DE7434C - Neuerungen an der Wittenberg'schen Ladevorrichtung für Zünd- und Sprenghütchen mit feuchter Zündmasse - Google Patents
Neuerungen an der Wittenberg'schen Ladevorrichtung für Zünd- und Sprenghütchen mit feuchter ZündmasseInfo
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- DE7434C DE7434C DENDAT7434D DE7434DA DE7434C DE 7434 C DE7434 C DE 7434C DE NDAT7434 D DENDAT7434 D DE NDAT7434D DE 7434D A DE7434D A DE 7434DA DE 7434 C DE7434 C DE 7434C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B33/00—Manufacture of ammunition; Dismantling of ammunition; Apparatus therefor
- F42B33/02—Filling cartridges, missiles, or fuzes; Inserting propellant or explosive charges
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Description
1878.
CARL KURTZ in KÖLN.
Neuerungen an der Wittenberg'schen Ladevorrichtung für Zünd- oder Sprenghütchen mit
feuchter Zündmasse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. December 1878 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren und Apparat zur Füllung von
Dynamitpatronen, Zündhütchen und ähnlichen Explosionskörpern.
Bei der vorliegenden Erfindung wird eine gröfsere Anzahl von Füllröhren, welche parallel
unter einander in dem Boden oder der Wand eines übrigens luftdicht geschlossenen Behälters
befestigt sind, in die in einem Kasten befindliche Dynamitmasse eingeführt. Das Dynamit
drückt sich bei dieser Operation in den inneren Raum der Röhren, entsprechend der Tiefe des
Eindringens in die Masse, und bleibt in den Röhren zurück, wenn dieselben wieder aus der
Masse herausgezogen werden. Wenn durch diese Manipulation die Röhren mit Dynamit gefüllt
sind, so werden die Patronenhülsen in der Weise unter erstere gebracht, dafs der Inhalt in sie
entleert werden kann.
Diese Entleerung wird bewirkt durch die Einführung von comprimirter Luft in den Behälter,
an dem die Röhren befestigt sind. Der Luftdruck schiebt das in den Röhren befindliche
Dynamit leicht und sanft in die Hülsen.
Die Fig. 1, 2 und 3 der beiliegenden Zeichnung zeigen einen zur Ausführung der vorbeschriebenen
Operationen zweckmäfsigen Apparat.
Der Kasten α mit den daran befindlichen Füllröhren b ist auf dem oberen Verbindungsrahmen des Gestells befestigt. Auf den Tisch c,
der vermittelst des Handhebels d vertical bewegt werden kann, wird zunächst der mit
Dynamit gefüllte Kasten e aufgestellt. Der Tisch steht dabei in seiner tiefsten Stellung
und die Mündung der Füllröhren etwas über dem Deckel des Kastens. Dieser Deckel ist
mit Löchern versehen, die etwas gröfser sind, wie der äufsere Durchmesser der Röhren und
in ihrer Stellung mit der Stellung der Röhren correspondiren. Bei der nun erfolgenden Bewegung
des Tisches nach oben, passiren die Eüllröhren die Löcher des Deckels, ohne seitlich
zu berühren, und füllen sich mit Dynamit in dem Mafse, wie sie in die Masse eindringen.
Der Hub des Tisches ist durch die Klinke am Handhebel so begrenzt, dafs in der höchsten
Stellung die. Füllröhren noch etwas vom Boden des Kastens e entfernt bleiben und nicht auf
denselben aufstofsen können. Fig. 1 und 2 zeigen den Tisch in dieser Stellung.
Nachdem die Füllröhren mit Dynamit gefüllt sind, wird der Tisch nach abwärts bewegt.
Der Deckel des Kastens e verhindert dabei, dafs das Dynamit, welches die Röhren umgiebt,
mit aus dem Kasten genommen wird. Wenn die Röhren aus dem Deckel herausgetreten sind, wird der Kasten e zur neuen Füllung entfernt.
Um letztere ausführen zu können, ist der Deckel zum Abnehmen eingerichtet.
An die Stelle des Kastens e wird nun auf den Tisch der Kasten /, Fig. 3, welcher die
leeren Papierhülsen der Patronen enthält, aufgestellt.
Die Stellung der Patronenhülsen correspondirt auch mit der Stellung der Füllröhren, und
werden die Hülsen durch dünne Blechröhren oder Röhren aus Hartgummi in ihrer Stellung
gehalten. Der Kasten selbst wird auf dem Tisch in der richtigen Lage fixirt und dann mit diesem
nach aufwärts bewegt. Die dünneren Füllrohre treten ohne Reibung in die etwas weiteren
Patronenhülsen, bleiben aber wie beim Dynamitkasten noch ein wenig vom Boden entfernt,
wenn der Tisch seinen Hub vollendet hat. Bei der höchsten Stellung des Tisches wird sodann
durch das Ventil g comprimirte Luft in den Behälter α eingelassen. Darauf wird der Tisch
wieder nach unten bewegt und drückt nun die comprimirte Luft den Inhalt der Röhren in die
Hülsen, welche sich in dem Mafse füllen, wie der Tisch abwärts geht. Wenn so die Füllröhren
schliefslich ganz entleert und die Papierhülsen gefüllt sind, wird der Kasten vom Tisch
abgenommen, die gefüllten Patronen herausgenommen und an den Enden zugefaltet. - Statt
die Füllröhren in die Patronenhülsen eintreten zu lassen, kann auch in der Weise gearbeitet
werden, dafs der Tisch nur so weit gehoben wird, bis die Mündung der Füllröhre die Mündung
der Hülse berührt. Es kann dann sofort mit Hülfe der comprimirten Luft der Inhalt der
Füllröhren in die Hülsen entleert werden. Durch einen aufgesetzten Ring läfst sich das seitliche
Austreten von Dynamit verhindern.
Bei dieser Methode des Füllens können 'die Füllröhren denselben inneren Durchmesser haben,
wie die Patronenhülsen.
Der Hahn h auf dem Deckel des Kastens wird geöffnet, wenn die Füllröhren durch Heben
des Tisches mit Dynamit gefüllt werden sollen^ während dabei das Zuführungsventil g für comprimirte
Luft geschlossen bleibt. Beim Zurückgehen des Tisches wird der Hahn h wieder
geschlossen, was noch dazu beiträgt, das Zurückgehen des Dynamits in den Füllröhren zu verhindern.
Der Bewegungsmechanismus liegt so, dafs keiner der reibenden Theile oder an diesen erwärmte
Körperchen mit dem Dynamit in Berührung kommen können.
Aufserdem ist es angezeigt, zu allen Theilen des Apparates, welche mit dem Dynamit in
unmittelbare Berührung kommen, also zu den Füllröhren, dem Dynamit- und dem Patronenkasten,
Hartgummi oder ein ähnliches Material zu verwenden, bei welchem ein zufälliger Druck
oder Stofs ungefährlich ist.
Wie Füllröhren aus Hartgummi sich in geeigneter Weise mit dem Behälter α verbinden
lassen, zeigt Fig. 3. In dem Boden des Behälters sind zunächst Metallrohren befestigt,
durch welche die Hartgummiröhren durchgehen. An der Stelle, wo letztere unten aus den Metallröhren
heraustreten, ist zur Dichtung eine Gummimanschette übergezogen. In dem Kasten α werden
die Hartgummiröhren durch eine Platte festgehalten, welche sich auf die Köpfe legt
und am Boden des Behälters angeschraubt ist.
Die Construction des ganzen Apparates läfst sich noch in mannigfacher Weise abändern,
ohne dafs das Princip dadurch berührt wird. So kann die Bewegung des Tisches durch Luftoder
Wasserdruck bewirkt werden. Auch kann die Anordnung getroffen werden, dafs der Tisch
feststeht und der Behälter α sich bewegt.
Wenn die Papierhülsen nicht vorher zusammengeleimt, sondern nur lose gerollt werden, können,
wenn nöthig, getheilte Hülsen oder ein durchbohrter Holzblock, der in den Mittellinien der
Hülsen getheilt ist, zur Anwendung kommen.
Zur Füllung von Zündhütchen ist der Apparat in seinen Dimensionen und Details dem
Gegenstand anzupassen, ebenso bei anderen Explosionsobjecten.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, wie bei allen Operationen des Füllens
jeder stofsende Druck und jede Erwärmung durch Reibung vermieden und also ein absolut
gefahrloses Herstellen der Dynamitpatronen, Zündhütchen und anderer mit explosiven Körpern
zu füllender Gegenstände zu erreichen ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Anwendung von comprimirter Luft zum Herabtreiben der Zündmassecylinder in die Hütchen, in der durch Beschreibung und Zeichnung erläuterten Weise.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7434C true DE7434C (de) |
Family
ID=285250
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7434D Active DE7434C (de) | Neuerungen an der Wittenberg'schen Ladevorrichtung für Zünd- und Sprenghütchen mit feuchter Zündmasse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7434C (de) |
-
0
- DE DENDAT7434D patent/DE7434C/de active Active
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