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Verfahren zum'Aufkleben von Sohlen auf Schuhböden und Maschine zum
Ausüben des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufkleben von Sohlen
auf Schuhböden und schlägt weiterhin eine Maschine vor, die zum Ausüben dieses Verfahrüns
An@vendung findet. Gemäß der Erfindung wird beim Aufkleben von Sohlen auf Schuhböden
derart vorgegangen, daß die Sohle und der Schuh aufeinander ausgerichtet werden,
während der Schuh im Abstand senkrecht über der Sohle gehalten wird, daß dann das
eine Ende der Sohle festgehalten und das andere Ende in Richteng der Sohlenlängsachse
verschoben wird, so daß der Gelenkteil der Sohle sich aufwölbt und somit bei dem
später ausgeübten Preßdruck nicht gereckt oder auf Zug beansprucht wird, und daß
schließlich die in ihrem Gelenkteil aufgewölbte Sohle ' selbsttätig festgestellt
wird.
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Durch das bei bekannten Klebepressen häufig auftretende Ausrecken
des Gelenkteiles der Laufsohle wird in der Sohle eine Spannung hervorgerufen, die
sich nach der Wegnahme des Preßdruckes derart auswirkt, daß die Sohle bestrebt ist,
sich wieder zusammenzuziehen, worunter selbstverständlich die Klebeverbindung zwischen
Sohle und Schuhboden leidet.
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Es sind Klebepressen bekannt, -,die mit einem Preßkissen ausgestattet
sind, auf dem der Vorderteil der Sohle durch ein Spitzeneinstellteil und zwei Balleneinstellteile
festgelegt wird. Bei der Maschine gemäß der Erfindung zur Durchführung des angegebenen
Verfahrens ist der Spitzeneinstellteil quer zum Preßkissen gemäß dem jeweiligen
Winkel zwischen der Längsmittellinie des Sohlenvorderteiles und der Längsmittellinie
des Sohlenhinterteiles einstellbar. Der Spitzeneinstellteil und die Balleneinstellteile
werden zweckmäßig von einem gemeinsamen Antrieb
aus betätigt, in
den ein Leerlauf so eingeschaltet ist, daß der Spitzeneinstellteil früher als die
Balleneinstellteile betätigt wird. Der V-förmige Spitzeneinstellteil für die Sohle
besitzt auf jeder Seite zwei drehbare Platten, die mit ihren freien Kanten auf der
Kissenoberfläche aufsitzen.
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Es sind Klebepressen bekannt, bei denen mit dem Spitzeneinstellteil
der Sohle ein Spitzeneinstellteil für den Schuh zusammenwirkt, die beide an demselben
Schlitten angebracht sind. Gemäß der Erfindung ist der beide Spitzeneinstellteile
tragende Schlitten in der Richtung der Längsmittellinie des Sohlenvorderteils bewegbar,
und er wird nach Bewegen in die Arbeitslage beim Auftreten eines Widerstandes, der
durch Anschlagen des Einstellteiles gegen die Sohlenkante entstellt, gesperrt..
Hierdurch wird -eine sichere Einstellmöglichkeit der Sohle mit Bezug auf den Schuhboden
erzielt.
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Der die Spitzeneinstellteile tragende Schlitten ist in der Querrichtung
des Preßkissens in der Weise verstellbar, daß das Verstellen längs einer Kreislinie
erfolgt, deren Mittelpunkt mit dem Schnittpunkt zwischen der Längsmittellinie des
Sohlenvorderteiles und der Längsmittellinie des Sohlenhinterteiles zusammenfällt.
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Die Balleneinstellteile «-erden zweckmäßig von Platten betätigt, die
in der Querrichtung des Preßkissens verschwenkbar und mit Schrägschlitzen versehen
sind. in die voll längs beweglichen Schlitten getragene Fing: r eingreifen.
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Die Einstellteile für die Fersenenden der Sohle und des Schuhes «-erden
ebenfalls voll einem Schlitten getragen, der in der Längsrichtung des Kissens beweglich
ist und der selbst von einem in der Querrichtung des Kissens beweglichen Schlitten
getragen wird, wobei der quer bewegliche Schlitten durch Federdruck in seiner Mittellage
gehalten wird. Der Einstellteil für das Sohlenfersenende gegenüber dem Einstellteil
für das Fersenende des Schulces ist dabei in der Querrichtung des Kissens verstellbar,
um den Fersenteil der Sohle in Anpassung all die Lage des Fersenteiles des Schuhes
einzustellen. Der längs bewegliche Schlitten wird dabei von einem selbsttätigen
Gesperre all einer Rückwärtsbewegung verhindert, nachdem dieser Schlitten den Eilistellteil
für das Fersenende der Sohle in seine Arbeitslage vorbewegt hat.
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Der Einstellteil für das Fersenende des Schahes wird «-eiterkin voll
einem längs beweglichen Schlitten getragen, der auf dein den Einstellteil für das
Fersenende der Sohle tragenden längs beweglichen Schlitten beweglich ist und der
von einer Feder nach dem Schuh hingeschoben wird. Das er«-älinte Gesperre wird z«-eckmäßig
durch die Handauslösung des Einstellteils für das Fersenende der Sohle gleichzeitig
ausgelöst.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
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Fig. i ist ein Grundriß eines Preßkissells gemäß der Erfindung.
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Fig. 2 ist ein Grundriß einer an der Ballenlinie der Sohle angreifenden
Einstellvorrichtung.
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Fig.3 ist eine Schnittansicht nach der Linie III-III der Fig. i.
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Fig.4 ist eine Schnittansicht nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
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Fig. 5 ist eine Vorderansicht der in Fi;;. 3 dargestellten Maschinenteile.
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Fig.6 ist eine Schnittansicht nach der Linie VI-VI der Fig. i.
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Fig. 7 ist ein Schaubild der das Spitzenendü der Sohle einstellenden
Vorrichtung finit einem Teil der das Spitzenende des Schuhes einstellenden Vorrichtung.
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Fig.8 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung zum Einstellen der Fersenenden
der Sohle und des Schuhes.
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Fig. 9 ist eine senkrechte Schnittansicht längs der Mittelachse der
in Fig. S (largegtellten Vorrichtung.
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Fig. io ist eine Schnittansicht nach der Linie 1-1 der Fig. B.
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Fig. i i ist eine Seitenansicht von gewissen in Fig. io dargestellten
Maschinenteilen und Fig. 12 ist eine schematische Darstellung der Einstellung eines
Schulces und einer Sohle gemäß der Erfindung.
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Fig. i veranschaulicht das Einstellen eines Schuhes S und einer Laufsohle
O auf einem Preßkissen, das ein Teil einer Sohlenklebepresse ist. Die Vorrichtung
zum Einstellen des Spitzenendes der Laufsohle (Fig.1, 3 und;) hat eine Gabel 20,
und jeder Arm dieser Gabel trägt zwei Platten 2.1, 26, die durch einen Bolzen 28
in Augen 22 der Gabelarme drehbar befestigt sind, so daß die freien Kanten der Platten
auf einer Decke 3o des Preßkissens 31 aufsitzen, das selbst in einem Geliäuse
32 sitzt. Die beiden Plattenpaare 24, 26 bilden zusammen einen V-förmigen
Einstellteil für das Spitzenende der Laufsohle. Die Gabel 2o wird voll einem Schlitten
34 getragen, der in der Richtung der Längsinittelliiiie des Sohlenvorderteils beweglich
ist. Das die Gabel 20 tragende Vorderende des Schlittens 3.1 ist uni einen waagerechten
Bolzen 36 (Fig. 7) etwas auf und ab beweglich. Der Schlitten 3.1 trägt einen nach
unten zeigenden Ansatz 35 (Fig. 3). der auf der Decke 3o des Preßkissens aufsitzt
und die Abwärtsbewegung des `'ordereneles des
Schlittens 34 begrenzt,
so daß ein Anschlagen der Platten 24, 26 gegen die das Spitzenende des Schuhes einstellende
Vorrichtung verhindert wird.
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Der Schlitten 34 bewegt sich in einer Führung 38, 39 (Fig. 4), die
in einem Träger 40 ausgebildet ist. Der Bolzen 36, um den die Aufundabbewegung des
Schlittens erfolgt, hat einen viereckigen Kopf 41, der in der Führung 38 geführt
wird, und das andere Ende des Bolzens 36 trägt eine rechteckige Vorsteckscheibe
45, die sich in der Führung 39 bewegt. Auf der Unterseite des Trägers 4o ist eine
T-förmige Führung 43 (Fig. 3) ausgebildet, die in Eingriff mit einer Bogenplatte
4.4 steht. Die beiden. Enden der Platte 44 werden von zwei festen Trägern 46 (Fig.
i) gehalten. Der Krümmungsmittelpunkt der Platte 44 fällt mit dem Schnittpunkt zwischen
der Längsmittellinie des Sohlenvorderteils und der Längsmittellinie des Sohlenhinterteils
auf dem Preßkissen zusammen. Der Träger 4o wird längs der Bogenplatte 44 verstellt,
um den Einstellteil 24, 26 für die Sohlenspitze in Anpassung an rechte oder linke
Sohlen, oder in Anpassung an Sohlen, deren Vorderteile und Hinterteile in versehiedenen
Winkeln zueinander stehen, einzustellen, wobei die jeweilige Einstellung des Trägers
40 durch eine Klemmschraube 48 (Fig. i) festgelegt wird.
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Nach dem Auflegen einer Sohle auf die Decke 30 des Preßkissens
in die ungefähr richtige Lage wird die Einstellvorrichtung für die Sohlenspitze
in der Richtung- der Längsmittellinie des Sohlenvorderteils nach dem Spitzenende
der Sohle hin bewegt und nach dem Erfassen dieses Spitzenendes gesperrt. Zu diesem
Zwecke ist auf dem Schlitten 34 bei 36 ein Hebel 52 (Fig. 3 und 4) angelenkt, der
eine Kurve 54 trägt. Bei der Drehung des Hebels 52 im Zeigersinn (Fig. 3) greift
die Kurve 54 an einer Platte 56 an, die auf der Oberseite der Führung 39 befestigt
ist. Der Hebel 52 wird im Gegenzeigersinn durch eine Feder 58 gedreht, die mit einem
Ende an dem Hebel und mit dem anderen Ende ,an dem Schlitten 34 angreift und deren
Vorspannung mittels einer Schraube 6o eingestellt wird. Mit dem Hebel 52 ist bei
64 ein Lenker 62 verbunden, dessen anderes Ende mit dem Arm 66 eines Hebels 66,
68 in Eingriff steht. Der Hebel ist bei 70 zwischen zwei nach unten zeigenden
Armen 72 drehbar befestigt, die an dem Träger 4o ausgebildet sind. Um die Achse
7o des Hebels 66, 68 ist weiterhin ein Hebel 76 drehbar, in dessen oberem
Arm 74 das eine Ende einer Feder 78 sitzt, die von einer Schraube 8o festgehalten
wird. Das Unterende dieser Feder greift an dem nach hinten zeigenden Arm 68 des
Hebels 66, 68 an. Die von der Feder 78 erzeugte Relativbewegung zwischen den Hebeln
66, 68 und 76 wird von einer Stellschraube 84 begrenzt, die durch den Arm 66 geschraubt
ist und an dem Arm 74 angreift. Durch Verdrehung der Schraube 84 wird die Anfangslage
der Spitzeneinstellvorrichtungen für die Sohle und für den Schuh bestimmt. Der Hebel
76 trägt auf einem Bolzen 86 eine Rolle 88, die in einer bogenförmigen Rille 9o
(Fig. i und 3) läuft. Der Krümmungsmittelpunkt der Rille 9o fällt mit dem Krümmungsmittelpunkt
der Platte 44 zusammen. Die Rille 9o ist in einem Drehteil 92 (Fig. i) ausgebildet,
der auf beiden Enden durch je einen Bolzen 94 an den festen Trägern 46 drehbar befestigt
ist. Die Achsen der Bolzen 94 fallen mit der Drehachse 7o des Hebels 68 zusammen.
Auf der von dem Arbeiter entfernten Seite des Preßkissens hat der Drehteil 9,2 einen
nach oben zeigenden Arm 96 (Fig. i und 6), der bei 98 mit einer Stange ioo drehbar
verbunden ist. Die Stange ist durch eine Führung io2 (Fig. i) gesteckt und trägt
eine Rolle 104, die in eine Rille in dem Oberende eines Winkelhebels io6 in bekannter
Weise eingreift. Eine zwischen der Stange ioo und einem festen Bolzen iio ausgespannte
Feder io8 (Fig. i) ist bestrebt, den Drehteil 92 im Zeigersinn (Fig.6) zu schwingen,
um somit die Spitzeneinstellvorrichtungen für die Sohle und den Schuh nach dem Schuh
hin zu beiiegen,wenn der Hebel io6 freigegeben wird.
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Bei der Schwingung des Drehteils 92 durch die Feder io8 werden die
Hebel 66, 68 und 76 geschwungen, wobei der Lenker 62 über die Feder 58 den Hebel
52 betätigt und den Schlitten 34 nach der Sohle hin bewegt. Nach. dem die Einstellplatten
24, 26 gegen die Sohle angeschlagen haben und somit deren Vorwärtsbewegung beendet
ist, gibt die Feder 58 nach, so daß bei der dadurch hervorgerufenen Drehung des
Hebels 52 im Zeigersinn die Kurve 54 gegen die Platte 56 geklemmt wird, wobei der
Schlitten 34 in der Arbeitslage gesperrt wird. Jegliche Kraft, die bestrebt ist,
den Schlitten 34 wieder nach hinten zu schieben, erhöht die Klemmwirkung zwischen
der Kurve 54 und der Platte 56. Die Feder 78 gibt dann ebenfalls nach, um eine fortgesetzte
Bewegung des Drehteils 92 zu ermöglichen.
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Zum Einstellen des Spitzenendes des Schuhes in Anpassung an das durch
die Platten 24, 26 eingestellte Spitzenende der Sohle dient ein V-förmiger Einstellteil
112 (Fig. i und 3) mit zwei ungefähr in einem .rechten Winkel zueinander stehenden
Einstellflächen i 13, die in senkrechter Richtung ziemlich lang sind und ungefähr
parallel zu den Kantenflächen der Platten 24 und 26 liegen. Der Einstellteil 112
ist bei 114 (Fig. 3) auf einem
Schlitten 116 befestigt, der auf
dem Schlitten 34 längs verschiebbar ist und durch eine Schraube i 18 geführt wird.
Die Schraube ist durch einen Schlitz des Schlittens 116 gesteckt und in den Schlitten
34 eingeschraubt.
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Da bei gewissen Schuhen der hervorstehende Randteil der Laufsohle
breiter ist als bei anderen, kann der Einstellteil 112 für das Spitzenende des Schuhes
gegenüber dein Sohleneinstellteil 24, 26 verstellt werden. Zu diesem Zwecke hat
der Schlitten 3.1 eine Quernut 120 (Fig. 7), in die ein nach unten zeigendes Führungsstück
des Einstellteils 112 eingreift, und weiterhin hat der Einstellteil einen Schlitz
122 (Fig. i), der mit der -Nut i2o gleichgerichtet und in den die Schraube 114 eingesteckt
ist.
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Die Verstellung des Schlittens 116 erfolgt mittels einer Schraube
124 (Fig. 3), deren Kopf 126 in eine Aussparung 128 des Schlittens 34 eingreift.
Die Schraube 124 ist durch einen Flansch 13o des Schlittens 116 geschraubt, und
zwischen dem Kopf 126 der Schraube 124 und dem Flansch 130 sitzt eine Feder 132,
die eine ungewollte Verdrehung der Schraube verhindert.
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Die jeweilige Verstellung des Einstellteils 1 12 gegenüber
dem Einstellteil 20 wird auf einer Skala 136 (Fig. 3 und 7) abgelesen, die auf einer
Platte 134 verzeichnet ist. Ein abgebogener Teil 138 der Platte 134 ist durch eine
Schraube 139 (Fig. 3) auf dem Schlitten 34 befestigt. Ein Zeiger 140 ist bei 1:12
auf der Platte 134 drehbar befestigt, und ein gabelförmiger Arm 144, der ebenfalls
bei 142 drehbar ist, ist mit dem Zeiger 14o durch eine Schraube 146 verbunden. Der
gabelförmige Arm 144 greift an einem Bolzen 148 (Fig. 3) an dem Schlitten 116 an,
und eine Aussparung i5o in der Platte 134 gestattet die Bewegung des Bolzens 146
gegenüber der Platte, wenn der Schlitten 116 verstellt wird, wobei der Zeiger i4o
über der Skala 136 entsprechend bewegt wird. Der Zeiger i4o kann auf irgendeine
gewünschte Einstellung festgelegt werden, die dann eine bestimmte Einstellung des
Schuheinstellteils 112 bezüglich des Sohleneinstellteils 2o angibt, so daß ähnlich
ausgebildete Preßkissen durch die entsprechende Einstellung des Zeigers 140 ohne
weiteres zum Bearbeiten gewisser Formen von Schuhen eingestellt werden können.
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Nach der Bewegung des die Sohlenspitze einstellenden Teiles 2o nach
dem Spitzenende der Sohle hin, wobei, wie erwähnt, der Einstellteil 112 für
das Spitzenende des Schuhes mitgenommen wird, werden zwei Einstellteile 152, 154,
die in der Nähe der Ballenlinie der Sohle angreifen, nach der Sohle hin bewegt.
Jeder Einstellteil 152 bzw. 154 hat einen Stiel 156 (Fig. i), der durch eine
Schraube 158 auf einem Arm 16o verstellbar befestigt ist. Der Arm 16o ist durch
einen waagerechten Balzen 162 (Fig. 6) mit einem Arm 164 drehbar verbunden, der
auf einem festen, senkrechten Bolzen 166 drehbar ist. Unter jedem Arm 16o ist eine
Platte 168 (Fig. i) angeordnet, in die ein schräg gestellter Schlitz 170
eingeschnitten ist. Jede Platte 168 ist auf dem entsprechenden Bolzen 166 drehbar
und hat einen Ansatz 172 (Fig. 2 und 6), der bei 173 (Fig. 6) finit einem Schwanzstück
1;4 des Armes 164 verbolzt ist, so daß sich die Platte 168 und der Arm 16o gemeinsam
um den Bolzen 166 drehen. Jeder Arm 16o trägt einen senkrechten Bolzen 176 (Fig.
i und 2), der in einen Schlitz in der Platte 168 eingreift, so daß die Einstellteile
132 bei der Oberflächenveränderung des Preßkissens sich senkrecht verschieben können.
Die Bolzen 176 führen die Arme 16o bei der Einwärtsbewegung der Platten 168.
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In den Schlitz i 7o jeder Platte 168 greift ein auf einem Schlitten
i8o (Fig. 2) befestigter Finger 178 ein. Jeder Schlitten 18o bewegt sich längs einer
Führung 182 in der Längsrichtung des Kissens. `'Weiterhin ist jeder Schlitten i8o
durch einen Lenker 184 (Fig. 6) mit dem oberen Arin i86 eines bei 94 drehbaren Hebels
verbunden, dessen unterer Arm 188 in den verbreiterten Endteil 189 der Rille go
in ihrem Drehteil 92 eingreift. Der Arm 188 wird nachgiebig gegen die linke Seite
der Rille, von vorn gesehen, durch einen Bolzen igo gedrückt, der von einer Feder
192 belastet ist. Wenn somit der Drehteil 92 im Zeigersinn, von vorn gesehen, gedreht
wird, drücken die federbelasteten Bolzen igo auf die entsprechenden Arme 188, wobei
die Arme 186 im Zeigersinn geschwungen und die Schlitten iSo rückwärts bewegt werden.
Dabei werden die Einstellteile 152, 154 durch die Bewegung der Finger 178 in den
schrägen Schlitzen 17o auf die Sohle hin bewegt. Sobald der eine oder andere Einstellteil
152, 114 gegen die Sohlenkante anschlägt, gibt der entsprechende federbelastete
Bolzen igo nach, so daß die Bewegung des anderen Einstellteils fortgesetzt werden
kann, bis dieser ebenfalls gegen die Sohle anschlägt. Die Einstellteile 152, 154
wirken somit als Fühler, die die Sohle in ihrer jeweiligen Lage auf dem Preßkissen
auffinden und festhalten. Die Schräglage der Schlitze 170 ist derart, daß
beide Einstellteile 152, 154 an einer Auswärtsbewegung verhindert werden, bis die
Finger 178 selbst wieder in umgekehrter Richtung bewegt werden.
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Über dein Sohleneinstellteil 152 ist ein Schuheinheitsteil 194 angeordnet,
der gegenüber dem Einstellteil 152 quer zum Schuh mittels einer Schraube 196 verstellbar
ist.
Auf der anderen Seite des Werkstückes ist ein ähnlicher Schuheinstellteil
198 über dem Sohleneinstellteil 154 angeordnet. , Beim Betrieb der Vorrichtung soll
der Spitzeneinstellteil2o der Sohle in Eingriff mit dem Werkstück treten, ehe die
Einstellteile 152, 154 am Ballenteil der Sohle angreifen. Folglich ist ein Teil
171 des Schlitzes i7o parallel zur Führung 182 angeordnet, so daß während der Anfangsbewegung
der Finger 178 den Einstellteilen 152, 154 keine Bewegung erteilt wird, aber dabei
der Spitzeneinstellteil2o gegen die Sohle angelegt wird. Daraufhin werden dann natürlich
die Balleneinstellteile 152, 154 gegen die Sohle bewegt.
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Die Vorrichtung zum Einstellen des Fersenendes der Sohle und des Schuhes
ist insbesondere in Fig.8, 9, io und ii dargestellt. Am Hinterende des Kissengehäuses
ist ein senkrechter Schlitten Zoo (Fig. 8 und 9) angeordnet, der von Federn abgestützt
ist. In einer Querführung 2o2 des Schlittens 2oö ist ein Schlitten 204 in waagerechter
Richtung quer zum Schuh beweglich. In der Nähe der Oberfläche des Schlittens Zoo
ist in diesem auf einer Seite eine quer zum Kissengehäuse liegende Bohrung 2o6 (Fig.
io) angeordnet, und auf der anderen Seite des Schlittens ist eine gleichachsige
Bohrung 2o6 angebracht. In jeder Bohrung sitzt ein Bolzen 2o8, der eine Druckfeder
2io trägt. Das Außenende des Bolzens ist durch ein Führungsstück 212 gesteckt und
wird durch einen Vorsteckstift 2ii festgehalten. Jedes Führungsstück2i2 ist durch
eine Schraube 214 auf dem Schlitten 2o4 befestigt. Die beiden Federn 2io halten
den Querschlitten Zoo in seiner Mittellage auf dem senkrechten Schlitten Zoo. Der
Querschlitten 204 hat an seinem Hinterende einen Absatz 216 (Fig. 9), der auf einer
Rolle 218 auf dem Hinterteil 22o des Schlittens Zoo sitzt, so daß der Schlitten
Zoo bei dem Druck des Schuhes gegen diesen sich nicht in seiner Führung verklemmt.
In einer T-förmigen Führung 222 des Schlittens 204 ist ein in der Längsrichtung
des Kissengehäuses und in waagerechter Richtung beweglicher Schlitten 224 eingesetzt,
der die Einstellteile für die Fersenenden der Sohle und des Schuhes trägt. Die Bewegung
des Schlittens 224 wird nach beiden Richtungen hin (Fig. 9) durch Stellschrauben
225 begrenzt, die in Nuten 227 auf der Unterseite des Schlittens 2`2.4 eingreifen.
Der Vorderteil des Schlittens 224 ist hohl und trägt den Sohleneinstellteil, bestehend
aus einer Klinge 226, die durch Schrauben z28 an einem Drehblock 23o befestigt ist.
Der Block 25o sitzt auf einem Querbolzen 232, der von dem Schlitten 224 getragen
wird, und wird von einer Feder 234 nach vorn gedreht, so daß die Klinge 226 abwärts
gekippt wird. Die Klinge 226 trägt einen Bolzen 236, der in ein in das Hinterende
der Sohle O eingestanztes Loch eingesteckt wird. Der Bolzen 232 steht auf beiden
Seiten des Schlittens 224 hervor und trägt auf einer Seite einen Block 238 (Fig.
8 und io), an dem ein Hebel 24o durch einen Bolzen 242 angelenkt ist. Der Hebel
hat unterhalb des Drehbolzens 242 abgeflachte Enden 241, 243, die über einer Fläche
244 des Blockes 238 (Fig. 8) liegen. Bei der Drel:ung des Hebels 24o im Zeigersinn
(Fig. 8) stößt die Fläche z41 nach einer gewissen r-eerlaufbewegung gegen die Fläche
244 und dreht dabei den Bolzen 232, so daß die Klinge 226 hochgekippt wird.
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Ein V-förmiger Einstellteil 248 für das Fersenende des Schuhes S hat
einen rechteckigen, mit einer Längsbohrung versehenen Stiel 25o, der in einer Führung
252 (Fig. io) des Schlittens 224 sitzt. Der Stiel 25o hat einen Schlitz 254 (Fig.
9), in dem ein Querbolzen 256 sitzt, dessen Enden in den Schlitten 224 eingesetzt
sind. Zwischen dem Bolzen 256 und einem Vorsteckstift 258 sitzt in der Bohrung des
Stiels eine Feder 26o, die bestrebt ist, den Einstellteil248 nach dem Schuh hin
zu schieben. Der Stie125o kann sich ebenfalls in einer senkrechten Ebene um den
Bolzen 256 bewegen. Der Stiel 250 wird gewöhnlich in einer etwas nach oben
gekippten Lage gegen einen Anschlag 262 (Fig. 8)-von einer Bandfeder z64 (Fig. 9)
gehalten, die auf dem Schlitten 224 durch eine Schraube 266 befestigt ist und die
vor dem Bolzen 256 auf der Unterseite des Stiels 25o angreift. Das freie Ende der
Feder 264 liegt in einer flachen Nut 251 in der Unterseite des Stiels 250, und zwei
Ansätze 268 des Drehblockes 230 stehen auf beiden Seiten der Nut 251 in Eingriff
mit dem Stiel 25o, wenn der Einsiellteil 248 nach unten geschoben ist, und bestimmen
somit die Tieflage des Einstellteils.
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Der Schlitten 224 wird, nachdem er in seine Vorderlage bewegt worden
ist, von zwei Klinken 27o, 272 (Fig. 8) an einer Rückwärtsbewegung verhindert. Diese
Klinken sind bei 274 auf dem Schlitten 224 drehbar und greifen in eine Verzahnung
276 einer Stange 278 ein, die in den Querschlitten 2o4 eingesetzt und durch Schrauben
28o befestigt ist. Die Klinken 270, 272 sind in bekannter Weise gestaffelt
angeordnet, um ein sofortiges Sperren in -jeder Lage des Schlittens 242 zu ermöglichen.
Die Klinke 272 hat ein Schwanzkück 282 und die Klinke 27o ein ähnliches Schwanzstück
28q.. Das Schwanzstück 28a ist durch eine Feder 286 mit einem Bolzen 288 auf dem
Schlitten 224 verbunden; diese Feder ist bestrebt, die Klinke 272 in die Verzahnung
276 einzudrücken. Um ebenfalls die Klinke 270 nach der Verzahnung 276 hin
zu
bewegen, greift ein Teil 29o der Klinke 272
über die Klinke
270, und eine Feder 292 ist zwischen diesem Teil 29o und der Klinke 27o eingesetzt.
Der Hebel 24o hat einen nach hinten und unten zeigenden Ansatz 29q, der an den Schwanzstücken
282, 284 angreift. Bei der Drehung des Hebels 24o zum Hochheben der Klinge 226 führt
die Fläche -2q.1 des Hebels, wie erwähnt, zunächst eine Leerbewegung aus, ehe sie
an der Fläche 244 des Blokkes 238 angreift, so daß der Ansatz 294 die Klinken 270,
272 ausheben kann, ehe die Klinge 226 durch die Weiterschaltung des Hebels -24o
hochgehoben wird.
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Wenn die Klinge 226 unter dem Druck des Schuhes etwas hochgekippt
wird, dreht sich der Block 238 rückwärts, wobei der Hebelfortsatz 29q auf den' Schwanzstucken
der Klinken hin und her gleitet, ohne die Klinken auszuheben, so daß in diesem Falle
der Schlitten 22q. nicht entsperrt wird.
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Bisweilen ist es notwendig, die das 8ohlenende einstellende Klinge
226 quer zu verschieben, «wenn beispielsweise das Einstelloch nicht in der Sohlenmitte
angebracht ist. Zu diesem Zwecke trägt der Bolzen 232 (Fig. io und i i) auf
der von dein Arbeiter entfernten Seite des Schlittens 22q. zwei Flanschen -296,
zwischen die ein Kragen 298 auf einer Schraube 300 eingesetzt ist. Die Schraube
300 ist in den Schlitten 22q eingeschraubt, und bei der Drehung der Schraube
bzw. ihres Kopfes 302 wird der Bolzen 232 in seiner Längsrichtung verschoben,
wobei die Klinge 226 gegenüber dem Schuheinstellteil2q.S in der Querrichtung des
Preßkissens verschoben wird. Eine ungewollte Verdrehung der Schraube 300
wird durch einen Schraubenbolzen 303 verhindert. Die jeweilige Einstellung der Schraube
300 wird von einem Zeiger 304 (Fig. i) angegeben, der bei 3o6 (Fig. i) auf
einem Ansatz 308 des Schlittens 224 drehbar ist und über einer Skala 310
(Fig. i) spielt, die auf dem Schlitten 22q. angeordnet ist. Der Zeiger 304 trägt
einen Ansatz 312 (Fig. i i), der zwischen den Flanschen 296 eingreift und die Bewegung
des Zeigers 304 herbeiführt, wenn der Bolzen 23-2 quer verstellt wird.
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Beim Betrieb der Vorrichtung wird die mit Klebstoff längs ihres Randteils
eingestrichene Laufsohle O, die in ihrem Fersenteil ein Einstelloch hat, auf die
Kissendecke 30 aufgelegt, worauf mittels des Handhebels 24o der Schlitten 224 so
verschoben wird, daß der Einstellbolzen -236 in das Einstelloch der Sohle eingesteckt
werden kann. Nach dein Loslassen des Handhebels 24o greift die eine oder die andere
Klinke 27o oder 272 sofort in die Verzahnung 276 ein und verhindert eine Rückwärtsbewegung
des Schlittens 224. Wenn der Schlitten 34 an dein Spitzenende der Sohle nicht in
einer Flucht mit der Längsmittellinie des Sohlenvorderteils eingestellt ist, wird
der Träger 4o entsprechend verstellt. Ebenfalls wird, wenn erforderlich, der eine
oder andere Balleneinstellteil 1,52 bz«-. i .3-t unter Verwendung der Schraube 158
vorwärts oder rückwärts verstellt. Durch das Herabdrücken eines Trethebels wird
dann der Winkelhebel io6 geschwungen und die Feder io8 freigegeben, die den Drehteil
92 in1 Zeigersinn, von vorn gesehen, schwingt, so <laß der Schlitten 34 vorbewegt
wird, bis die Platten 24 und 26 des Einstellteils 2o gegen die Sohlenkante anliegen.
Daraufhin «wird die Feder 58 zusammengedrückt und der Hebel 52 gedreht, so daß sich
die Kurve 54 finit der Platte 56 verklemmt und der Spitzeneinstellteil der Sohle
in der Arbeitslage gesperrt wird. Während der Spitzeneinstellteil vorwärts bewegt
wird, bewegen sich die Schlitten 18o rückwärts, wobei sich zunächst die Finger 178
in den geraden Teilen 171 der Schlitze i7o bewegen und dann in die schräggestellten
Schlitze i7o selbst einlaufen, so daß dann die Balleneinstellteile 152, 15q. gegen
die Sohlenkante bewegt werden. -Nachdem die Einstellteile i 52, 154 gegen die Sohle
angelegt «-orden sind, werden diese gesperrt. da die Finger 178 in den Schrägschlitzen
17o nicht nach außen geschoben «-erden können.
-
Der aufgezwickte Schuh 5', der auf seillent aufgerauhten Boden mit
Klebstoff bestrichen ist, wird dann in den V-förmigen Einstellteil 2q8 am Fersenende
eingesetzt, worauf der Schuh mit diesem Einstellteil gegen den Druck der Feder 26o
rückwärts geschoben «wird, bis das Spitzenende des Schuhes in den Einstellteil 112
eingesetzt werden kann. Dadurch, daß die Einstellteile 112 in senkrechter Richtung
ziemlich lange Flächen 113 haben, kann der Vorderteil des Schuhes 5 über dem Vorderteil
der Sohle O eingestellt werden, ohne unmittelbar auf der Sohle aufzusitzen (Fis.
12).
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Damit nun der Gelenkteil der Laufsohle glatt und ohne jegliche Spannung
an dein Gelenkteil des Schuhes angeklebt wird, «wird der Gelenkteil der Laufsohle
vorzugsweise nach dein Gelenkteil des Schuhes hin aufgebogen; dies erfolgt durch
ein Verschieben des Schlittens 224 nach dein Schuh hin, wobei die Klinken 270,
272 längs der Verzahnung 276 etwas vorbewegt werden, aber in Sperreingrift
mit der Verzahnung bleiben. Durch diese Bewegung des Schlittens 224 «wird die Feder
26o noch etwas weiter zusaininengedrückt. Die somit erreichte Lage der Laufsohle
O ist in Fig. 12 dargestellt. Wenn nun unter dem Preßdruck die Gelenkteile der Sohle
und des Schuhes zusaininengepreßt
werden, z. B. durch den Abwärtsdruck
der Preßteile 314, 316, -wird ebenfalls der Vorderteil des Schuhes gegen den Vorderteil
der Sohle angepreßt, während der Gelenkteil der Sohle ohne Verzerrung oder übermäßige
Streckung glatt gegen den Gelenkteil des Schuhes angedrückt wird.
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Dabei bewegt sich am Fersenende des Schuhes der Einstellteil 248 um
seinen Drehbolzen 256 nach unten, bis Schuh S und Sohle 0 die in Fig. 9 mit gestrichelten
Linien dargestellte Lage einnehmen. Wenn der Gelenkteil der Laufsohle 0 auf der
einen Seite zu weit nach außen gebogen ist, wird der Schlitten 224 mit dem Querschlitten
2o4 nach der einen oder anderen Seite verstellt, um den Schuheinstellteil248 in
Anpassung an die durch den Spitzeneinstellteil112 und die Balleneinstellteile 194,
198 bestimmte Lage des Schuhes einzustellen, wobei der in das Einstelloch der Sohle
eingreifende Bolzen 236 das Hinterende der Sohle in Anpassung an die Lage des Hinterendes
des Schuhes ausrichtet. Muß der Einstellbolzen 236 aus seiner Mittellage verschoben
werden, so wird dies durch die Schraube 300, wie beschrieben, vorgenommen, wobei
die jeweilige Einstellung von dem Zeiger 304 angegeben wird.