DE7429331U - Als Filmscharnier ausgebildetes Hebelgelenk - Google Patents

Als Filmscharnier ausgebildetes Hebelgelenk

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Description

OPEL
Patentanmeldung 28. August 1974
Spi/sch
Anmelderin: ADAM OPEL AKTIENGESELLSCHAFT, RÜSSELSHEIM (HESSEN)
Als Filmscharnier auegebildetes Hebelgelenk
Die Erfindung bezieht sich auf ein als Filmscharnier ausgebildetes Hebelgelenk mit einem mindestens in der Nähe des Filmgelenkes flach ausgebildeten Hebel.
Bei derartigen bekannten Filmscharnieren verläuft die Schwenkachse des Filmscharnieres in Richtung der Breitenausdehnung des flach ausgebildeten Hebels. Daher sind Filmscharniere bis jetzt nur für entsprechende Anwendungsfälle z. B. für Scharniere für kleinere Gehäusedeckel und Klappen, für Gaspedale von Kraftfahrzeugen u. dgl. bekanntgeworden. Bei allen diesen Scharnieren verläuft die Breitenausdehnung des hebelartigen Teiles im rechten Winkel zur Bewegungsebene desselben.
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Es kommen aber Hebelgelenke auf vielen Gebieten der Technik zur Anwendung, bei denen die flach ausgebildeten Hebel in ihrer Bewegungeebene liegen. Für diese Hebelgelenke oder Hebellagerungen oder auch einfach für zwei gegeneinander verdrehbare entsprechende Teile hat man sich die Vorteile des Filmscharniers noch nicht nutzbar zu machen versucht und benutzt immer noch eine Drehwelle, einen Drehzapfen od., dgl. auf der bzw· den das Teil oder die Teile gelagert sind.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein als Filmscharnier ausgebildetes Hebelgelenk so auszubilden, daß es auch für flache Hebel benutzt werden kann, die in der Bewegungsebene liegen. Solch») Hebelgelenke werden dadurch wesentlich vereinfacht und ergeben auf zahlreichen Einsatzgebieten besondere Vorteile. Der Schweiakwinkel ist allerdings, wie auch bei den bekannten Fiisgeienken, auf ein bestimmtes NaB beschränkt.
ErfindungsgemäB ist die Schwenkachse des Filmscharniers im rechten Winkel zum flachen Hebel angeordnet. Der Hebel liegt somit in bekannter Veise in seiner Bewegungsebene·
Das Filmscharnier wird in üblicher Veise von zwei gegenüberliegenden Abschnitten gebildet, die sich aufeinander zulaufend verjüngen. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist jeder Abschnitt mit einen Fortsatz von etwa der halben axialen
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Ausdehnung des Filmscharniers versehen, an den sich ein hebelartiges Teil anschließt.
Das eine der hebelartigen Teile ist im allgemeinen an einer Vorrichtung fest angebracht bzw« bildet ein feststehendes Teil eines Gerätes, einer Vorrichtung od. dgl. Gewisse Anwendungsfälle erlauben es, daß die beiden hebelartigen Teile über das Filmgelenk miteinander verbunden montiert werden können. Häufig aber wird es zweckmäßig sein, wenn die hebelartigen Teile zunächst unabhängig vom eigentlichen Filmgelenk und damit unabhängig voneinander selbst sind.
Werden Hebel in bekannter Veiso auf einer Welle oder einem Drehzapfen gelagert, so wird durch die Fertigungstoleranzen eine Spielfreiheit nicht immer garantiert, vor allem wenn es sich um Teile einer Serienfertigung handelt, bei denen es auf Einfachheit in der Herstellung und der Montage ankommt. Die Erfindung erlaubt es daher, daß die zunächst unabhängigen hebelartigen Teile mit Preßsitz auf das Filmgelenk aufgebracht bzw. mit diesem verbunden werden können, da die Dreh- bzw. Schneckenbewegung über das Filmgelenk erfolgt.
Um dies zu erreichen schlägt die Erfindung weiterhin vor, daß die Fortsätze ringförmig ausgebildet sind und im Abstand über den den zugehörigen Abschnitt gegenüberliegenden Abschnitt
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des Filmscharniei's verlaufen. Die ringförmigen Fortsätze sind zweckmäßig an ihrem Umfang mit federnden widerhakenfönnigen Ansätzen zum Einklipsen der hebelartigen Teile in axialer Richtung versehen.
Die Erfindung wird an einem allgemeinen Ausführungsbeispiel und an einem Anwendung&fall näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Filmgelenkes, zum besseren Verständnis entlang der Achse des Filroscharnders in zwei Teile getrennt, die axial zueinander verschoben sind,
Fig. 2 eine Seitenansicht dazu, Fig. 3 ein« Draufsicht, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie IV - IV in Fig. 2, Fig. 5 einen Hebelmechanismus mit drei Filmgelenken.
Das Filmgelenk 2 wird von der Verbindungsstelle der beiden sich gegenüberliegenden Abschnitte 4 und 6 gebildet. Die
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Abschnitte 4 und 6 sind, wie Fig· 2 zeigt, nach dem Fiimg«ienk 2 sektorförmig zulaufend, wobei jeder Abschnitt einen Winkel von etwa 80° bildet. Dieser Winkel wie überhaupt die Querschnittsform der Abschnitte 4 und 6 kann natürlich auch anders sein. Der Winkel hängt z. B. vom Gewicht und vom auszuübenden Drehmoment der zu verwendenden Hebel sowie der axialen Ausdehnung des Filmgelenkes 2 ab«
Jeder Abschnitt 4 und 6 ist mit einem Fortsatz 8 bzw. 10 versehen (Fig. 1 und 4), von denen jeder eine Breite aufweist, die etwas kleiner ist als die halbe axiale Ausdehnung des Filmgelenkes 2. Aus Fig. 4 geht dies am besten hervor, aus der auch ersichtlich ist, daß ein Spalt 12 gebildet wird. Dieser Spalt 12 kommt dadurch zustande, daß jeder Fortsatz 8 und 10 ringförmig ausgebildet ist. Der ringförmige Fortsatz 8 des Abschnittes 4 umfaßt mit seinem dem Abschnitt 4 gegenüberliegenden Teil 14 im Abstand den Abschnitt 6. Der At tchnitt 6 ist an dieser Stelle mit einer Abschrägung 16 versehen. Ebenso umfaßt der ringförmige Fortsatz 10 des Abschnittes 6 mit seinem Teil 18 den Abschnitt 4 im Abstand, wobei der Abschnitt 4 über die Breite des ringförmigen Teiles 10, 18 mit einer Abschrägung 20 versehen ist.
Die ringförmigen Fortsätze 8, 14 und 10, 18 sind am äußeren Umfang mit federnden widerhakenförmigen Ansätzen 22 versehen,
die über den Umfang der ringförmigen Fortsäte« 8, 14 und 10, hervorstehen und lit Schrägflftohen 28 versehen sind. Diese Ansätze 22 dienen dacu, daß die hebelartigen Teile 24 und 26 (Fig. 3 und 4) aufgeklipst werden könaon, die su dieses Zwecke «it einer kreisrunden Durchbrechung versehen sind, deren Durchmesser den AviBendurehaesser der ringförmigen Fortsätze 8, 14 und 10, 18 entspricht. Zur Begrenzung der axialen Bewegung der hebelartigen Teile 24 und 26 sind die ringförmigen Fortsätze 8, 14 und 10, 18 alt Nocken 28 versehen, die ebenfalls über deren Umfang hervorstehen· Die Nocken 28 sind in axialer Richtung etwa um das NaB von den Ansät sen 22 entfernt, das der Dicke der hebelartigen Teile 24 und 26 entspricht.
Im allgemeinen ist in den Fig. 1 bis 4 eine Verdrehsicherung der hebelartigen Teile auf den ringförmigen Fortsät«en 8, 14 bsw. 10, 18 nicht erforderlich, da eine Verdrehung der Teile j Bueinander der Schwenkbewegung des Filmgelenkes gleichkommt. Die ringförmigen Teile 8, 14 und 10, 18 können aber, falls ' wünschenswert, zur Verdrehsicherung Vorspränge 30 (Fig. 1) auf-(| weisen, wobei dann die hebelartigen Teile 24 und 26 mit entsprechenden Ausnehmungen an entsprechenden Stellen versehen sein müssen·
Die Fig. 5 zeigt ein Hebelgetriebe, an dem das Filmscharnier in typischer Weise Verwendung finden kann. Es handelt sich
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hierbei um eine Vorrichtung, durch die z. B. Klappen einer Fahrzeugheizung in Abhängigkeit voneinander verstellt werden und die ale Bediengerät beseiebnet wird. An einem festen Winke1 teil 40 sind die Hebel 42, 44 und 46 drehbar gelagert. Diese Lagerung erfolgt mit je einem der vorher beschriebenen FiImscharniere 48, 80 und 52, die z. B. zunächst auf das Winke1-teil 40 aufceklipst werden. Dann werden ale weiterer Montageschritt die Hebel 42, 44 und 46 aufgeklipst·
Der Hebel 42 wird durch eine Stange 54 angetrieben· Dieser verstellt über einen ihn durchdringenden Bolzen 56, der in Kulissen 58 und 60 der Hebel 44 und 46 gleitet, die Hebel 44 und 46· Diese betätigen mit ihren Enden 62 und 64 nicht dargestellte Gestänge oder Bowdenzüge zum Verstellen von Luftführungsklappen oder zum Ein- und Ausschalten von Ventilen.
Vie sich aus Fig. 1 bis 4 ergibt, können die Fortsätze 8 und 10 bereits zu den hebelartigen Teilen zählen. Venn daher von flachen Hebeln bzw. hebelartigen Teilen gesprochen wird, so sollen schon solche darunter verstanden werden, deren Dicke etwa der Hälfte der Ausdehnung der Schwenkachse des FiImscharnieres entspricht.
- Hatent/Lsprüche -
— 8 —
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Claims (1)

  1. rüche
    1. Als Fllmseharaiar ausgebildetes Hebelgelenk ait einem
    mindestens in der Nähe des Filmgelenkes flach ausgebildeten Hebel,
    dadurch gekennzeichnet, daß dia Schwenkachse des Film» scharnieres (2) im rechten Winkel sum flachen Hebel (24,
    SS) angeordnet ist·
    2· Hebelgelenk nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß jeder der gegenüberliegenden Abschnitte (4, 6) des Filmscharniere (2) mit einem Fortsatz (8, 10) von etwa der halben axialen Ausdehnung des Fi!«scharnier9 (2) versehen ist, an den sich ein hebelartiges Teil (24, 26) anschließt.
    3e Hebelgelenk nach Anspruch 1 und 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Fortsätze (8, 10) ringförmig ausgebildet sind und im Abstand über den den zugehörigen Abschnitt (4, 6) gegenüberliegenden Abschnitt
    (4, 6) des Filmscharniers verlaufen.
    4. Hebelgelenk nach Anspruch 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet, daß die hebelartigen Teile (24, 26) mit den ringförmigen Fortsätzen (8, 14 und 10, 18) verbunden sind·
    Ill· I MI I I
    5. Hebelgelenk nach Anspruch 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet; daß die ringförmigen Fortsetze 8, 14; 10, 18) an ihre« Umfang mit federnden widerhakenförmigen Ansätzen (22) zu« Aufklipsen der hebelartigan Teile (24, 26) in axialer RicLvung versehen sind·
    6, Hebeigelenk nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmigen Fortsätze (8, 14j 10, 18) am äußeren Umfang mit Vorsprüngen (30) und die hebelartigen Teile (24, 26) alt entsprechenden Ausnehmungen zur Verdrehsicherung versehen sind.
    7429331 19.0176
DE7429331U Als Filmscharnier ausgebildetes Hebelgelenk Expired DE7429331U (de)

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DE7429331U true DE7429331U (de) 1976-02-19

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