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Als Wandschmuck dienender Holzteller Die Erfindung bezieht sich auf
Holzteller, wie solche als sogenannte Wandteller zum Ausschmücken von Räumen Verwendung
finden.
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Nach _ den bisher gebräuchlichen Herstellungsverfahren wurden derartige
Holzteller bei kreisrunder Form aus einem vollen Holzstück gedrechselt oder bei
sonstigen Formen durch andere jeweils geeignete Bearbeitungsverfahren aus dem vollen
Holzstück herausgearbeitet. Diese Herstellungsarten bedingen, dem Gebrauchszweck
der Teller als Schmutzgegenstände entsprechend, eine einwandfreie, sorgfältige Arbeit
und die Verwendung ausgesuchten Holzes, ,so daß sich verhältnismäßig hohe Herstellungskosten
und damit auch - ebensolche Verkaufspreise ergeben. Da es sich bei den Wandtellern
vorwiegend um beliebte und viel gekaufte Reiseandenken handelt, verursachen sie
weiterhin einen starken Verbrauch an wertvollen Nutz-" hölzern.
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Außerdem sind die so hergestellten Wandteller gegen Fall, Stoß oder
Druck und Witterungseinflüsse sehr empfindlich, da sie leicht zerbrechen und sich
durch den Wechsel von Trockenheit und Feuchtigkeit leicht verziehen, wenn sie nicht
sachgemäß verleimt sind, was jedoch ihre Herstellungskosten noch mehr erhöht.
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Im Zusammenhang mit dem erwähnten hohen Verkaufspreis der bekannten
Wandteller kann darauf hingewiesen werden, daß viele Besucher der verschiedenen
Gaue Deutschlands, , besonders aber die meisten K. d. F.-Fahrer, wegen der hohen
Gestehungspreise nicht in der Lage sind, diese Wandteller als Reiseandenken zu erwerben.
Andererseits finden aber, wie schon angedeutet, die- Wandteller, die auf ihrer Schauseite
stets ein Landschafts-, Trachten-, Blumenmotiv, eine originelle Beschriftung o.
dgl. tragen, gerade als Reiseandenken großen Anklang.
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Gemäß der Erfindung werden solche als Wandschmuck dienende Holzteller
aus Sperrholz hergestellt, und zwar derart, daß sie durch Anwendung des an sich
bekannten Sperrholzverfahrens auf ihrer Schauseite das Aussehen von handgedrechselten
oder sonstwie handgearbeiteten Wandtellern aufweisen.
Nach einem
besonderen Merkmal der Erfindung können die Holzteller mit einem nach unten umgepreßten
äußeren Rand nach Art einer Umbördelung versehen werden.
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An sich ist es bereits bekannt, Furnier-oder Sperrholzplatten in erwärmtem
Zustand unter Anwendung beheizter Biegeformen f;t=-v erschiedene Verwendungszwecke
zu bieget oder mittels Preßwerkzeugen Teile größerer Abmessung und mehr oder weniger
verwickelter Gestalt, z. B. Bauelemente, Möbel-und Flugzeugteile, Kähne usw., herzustellen.
Im Vordergrund steht dabei jedoch die Absicht, diesen verhältnismäßig großen Gegenständen
ein möglichst niedriges Gewicht zu geben, womit naturgemäß auch eine Werkstoffersparnis
verbunden ist.
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Demgegenüber erbringen die für sich allein als kleine Schmuckgegenstände
dienenden Wandteller gemäß der Erfindung im Vergleich mit den bisher bekannnten
folgende Vorteile.
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In ihrem Aussehen unterscheiden sie sich durch nichts von den in der
bisher üblichen Weise durch Drechseln oder andere Bearbeitungsmaßnahmen aus einem
vollen Stück ausgesuchten einwandfreien Holzes hergestellten Wandtellern. Der nach
unten umgepreßte äußere Rand erhöht diesen Eindruck eines handgearbeiteten Tellers,
insbesondere auch bei Betrachtung von der Seite aus. Der Aufwand an Arbeitszeit
für die Herstellung ist schon bei kreisrunder Form gegenüber gedrechselten Tellern
äußerst gering und bei anderen Formen, etwa gegenüber s handgeschnitzten Holztellern,
ist dies noch mehr der Fall. Die Herstellungskosten und damit auch der Verkaufspreis
betragen daher nur einen geringen Bruchteil von denen der bisher bekannten Teller,
so daß der Erwerb der erfindungsgemäßen Wandteller auch weniger Bemittelten möglich
ist. Gegen Fall, Stoß und Druck sind sie ungleich widerstandsfähiger und überhaupt
kaum zerbrechlich, gegen Witterungseinflüsse so gut wie unempfindlich. Diese beiden
letzterwähnten Eigenschaften werden durch den nach unten umgepreßten äußeren Rand
noch wesentlich erhöht.
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In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein der Erfindung entsprechender
Wandteller von kreisrunder Form dargestellt. Es zeigen Abb. i einen senkrechten
Mittelschnitt durch den Wandteller und Abb. 2 die Draufsicht auf den Teller.
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Wie die Abb. i erkennen läßt, ist der Wandteller aus einer als Zuschnitt
vorbereiteten Sperrholzplatte gepreßt, die aus kreuz und quer aufeinander verleimten
Furnierplatten u besteht.
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Durch eine nach unten gerichtete Umpressung b am äußeren Rand kann
nicht nur das Aussehen eines handgedrechselten Tellers gefördert, sondern auch die
Festigkeit gegen gewaltsames Verbiegen so stark erhöht «-erden. daß sie diejenige
eines aus einem vollen Holzstück gedrechselten oder durch andere Bearbeitungsmaßnahmen
hergestellten Tellers weit übertrifft. da die Eigenschaften des Sperrholzes einen
auf solche Weise herbeigeführten Bruch fast unmöglich machen. Auf die Unempfindlichkeit
des Sperrholzes gegen Fall und Stoß sowie gegen Witterungseinflüsse ist bereits
oben hingewiesen.
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In Abweichung von dem Beispiel der Zeichnung kann der Wandteller auch
andere Umrißformen aufweisen und auch dabei den nach unten umgepreßten äußeren Rand
erhalten. Ebenso kann er auch Änderungen in seiner Flächengestaltung erfahren, ohne
daß der grundlegende Erfindungsgedanke dadurch berührt wird.
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Die Wandteller erhalten, nachdem sie fertiggeprePit sind, entweder
auf ihrer vertieften Fläche c oder auf ihrer schrägen Randfläche d oder auf beiden
eine auf beliebige Weise herstellbare Verzierung, die in einem Landschafts-, Städte-,
Trachten-, Blumenmotiv o. dgl. mit oder ohne Beschriftung bestehen kann; auch kann
auf den erwähnten Flächen c und d ausschließlich eine Beschriftung angebracht werden.