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In einer Rosette oder einem Langschild unter Zwischenschaltung von
Wälzkörpern aus Stahl gelagerter Drücker oder Drehgriff Bei solchen Türbeschlägen,
bei denen sowohl der Drücker als auch die Rosette aus Eisen oder Stahl bestehen,
ist es bekannt, den Drücker in der Rosette unter Zwischenschaltung von Wälzkörpern,
vornehmlich Kugeln, aus Stähl zu labern. Bei Tür- und Fensterbeschlägen, hei denen
Drücker oder Drehgriff und Rosette oder Langschild aus Leichtmetall hergestellt
sind, hat man die Wälzkörperlagerung dagegen bisher nicht angewendet, ohwohl sie
für in eisernen Rosetten gelagerte eiserne Drücker schon vor mehr als vierzig Jahren
erstmalig vorgeschlagen und seitdem in gewissen Zeitabständen in anderen Ausführungen
immer wieder neu in Vorschlag gebracht «-orden ist. Gerade bei Leichtmetallbeschlägen
besteht aber ein dringendes Bedürfnis nach einer guten und dauerhaften Lagerung
der Drücker oder Drehgriffe. Bei diesen Beschlägen zeigt sich nämlich deshalb, weil
das Leichtmetall des Drücker- .oder Griffhalses auf dem Leichtmetall der Rosette
oder des Langschildes gleitet, ein besonders starker Verschleiß, so daß der Drücker
oder Griff sehr bald klappert. Hat der- Verschleiß einreal begonnen, dann schreitet
er schnell weiter, und der Lagerhals sowie die Rosette sind bald so stark angefressen,
daß der Beschlag praktisch unbrauchbar ist.
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Die Beseitigung dieses Mangels hat man bisher ausschließlich auf dem
Wege der Einschaltung von Laufbuchsen aus Vulkanfiber, Kunstharz oder ähnlichen
nichtmetallischen Werkstoffen gesucht. Damit ist das schwerwiegende Problem der
guten und dauerhaften Lagerung von Leichtmetalldrückern oder -drehgriffen in Rosetten
oder Langschildern aus Leichtmetall aber nicht restlos zii lösen, weil die nichtmetallischen
Laufbuchsen immer noch einem erheblichen Verschleiß unterworfen sind, so daß die
Drücker, wenn auch nach einer etwas längeren Zeit, klappern, falls die
Laufbuchsen
nicht in angemessenen Zeitabständen erneuert «-erden. Diese Erneuerung unterbleibt
aber in Mietshäusern in den weitaus meisten Fällen deshalb, weil Vermieter und Mieter
sich nicht darüber einigen können, wer die damit verbundenen Kosten zu tragen hat.
Außerdem haben die Laufbuchsen aus nichtmetallischem Werkstoff deshalb, weil sie
durchweg vorn an der Rosette oder dein Langschild sichtbar sind, den Nachteil, da]')
sie sich im Aussehen, insbesondere in der Farbe, vom Drücker oder Drehgriff und
der Rosette oder dem Langschild unterscheiden, wodurch das gute Aussehen des Leichtmetallbeschlages
gestört wird.
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Die Erfindung beseitigt die bisher bei Leichtmetallbeschlägen für
Fenster und Türen bestehenden Mängel in einfacher Weise dadurch. daß die bei Beschlägen
aus Eisen bekannte Lagerung mit Hilfe von Wälzkörpern aus Stahl bei einem "für-
oder Fensterbeschlag angewendet ist, bei dein sowohl der Drücker oder Drehgriff
als auch die Rosette oder das 1-angschild aus Leichtmetall hergestellt sind, und
daß dabei die Laufringe für die Wälzkörper aus Leichtmetall bestehen. Durch die
Zwischenschaltung der stählernen Wälzkörper ist das bei den gewöhnlichen Leichtmetallbeschlägen
stattfindende Gleiten von Leichtinetall auf Leichtmetall und der damit verbundene
starke Verschleiß in der Lagerung vermieden. Die Wälzkörperlagerung hat im Gegensatz
zu den bekannten Laufbuchsen aus Vulkanfiber, Kunstharz o. dgl. einen überaus geringen,
ja man kann sagen, praktisch überhaupt keinen Verschleiß. Ein gpiel in der Lagerung
kann deshalb nicht .entstellen. so daß die Drücker dauernd gut gelagert und <im
Klappern verhindert sind. Darüber hinaus ergibt sich daraus, daß nur die Wälzkörper
aus Stahl, ihre Laufringe dagegen aus Leichtmetall bestehen, der Vorteil, daß die
sichtbaren Lagerteile aus dem gleichen Werkstoff wie Drücker oder Drehgriff und
Rosette oder Langschild gefertigt sind und deshalb (las gleiche Aussehen haben wie
letztere, so daß das gute Aussehen des Leichtmetallbeschlages durch die Wälzkörperlagerunh
nicht gestört wird. Außerdem ist es dabei möglich, besondere Laufringe ganz oder
gröfitenteils zu sparen. Es können nämlich wenigstens die äußeren Laufringe der
Wälzlager durch clie Rosette oder das Langschild und gegebenenfalls auch die inneren
Laufringe durch den Drücker- oder Griffhals selbst gebildet werden, ähnlich wie
dies bei Türdrückern aus Eisen oder Stahl mit Kugellagerung bereits bekannt ist.
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Im Verhältnis zu den hekatinten Türbeschlii,Zen nus Eisen oder Stahl
mit Wälzkörperlagerung ist die-Erfindung im wesentlichen darin zu erblicken, daß
das Vorurteil der Fachwelt, das ofenbar bisher gegen die Anwendung von stählernen
Wä lzki>rllern bei Leichtmetallbeschlägen bestanden hat. über-
wunden worden
ist und daß erkannt wur(le. daß es bei den im Vergleich zu den sonstigen .Anwendungsgebieten
der Wälzlager. m-ie z. B. bei Wellenlagern im Maschinenbau, l),#i Radachsen und
'Cretlagerwellen.ini Fahrrad-' bau usw., geringen Beanspruchungen der Lager von
Türdrückern und Drehgriffen ohne weiteres zulässig ist, die Laufringe iür (fie stählernen
Wälzkö rper aus Leichtmetall herzustellen bzw. die Laufringe unmittelbar durch die
1Zosette oder (las Langschild bzw. den Drücker- oder Griffhals zti bilden, obgleich
diese Teile aus Leichtmetall bestellen Damit war erstmalig der Weg für die An Wendung
von Wälzlagern bei Leichtmetall drückern bzw. -drellgriffeii und Leichtmetallrosetten
bzw. -langschildern freigemacht.
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Wenngleich die Benutzung der Rosette oder des Langschildes bzw. des
Drücker- oller cürittlialses als Laufringe für die Wälzkörper besonders einfache
-1"tisführuiigsforineii ergibt, ist e: im Rahmen der Erfindung möglich, die Wälzkörper,
z. B. Kugeln. innen und außen auf besonderen Ringen laufen zu lassen, also zwischen
Rosette und Drückerhals ein vollständiges Kugellager einzuschalten. In (fiesem Falle
besteht die vorteilhafte Möglichkeit, das Kugellager in der Bohrurig der Rosette
axial verstellbar anzuordnen. um es auf diese Weise genau auf die gegenseitige axiale
I_a"e von Rosette und Drücker einstellen zti Bonnen, was 1. B. dann erwünscht ist,
wenn bei der meist üblichen Befestigungsart des mit dem Drückerdorn lösbar verbundenen
Drückers durch einen einfachen Querstift der Abstand der beiden auf entgegen-esetzten
Türseiten angeordneten Drücker nicht genau der Türdicke entspricht. Ebenso kann
man dann bei einem Schrumpfen des Türholzes die: Lager entsprechend nachstellen.
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Eine vorteilhafte Ausfiihrungsforni der Erfindung besteht darin, daß
zusätzlich zti einem an der Vorderseite der Rosette angeordneten Schrägkugellager
ein an der Rückseite der Rosette liegendes Druckkugellager angeordnet ist, Dabei
kann der feste Laufring des Drucklagers wieder durch die Rosette gebilclet sein,
während (leg mit dein Drücker ()der Griff sich drehende Laufring auf dein hinenlaufring
des Schräglagers befestigt, z. 13. aufgeschraubt ist. `Fenn bei dieser Ausführung
der Drücker oder Griff im Innenlaufring des Schräglagers unlösbar gehalten ist oder
«-(>Mt dieser Innenlaufring durch den Lagerhals des Drückers selbst gebildet ist,
wird cler Drücker durch die Rosette an der Tür gehalten. Iss ist dann nicht notwendig,
den Drücker ain
Drückerdorn durch einen OOuerstift zu befestigen.
Dadurch sind die beim Befestigen des Drückers auf dem Dorn leicht auftretenden Ungenauigkeiten,
die dazu führen, daß der Drücker in Achsrichtung etwas Spiel hat, beseitigt, ohne
daß eine Nachstellvorrichtung vorhanden zu sein braucht.
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Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung
in waagerechten Schnitten dargestellt. Dabei zeigen: Fig. i eine Drückerlagerung
mit unverstellbareil Schrägkugellagern, , Fig. a eine Drückerlagerung mit einstellbaren
Schräglcugellagern, Fig.3 eine Drückerlagerung mit Schrägkugellagern und Druckkugellagern,
wobei die obere und die untere Hälfte der Figur zwei verschiedene Ausführungsmöglichkeiten
wiedergeben.
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In allen Beispielen sind cz die auf entgegengesetzten Türseiten angeordneten
Drücker aus Leichtmetall, b ist der die Drücker miteinander und mit der Schloßnuß
kuppelnde Dorn. Dieser ist gemäß der Zeichnung als Vierkantstift ausgebildet, kann
aber gegeberielifalls in an sich bekannter Weise aus z-,vi oder drei parallelen
Rund- oder Flachstangen bestehen. Der Dorn 'b ist meist in einem Drücker unlösbar,
im anderen dagegen lösbar befestigt. Die lösbare Befestigung geschieht in den Beispielen
durch einen bekannten Oberstift c. d sind die an der Tür sitzenden Rosetten aus
Leichtmetall, die zur Lagerung der Drücker dienen.
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litt Beispiel nach Fig. i ist die Rosette d unmittelbar als äußerer
Laufring eines Schrägkugellagers ausgebildet und zu dem Zwecke auf der Vorderseite
in der Nähe ihres Öffnungsrandes mit einem kleinen Hals oder Kragen f versehen.
Der Lagerhals g des Drückers a trägt einen im (Querschnitt gleichfalls winkligen
inneren Laufring h, der auf dem Hals genügend fest aufsitzt, um durch Reibung mitgenommen
zu werden und sich nach außen gegen einen Bund des Drückerhalses stützt. Zwischen
den beiden Laufringen ist eitle Reihe von Kugeln i eingeschaltet. All seinem inneren
Stirnende weist der Laufring h einen.kleinen Rand k auf, der auswärts gebördelt
ist und den Innenrand der Ro-sette d übergreift, -wodurch das aus Rosette,
Laufring und Kugeln bestehende Kugellager zusammengehalten ist. Der innere Laufring
h besteht vorzugsweise aus dem gleichen Werkstoff wie Rosette d und Drücker a, d.
h. aus Leichtmetall, so daß er diesen Teilen in Farbe und Oberflächenbeschaffenheit
gleicht. Er paßt vorn mit geringem Spiel in den Kragen f der Rosette, so daß das
Kugellager gut abgeschlossen ist. Die Kugeln i sind dagegen aus einem anderen Metall,
und zwar zweckmäßig aus Eisen oder Stahl, gefertigt. Die den äußeren Laufring bildende
Rosette cd kann an der Tür in bekannter Weise befestigt sein. Im Beispiel ist sie
mit Löchern in zum
Durchtritt von Befestigungsschrauben versehen.
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Wie ersichtlich, nehmen die beiden Schrägkugellager die beim Bedienen
der Drücker auftretenden Drücke, und zwar sowohl die radialen als auch die ,axialen
Drücke, ,auf. Die Kugellager haben dabei, wie ebenfalls ersichtlich, eine solche
Anordnung, daß die auf den einen oder anderen Drücker wirkende axiale Schubkraft
unmittelbar von dem zu die@ein Drücker gehörigen Lager aufgenommen wird. Beien Drehen
der Drücker findet keine gleitende, sondern nur eine rollende Reibung statt, da
die Kugeln sich, wie bekannt, an den Laufringen abwälzen. Ein Fressen der Lager
ist ausgeschlossen. Die rollende Reibung ist sehr gering, so daß ein Verschleiß
praktisch kaum eintritt. Deshalb können die Ktigellaufringe auch, wie schon gesagt,
unbedenklich aus Leichtmetall bestellen, wobei sie zweckmäßig oberflächenvergütet
sind.
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Die Anwendung 'des gezeigten Bördelrarldes k zum Zusammenhalten des
Kugellagers ist für die Ausführung der Laufringe in Leichtmetall vorteilhafter als
das sonst bei Kugellagern übliche Zusammenhalten der Ringe durch die Kugeln, weil
dabei ein gewaltsames Einführen der Kugeln in den Zwischenraum der Ringe nicht erforderlich
ist.
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Der innere L aufring k könnte gegebenenfalls aus einem anderen Werkstoff
als Drücker und Rosette, beispielsweise aus einem nichtmetallischen Werkstoff voll
genügender Festigkeit und Härte, wie z. B. Kunstharzpreßstoff o. dgl., bestellen.
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@#,uf die unlösbare @Terliindtuig des Innenringes h mit dein Außenring
oder der Rosette d kann gegebenenfalls verzichtet werden. Es ist dann möglich, den
inneren Laufring auf dem Lagerhals g des Drückers, etwa durch strammes Aufpressen
oder .-1tifschrumpfen, unlösbar zu befestigen, so daß er einen am Drücker festen
Teil bildet. In diesem Falle müssen allerdings die Kugeln i durch einen kleinen
Haltering oder Käfig; zusammeligelialten und gegen Verlust geschützt werden.
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Das Beispiel nach Fig. i könnte noch dahin vereinfacht werden, daß
der innere Laufrilig des Schrägkugellagers durch den mit einem Bund t versehenen
Lagerhals- des Drückers a selbst gebildet ist, ähnlich wie dies die Fig. 3 unten
für eine andere Ausführungsforen der Erfindung zeigt. Auch bei dieser vereinfachten
Ausführung kann das Kugellager durch einen nun am Lagerhals g des Drückers vorgesehenen,
den öffnungsrand der Rosette
überreifenden Rand k zusammengehalten
sein. Dieser hiirdeirand kann aber auch weggelassen werden, und es können die Rubeln
durch einen Haltering oder Käfig gegen Verlust geschützt sein.
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Da: Beispiel nach Fig. 2 unterscheidet sich vom ersten Beispiel im
wesentlichen dadurch, daß der äußere Laufring ii, des Kugellagers einen von der
Rosette d getrennten Teil bildet und dall die Lager einstellbar-sind. Der innere
Laufring h sitzt mit einer konischen Bohrung auf dein entsprechend konischen Lagerhals
b des Drückers. Der äußere Laufring n ist in der Bohrung der Rosette d verschiebbar
angeordnet und gegen Drehung durch eine an der Wandung der Rosettenbohrung vorgesehenen
-Nase o gesichert, die in eine axiale Nut am Umfang p des Ringes eingreift. Er ist
an seinem .@ul;leiiinantel mit Gewinde versehen, und auf ihm ist eine mit einem
passenden Innengewinde versehene Überwurfmütter oder Kappe q verschraubbar, die
mit ihrem Oftntuigsraud in eine vordere Erweiterun- der Rosettenbohrung eingreift,
während sie sich mit einem kleinen Flansch i- an der äußeren Stirnfläche der Rosette
d abstützt. Der Flansch r- ist vorzugsweise außen vieleckig gestaltet, so daß die
Kappe q nicht nur von Hand, sondern im l'>edarfsfalle auch mittels eines
Schlüssels gedreht werden kann. Durch Drehen der Kappe (1 kann das aus den
beiden Ringen ri, n und der hugelreilie i. bestehende Kugellager in Achsrichtung
verschoben und dadurch genau auf die Entfernung des Lagerhalses des Drückers von
der Türfläche eingestellt «-erden, so daß der Drücker in Achsrichtung kein Spiel
hat. Bei Vorhandensein zweier Drücker, wie im Beispiel, werden zweckmäßig die Lager
auf beiden Türseiten gleichzeitig und gleichmäßig eingestellt.
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Die Rosette d könnte ähnlich wie ini Beispiel nach I# ig. k an der
Tür mit Hilfe von Schrauben befestigt sein. Für die Ausführung nach Fi-. 2 ist es
jedoch vorteilhafter, die Rosette lediglich mit Hilfe von an ihrer Rückseite vorgesehenen,
in das Holz der Tür eingedrückter Zacken oder Einschlagspitzen s -zu befestigen.
Es fällt dann der mit Durchtrittslöchern für Schrauben versehene äußere Teil der
Rosette weg, so daß der innen durch das Kugellager beanspruchte Raum atillen wieder
eingespart wird und der Außendurchniesser der Rosette trotz Anordnung eine zwei
besondere Laufringe aufweisenden Ktige11a-ers verhältnismäl)ig klein gehalten werden
kann. Die Befestigung der Rosette mittels Zacken oder Einschlagspitzen reicht bei
dieser .-lusfülirung vollständig aus, da infolge der Ein- und Nachstellbarkeit der
Lager jegliches axiale Spiel der Drücker vermieden ist und die Rosette deinzufolgF--
fest an der Tür anliegend behalten wird.
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Das aus den beiden Laufringen rif 1a und der Kugelreihe i bestehende
Kugellager ist wieder dadurch zusammengehalten, daß ein am inneren Ring lt vorgesehener
Rand k ausw.- rts über den Aufenring gebördelt ist. Die beiden Laufringe n,
lt können wieder, ähnlich wie im ersten Beispiel, aus demselben Metall wie
Drücker und Rosette, nämlich aus Leichtmetall, bestehen. Jedoch können n-ahl@veise
beide oder auch nur einer, z. h. der äußere Ring, aus einem nichtmetallischen Werkstoff,
wie Kunstharzpreßstoff o. dgl., gefertigt sein.
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Das Beispiel nach Fig. 2 könnte gegebenenfalls dahin abgeändert «-erden,
dall der Lagerlials g des Drückers zvlindriscli gestaltet und finit einem Bund zum
abstützen des inneren Laufringes Ir des Kugellagers verseben wird. Der Bund des
Druckerhalses wird dann von der Kappe q umschlossen.
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In Fig. 3 ist eine weitere Ausbildung der Druckerlagerung gemäß dein
`ersten Beispiel gezeigt, die darin besteht, daß zusätzlich zu dem an der Vorderseite
der Rosette liegenden Schrägkugellager noch ein auf der Rückseite der Rosette angeordnetes
Druckkugellager vorgesehen ist. Der feststehende Laufring dieses Drucklagers ist
durch die Rosette d gebildet, die zu dem Zwecke an ihrer Rückseite eine Laufrille
für die zusätzliche hugelreilie tt enthält. Der mit dem Drücker sich drehende Laufring
v, der wieder aus Leichtmetall bestehen kann, ist dagegen auf dem inneren Ende des
etwas verlängerten Innenringes li des Schrägkugellagers befestigt. und zwar etwa
in der Weise, daß er mit einem Muttergewinde auf das mit einem Außengewinde versehene
Ende des Ringes k aufgeschraubt und durch Aufweiten oder Auswärtsbördeln des Randes
h' dieses Ringe gegen Losschrauben gesichert ist. Diese doppelte Kugellagerung gewährleistet
eine besonders gute Führung und Lagerung des Drückers in der Rosette.
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Bei der Anwendung eines Schräglager; und eines Drucklagers kann der
Drücker finit seinem Lagerhals im Innenlaufrin- des Schräglagers unlösbar befestigt
sein, z. h. durch aufschrumpfen des Ringe:. Der Drücker ist dann durch die Kugellager
an der Rosette und finit deren Hilfe an der Tür gehalten, so daß die sonst übliche
lösbare Befestigung des einen der beiden Drücker am Dorn h entbehrlich ist. Der
Dorn ist dann im Vierkantloch dieses Drückers verschiebbar, so dafll die beiden
Drücker sich bei ihrer zusammen mit der Befestigung der Rosette erfolgenden Anbringung
an der Tür selbsttätig genau auf die Türdicke einstellen. Die bei der Befestigung
des einen Drückers mittels eines Oberstiftes
leicht vorkommenden
kleinen Ungenauigkeiten sind damit beseitigt. Derselbe Erfolg tritt dann ein, wenn
der Innenlaufring des Schrägkugellagers, auf dem der Laufring z, des Drucklagers
befestigt ist, vom Lagerhals g des Drückers a selbst gebildet ist, wie dies die
untere Hälfte der Fig. 3 zeigt. -Die Ausführungsform nach Fig. 3 mit doppeltem Kugellager
eignet sich mit Vorteil auch-für solche Fälle, wo nur auf einer Seite der Tür ein
Drücker angeordnet ist. Es fällt dann die sonst übliche Befestigung des im Drücker
festsitzenden Dorns in der Schloßnuß fort.
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Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf die dargestellten
Beispiele, vielmehr sind mancherlei Abänderungen derselben sowie andere Ausführungen
möglich. So brauchen die in den Beispielen gezeigten Rosetten nicht notwendig von.
den bei Türen durchweg vorhandenen Schlüssellochschildern getrennte Teile zu sein,
sondern sie können mit diesen Schildern zu sogenannten Langschildern vereinigt sein.
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Die neue Ausbildung der Drückerlagerung ist außer bei Drückerpaaren
auch bei Einzeldrückern anwendbar. Ferner läßt sie sich mit Vorteil bei aus anderem
Werkstoff als Leichtmetall bestehenden Drückern, z. B. bei Drülzkern aus Kunsthorn
o. dgl., anwenden, wo die ordnungsmäßige und dauerhafte Lagerung bisher ebenfalls
Schwierigkeiten bereitet. Endlich ist die Erfindung nicht auf hebelartige Türdrücker
beschränkt, sondern sie kann auch bei anderen Drehgriffen an Türen, Fenstern, Klappen
u. dgl. Anwendung finden.