DE7389C - Milchschleudermaschine - Google Patents

Milchschleudermaschine

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DE7389C
DE7389C DENDAT7389D DE7389DA DE7389C DE 7389 C DE7389 C DE 7389C DE NDAT7389 D DENDAT7389 D DE NDAT7389D DE 7389D A DE7389D A DE 7389DA DE 7389 C DE7389 C DE 7389C
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DE
Germany
Prior art keywords
machine
buckets
bell
vessels
milk
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Active
Application number
DENDAT7389D
Other languages
English (en)
Original Assignee
O. BRAUN, Dr., in Berlin, Schöneberger-Ufer 33
Publication of DE7389C publication Critical patent/DE7389C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B5/00Other centrifuges
    • B04B5/04Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers
    • B04B5/0407Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers for liquids contained in receptacles
    • B04B5/0414Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers for liquids contained in receptacles comprising test tubes
    • B04B5/0421Radial chamber apparatus for separating predominantly liquid mixtures, e.g. butyrometers for liquids contained in receptacles comprising test tubes pivotably mounted

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  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Maschine hat zum Zweck, das Absetzen milchiger und trüber Flüssigkeiten zu beschleunigen, und kann sowohl intermittirend, als auch bis zu einem gewissen Grade continuirlich arbeiten.
Der Vortheil der Maschine beruht für Milch bei dem intermittirenden Betrieb darin, dafs dieselbe durchaus nicht mit der Maschine in Berührung kommt, sondern in cylindrischen Gefäfsen von 5 bis 10 1 Inhalt aus beliebigem Material, wie Blech, Porcellan, Glas, der Wirkung der Centrifugalkraft unterworfen wird, indem man diese Gefäfse in die Eimer der Maschine stellt.
Beim continuirlichen Betrieb mit Einsatzgefäfsen kommt auch nur die abgerahmte Milch mit der Maschine in Berührung, während die Sahne in den leicht zu reinigenden Einsatzgefä'fsen bleibt. Es findet hier eine wirkliche Trennung eines Theils der Milch von der Sahne statt.
Die Anwendung der Maschine ist aber nicht auf Milch beschränkt, und erlaubt namentlich der continuirliche Betrieb, dieselbe in vielen Fällen an Stelle des Filters zu benutzen, z. B. in der Farbenfabrikation, der Bierbrauerei, der Oelraffinerie u. s. w. Zum Klären von Wasser, Wein, Bier, OeI, Petroleum u. dergl., wo es sich darum handelt, aus grofsen Mengen einer Flüssigkeit sehr geringe Mengen eines festen Körpers oder einer anderen Flüssigkeit abzuscheiden, ist die Arbeitsweise in der That continuirlich, da alsdann die Maschine viele Stunden gehen und mehr als 100 mal das Volumen ihres Fassungsraumes klären kann, ohne angehalten zu werden.
Beschreibung der Maschine.
Die linke Seite der Zeichnung stellt die Maschine in Ruhe, die rechte in Bewegung dar. Die Eimer EE hängen symmetrisch um den Ring 5, welcher mit den Platten J? und. R1 und der Nabe Q ein Gefäfs bildet, welches auf der Welle O befestigt und zum Theil mit einer schweren Flüssigkeit angefüllt ist.
Diese Flüssigkeit, z. B. Chlorzinklösung oder Quecksilber, dient als Gleichgewichtsregulator, da sie, bei Umdrehung der Welle allmälig die Umdrehungsgeschwindigkeit annehmend,' die plötzlichen Schwingungen der Welle bei etwa gestörtem Gleichgewicht der Eimer nicht mitmachen kann, infolge dessen auf die entgegengesetzte Seite kommt und dadurch das Gleichgewicht annähernd herstellt.
Auf der linken Seite der Zeichnung bedeckt die Chlorzinklösung, der Ruhe entsprechend, die Bodenplatte R, auf der rechten Seite liegt sie, der Centrifugalkraft folgend, am Ring S an.
Dieser Gleichgewichtsregulator ist die mir am 11. Januar 1875 für Preufsen patentirte Vorrichtung . an Centrifugen, um das Schwanken der Axe zu verhüten. Er kann wohl, weil er nicht öffentlich bekannt geworden ist, noch jetzt für neu gelten.
Die Eimer haben in ihrer Axe Röhren FF..., welche herausgenommen werden, wenn Einsatz-
gefäfse KK... ohne Rohr eingesetzt werden (s. die Eimer 4 und 8).
Die Einsatzgefäfse, welche, wie schon oben gesagt ist, aus beliebigem Material bestehen können, schwimmen in den Eimern. 4 und 8 zeigen Eimer bei nicht continuirlichem Betriebe, ι bei continuirlichem.
Das Schwimmenlassen der Gefäfse KK hat sowohl den Zweck, dieselben unabhängig von dem in ihnen entstehenden Druck zu machen, als auch eine Rotation um ihre eigene Axe zu ermöglichen.
Der durch die Centrifugalkraft entstehende • Druck beträgt bei einer Tiefe des Gefäfses von 15 cm und einem mittleren Centrifugalcoefficienten von 500 bei Füllung mit Milch ungefähr 8 Atmosphären.
Dieser Druck wird durch Erzeugung eines genau gleichen Druckes von aufsen unschädlich. Die Eimer selbst müssen natürlich stark genug sein, diesen Druck auszuhalten.
Hält man die Maschine mit gefüllten Eimern nicht sehr langsam an, so rotirt darin die Flüssigkeit in so heftiger Weise, dafs ein etwa abgesetzter Niederschlag wieder aufgerührt wird, sich unter Umständen vom Boden bis zur Oberfläche wirbelnd erhebt, während ein Niederschlag nicht aufgerührt wird, wenn das Gefäfs mit rotirt.
Die eingesetzten Kreuze wirken auf doppelte Weise günstig, einmal dadurch, dafs sie den Inhalt der Gefäfse in kleinere Abtheilungen, in welchen die Ursache der Rotation kleiner ist, theilen, und dann noch dadurch, dafs sie die Rotation der Flüssigkeit auf das Gefäfs übertragen helfen. Damit die Kreuze oder Sterne die Entleerung nicht erschweren, senkt man sie bei Milch oder dergl. auf den Boden, während man sie weiter oben befestigt, wenn sich ein Absatz auf dem Grund bildet.
Beim continuirlichen Betriebe kann man die Kreuze entbehren.
Der Zweck, die Wirkungsweise und die Construction der übrigen Theile der Maschine, nämlich des Zuführungsrohres A, des Vertheilungsgefäfses B mit seinen Fächern, der Leitungsröhren CC..., der Trichter DD..., sowie die Röhren f und k und des Gestelles erklärt sich am besten durch Betrachten der Arbeit der Maschine.
Die Art zu arbeiten.
Zum intermittirenden Betriebe (s. die Eimer 4 und 8) sind die Trichter DD... sowie das Vertheilungsgefäfs B mit den Röhren CC... unnöthig, weshalb letztere bei den betreffenden Eimern abgebrochen gezeichnet sind. Ebenso sind auch die Röhren F und A unnöthig.
Will man arbeiten, so setzt man zuerst die Kreuze in die Einsatzgefäfse, füllt diese mit Milch und setzt sie in die Eimer EE ... .; in den Zwischenraum zwischen E und K giefst man alsdann so viel Wasser oder eine andere Flüssigkeit, dafs K schwimmt. Nun setzt man die Glocke G auf und rückt den Riemen ein.
Nachdem die Maschine 6 bis 10 Minuten gelaufen hat, hebt man mit Hülfe von nicht gezeichneten Rollen und Ketten die Glocke G hoch und hält die Maschine an. Nun nimmt man die Gefäfse K K heraus und ersetzt sie durch vorher frisch gefüllte, setzt die Glocke wieder auf, rückt den Riemen ein u. s. w.
Während jetzt die Maschine läuft, hat man Zeit, die'dünne, aber sehr steife Schicht Sahne von den ersten Einsatzgefäfsen abzunehmen, dieselben zu entleeren und wieder frisch zu füllen.
Man braucht also zwei Sätze K.
Will man continuirlich arbeiten, z. B. raffinirtes OeI klären, so richtet man die Eimer ein wie 1 oder wie 3 und 7, setzt die Glocke G auf, rückt den Riemen ein und läfst nun rasch ein abzumessendes Quantum des trüben Oeles durch das Rohr A in das Vertheilungsgefäfs B fliefsen.
Die Fächertheilung in B bewirkt, dafs in jeden Eimer gleich viel fliefst.
Wenn die Eimer beinahe voll sind, mäfsigt man den Zuflufs und regulirt denselben so, dafs aus F nur klares OeI äusfliefst. Dieses spritzt an den Umfang der Glocke G (oder eine in jener Gegend angebrachte Rinne), fliefst in der Rinne H zusammen und wird von da weiter geleitet.
Die Glocke G bezweckt aber nicht nur das Aufsaugen des umherspritzenden Oeles, sondern auch eine sehr erhebliche Ersparnifs an Betriebskraft.
Wäre die Glocke nicht vorhanden, so würden die Eimer sich verhalten wie die Flügel eines Ventilators; es würde fortwährend frische Luft in der Mitte angesaugt und nach aufsen fortgeschleudert. Unter der Glocke aber nehmen die Eimer die Luft mit sich im Kreise herum und die Maschine verhält sich dann etwa wie ein Ventilator mit geschlossenen Saug- und Drucköffnungen.
In der That ist das Abheben der Glocke eine sehr wirksame Vorbereitung zum Anhalten der Maschine.
Der Bock N, welcher die beiden Lager der Welle O enthält, ist mittelst zwischengelegter Gummiringe elastisch mit der schweren Grundplatte L, welche auch auf Gummiunterlagen MM . . . ruht, befestigt.
Die Riemscheibe P ist dicht über dem Fufslager auf der möglichst kurzen Welle befestigt.

Claims (5)

Patεντ-Ansprüche: An der durch Zeichnung und Beschreibung erläuterten Milchcentrifuge:
1. Die Anwendung schwimmender Einsatzgefäfse, namentlich solcher mit Kreuzen oder dergl.
2. Die erläuterte Art und Weise, das Absetzen . milchiger und trüber Flüssigkeiten bis zu einem gewissen Grade continuirlich zu betreiben, so dafs nicht nur ein Absetzen, sondern auch eine Trennung in der Maschine erfolgt.
3. Die Füllung des centralen Gefäfses mit Flüssigkeit, welche als Gleichgewichtsregulator dient.
4. Die Anwendung der Glocke, um den Luftwiderstand zu verringern.
5. Die Anwendung eines elastisch befestigten Bockes, welcher beide Lager enthält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT7389D Milchschleudermaschine Active DE7389C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE739480C (de) * 1940-06-02 1943-10-20 Hugo Apfelbeck Dr Ing Trennschleuder
US3151074A (en) * 1962-02-12 1964-09-29 Ametck Inc Vibration-absorbing mounting for separator
US3351273A (en) * 1965-05-03 1967-11-07 Arthur S Harrison Honey extracting apparatus
US3856283A (en) * 1972-12-27 1974-12-24 J Johnson Pipe cutting and beveling tool
FR2421568A1 (fr) * 1978-04-06 1979-11-02 Bonnet Rene Essoreuse centrifuge a paniers perfores pivotants pour produits alimentaires d'origine vegetale

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