DE741329C - Verfahren zum Herstellen bedruckter Kettenwirkware - Google Patents
Verfahren zum Herstellen bedruckter KettenwirkwareInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B21/00—Warp knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
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Description
Es ist bekannt, daß sich Kettenwirkwaren, wie Trikot und ähnliche,, in der bei Geweben
üblichen Art zufolge ihrer starken Dehnbarkeit, welche die genaue Übertragung eines
Musters, auf die Wirkware verhindert, maschinell nicht bedrucken lassen. Das Bedrucken
solcher Ware wurde deshalb nur in geringstem Ausmaß vorgenommen, und zwar entweder
von Hand, was sehr teuer ist, oder in besonderen Vorrichtungen, wobei zum Zwecke
des Bedrückens die Dehnbarkeit der Wirkware durch Aufkleben auf eine Unterlage
o. dgl. vorübergehend beseitigt wurde, wonach man die Wirkware nach dem Bedrukken
wieder in den ursprünglichen Zustand brachte. Auch diese zweite Art ist langwierig
und kostspielig, weshalb sie keine wesentliche Verbreitung fand.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß das Bedrucken von Kettenwirkware auf
den zum maschinellen Bedrucken von Geweben üblichen normalen Druckmaschinen aller
Art nur durch die dauernde Verringerung der Dehnbarkeit der Wirkware gelingen kann,
wobei diese aber den Charakter tier Wirkware und deren Eigenschaften, wie Porosität,
Leichtigkeit, angenehme Berührung des Kör- ' pers beim Tragen usw., nicht verlieren darf.
Demgemäß besteht nach der Erfindung ein Verfahren zum Herstellen von bedruckter
Kettenwirkware darin, daß eine glatte Ware mit einer Bindung hergestellt wird, bei der
die auf der Rückseite oben liegenden kurzen Platinenmaschen der einen Fadenkette die
langen Platinenmaschen der anderen Fadenkette abdecken, vorzugsweise mit einer Bin-
dung der hinteren Fadenkette unter drei Nadeln über eine Nadel und der vorderen
Fadenkette unter eine Nadel über eine Nadel, und daß diese Ware auf normalen Gewebedruckmaschinen
bedruckt wird.
Die Verwendung der oben gekennzeichneten Bindung verringert nicht nur auf die
Dauer die dem Bedrucken hinderliche Dehnbarkeit der Ware, sondern auch die lästige
ίο Neigung ähnlicher Gewirke zum Einrollen,
und zwar nicht nur an den Rändern, wie bei den einzelnen vorbekannten Gewirken, sondern
über die ganze Fläche. Gleichzeitig ergibt sich auf der Warenrückseite eine für das
Bedrucken geeignetere Warendecke, da sich die oben liegenden kurzen Platinenmaschen
nicht verschieben und auch die langen in ihrer Lage halten.
Auch andere vorbekannte Bindungen ähnlicher
Art sind für die Zwecke der Erfindung, weil sie die Dehnbarkeit der Ware entweder
gar nicht oder nur stellenweise verringern, nicht verwendbar.
Ein Beispiel der Bindung, die sich gemäß der Erfindung für die Durchführung des Verfahrens
besonders eignet, ist in der Zeichnung veranschaulicht; es zeigen:
Abb. ι die Bindung der rückwärtigen Kette, Abb. 2 die Bindung der vorderen Kette und
Abb. 3 die Vereinigung der beiden Bindungen beim fertiggestellten Erzeugnis. t
Die Bezeichnungen »vordere« und »rückwärtige« Kette geben hierbei die Lage der
Fadenketten in der üblichen einnadelbarrigen Kettenwirkmaschine an, bei der die Wirknadeln
senkrecht stehen und die Ware nach vorn abgezogen wird.
Wie ersichtlich, verwendet man zur Verringerung der Dehnbarkeit der Kettenwirkware
und damit auch zur Ermöglichung ihres ein- oder beiderseitigen maschinellen Bedrukkens
eine besondere doppelte Bindung, bei welcher die eine Legeschiene den Grund der Wirkware
gemäß Abb. 1 nach der Legung »unter drei über eine Nadel« und die andere Legeschiene
die Decke der Wirkware gemäß Abb. 2 nach der Legung »unter eine über eine Nadel«
herstellt. Auf diese Weise entsteht eine Bindung, die in der Praxis bisher noch keine Anwendung
gefunden hat, die sich aber in bester Weise dazu eignet, Ketten wirkware maschinell
bedruckbar zu machen. Die so hergestellte Ware kann in Stücken von 100 und
mehr Metern bedruckt werden, ohne daß sich ihre Ränder einrollen, wie dies bisher bei
allen feineren Strick- und Wirkwaren der Fall war. Die so gewonnene Wirkware weist
große Ähnlichkeit mit gewebtem Stoff auf, dehnt sich nicht wesentlich und geht auch
beim Waschen nicht ein,, was, wie bekannt, eine unangenehme Eigenschaft der gewöhnlichen
Trikot- und ähnlichen Ware ist, wobei sie ohne jede Bearbeitung und Vorbereitung
unmittelbar inGewebedruckmaschinen üblicher Art bedruckt werden kann, ohne daß an ihnen
Änderungen vorgenommen werden mußten. Die eigentliche Herstellung der Wirkware wird durch das Verfahren gemäß der Erfindung
nicht verteuert, während die Art des Bedrückens eine Wertsteigerung des Erzeugnisses
bedeutet, und dies bei einem Kostenaufwand, der gegenüber allen bisher zu diesem
Zweck angewendeten Verfahren unvergleichlich niedriger ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Herstellen von bedruckter Ketten wirkware, dadurch gekennzeichnet, daß eine glatte Ware mit einer Bindung hergestellt wird, bei der die auf der Rückseite oben liegenden kurzen Platinentnaschen der einen Fadenkette die langen Platinenmaschen der anderen Fadenkette abdecken, vorzugsweise mit einer Bindung der hinteren Fadenkette (Abb. 1) unter drei Nadeln über eine Nadel und der vorderen Fadenkette (Abb. 2) unter eine Nadel über eine Nadel, und daß diese Ware auf normalen Gewebedruckmaschinen bedruckt wird.Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes voniStande der Technik sind imErteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:deutsche Patentschrift Nr. 188475, 459592, 596 977;französische Patentschrift .. Nr. 734597; amerikanische - Nr. 1666 638,2 133 935.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
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