten Schleudervorrichtung die Anordnung des aus einem elastischen Metallstreifen gebildeten Halters C:!, (Fig. 19 bis 21) mit dem verstellbaren Stift/*, gegen den der Bumerang beim Auslösen anschlägt, um Bumerangs verschiedener Gröfse einspannen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT74465D Vorrichtung zum Schleudern von Bumerangs Expired - Lifetime DE74465C (de)

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