DE74005C - Zugregler für Dampfkesselfeuerungen - Google Patents
Zugregler für DampfkesselfeuerungenInfo
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Links
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23N—REGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
- F23N3/00—Regulating air supply or draught
- F23N3/02—Regulating draught by direct pressure operation of single valves or dampers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
WILHELM SCHMITZ in AACHEN. Zugregler für Dampfkesselfeuerungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Februar 1893 ab.
Der vorliegende, besonders für Heizungsanlagen verwendbare Zugregler schliefst bei zunehmendem
Dampfdruck die Luftzutrittsklappe, während er sie bei abnehmendem Druck wieder öffnet. Dadurch wird das Feuer unter dem
Kessel gedämpft oder angefacht.
Diese Wirkung findet auf folgende Weise statt: Für den Fall, dafs der Druck im Kessel
steigt, drückt er einen Theil des Wassers in einen mit Luft angefüllten Behälter, und zwar
um so mehr, je höher der Druck steigt. Dadurch wird dieser Behälter schwerer und überwindet
den Druck der ihn hoch haltenden Federn, sinkt also und schliefst die Luftzutrittsklappe. Das Feuer unter dem Kessel mufs
dann wegen verminderter Luftzufuhr schwächer brennen, wodurch der Druck im Kessel sinkt.
Die im Behälter befindliche zusammengeprefste Luft drückt dann infolge ihres Ueberdruckes
das Wasser wieder in den Kessel zurück. Dadurch wird der Behälter leichter, wird durch
die Federn hochgedrückt und öffnet die Luftzutrittsklappe wieder.
Dieser Zugregler zeichnet sich besonders dadurch aus, dafs er bei der geringsten Druckschwankung
im Kessel die Lufteintrittsöffnung und mit ihr die Luftzufuhr zur Feuerung entsprechend
regelt. Die Druckschwankungen können sich daher nur in kleinen Grenzen bewegen.
Die zum Verschliefsen der Lufteintrittsöffnung / dienende Luftzufuhrklappe α ist am
unteren Ende der senkrechten Stange b befestigt. Diese Stange trägt oben den mit Luft
angefüllten Behälter c, der von einem Schutzmantel c1 umgeben ist. Durch ein biegsames
Rohr d steht der Behälter c mit dem Wasserraum des Kessels f in Verbindung. An der
Stange b sind Rollen g angebracht, die auf den inneren Armen der aufsen mit verschiebbaren
Gewichten h belasteten doppelarmigen Hebel i aufliegen. Die Gewichte h dienen
dazu, das Gewicht des Behälters c, der Stange b und aller an dieser sitzenden Theile, sowie
des bei gewöhnlichem Dampfdruck im Behälter c befindlichen Wassers auszugleichen.
Die Hebel i sind an den Wänden des den Zugregler umgebenden Mantels m gelagert und
werden aufsen durch Federn η niedergezogen. Eine Scheidewand k schliefst den unteren Theil
des vom Mantel m eingeschlossenen Raumes ab und dient zur Führung für die Stange b.
Bei gewöhnlichem Dampfdruck ' nimmt die Luftzuführklappe α die in Fig. 1 gezeichnete
Stellung ein. Die Luft kann also ungehindert durch die Eintrittsöffnung / und den Kanal ο
nach der Feuerung des Kessels gelangen, wie durch Pfeile angedeutet. Steigt nun der Dampfdruck,
so wird durch das Rohr d so viel Wasser in den Behälter c geprefst, bis die in
diesem Behälter befindliche Luft unter ebenso hohem Druck steht, wie der Dampf im Kessel.
Der durch das eingetretene Wasser schwerer gewordene Behälter c erlangt dadurch ein
Uebergewicht über den Zug der an den Aufsenarmen der Hebel i wirkenden Federn η und
sinkt so weit herab, bis dieses Uebergewicht durch die zunehmende Spannung der aus einander
gezogenen Federn η ausgeglichen ist. Infolge dessen sinkt auch die mit der Stange b
verbundene Klappe α und nimmt beispielsweise die in Fig. 3 strichpunktirt gezeichnete
Stellung ein. Dadurch wird die Lufteintrittsöffnung I verkleinert und die Luftzufuhr zum
Brennmaterial vermindert, was die Dämpfung des Feuers und die Abnahme der Dampfspannung
zur Folge hat. Sobald dies aber der Fall ist, drückt die im Behälter c befindliche
Druckluft einen Theil des Wassers in den Kessel zurück. Der Behälter c wird infolge
dessen leichter und wird mit der Klappe a durch die Federn η unter Vermittelung der
Hebel i etwas hochgehoben.
Bei sehr raschem Steigen der Dampfspannung tritt so viel Wasser in den Behälter c, dafs
dieser ganz tief sinkt und die Klappe α den Luftzutritt zur Feuerung gänzlich abschliefst.
Um nun ein schnelles Sinken der allzu hohen Spannung zu bewirken, ist eine Vorkehrung
getroffen, wodurch kalte Luft in einen den Kessel umgebenden Raum ρ geleitet und
der Kessel abgekühlt wird. Zu diesem Zweck ist die mit einer Eintrittsöffnung r versehene
waagrechte Scheidewand s im Mantel m angebracht. Diese Oeffnung r ist gewöhnlich von
einer Klappe t verschlossen, die lose auf der Stange b sitzt und durch die an dem Hebel u
wirkende Feder ν gegen die Scheidewand s geprefst wird. Tritt nun der Fall ein, dafs
die Dampfspannung zu hoch steigt, so trifft beim Sinken des Behälters c ein auf der
Stange b sitzender verstellbarer Ring w gegen die Klappe t und drückt sie herunter, wie
Fig. 3 zeigt. Die durch den Zwischenraum zwischen dem Schutzmantel c1 und dem Mantel
m in den oberen Theil des vom Mantel m umschlossenen Raumes eintretende Luft zieht nun
durch die freigewordene Oeffnung r und den Kanal χ nach dem den Kessel umgebenden
Raum p. Hier kühlt sie den Kessel ab und veranlafst dadurch das, Sinken der Dampfspannung,
worauf der Behälter c in der schon beschriebenen Weise sinkt, den Zutritt kalter
Luft zum Kessel abschliefst und die Luftzuführungsklappe zur Feuerung öffnet.
Es wird also selbst bei dem geringsten Schwanken der Dampfspannung die Luftzuführung entsprechend geregelt.
Um die Klappe α verstellen zu können, besteht
die Stange b aus zwei in einander verschiebbaren und feststellbaren Theilen, wie
Fig. ι und 3 zeigen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Zugregler für Dampfkesselfeuerungen, bei dem ein luftdichter, mit dem Wasserraum des Kessels verbundener, mit Luft gefüllter Behälter (cj, der durch Federn (n) hochgehalten und dessen Eigengewicht durch Gegengewichte^ ausgeglichen wird, beim Steigen der Dampfspannung im Kessel theilweise mit Wasser aus dem Kessel gefüllt wird, infolge dessen sinkt und dabei die mit ihm verbundene Lufteintrittsklappe (a) schliefst.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74005C true DE74005C (de) |
Family
ID=347090
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74005D Expired - Lifetime DE74005C (de) | Zugregler für Dampfkesselfeuerungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74005C (de) |
-
0
- DE DENDAT74005D patent/DE74005C/de not_active Expired - Lifetime
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