DE736897C - Verfahren und Messeinrichtung zur Bestimmung der Dralleigenschaften verdrillter Leiter in Fernmeldekabeln oder anderen Leitersystemen - Google Patents

Verfahren und Messeinrichtung zur Bestimmung der Dralleigenschaften verdrillter Leiter in Fernmeldekabeln oder anderen Leitersystemen

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DE736897C
DE736897C DED81468D DED0081468D DE736897C DE 736897 C DE736897 C DE 736897C DE D81468 D DED81468 D DE D81468D DE D0081468 D DED0081468 D DE D0081468D DE 736897 C DE736897 C DE 736897C
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DED81468D
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Dr-Ing Erwin Widl
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Deutsche Fernkabel GmbH
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Deutsche Fernkabel GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/32Reducing cross-talk, e.g. by compensating
    • H04B3/34Reducing cross-talk, e.g. by compensating by systematic interconnection of lengths of cable during laying; by addition of balancing components to cable during laying

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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Magnetic Means (AREA)

Description

  • Verfahren und Meßeinrichtung zur Bestimmung der Dralleigenschaften verdrillter Leiter in Fernmeldekabeln oder anderen Leitersystemen Zur Erzielung kleiner Störkopplungen zwischen den verdrillten Leitungen bzw. Adergruppen, wie Paare, Vierer o. dgl., von Fernmeldekabeln ist es erforderlich, die Drall-bzw. Schlaglängen der verdrillten Adergruppen verschieden zu wählen. Enthält das Fernmeldekabel mehrere Lagen verdrillter Adergruppen, so muß ferner auf die Einhaltung bestimmter Lagenschlaglängen geachtet werden. Auf Grund theoretischer überlegungen hat man festgestellt, daß es bestimmte günstige Beziehungen der Adergruppendralle untereinander und zwischen den Adergruppendrallen einerseits und den Lagenschlaglängen andererseits gibt, die besonders kleine Störkopplungen zur Folge haben, wobei für die Größe der Störkopplungen die im fertigen Kabel vorhandenen wirksamen Dralle maßgebend sind, die sich aus den Summen und Differenzen der Adergruppendralle und der Lagenschlaglängen ergeben.-- Gerade diese Tatsache ist ein Grund dafür, daß hinsichtlich der Erzielung kleiner Kopplungen in Fernmeldekabeln mehr oder weniger empirische Untersuchungen und praktische Erfahrungen eine ausschlaggebende Rolle spieen. Die Grundlage für die praktischen Erfahrungen bildeten bisher ausschließlich die am fertigen Kabel vorgenommenen Kopplungsmessungen. Aus diesen Kopplungsmessungen wurden die für die Fabrikation weiterer Kabel gewünschten Folgerungen hinsichtlich der Beeinflussung der Kopplungen durch die Dralle gezogen. Ferner bildeten die Kopplungsmessungen eine Grundlage für das Arbeiten der Verseilmaschinen. Auf diese Weise konnten die Kopplungsmessungen zu einer stetigen Verminderung der Kopplungen ausgewertet werden, entweder durch Wahl günstigerer Dralle oder durch Verbesserung bzw. Abänderung der Verseilmaschinen. Diesem bekannten Verfahren haftet aber der Nachteil arf, daß es nur indirekt ein Urteil über das Arbeiten der Verseilmaschinen und über nachträgliche Leiterverlagerungen ermöglicht, nämlich über das Endergebnis in Form von Kopplungswerten.
  • Die Erfindung beschreitet einen anderen Weg zur Bestimmung und Untersuchung der Dralleigenschaften verdrillter Leiter in Fernmeldekabeln oder in anderen mehrere verdrillte Leiter umfassenden Leitersystemen, wobei unter verdrillte Leiter allgemein Leitergebilde zu verstehen sind, die aus zwei oder, mehreren miteinander verdrillten bzw. verseilten Leitern bestehen, z. B. Litzenleither, verdrillte Paare und Vierer für Fernmeldekabel usw. Erfindungsgemäß wird der Drallverlauf der einzelnen verdrillten Leiter mittels einer außerhalb des ganz oder teilweise hergestellten Kabels bzw. Leitersystems parallel zum verdrillten Leiter geführten Induktionsspule oder eines anderen Meßorgans ermittelt. Auf diese Weise erhält man ein getreues Bild über die im Kabel bzw. Leitersystem vorhandenen tatsächlichen Drallverhältnisse, d. h. unter Berücksichtigung sämtlicher bei der Herstellung des Kabels oder Leitersystems eintretenden Leiterverlagerungen und Dralländerungen. Das Verfahren gemäß der Erfindung hat demnach gegenüber dem bekannten Verfahren den Vorteil, daß es eine direkte Kontrolle des Arbeitens der Verseilmaschinen und der im Kabel oder sonstigen Leitersystem endgültig vorhandenen Drallverhältnisseermöglicht.
  • Vorteilhaft werden im Rahmen der Erfindung die einzelnen verdrillten Leiter mit Wechselstrom beschickt, wobei das außerhalb des Kabels bzw. Leitersystems entstehende magnetische Feld mittels einer Induktionsspule o. dgl. gemessen wird. Man kann aber auch umgekehrt die außerhalb des Kabels bzw. Leitersystems parallel zum verdrillten Leiter geführte Induktionsspule mit Wechselstrom beschicken und dann die dadurch in dem verdrillten Leiter induzierten Ströme durch Messung ermitteln. An Stelle einer Induktionsspule können sinngemäß auch andere durch elektromagnetische Felder beeinflußbare Meßorgane Anwendung finden, z. B. Kathodenstrahlmeßgeräte.
  • Der weiteren Erfindung gemäß wird der Verlauf der zu untersuchenden verdrillten Leiter und damit die Parallelführung der Induktionsspule zu diesen durch eine zusätzliche Messung ermittelt. Zu diesem Zweck kann der zu untersuchende verdrillte Leiter mit einer oder mehreren hierzu parallel geführten verdrillten Leitern zu einem oder mehreren wechselstrombeschickten Stromkreisen zusammengeschaltet werden, deren örtliche Lage im Kabel mit Hilfe des dabei außerhalb des Kabels bzw. Leitersystems entstehenden magnetischen Feldes durch eine Induktionsspule o. dgl. bestimmt wird. Bei einem lagenweise aufgebauten Fernmeldekabel ist es besonders vorteilhaft, die zu messende Adergruppe mit der in der gleichen Verseillage diametral gegenüberliegenden Adergruppe zu einem Stromkreis zusammenzuschalten.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • Die Fig. i bis q. dienen zunächst der Erläuterung, wie der örtliche Verlauf einer Adergruppe innerhalb eines Fernmeldekabels und ferner der Aderverlauf innerhalb dieser Adergruppe bestimmt werden kann. Die Fig. i stellt einen Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 2 dar, während die Fig. 3 dem Querschnitt der Linie C-D der Fig. q. entspricht. Von dem zu messenden mehrlagigen Fernmeldekabel, dessen Bleimantel mit io bezeichnet ist, werden die beiden verdrillten Paare i i und 12 betrachtet, die innerhalb ein und derselben Verseillage sich diametral gegenüberliegen. Beide Paare beschreiben infolgedessen innerhalb des Kabels eine durch den Lagendrall gegebene offene Schraubenlinie. Für die im einzelnen vorzunehmenden Messungen werden die Paare i i und 12 durch die Wechselstromquelle 13 mit Wechselstrom beschickt. Zur Ermittlung der durch den Wechselstrom erzeugten magnetischen Feldverteilung dient die Induktionsspule 14, deren Achse senkrecht zur Kabelachse angeordnet ist und die in der durch die Pfeile angedeuteten Weise sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung verstellbar ist. Die in der Induktionsspule 14 erzeugten Ströme werden über den Verstärker 15 zum Galvanometer 16 oder zu einem Hörer geleitet. Es wird angenommen, daß die Drallverhältnisse des Paares i i zu untersuchen sind. Um den örtlichen Verlauf des Paares i i innerhalb des Kabels zu bestimmen, wird entsprechend den Fig. i und 2 das Paar i i mit dem diametral gegenüberliegenden Paar 12 zu einem Stromkreis zusammengeschaltet, indem die beiden Paare an dem einen Ende an die Stromquelle 13 angeschlossen und an dem anderen Ende durch die Verbindung 17 kurzgeschlossen werden. Befindet sich die Induktionsspule 14 senkrecht über dem Paar i i, d. h. in der durch beide Paare gebildeten Ebene, so ist der Induktionsstrom ein Minimum, und das Galvanometer befindet sich in Nullstellung. Durch Verschiebung der Spule in Längsrichtung und Drehung in Querrichtung kann die Spule 1 4. in einer offenen Schraubenwindung um das Kabel und genau parallel zum Paar 1 i geführt werden. Zur Bestimmung des Verlaufs des Paardralles selbst, d. h. des Aderverlaufs innerhalb des Paares i i wird entsprechend den Fig. 3 und 4 die Stromquelle 13 an die beiden Adern des Paares i i angeschlossen, wobei der Kurzschluß 17 am Ende verbleibt. Bei Ausführung der einzelnen Messungen wird zuerst nach der Schaltung gemäß den Fig. i und 2 die Spule 14 senkrecht zum Paar i i eingestellt, bis das Galvanometer 16 Null anzeigt. Hierauf wird die Stromquelle gemäß den Fig.3 und 4 an das Paar i i angeschaltet und in dieser Stellung der Galvanometerausschlag ermittelt. Diese Messungen werden in Richtung des Paares i i in periodischen Abständen wiederholt, so daß sich eine Meßreihe ergibt, die den im Kabel tatsächlich vorhandenen Drallverlauf des Paares i i genau erkennen läßt. Der übersichtlichkeit halber werden die gemessenen Werte zweckmäßig graphisch aufgezeichnet.
  • Die Fig. 5 zeigt als Beispiel in graphischer Darstellung die an den beiden Paaren und dem Phantomkreis eines Kabelvierers praktisch gemessenen Werte. Auf der Abszissenachse ist die Länge des gemessenen Kabelstückes, auf der Ordinatenachse die am Galvanometer gemessene Spannung bzw. der Galvanometerausschlag in Graden aufgetragen. Die gestrichelte Kurve 18 zeigt das Meßergebnis für den Stamm i des untersuchten Vierers, die punktierte Kurve i9 das Meßergebnis für den Stamm 2 und die ausgezogene Kurve 2o das Ergebnis für den Phantomkreis des Vierers. Man erkennt, daß die für den Phantomkreis geltende Kurve 2o einer verhältnismäßig gleichmäßigen Sinuskurve nahekommt, was auf einen gleichmäßigen Viererdrall schließen läßt. Dagegen zeigen die Kurven 18 und i g, daß die Paardralle ungleichmäßig verlaufen. Auf diese Weise gewinnt man ein klares Bild über die im Kabel erzielten wirksamen Drallverhältnisse, so daß Rückschlüsse auf die Genauigkeit der Fabrikation, auf das Arbeiten der Verseilmaschinen usw. gezogen werden können.
  • Die Erfindung gestattet nicht nur die Ermittlung des Drallverlaufes selbst, sonderii, auch die Ermittlung der Drallrichtung der Einzelleiter innerhalb des verdrillten Leiters. Dies geschieht der weiteren Erfindung gemäß durch eine Rechts- oder Linksdrehung der Induktionsspule. Hat man entsprechend den Fig. i und 2 die Induktionsspule 14 senkrecht zu dem zu messenden Paar i i eingestellt, so daß sich das Galvanometer 16 in Nullstellung befindet, so gibt man der Induktionsspule über diese Einstellung hinausgehend eine zusätzliche Drehung, deren Winkel für alle Meßpunkte im Längsverlauf des Kabels 'möglichst gleich groß sein soll. Die für diese neue Einstellung der Induktionsspule erhaltene Meßreihe hat einen ähnlichen Verlauf wie die Meßreihe nach den Fig. 3 und 4, doch ist sie gegenüber jener phasenverschoben, und zwar voreilend oder nacheilend, je nachdem die zusätzliche Verdrehung der Spule in entgegengesetztem oder gleichem Sinne mit der Drallrichtung des zu untersuchenden Stromkreises erfolgt. Für die Drallrichtungsuntersuchung genügt es im allgemeinen,, nur einen Teil der zweiten Meßreihe aufzunehmen, wie dies beispielsweise in den Fig. 6, 7 und 8 dargestellt ist. Von diesen Figuren gilt die Fig. 6 für den Stamm i, Fig. 7 für den Stamm 2 und Fig. 8 für den Phantomkreis eines praktisch untersuchten Kabelvierers. Die Bedeutung der Kurven ist im Zusammenhang mit den in der Fig.5 dargestellten Kurven ohne weiteres klar. Die ausgezogenen Kurven 21, 22 und 23 zeigen den Drallverlauf bei Normallage der Spule 14, d. h. für den Fall, daß sich die Spule 14 genau senkrecht über dem zu untersuchenden Kabelvierer befindet. Wird die Induktionsspule um io° gegenüber der Normallage im Sinne des Rechtsdralles verdreht, so ergeben sich die gestrichelten Kurven 24, 25 und 26. Wie aus den Figuren hervorgeht, haben bei den Stammleitungen i und 2 die gestrichelten Kurven 24 und 25 gegenüber den ausgezogenen Kurven 21 und 22 eine voreilende Phase, was bedeutet, daß die Drallrichtung der Stämme entgegengesetzt zur Drehbewegung der Spule 14 gerichtet ist. Da die Spule 14 im Rechtssinne verdreht wurde, haben die Stämme also Linksdrall. Umgekehrt ist die gestrichelte Kurve 26 gegenüber der ausgezogenen Kurve 23 beim Phantomkreis nacheilend, so daß der Vierer in übereinstimmung der Rechtsdrehung der Spule 14 einen Rechtsdrall aufweist.
  • Fig.9 zeigt eine vorteilhafte Ausführung der Meßeinrichtung einschließlich der zugehörigen Schaltung. Das von der Bewehrung befreite, aber mit einem wasserdichten Kabelmantel versehene Kabelstück 27 von etwa 2 bis 3 m Länge liegt zentrisch in dem Rohr 28 aus Pertinax oder einem anderen nichtmetallischen Material, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme abstandhaltender Ringe. Auf dem Rohr 28 ist der trommelförmige Läufer 29 verschiebbar und verdrehbar angeordnet, dessen zylinderförmiges Mittelstück einerseits von der mit einer Gradeinteilung versehenen Skalenscheibe 3o und andererseits von der für die Betätigung des Läufers vorgesehenen geränderten Handscheibe 31 begrenzt ist. Die Gradeinteilung auf der Skalenscheibe ermöglicht u. a. die Kontrolle, in welcher Entfernung vom Ausgangspunkt der Meßreihe sich der Läufer um 36o° gedreht hat. Diese Entfernung ist gleich der Schlaglänge des Lagendralls. Auf dem zylinderförmigen Mittelstück des Läufers 29 sitzt die Induktionsspule 14 (Bezeichnung entsprechend den Fig. i bis gewählt), deren geschirmte Zuleitung 32 als flexible Leitung ausgebildet ist. Der Läufe 29 wird durch den eine Einstellmarke tragenden Schlitten 33 auf dem Maßstab 34 in Längsrichtung verschoben, wobei ein genügender Reibungswiderstand zwischen dem Schlitten und dem Maßstab eine ungewollte Verschiebung des Schlittens in der Längsrichtung des Kabels vermeidet. Die Wechselstromquelle i3 sendet über den Tiefpaß 35 einen Strom von ungefähr 8oo Hz einerseits über den angepaßten Übertrager 36 und über den Umschalter 37 in die Kabelpaare i i und i2, andererseits zur Gleichrichterbrücke 38, um dort die erforderliche Hilfsspannung zu erzeugen, deren Größe durch das Potentiometer 39 geregelt werden kann. Der Umschalter 37 ermöglicht die für die erwähnten Messungen erforderlichen Umschaltungen mittels der Schaltstange 40, die von jeder Stelle der Einrichtung aus bedienbar ist. Die in der Spüle i 4. induzierte Spannung liefert der Gleichrichterbrücke über den Verstärker i 5 die Meßspannung, die zusammen mit der Hilfsspannung in bekannter Weise die Ausschläge des Galvanometers i 6 bewirkt. Statt des Galvanometers kann auch ein Schreibgerät angeschlossen werden, das in mehr oder weniger automatischer Weise mit der Bewegung des Läufers gekoppelt sein kann.
  • Fig. io zeigt den Läufer 29 in perspektivischer Darstellung. In Übereinstimmung mit der Fig. 9 ist die Induktionsspule mit 14, die linke Seitenscheibe mit 3o und die rechte Seitenscheibe mit 31 bezeichnet. Wie ersichtlich, ist die Achse der verhältnismäßig kleinen Induktionsspule senkrecht zur Achse des Läufers und damit senkrecht zur Kabelachse gerichtet.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungen beschränkt. Beispielsweise ist es möglich, die ganze Meßeinrichtung derart auszubilden, daß auch größere Kabellängen, gegebenenfalls die gesamten Fabrikationslängen durch das stationär aufgestellte Rohr 28 gezogen werden können, um auch während der Fabrikation eine Kontrolle der Dralleigenschaften zu ermöglichen. Die Anwendung der Erfindung auf andere Leitersysteme als Fernmeldekabel und ferner auf Leiter, die aus verdrillten Teilleitern bestehen, kann sinngemäß in der beschriebenen Weise erfolgen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Bestimmung der Dralleigenschaften verdrillter Leiter in Fernmeldelcabeln oder anderen Leitersystemen, wie Paare, Vierer, Litzenleiter o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb des ganz oder teilweise hergestellten Kabels bzw. Leitersystems parallel zum verdrillten Leiter, dessen Drallverlauf bestimmt werden soll, eine Induktionsspule geführt wird, wobei entweder der verdrillte Leiter oder die Induktionsspule mit Wechselstrom beschickt und die gegenseitige induktive Beeinflussung des Leiters und der Induktionsspule in Längsrichtung des Leiters fortlaufend bzw. iri kurzen Abständen bestimmt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der örtliche Verlauf der zu untersuchenden verdrillten Leiter und damit die Parallelführung der Induktionsspule o. dgl. zum verdrillten Leiter durch eine zusätzliche Messung ermittelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch?" dadurch gekennzeichnet, daß der zu messende verdrillte Leiter mit einem oder mehreren parallel geführten Leitern zu einem oder mehreren wechselstrombeschickten Stromkreisen zusammengeschaltet wird, deren örtliche Lage im Kabel o. dgl. mit Hilfe des dabei außerhalb des Kabels bzw. Leitersystems entstehenden magnetischen Feldes durch eine Induktionsspule o. dgl. bestimmt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3 für lagenweise aufgebaute Fernmeldekabel, dadurch gekennzeichnet, d.aß die zu untersuchende Adergruppe mit der in der gleichen Verseillage diametral gegenüberliegenden Adergruppe zu einem Stromkreis zusammengeschaltet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Drallverlauf die Drallrichtung der Einzelleiter innerhalb der verdrillten Leiter durch eine Rechts- oder Linksdrehung der Induktionsspule o. dgl., bestimmt wird.
  6. 6. Meßeinriehtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i bis 5, gekennzeichnet durch eine in der Längsrichtung verschiebbar und in der Querrichtung verdrehbar angeordnete . Induktionsspule, deren Achse vorzugsweise eine zur Kabelachse senkrechte Lage einnimmt.
  7. 7. Meßeinrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein das Kabel o. dgl. umgebendes, vorzugsweise zylindrisches nichtmetallisches Rohr (28), auf dem ein die Induktionsspule (14) o. dgl. tragender Läufer (29) in der Längsrichtung verschiebbar und in der Querrichtung drehbar angeordnet ist. B.
  8. Meßeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel o. dgl. innerhalb des Rohres durch zusätzliche Mittel, z. B. durch erbstandhaltende Ringe, zentriert ist.
  9. 9. Meßeinrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch einen parallel zum Rohr (28) angeordneten Maßstab (34), auf dem ein mit dem Läufer (29) gekuppelter Schlitten (33) in der Längsrichtung verschiebbar angeordnet ist. io. Meßeinrichtung nach Anspruch gekennzeichnet durch einen Umschalter (37) zur wahlweisen Umschaltung der WechselstromquelIe an die zu messenden verdrillten Leiter, der durch eine sich über die gesamte Länge der Meßeinrichtung erstreckende Schaltstange (4o) betätigt wird. i i. Meßeinrichtung nach Anspruch 6 bis i o, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellorgane automatisch miteinander gekuppelt sind und die Meßergebnisse durch ein mit den Meßvorgängen gekuppeltes Schreibgerät selbsttätig zur Aufzeichnung gelangen.
DED81468D 1939-11-03 1939-11-03 Verfahren und Messeinrichtung zur Bestimmung der Dralleigenschaften verdrillter Leiter in Fernmeldekabeln oder anderen Leitersystemen Expired DE736897C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102022133744A1 (de) * 2022-12-16 2024-06-27 Wieland Electric Gmbh Verfahren zur Lagebestimmung der Adern eines Twisted-Pair-Kabels

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DE102022133744A1 (de) * 2022-12-16 2024-06-27 Wieland Electric Gmbh Verfahren zur Lagebestimmung der Adern eines Twisted-Pair-Kabels

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