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Sortiermaschine für Lochkarten mit Kartenzählern Es ist eine Sortiermäschine
für Lochkarten mit einer Reihe von Sortierfächern und mit Kartenzählern bekannt,
die je einem Sortierfach zugeordnet sind und durch die je Fach mit Ausnahme des
letzten Faches vorgesehenen Steuerglieder für die Kartenleitmittel, nämlich die
Achsen der Weichenklappen, angetrieben werden. Es handelt sich dabei um eine Sortiermaschine,
die wahlweise auf verschiedene Lochschlüssel einstellbar ist. Da die Zähler von
den Achsen der Weichenklappen aus fortgeschalfiet werden, ist die Fortschaltung
der Zählwerke unabhängig davon, welcher Lochschlüssel dem Sortiervorgang gerade
zugrunde gelegt ist. Das letzte Fach der Reihe (Überlauffach), das die soggenannten
Überlaufkarten, d. h. die Karten, die an, den anderen Fächern vorbeigegangen sind,
aufnimmt, hat keine Kartenweiche. Aus diesem Grunde fehlt der bekannten Maschine
ein Zählwerk für das Überlauffach.
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Diesen Mangel zu beseitigen, ist die Aufgabe der Erfindung. Sie wird
dadurch gelöst, daß bei an sich bekannter magnetischer Weiterschaltung der Zählwerke
die Steuerglieder für .die Kartenleitmittel in Reihe geschaltete Kontakte schalten,
die in Ruhestellung eine Brücke für den Zählermagneten des Überlauffaches bilden
und je beim Umlegen den betreffenden Z@htermagneten anschließen, gleichzeitig aber
dahinter die Brücke unterbrechen. Wenn keines der Kartenleitmittel verstellt wird,
dann bleibt der Zusammenhang der Brücke erhalten, so daß der Steuerimpuls zum Zählermagneten
des Überlauffaches hindurchläuft.
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An sich ist es bekannt, auch .dem Überlauffach einen. Zähler zuzuordnen.
Dabei handelt es sich aber um eine Sortiermaschine, deren Zählwerke von der Kartenabfühlbürste,
nicht aber von den durch diese Bürste gesteuerten Kartenweichen geschaltet werden,
weshalb sich die Maschine nicht für verschiedene Lochschlüssel eignet. Eine Brücke,
die aus in Reihe geschalteten Kontakten für die Zählermagnete besteht, wird dabei
nicht verwendet.
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Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung
sei an Hand des
in der Zeichnung wiedergegebenen Schaltbildes erläutert.
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Die Sortiermaschine ist mit dreizehn hin tereinanderliegenden Fächern
ausgerüstet, in welche die Karten je nach dem Abfühlergebnis geleitet werden. Jedem
dieser Fächer ist ein Zähler zugeordnet, der ;furch einen der Magnete i bis
13 weiterschaltbar ist. Die Fächer haben mit Ausnahme des letzten
Faches je eine: Weiche; die Weichen können entweder über dem Fach selbst
angeordnet oder unmittelbar hinter der Abfühlstelle angeordnet und durch bis zu
den Fächern verlaufende Drähte oder Bänder ergänzt sein. Das letzte Fach der Reihe,
das die Überschußkarten aufnimmt, hat keine Weiche. Ihm ist der Magnet i zugeordnet.
Die Magneten 2 bis 13 haben je einen Steuerkontakt 14. Jeder Kontakt 14 steht mit
einem Steuerglied für die entsprechende Weiche so in Verbindung, daß er umgestellt
wird, wenn die betreffende Weiche für die Überführung der abgefühlten Karte in das
ihr zugeordnete Fach eingestellt wird.
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Erfindungsgemäß sind nun die Kontakte i.1 derart in Reihe geschaltet,
daß sie in Ruhestellung eine Strombrücke bilden, über welche der Magnet i für den
dem Überlauffach entsprechenden Zähler erregt «-erden kann. Wird aber einer der
Kontakte 14 aus seiner Ruhestellung heraus durch das Steuerglied für eine Kartenweiche
angehoben, .dann wird dort die Brücke unterbrochen. Der stromführende rechts liegende
Abschnitt der Brücke wird dann an den der verstellten Kartenweiche entsprechenden
Magneten angeschaltet, um diesen zu erregen, während der linke Abschnitt der Brücke
mit dein Magneten i stromlos wird.
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Wie die Karten gelocht sein müssen, damit sie in die einzelnen Fächer
gelangen, hängt von der Einstellung der Weichensteuerung ab. Man kann diejenigen
Karten, die in der abgefühlten Spalte nicht gelocht sind, in das Überlauffach leiten,
man kann die Kartensortierung jedoch auch so durchführen, daß die Abfühlung einer
ungelochten Kartenspalte das Öffnen einer Weiche, z. B. das Fach 13, zur
Folge hat, während dem Überlauffach beispielsweise diejenigen Karten zugeführt werden,
deren Lochung die Ziffer 9 bedeutet.
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Zur Zählung der gesamten, also sämtlichen Fächern zusammen zugeführten
Karten sind zwei Zähler 15 und 16 vorgesehen.
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Damit keine Fortschaltung der Zähler erfolgt, wenn die Abfühlstelle
leer bleibt, ist folgende Anordnung getroffen: Die Karten werden beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel im Ruhezustand durch Stifte abgefühlt. Ein Stift ist einer Stelle
der Karte zugeordnet, die stets ungelocht bleibt. Er öffnet einen für gewöhnlich
geschlossenen Kontakt i; für die Dauer der Kartenabfühlung nur dann, wenn die Abfiihlstelle
leer ist, also entweder eine Erschöpfung des Kartenstapels oder eine Hemmung in
der Kartenförderung eingetreten ist. Ferner ist eine --\;ocken«-elle vorgesehen,
die für jedes Abfühlspiel eine Umdrehung ausführt und drei Nockenscheiben 18, i9
und zo hat, deren Abwieklung in der Zeichnung wiedergegeben ist. Jede Nockenscheibe
wirkt auf einen der Kontakte 21, 22 und 23. Weiter ist ein Relais
vorgesehen. dessen Elektromagnet zwei Wicklungen 2-1 und 2,3 aufweist und
rlas zwei Arbeitskontakte 26 und :2; hat.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Befindet sich eine Karte an der Abfühlstelle,
dann bleibt der Kontakt i; während des _"£bfiilllvorganges geschlossen. Es entsteht
dann der folgende Stromkreis: Positive Klemme der Stromduelle, Relaiswicklung _#,
Kontakt 17,
\ockenkontakt 21, negative Klemme. In diesem Stromkreis wird also
das Relais mit der Wicklung 25 erregt und schließt seine Arbeitskontakte 26 und
2;. Infolgedessen wird folgender Haltestromkreis für das Relais 2d., 25 geschlossen:
Positive Klemme der Stromquelle, Relaiswicklung 24, Kontakt 23, Anker 26, negative
Klemme. Während der -Nockenkontakt 21 nach been(ligter Abfühlung (iie Relaiswiclaung
25 stromlos macht, wird der zuletzt beschriebene Stromkreis unmittelbar vor Beendigung
der Abfühlung geschlossen und bleibt dann bis zum Beginn des nächsten Abfühlvorganges
erhalten.
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Nach der Abfühlung der Karten wird, während die Kartenweichen und
die Schalter 1d. entsprechend dem Ergebnis der Abfühlun g eingestellt sind, der
Nockenkontakt 22 vorübergehend geschlossen. Es entsteht dabei folgender Stromkreis
zur Fortschaltung eines der Zähler i bis 13. Positive Klemme, Leitung 30, dem umgestellten
Kontakt i-. entsprechender Zählermagnet 2 bis i9 bz«-. Zählerrnagnet i, rechts vom
erregten -.\lagnet liegender Teil der Kontaktbrücke, Leitung 28, Kontakt 22, Kontakt
2;, negative Klemme. Die Zählermagnete 15 und 16 liegen in folgendem Stromkreis:
Positive Klemme, LeitIlng 30, Magnete 15 und 16, Leitung 28, hotltakt
22, Kontakt 2;, negative Klemme. Da alle Stromkreise für Zählermagnete den Kontakt
2; enthalten, unterbleibt die Schaltung der Zähler, wenn infolge einer Trennung
des Kontaktes i;, d. h. infolge des Fehlens einer Karte an der Abfühlstelle, der
Idaltekontakt 2; offenbleibt.
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Der Zähler 16 kann durch einen Handschalter 29 abgeschaltet werden.
Die Einrichtungen, um die Zählwerke nach beendigter
Zählung auf
Null zurückzuschalten, können in beliebiger bekannter Weis..e ausgeführt werden.
Man kann beim Rückstellen des Zählers 15 auf Null den Zähler 16 in seiner Lage belassen,
um mit seiner Hilfe beispielsweise die gesamte Tagesleistung der Maschine zu zählen.