DE73741C - Verfahren zur Darstellung von Alkylsubstitutionsproducten der ai et4 - Dioxynaphtalinsulfosäuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Alkylsubstitutionsproducten der ai et4 - Dioxynaphtalinsulfosäuren

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DE73741C
DE73741C DENDAT73741D DE73741DA DE73741C DE 73741 C DE73741 C DE 73741C DE NDAT73741 D DENDAT73741 D DE NDAT73741D DE 73741D A DE73741D A DE 73741DA DE 73741 C DE73741 C DE 73741C
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DE
Germany
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dioxynaphthalene
salts
sulfonic acids
acid
preparation
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Bayer AG
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
Publication of DE73741C publication Critical patent/DE73741C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
in ELBERFELD.
Erhitzt man die αλ α4 - Dioxynaphtalinmono- oder - disulfosäuren in Form ihrer basischen Salze:
/OMe /OMe
T1 COMe
io
-OMe
Me
-SO3Me ^S O„ Me
mit Alkylhalogenen oder -sulfaten, so gelingt es nur, einen Alkylrest einzuführen und es entstehen Alkyloxynaphtolmono- bezw. -disulfosäuren bezw. deren Salze. Zu dem gleichen Resultate gelangt man bei Verwendung der neutral reagirenden Salze der a.x ct4-Dioxynaphtalinsulfosäuren:
Z. /OH Me und C /OH
C10 den , „Ζ OMe
'i° 45 5 O3 Me '
H6 -OMe sauer \S O3 Me
welche \5O3 reagirenden Salzen:
B. aus Me und C ,OH
/OH \oHt<g^ Me
— OH \s ol Me
^SO,
durch Neutralisiren mit 1 Aequivalent eines Alkalis erhalten werden können.
Es wurden folgende Sulfosäuren zur Anwendung gebracht:
•■«j a4-Dioxynaphtalin-α-monosulfosäure (aus a-Naphtol-i-disulfosä'ure des Patentes Nr.40571 durch Verschmelzen mit Alkalien) und αχ α4-Dioxynaphtalin-ß-disulfosäure(ausNaphtosultondisulfosäure des Patentes Nr. 56058 durch Verschmelzen mit Alkalien).
Von den Alkylirungsmitteln dienen Methyl-, Aethyl- und Benzylhalogene bezw. die entsprechenden alkylschwefelsauren Salze. Bei Anwendung von Benzylhalogen entstehen neben den Benzyloxynaphtolsulfosäuren noch die isomeren Dioxynaphtalinsulfosäuremonobenzylester, in denen sonach nicht das Wasserstoffatom der Hydroxylgruppe, sondern dasjenige einer Sulfogruppe durch den Benzylrest vertreten ist. ·
Beispiele: Beispiel I.
ι Molecül des sauren Natriumsalzes der K1 ci4-Dioxynaphtalin-ß2j38-disulfosäure (Chromotropsäure) und 2 Molecule Kaliumhydröxyd werden in Wasser gelöst. Die erhaltene Lösung erhitzt man nach Zugabe von 1 Molecül äthylschwefelsaurem Natrium ca. 8 Stunden lang auf etwa 180 bis 200 ° im Druckkessel. Nach dem Erkalten hat sich die gebildete üj-Aethoxya4-naphtol-ß2 ß3-disulfosäure in Form ihres Natriumkaliumsalzes abgeschieden, während sich die etwa noch unverändert vorhandene Chromotropsäure in Lösung befindet. Man filtrirt, prefst und trocknet. Die ay a4-Dioxynaphtalinß2 ß3 - disulfosäure kann infolge ihrer symmetrischen Structur nur eine Alkyloxynaphtoldisulfosäure liefern.
An Stelle des äthylschwefelsauren Salzes kann man auch Aethylhalogene verwenden.
Beispiel II.
2 Molecule α, c^-dioxynaphtalin-a-sulfosaures Natrium (saures Salz) und ι Molecül trocknes Kaliumcarbonat werden in wässeriger Lösung unterZusatz von 2 Molecülen Bromäthyl 8 Stunden lang im Salzbade (etwa bei 1050) erhitzt. Alsdann läfst man erkalten, wobei sich eine alkylirte Säure als Alkalisalz · in Form farbloser Nadeln abscheidet (Säure I). Aus dem Filtrate dieser Säure erhält man durch Zusatz von Kochsalz das Alkalisalz einer zweiten alkylirten Säure in FoTm farbloser, leicht löslicher Blättchen (Säure II).
Diesen beiden isomeren Verbindungen kommen folgende Formeln zu:
OH OC2H, OC2H, OH
SO» Na
S O, Na.
Man erhält dieselben auch bei Anwendung von Aethylchlorid, Aethyljodid oder von äthylschwefelsauren Salzen.
Ersetzt man in den beiden Beispielen die angewendeten Aethylverbindungen durch die entsprechenden Methylderivate, so gelangt man zum a1-methoxy-a4-naphtol-ß2 ß3-disulfosauren Natrium und aj-methoxy-a^-naphtol-a-monosulfosauren Natrium, welches letztere wie das Aethylderivat in zwei isomeren Formen, einer schwer löslichen (Isomere I) und einer leicht löslichen (Isomere II) auftritt.
Wie bereits oben erwähnt wurde, entstehen bei Benutzung von Benzylchlorid in diesem Verfahren neben den Benzyloxynaphtolsulfosäuren die isomeren Dioxynaphtalinsulfosäurebenzylester, letztere sogar häufig in überwiegender Menge.
In nachfolgendem Beispiele ist die Benzylirung ■ der a.x a4 - Dioxynaphtalin - ß2 ß3 - disulfosäure beschrieben:
20 kg des sauren Salzes der αχ a4 - Dioxynaphtalin -ß2 ß3-disulfosäure werden unter Zusatz von 4 kg Kaliumcarbonat in Wasser gelöst und 7 kg Benzylchlorid hinzugefügt. Das Gemisch wird unter gutem Umrühren so lange auf 80 bis ioo° erwärmt, bis das Benzylchlorid verbraucht ist. Durch Sättigung der Lösung mit Kochsalz fällt das entstandene Ct1 -monobenzyloxy-a4-naphtol-ß2 ß3-disulfosaure •Natron aus, in Lösung bleibt das al a4-dioxynaphtalin-ßj-sulfosäuremonobenzylester-ßg-sulfosaure Natrium und kann durch Kochen mit einer Lösung von Chlorbarium als Monobariumsalz abgeschieden werden, indessen kann auch die Lösung direct zur Farbstoffdarstellung benutzt werden.
Zur Darstellung dieser Benzylester kann man auch, wie oben angegeben, von den sauren Salzen der α, a4-Dioxynaphtalinsulfosäuren ausgehen.
Die Eigenschaften der bislang dargestellten Vertreter , dieser Alkylsubstitutionsproducte von Ci1 Ct4 - Dioxynaphtalinsulfosäuren sind in nachfolgeader Tabelle zusammengestellt:
Löslichkeit
des
normalen
Natriumsalzes
in
Wasser
Farbe
und
Fluorescenz
der
alkalischen Lösung Natrium salz
krystallisirt
Verhalten zu
Eisenchlorid
in
saurer Lösung
Chlorkalk
in neutraler
Lösung
Ci1 -Methoxy- oder K1-
Aethoxy - a4-naphtol-a-
sulfosäure I.
schwer löslich
farblos mit ichwacher grünblauer Fluorescenz haarfeinen
weifsen Nadeln
unverändert
gelbe, dann
braune Lösung, die beim Ueber-
schufs von
Chlorkalk erst roth, dann farblos wird
H1 - Methoxy - oder B1-
Aethoxy - a4-naphtol-a-
sulfosäure II.
leicht löslich
farblos, äufserst
schwach grüne
Fluorescenz weifsen
Schuppen
unverändert
braunrothe Lösung, die beim
Ueberschufs von Chlorkalk erst
roth, dann farblos wird
ax-Methoxy- oder Ct1-
Aethoxy-a4-naphtol-
ß2 ß3-disulfosäure
ziemlich schwer
löslich
farblos, schwach blaue Fluorescenz derben Nadeln
Grünfärbung
gelbe Färbung, die beim Ueberschufs von
Chlorkalk gelb bleibt
Löslichkeit
des
normalen Natriumsalzes
in Wasser
Farbe
und
Fluorescehz
der
alkalischen Lösung Natriumsalz
krystallisirt
Verhalten zu
Eisenchlorid
in
saurer Lösung
Chlorkalk
in neutraler
Lösung
U1 - Benzyloxy-a4-naphtol-ß2 ß3-disulfosäure
leicht löslich
gelb, mit grüner Fluorescenz flachen Nadeln
unverändert
gelbe Färbung, die beim Ueber-
schufs von
Chlorkalk gelb
bleibt
Ct1 a^-Dioxynaphtalin-
ß2-sulfosäurebenzyl-
ester-ßj-sulfosäure
sehr leicht löslich
intensiv gelb, mit starker, grüner Fluorescenz
Die durch Combination der Alkyloxynaphtolsulfosäuren mit Diazoverbindungen entstehenden Farbstoffe sind gelber als die entsprechenden Farbstoffe der nicht alkylirten Dioxynaphtalinsulfosäureii und zeigen den Charakter der Naphtolfarbstoffe.
Die Farbstoffe aus den Benzylestern hingegen sind blauer als die Dioxynaphtalinsulfosäure-Farbstoffe und haben den Charakter der letzteren beibehalten.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von Alkylsub-stitutionsproducten der et, c^-Dioxynaphtalinsulfosäuren bezw. der Salze dieser Säuren, darin bestehend, dafs man die basischen oder neutralen Salze der Ct1 a4-Dioxynaphtalinsulfosäuren mit Alkylhalogenen oder Alkylsulfaten behandelt.
2. Die Ausführung des durch Anspruch i. geschützten Verfahrens unter Anwendung von Methyl- oder Aethylhalogenen, methyl- oder kugeligen
Aggregaten. Die
Lösung des
Salzes erstarrt
leicht gelatinös
gelbe bis
schmutzig gelbgrüne Färbung
rothe Färbung, die wieder verschwindet. Ein Ueberschufs von Chlorkalk ruft eine bleibende Rothfärbung hervor.
äthylschwefelsauren Salzen einerseits und von neutralen oder basischen Salzen der Ct1 c^-Dioxynaphtalinsulfosäuren andererseits zur Darstellung von et, -Alkyloxy-c^-naphtolsulfosäuren bezw. deren Salzen.
3. Die Ausführung des durch Anspruch 1. geschützten Verfahrens unter Anwendung von Benzylhalogenen oder benzylschwefelsauren Salzen einerseits, der neutralen oder basischen Salze von Ct1 a4-Dioxynapbtalinsulfosäuren andererseits zur Darstellung von Ct1 -Benzyloxy-a4-naphtolsulfosäuren und Ct1 c^-Dioxynaphtalinsulfosäurebenzylestern.
4. Die Ausführung des durch Anspruch 2. geschützten Verfahrens unter Benutzung von U1 c^-dioxynaphtalin-ct-monosulfosauren Salzen und von Ct1 ct4-dioxynaphtalin-ß2 ß3-disulfosauren Salzen.
5. Die Ausführung des durch Anspruch 3. geschützten Verfahrens unter Anwendung von Ci1 tt4-dioxynaphtalin-ß2 ß3-disulfosauren Salzen.
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