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Schaltungsanordnung für Gesellschaftsleitungen in Fernmeldeanlagen,
insbesondere Fernsprechanlagen Zusatz zum Ostm.-Patent 155 ;6q Das Hauptpatent betrifft
Gesellschaftslei-. tungen mit mehreren ,den Teilnehmern zur Verfügung stehenden
gemeinsamen Verbindungsleitungen in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen.
Verbindungen von und/oder zu einem . der Teilnehmer werden über eine der gemeinsamen
Verbindungsleitungen, .die Aufbauverbindungsleitung, eingeleitet. Anschließend erfolgt
bei Freisein einer anderen gemeinsamen Verbindungsleitung die Unischaltung des Teilnehmers
der Gesellschaftsleitung auf -diese freie Verbindungsleitung.
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Das Kennzeichen für die Umschaltung eines Teilnehmers wird bei dem
Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes über die Aufbauverbindungsleitung gegeben.
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Die vorliegende Erfindung ist eine Weiterbildung der Anordnung nach
dem Hauptpatent und besteht darin, daß nach Einleitung einer Verbindung zu oder
von einem der Teilnehmer über die Aufbauverbindungsleitung .das Kennzeichen für
die Umschaltung dieses Teilnehmers von der Aufbauverbindungsleitung auf die für
den Fernmeldeverkehr zu benutzende Verbindungsleitung über letztere gegeben wird
und :eine nur in der Abzweigstelle, an welche der umzuschaltende Teilnehmer angeschlossen
ist, ;bereitgestellte Umschalteinrichtung beeinflußt.
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Das Kennzeichen für die Umschaltung eines Teilnehmers wird also nicht
mehr über die Aufbauverbindungsleitung gegeben.
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Die Umschaltung eines Teilnehmers ist wesentlich einfacher durchzuführen.
Es brauchen nicht verschiedenartige Kennzeichen, z. B. Gleichströme verschiedener
Spannung oder Gleich.- und Wechselstrom
oder Wechselströme verschiedener
Frequenz, über die Aufbauverbindungsleitung gegeben zu werden, von denen jedes einer
bestimmten der für den Fernmeldeverkehr zu benutzenden Verbindungsleitungen eigentümlich
ist. Die Schaltmittel an den Abzweigstellen der Gesellschaftsleitung werden also
einfacher.
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Ist eine Anlage so ausgeführt, daß eine Umschaltung des Fernmeldeverkehrs,
z. B. Gesp@rä@ch, auch während einer über die Aufbauverbindungsleitung bestehenden
Verbindung durchzuführen ist, so erfolgt diese Umschaltung, da das Umschaltekennzeichen
nicht mehr -über die in die Verbindung eingeschaltete Aufbauverbindungsleitung gegeben
wird, für die miteinander verbundenen Teilnehmer völlig geräuschlos. Die Teilnehmer
und insbesondere der Teilnehmer der Gesellschaftsleitung werden demnach nicht belästigt.
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Bei den nachstehend ausführlich erläuterten Ausführungsbeispielen
wirkt das über eine für den Fernmeldeverkehr zu benutzende Verbindungsleitung gegebene
Umschaltekennzeichen auf ein Umschalteinleiterelais ein, welches das durch die voraufgehende
Wahl bereitgestellte Umschultrelaiseinschaltet.
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Hierauf ist die Erfindung jedoch nicht beschränkt. Die Anordnung könnte
auch derart getroffen werden, daß ein solches Umschalteinleiterelais vermieden wird,
indem in Abhängigkeit von der durchgeführten Wahl das Umschaltrelais selbst angeschaltet
wird.
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Bei den Ausführungsbeispielen wird ferner Mach Einleitung einer abgehenden
Verbindung durch einen Teilnehmer der Gesellschaftsleitung dieser Teilnehmer nicht
sofort auf die für den Fernmeldeverkehr zu benutzende Verbindungsleitung umgeschaltet,
wie es das Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes zeigt. Über die Aufbauverbindungsleitung
meldet jeder Teilnehmer nur eine Verbindung an. -Nach der Anmeldung einer Verbindung
und Aufhängen seitens des Teilnehmers wird dieser von der Vermittlungsstelle über
die Aufbauverbindungsleitung gewählt und darauf auf eine für den Fernmeldeverkehr
zu benutzende Verbindungsleitung umgeschaltet.
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Auch hierauf ist die Erfindung nicht beschränkt. Die Anordnung könnte
vielmehr, wie es das Hauptpatent zeigt, -auch derart getroffen werden, daß ein Teilnehmer
der Gesellschaftsleitung nach Aufnahme des von ihm hervorgerufenen Anrufanreizes
iri der Vermittlungsstelle auf eine für den Fernmeldeverkehr zu benutzende Verbindungsleitung
umgeschaltet wird.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. i und 2 ist ein Fernm:el:deverkehr
über die Aufbauverbindungsleitung außer der Anmeldung. einer Verbindung nicht vorgesehen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und q. wird der Fernmeldeverkehr bei
Besetztsein der bevorzugt für ihn zu benutzenden Verbindungsleitung (en) auch über
die Aufbauverbindungsleitung durchgeführt. Bei Freiwerden einer der anderen Verbindungsleitungen
wird die über die Aufbauverbindungsleitung bestehende Verbindung auf die frei gewordene
andere Verbindungsleitung umgeschaltet. A. Ausführungsbeispiel nach F ig. i und
2 Dargestellt ist die Ausrüstung einer Gesellschaftsleitung mit drei Verbindungsleitungen,
einer Aufbauverbindungsleitung hLA und den für den Fernmeldeverkehr zu benutzenden
Verbindungsleitungen VL i und h'L 2.
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An der Gesellschaftsleitung liegt eine beliebige Zahl Abzweigstellen,
z. B. sechs. Da die Art, wie die Auswahl der Teilnehmer erfolgt, keinen Einfluß
auf die vorliegende Erfindung hat, sind die an den Abzweigstellen angeordneten Auswahleinrichtungen
selbst nicht dargestellt. Die Auswahl kann durch auf Schrittschaltwerke bzw. Relaiswähler
einwirkende Nummernstromstoßreihen oder durch auf Kondensatorwiderstandsanordnungen
einwirkende Wahlströme unterschiedlicher Dauer und Richtung (Zeitpotentialwahl)
oder in anderer Weise (z. B. Freduenzzvahl) erfolgen.
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Gezeigt ist in der Fig. i die Ausrüstung der Abzweigstelle ASt6, an
die sechs Teilnehmer Tn61 bis Tiz66 angeschaltet sind. Dargestellt sind die zum
Anschalten der Teilnehmer Tiz6i bis Tiz6d. erforderlichen Schaltmittel.
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Von den übrigen @bzweizstellen sind in Fig. i nur die Abzweigstellen
ASt i ("Peilnehmer Tzi i i bis Tfz 16) und AM 5 (Teilnehmer Tiz 5 i bis Tiz
56) durch Rechtecke angedeutet.
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Die Fig. 2 zeigt die Ausrüstung der Gesellschaftsleitung in der Vermittlungsstelle.
Die Teilnehmer Tii6i und Tiz62 seien bevorzugt zu bedienende, z. B. vielsprechende
Teilnehmer. jedem dieser Teilnehmer ist für jede Verbindungsleitung VI_i und VL2
ein eigenes Umschaltrelais zugeordnet. Es schalten die Umschaltrelais
UR 16i bzw. UR 261 den. Teilnehmer Tiz6i auf die Verbindungsleitng
VL i bzw. VZ 2 und die Umschaitrelais UR 162 bzw. UR262 den Teilnehmer Tii
62 auf die Verbindungsleitung VL i bzw. L'L2 um. Die Umschaltrelais UR 163
bzw. UR263 sind gemeinsam für die nicht bevorzugt zu bedienenden Teilnehmer
Tzz63 bis Tzi 66 vorgesehen. Diese Relais schalten jeden gewählten dieser Teilnehmer
auf die für
den Fernmeldeverkehr zu benutzende Verbindungsleitung
VL i bzw. VL 2 um. Es können selbstverständlich auch für jeden Teilnehmer
der Abzweigstelle ASt6 eigene Umschaltrelais und auch für alle Teilnehmer einer
Abz-,veigstelle nur ein gemeinsames Umschaltrelais angewendet werden. I. Von einem
Teilnehmer der Gesellschaftsleitung eingeleitete Verbindung i. Anruf seitens des
Teilnehmers T n 61 Der anrufende Teilnehmer Tn 6i nimmt seinen Handapparat
ab und betätigt seinen Induktor. Durch den Induktorstrom wird sein Ansch@altrel,ais
A61erregt: -1 -, Kontakt isp6, Relais A61 Wicklung I, Induktor, Kontakt 2a61, Erde.
Das Relais A61 schließt seine Kontakte3a6i, q.a6i, 5a61 und öffnet seine Kontakte
2 a6i, 6a61. Über die Ader laa der Aufbauverbindungsleitung VLa wird der Anrufanreiz
gegeben: Kontakt i sp6, Relais A61 Wicklung I, Kontakte3a61, 7ziri6i, 8itr26i, 9sp6,
Ader Iaa, Kontakte io p, i i xa, i2 ea, Relais.Va Wicklung I, -. In diesem Stromkreis
spricht das Relais Xa an. Es legt sich am Kontakt i3 xa in einen Haltestromkreis
Erde, Relais Ea Wicklung II, Kontakt 13 xa, Relais Xa Wicklung II, Kontakt
12 ea, Relais Xa Wicklung I, -. Das Relais Ea spricht nicht an. Durch Schließen
des Doppelarbeitskontaktes r4xa wird ein über die Wicklung II des Anschaltrelais
A61 des anrufenden Teilnehmers Tn61 verlaufender Haltestromkreis geschlossen: -,
Widerstand 15, Kontakte 16 ea, r4 xa, 17p, Ader lba, Kontakte i8tti-263, iguri63,
21uY26i, 22 ur 161, q. a 6i, Relais A 61 Wicklung II, Kontakte 5 a
6i, 23 ue 26, 242.tr 26i, 25 2tr i6 i, 26ue i6, Erde. Parallel
zu der Wicklung II von Abi liegt das Sperrelais Sp 6, welches anspricht. An den
Abzweigstellen ASt i und ASt 5 sprechen auch die ebenfalls mit der Ader lba
in Verbindung stehenden Sperrrelais an und verhindern, daß irgendein Teilnehmer
dieser Abzweigstellen einen Anrufanreiz aussenden kann. An der Abzweigstelle ASt6
werden durch Öffnen der Kontakte i sp 6, 27sp 6, 28 sp 6, 29
sp 6 usw. die Erregerstromkreise über die Wicklungen I der Ansclialtrelais
A 61, A 62 usw. geöffnet. Geöffnet wird ferner der Kontakt 9 sp 6, und geschlossen-
wird der Kontakt 3osp6.
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Bei Ansprechen der Relais Abi werden die Wicklungen I der Umschaltrelais
UR 161, UR 261 eingeschaltet. Diese Wicklungen sind aber über die Kontaktkette 23
ue 26...
a6 ite i6 kurzgeschlossen; so daß die Um-Schaltrelais im Haltestromkreis
des Relais Abi nicht ansprechen können.
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In der Vermittlungsstelle werden an den Kontakten r4xa und 3rxa .die
Adern Iba und Iaa deir Aufbiauverhindungsleitung VLA durchgeschaltet, so daß .der
vom Teilnehmer Tn61durch Betätigen seines Induktors ausgesandte Wechselstrom eine
der Aufbauverbindungsleitung VLA zuggeordnete Anrufeinrichtung, beispielsweise .
die über die Klinkenkontakte 32 und 33 zwischen den Adern laa und lba liegende Fallklappe
Fhl, betätigt.
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In dem durch das Relais Xa hergestellten Stromkreise: Erde, Kontakt
3q.h, Relais R, Kontakt 35xa, Relais Ea Wicklung I, Relais Xa Wicklung I, - spricht
das Relais Ha ebenfalls nicht an, wohl aber das Relais R, das den Kontakt 36i öffnet.
Dadurch .ist die Aufbauverbindungsleitung VLA gegen Belegung bei Einleitung einer
über eine der Verbindungsleitungen VL i oder t'L 2 herzustellenden Verbindung
zu einem der Teilnehmer der Gesellschaftsleitung gesperrt. Sollte die Klinke Kl
i oder KI2 gestöpselt werden, so hat das Schließen der Klinkenkontakte kl i oder
k1.2 keinen Einfluß auf die der Aufbauverbindungsleitung zugeordneten Schaltmittel.
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Die dein Arbeitsplatz zugeordnete Anrufschnarr@e Sch ist eingeschaltet:
Erde, Drosselspule Dra Wicklung I, Kontakte 31 xa, 37 ea, Anrufschnarre Sch,
-. Das Arbeiten der- Anrufschnarre wird vom anrufenden Teilnehmer gehört
und dient ihm als Zeichen dafür, daß der Anrufanreiz in der Vermittlungsstelle aufgenommen
ist. # 2. Abfragen Die Beamtin führt einen Abfr:agestöpsel in die Klinke Kla der
Aufbauverbindungsleitung VLA ein. Der Klinkenkontakt kla wird geschlossen. Die Klinkenkontakte
32 und 33 werden geöffnet. Infolge Kurzschlusses des hochohmigen Relais R spricht
das Relais Ea über seine Wicklung I an, schaltet durch Öffnen des Kontaktes
37 ea die Anrufschnarre Sch ab, trennt am -Kontakt 12 ea den
Stromkreis über die Wicklungen II der Relais Xa und Ea auf und erregt durch Schließen
des Kontaktes 38 ea das Hilfsrelais H.
Der Kontakt 3q.h wird geöffnet; dadurch
wird verhindert, daß später beim Stöpselziehen nach Öffnen des Kontaktes kla das
Relais R von neuem anspricht, bevor das Relais Xa abgefallen ist und den Doppelarbeitskontakt
35 xa geöffnet hat.
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3. Auslösen Die Beamtin muß den anrufenden Teilnehmer, um Gewißheit
zu .erlangen, daß er seine eigene Anrufnummer richtig genannt hat,
selbst
anrufen. 'Nach dein Abfragen legt der anrufende Teilnehmer seinen Handapparat auf.
Die Beamtin zieht den Abfragestöpsel aus der Klinke Kla. Der Kontakt kla wird geöffnet.
Der über die Wicklung I der Relais Ea und Xa bestehende Stromkreis wird unterbrochen.
Das Relais Xa fällt schneller ab als das Relais Ea, so daß die Wicklung I des Relais
Ea nach Schließen des Kontaktes 39xa eingeschaltet. ist: Erde, Relais Ea Wicklung
II, Kontakte 39-ra, 4o ea, Relais HR2, -. Das Relais HR2 legt durch
Schließen seines Kontaktes 41 hr2 den nicht geerdeten Pluspol der Batterie
Ba i an die Ader lba an. An allen Abzweigstellen werden die Sperrelais, welche
kein Ankerklebblech haben (Reinanenzrelais) und ihre Anker demnach nach dem Erregen
in der Arbeitslage festhalten, abgeworfen. Der Abwerfstrom: Erde, Batterie Ba i,
Kontakt 41hr2, Widerstand d.-2, Kontakte 43 ea, 39 xa, Widerstand 44, Kon=
takte 45 .xa, 17 p, Ader lba, Kontakte 18 ur 263, igitri63, 2oi6, R.elaisS'p6, Erde.
An den Abzweigstellen ASt i bis ASt 5 fließt ebenfalls Strom über die Sperrelais.
Infolge der vorgeschalteten Widerstände 4--2 und 44 können die Sperrelais nach ihrem
Abfall nicht wieder ansprechen. Gleichzeitig mit dem Abwerfen der Sperrelais erfolgt
auch ein Abwerfen des Relais Ea, denn Strom aus der Batterie Ba i fließt
auch über die Wicklung II des Relais Ea und polarisiert dieses um. Bei seinem Abfall
trennt das Relais Ea das Relais HR2 sowie die Batterie Ba i ab und schaltet auch
das Relais H aus. Il. Verbindungen zu einem derTeilnehmer der Gesellschaftsleitung
i. Auswahl des Teilnehmers Tii 61 über die Aufbauverbindungsleitung Die Beamtin
stöpselt die Klinke Kt i der freien, für den Sprechverkehr zu benutzenden Verbindungsleitung
Z"L i. Die Auswahl des Teilnehmers erfolgt aber nicht über diese Verbindungsleitung,
sondern über die Aufbauverbindungsleitung )'LA. -
Das den Sender SE belegende
und anschaltende Relais P spricht an: Erde, Kontakte 7-1 1, 46x
i, 47q, 36i-, 48-va, Relais P Wicklungen I und 1I, Widerstand 49, -. Durch Schließen
des Kontaktes Sop werden die NVicklungen I der Relais Xa und Ea an den genannten
Stromkreis angeschaltet. Es spricht aber nur das Relais Xa an, welches unter anderem
den Doppelarbeitskontakt 35 xa schließt und darauf den Ruhekontakt 48xa öffnet.
Der Sender SE ist jetzt gegen Belegung über eine andere Verbindungsleitung gesperrt,
da die hocholiiriige Wicklung I des Relais P ausgeschaltet ist. Das Relais R kann
nicht ansprechen, da es über den Klinkenkontakt kt i kurzgeschlossen ist. Da die
hochohmige Wicklung I des Relais P ausgeschaltet ist, spricht jetzt das Relais Ea
an. Am Kontakt 12 ect werden die Wicklungen 1I der Relais Xa und Ea abgeschaltet.
Das Relais H wird am Kontakt 38 ea eingeschaltet.
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Am Kontakt 51 p wird das Relais D eingeschaltet: Erde, Relais
D, Kontakte 51 p, 14xa, 16 ea, Widerstand 15, -. In diesen
Stromkreis wird bei Öffnen des Kontaktes 16ea die Wicklung 1I der Drosselspule Dra
eingeschaltet. Das Relais O öffnet seine Kontakte 47i1, 52q, 71q und schließt
seinen Kontakt 53(l. Der Kurzschluß der Wicklung I des Relais F i ist aufgehoben.
Da die Wicklung I des Relais F i einen niedrigen Widerstand hat, kann da parallel
zu ihr liegende Relais R nicht ansprechen. Das Relais F i spricht an und schaltet
sich an seinem Kontakt 54f i in einen über seine Wicklung II verlaufenden Haltestromkreis.
Am Kontakt 84f i werden die Relais Y i und E i Wicklung I eingeschaltet. Beide Relais
sprechen an. Am Kontakt 55f i wird die Wicklung I des Relais F i wieder kurzgeschlossen,
und am Kontakt 56f i wird der Ruhekontakt 46 x i überbrückt, so daß auch nach dessen
Öffnen der Haltestromkreis über die Wicklung Il des Relais P geschlossen bleibt.
Der Kontakt 84f i wird am Kontakt 57-i-1 überbrückt. An den Doppelarbeitskontakten
58 a- i, 59 x i werden die Adern la i und lb i der Verbindungsleitung hL
i bei gleichzeitigem Anschalten der Wicklungen 1 und Il der DrosselspuleDri durchgeschaltet;
die Kontakte 6o x i und 61 x i «erden geöffnet.
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Bei Ansprechen des den Sender SE an die Aufbauverbindungsleitung TL
i anschalt-cnden Relais P wird an die Ader lba der Aufbauv erbindungsleitungMinuspotential
zur Erregung der Sperrelais aller Abzweigstellen angelegt: -, Kontakte se 2, 62p,
Ader lba. Von hier verzweigt sich der Strom über alle Sperrelais und verläuft z.
B. an vier Abzweigstelle ASt 6 über Kontakte 18 ur 263, 1 9
ur163, 2o i6, Relais Sp6 zur Erde. Die Sp°rrelais führen die bereits erwähnten Umschaltungen
durch. Unter anderem werden an allen Abzweigstellen die J-Relais an die Ader laa
angelegt. Das Relais J6 der Abzweigstelle A.S't6 liegt an der Ader laa über den
Kontakt 30 s@ 6 und den Widerstand 63. Erde liegt an Relais J6 über den Widerstand
64.
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Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch auf nicht gezeigte Kondensatorwiderstand@-anordnungen
an den Abzweigstellen einwirkende Plus- oder Minuswahlströme unterschiedlicher Dauer.
; Die Beamtin drückt eine der Gruppennummer 6 (ASt6) des anzurufenden Teilnehmers
Tatbi
entsprechende Taste. Im Sender SE wird ein Kontakt se i geschlossen und dadurch
Minuspotential an die Ader latz angelegt. Die J-Relais an allen Abzweigstellen sprechen
.an, z.B. das Relais J6: -, Kontakte sei, 65p, Ader laa., Kontakt 3o sp 6, Widerstand
63, Relais J6, Widerstand 64, Erde. Die Sperrelais Sp werden von der Ader lbtz auf
die Ader lau, umgeschaltet, z. B. an der Abzweigstelle ASt6 durch Öffnen des Kontaktes
20i6 und Schließendes Kontaktes 66i6. Außerdem werdeg nicht gezeigte Auswahleinrichtungen
(Kondensatorwiderstandsanordnungen) an die Ader lba angelegt, z. B. in der Abzweigstelle
ASt 6 durch den Kontakt 67i6. Nach -dem durch Schließen des Kontaktes se
3 und eines der Kontakte se 4,
se 5 bewirkten Aussenden eines Wahlstromes
bestimmter Dauer und Richtung und der gegebenenfalls bei langem Wahlstromstoß erforderlichen
Vorentladung der durch den Wahlstrom geladenen Kondensatoren wird der Kontakt se
r geöffnet., Die Relais J, z. B. J 6, fallen ab. An der Abzweigdelle ASt
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spricht ein nicht gezeigtes Relais G 6 an, welches am Kontakt 68g6 die Auswahl
eines Teilnehmers. der Abzweigstelle gSt 6 vorbereitet.
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Zur Auswahl des Teilnehmers Tzz6i wird hierauf eine der S-endeeinriohtung
Se zugeordnete, der Einernummer i entsprechende Taste gedrückt. Es wird wieder
Minus über Kontakt se i an die Ader laa angelegt; die J-Relais der Abzweigstellen
sprechen an. An der Abzweigstelle ASt 6 werden die der Auswahl eines Teilnehmers
dienenden Wahleinrichtungen :durch den über 'die Ader lbcz gesandten Wahlstrom bestimmter
Dauer und Richtung gesteuert.- Anschließend wird Minus von der Ader last wieder
abgeschaltet. Nach Abfall des Relais J6 spricht das dem gewählten Teilnehmer Tiz61
,zugeordnete Anschaltrelais A61 in bekannter Weise an. Es legt sich in einen Haltestromkreis:
Erde, Kontakte 26 zte i6, 25 itr i6i, 24 ztr I62,
23 zte 26, 5 a6i, Relais Abi Wicklung 1I, Kontakte 22 ztr i6i,
2i ztr26i, i g zta- i 63, i 8 isr 263, Ader lba, Kontakte 62p, se2, -. Keines
der teilnehmereigenen Umscbaltrelais UR i6i, UR 261 kann ansprechen, da ihre Wicklungen
I über die Kontaktlette 23 tte 26 ... 26 tte 16 kurzgeschlossen
sind. 2. Abschalten der Sendeeinrichtung SE und Umschalten des Teilnehmers Tiz6i
auf dieVerbindungsleitung VLi Die Beamtin drückt die AbschalttasteAT. Das Relais.P
wird kurzgeschlossen und fällt ab. Der Haltestromkreis Relais A61 verläuft nach
Schließen des Kontaktes 17p über Kontakt 1axa, Wicklung Il der Drosselspule Dra
und Widerstand 15. Das Relais O fällt ab. Am Kontakt 53 q wird der Stromkreis über
die Wicklung II des Relais F i geöffnet. Es fällt, da seine Wicklung I am Kontakt
55f i kurzgeschlossen ist, verzögert ab.
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Während der Abfallzeit des Relais F i wird über die Ader
la i der Verbindungsleitung VL i das Kennzeichen zum Umschalten des Teilnehmers
Trz6i gegeben. Es wird Minuspotential angelegt. Die der Verbindungsleitung TL i
zugeordneten Umschalteinleiterelais aller Abzweigstellen sprechen an, da sie alle
ummittelbar an der Ader la i liegen : -,Widerstand 70, Kontal.:te 7I
q, 72 f I,
Ader la i, Relais UE 16 Wicklung I, Erde. Das Relais
UE 16 öffnet die Kontakte 26 ne 16, 73 zte i6, 7d.ite i6 und
75 zte i6. Der Kurzschluß -der Wicklungen I der Relais UR 161,
UR 162 und UR 163 ist aufgehoben. Von diesen Umschaltrelais kann aber
nur das dem Teilnehmer Tzz6i zugeordnete Relais UR 161 ansprechen, da nur
für dieses Relais ein über die Kontakte 5a61 und' 4a6 i verlaufender Erregerstromkreis
hergestellt ist. Die Wicklung I des Relais (,TR 16i ist in den Haltestromkreis der
Wicklung II des Anschaftrelais A61 .eingeschaltet. Es öffnet den Kontakt
25 ur 61 und verhindert dadurch den erneuten Kurzschluß seiner Wicklung I,
wenn nach Abfall des Relais F i in der Vermittlungsstelle der Kontakt 72f
I geöffnet wird und das Relais UB 16 abfällt. Am Kontakt iöour161 wird die
Wicklung I des Relais UR261 kurzgeschlossen. Durch Schließen des Kontaktes 76ur
161 wird die Wicklung II des Relais U12161 an die Ader la i angelegt. Der
Teilnehmer Tu61 selbst wird durch Öffnen der Kontakte 7 ztr 161,:22 ur 161
und Schließen der Kontakte 77 Ur 16I, 78 ur 161 von der Aufbauverbindungsleitung
VLA auf die Verbindungsleitung VL i umgeschaltet. Die Teilnehmerstelle liegt nach
Abfall des Relais UE 16 und Schließen des Kontaktes 75 ue i6 zwischen den
Adern la. i und lb i auf folgendem Wege:, Ader la, i, Kontakte 75 ue 16,
77 zty 161, 3 a 61, Teilnehmerstelle Tzz 61, Kondensator, Kontakteq.a6i,
78ur16i, Aderlba.
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Wenn in der Vermittlungsstelle -das Relais F i abfällt und den Kontakt
72 f i öffnet, fallen alle Umschalteinleiterelais an der Verbindungsleitung
VZ i ab. Da erst jetzt der Kontakt 75 zte i6 geschlossen wird, kann- das Umschaltekennzeichen
(- an Ader la i) die Teilnehmerapparate nicht beeinflussen.
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3. Freigabe der Aufbauverbindungsleitung VLA Nach Abfall des Relais
F i ist der Haltestromkreis für die Relais P, Ra und Xa am Kontakt 56f i
unterbrochen. Die Relais fallen ab. Von den Relais Xa und Ea fällt wieder das Relais
Xa schneller ab als das Relais Z-a-.
Es werden daher in der unter
Abschnitt I, 3 beschriebenen Weise die Sperrelais Sp, welche sämtlich an der Ader
lba liegen, abgeworfen. Ebenfalls erfolgt in der beschriebenen Weise das Abwerfen
des Relais Ea. Nach Abfallen dieses Relais sind die Einrichtungen der Aufbauverbindungsleitung
VLA wieder in der Ruhelage. 4. Auslösen der Verbindung Gibt der Teilnehmer Tit6i
das Schlußzeichen durch Betätigen seines Induktors, so fällt im nicht dargestellten
Schnurstromkreis eine Fallklappe. Die Beamtin zieht den Stöpsel aus der Klinke KI
i. Bei Öffnen des Klinkenkontaktes hl i fallen die Relais X i und F_ i ab. Das Relais
X i fällt schneller ab als das Relais E i. Die Wicklung II des Relais E i wird daher
vor Ankerabfall erneut eingeschaltet: Erde, Wicklung 1I des Relais E i, Kontakte
Box 1, 81 e i, Relais HR2, -. Das Relais HR 2 schließt den Kontakt 4i /ri-
2; dadurch ist die Batterie Ba. i über den Kontakt 4i hr2, den Widerstand
82, die Kontakte 83 e i, 8o _x- i, den Widerstand 79 und den Kontakt 61
x i an die Ader lb i angelegt, um das Sperrelais der Abzweigstelle ASt
6 ab-
zuwerfen, falls dieses mit auf die Verbindungsleitung umgeschaltet worden
wäre, was aber bei der beendeten Verbindung nicht der Fall gewesen ist. Die Einschaltung
der Batterie Ba i wirft daher nur das Relais E i ab.
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Das Umschaltrelais UR 161 wird bis zu_a Abfall des Relais E i durch
einen Stromfluß über seine Wicklung II erregt gehalten. Zu diesem Zweck liegt nach
Schließen des Kontaktes 6oxi -ein schwaches Minuspotential an der Ader la. i
; Erde (-1-) liegt über .den Widerstand 85 und 'Minus über den Widerstand
86 und den Kontakt 8; c i am Kontakt 6oxi. Der Haltestromkreis des Relais UR 161
verläuft dann weiter über Kontakt 88f i, Ader la i, Kontakt 76 "r
i6i, Wicklung -11 des Relais ("R 16i. Erde. Das parallel zur Wicklung II des Relais
UR 161 liegende Utnschalteinleiterelais T'Ei6 kann auf das schwache Minuspotential
nicht ansprechen. III. Verbindung zu einem Teilnehmer der Gesellschaftsleitung während
einer über die Verbindungsleitung VLi bestehenden Verbindung Der Teilnehmer Tn61
befindet sich in einer Verbindung Tiber dieVerbindungsleitung VI- i ;
der
Teilnehmer Tu 1>.I wird verlangt. Für den Sprechverkehr ist die Verbindungsleitung
''L2 zu benutzen.
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Nach Stöpseln der Klinke hI"2 erfolgt das Anschalten des Senders SE
an die Aufbauverbindungsleitung I'LA in der beschriebenen Weise. An Stelle der Relais
F i, X i und I3 i wirken bei dieser Verbindung die Relais F2, E2 und X2 mit.
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Nach Auswahl des Teilnehmers Tit64 wird, da das Relais F2 erregt ist,
zum Umschalten des Teilnehmers Tit64 von der Aufbauverbindungsleitung l%
LA auf die Verbindungsleitung VZ :2 Minus an die Ader la. 2 angelegt
und dadurch das Umschalteinleiterelais UE 26 erregt: -,Widerstand 7o, Kontakte
71q, 9o f 2, Ader lag, Relais UE 26
Wicklung I, Erde. Die Kontakte
-23 tte 26,
91 11e-26, 92 ite26, 93 ite26 werden geöffnet.
Nur das Relais UR263 kann ansprechen, da nur sein Erregerstromkreis am Kontakt 9.I
a 64 des nach der Wahl des Teilnehmers Tii 64 erregten Anschaltrelais A64 geschlossen
ist. Das Relais UR261 des Teilnehmer: 7'116t, dessen Ansch.altreIais A61 ja auch
err;t ist, kann trotz Öffnen des Kontaktes 2311e26 nicht ansprechen, da es am Kontakt
ioour i61 kurzgeschlossen ist.
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Das Relais %'R 263 schaltet durch Öffnen der Kontakte 95uT263, 18Ur263
und Schi ießen der Kontakte 96 itr263 97 111#263 den Teilnehmer T1164 von
der Aufbauverbindungsleitung VLA auf die Verbindungsleitung L'L 2
um. Am Kontakt
9811i263 wird die Wicklung II des Relais UR 263 an die Ader lag
angelegt.
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Nach Abfall des Relais F2 in der Vermittlungsstelle fällt das Relais
UE: 6 wieder ab und schließt den Kontakt 9311e26. Das Umschaltekennzeichen (lliiiuspotential
auf la.2) kann also nicht die Apparate der Teilnehmerstelle beeinflussen.
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Zusammen mit dem Teilnehmer 7"116.I wird durch das Relais UR263 auch
das Sperrelais Sp 6 von der Ader lba auf die Ader lb 2 umgeschaltet.
Es liegt demnach während der ganzen Verbindung parallel zu den Wicklungen II des
Relais A64 und I des Relais LTR263. Alle nicht in Verbindungen eingeschalteten Teilnehmer
T1162, Tit63, T1165, Tn 66 der Abzweigstelle ASt 6 bleiben daher bis nach
Beendigung der Z'erbilidung über die Verbindungsleitung VL2 gesperrt. Der nach dem
Umschalten des Teilnehmers T116 über die Ader lba der Aufbauverbindungsleitung ausgesandte,
die Sperrelais ,Sp abwerfende Stromstoß kann daher nur die noch an der Ader Ibn
liegenden Sperrelais der ax,-deren Abnveigstellen abwerfen.
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Die Auslösung der Verbindung erfolgt in der beschriebenen Weise. 'Nach
Abfall des Relais X2 wird das Relais E2 bei Schließen des Kontaktes 103 a% 2 in
einen über den Kontakt io-Ie2 und das Relais HR2 verlaufenden Stromkreis gehalten.
Der Kontakt 4i Irr 2
,wird geschlossen, und die Batterie Bai ist i zum Abwerfen
des Relais Sp6 über Widerstand i05, Kontakte io6e2, '03-x-2, Wider-
Stand
I07, Kontakt ioS x2 an die Ader lb z-
angelegt. Das Relais Sp 6 fällt
ab und hebt die Sperrung der Teilnehmer auf. Das Relais E2 wird ebenfalls durch
Gegenstrom abgeworfen. Bis zum Abfall des Relais E 2 wird das Relais UR263 über
seine Wicklung Il erregt .gehalten, da nach Schließen des Kontaktes iogx2 an der
Ader lag ein schwaches Minuspotential liegt, weil sowohl Minus über Widerstand i
i o, Kontakt i i i e 2 als auch E:,rde (+) über Widerstand 112 angeschaltet ist.
Nach Abfall :des Relais E2 fällt auch das Umschaltrelais UR263 ab. Das Relais
UE26 kann auf das- schwache Minuspotential an 1a2 nicht ansprechen.
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Wäre an Stelle des Teilnehmers Tza6q. der Teilnehmer Tn
62 mit eigenem Umschaltrelais UR262 angerufen worden, so würde auch nach
Herstellen der Verbindung über die Verbindungsleitung VL2, die durch Ansprechen
des Umschaltrelais UR 262 vollendet wird, ,das Relais Sp 6 an der Ader lba der Aufbauverbindungsleitung
hLA liegen und abgeworfen werden. Nach Freiwerden der Verbindungsleitung VZ i könnte
dann über diese eine neue Verbindung zu irgendeinem der Teilnehmer Tia61, Tib63
bis Tn66 herstellt werden.
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B. Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 In der Fig. 3 sind von* den
an eine Gesellschaftsleitung mit zwei Verbindungsleitungen, eirfer Aufbauverbindungsleitung
VLA und, einer für den 1@ernmeldeverkehr (Sprechverkehr) bevorzugt zu benutzenden
Verbindungsleitung VL i, angeschlossenen sechs Abzweigstellen die Abzweigstellen
ASt i und ASt6 gezeigt. Über die Aufbauverbindungsleitung VLA kann bei Verkehrsspitzen,
wenn die Verbindungsleitung VL i besetzt ist, außer der Anmeldung der von Teilnehmern
der Gesellschaftsleitung gewünschten Verbindungen und der Einleitung der zu Teilnehmern
der Gesellschaftsleitung herzustellenden Verbindungen auch der Fernmeldeverkehr
selbst geführt werden.
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Die Fig. q. zeigt die Ausrüstung der Gesellschaftsleitung in der Vermittlungsstelle.
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An die Abzweigstelle ASt 6 seien nur bevorzugt zu bedienende
Teilnehmer angeschlossen, .also Teilnehmer, die für jede der für den Fernmeldeverkehr
bevorzugt zu benutzenden Verbindungsleitungen ein eigenes Umsohaltrelai.s, z. B.
UR 61 für Tiz 61, zur Umschaltung von der Aufbauverbindungsleitung TVLA auf
die jeweils für den Fernmeldeverkehr bevorzugt zu benutzende Verbindungsleitung
haben. Da außer der Aufbauverbindungsleitung nur eine für den Fernmeldeverkehr bevorzugt
zu benutzende Verbindungsleitung angenommen ist, hat jeder Teilnehmer,
z. B. Tn 61, der Abzweigsteile ASt6 ein Umschaltrelais, z. B. UR 6i.
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An die Abzweigstelle ASt i seien nur nicht bevorzugt zu bedienende
Teilnehmer angeschlossene Für alle Teilnehmer dieser Abzweigstelle ist daher für
jede für den Fer:imeldeverkehr bevorzugt zu benutzende Verbindnngsleitung ein gemeinsames
Umschaltrelais UR i vorhanden.
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Die Anmeldung der von den Teilnehmern der Gesellschaftsleitungen gewünschten
Verbindungen erfolgt in gleicher Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
i und 2 über die Aufbauverbindungsleitung VLA. Eine Umschaltung des anrufenden Teilnehmers
von der Aufbauverbindungsleitung b'LA auf eine für den Fernmeldeverkehr bevorzugt
zu benutzende Verbindungsleitung erfolgt hierbei nicht. Nach dein Abfragen durch
die Beamtin legt der anrufende Teilnehmer seinen Handapparat auf, und die Beamtin
zieht den Stöpsel aus der Klinke der Aufbauverbindungsleitung und bringt dadurch
alle Relais der Gesellschaftsleitung in die Ruhelage. I. Verbindung zu demTeilnelimerTrya6i
bei freier Verbindungsleitung hLi i. Wahl des Teilnehmers 7'yb6i Die Beamtin stöpselt
die Klinke Kl i. Die Auswahl des Teilnehmers erfolgt aber nicht über die Verbindungsleitung
L'L i, sondern über die Aufbauverbindungsleitung L'LA.
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Das den Sender SE belegende und anschaltende Relais P spricht an:
Erde, Kontakte hli i, q.5 u, 46 x i, 47 g, 29 r, 48 xu, Relais
P
Wicklungen I und II, Erde. Am Kontakt 49p werden die Wicklungen I der Relais
Ea und Xa an den genannten Stromkreis angeschaltet. Es spricht infolge des hohen
Widerstandes der Wicklung I des Relais P nur das Relais Xa an, das u. a. seinen
Doppelarbeitskontakt 28 xa schließt und darauf den Ruhekontakt 48 xa öffnet. Der
Sender SE ist jetzt gegen Belegung über eine andere Verbindungsleitung gesperrt,
da die hochobmige Wicklung I des Relais P ausgeschaltet ist. Das Relais R kann nicht
ansprechen, :da es kurzgeschlossen ist, weil am Kontakt 28 xa Unmittelbar
Erde liegt. Das Ausschalten der hochohinigen Wicklung I :des Relais P hat auch .das
Ansprechen des Relais Ea zur Folge, das am Kontakt i i ea die Wicklungen II der
Relais Ea und Xa ausschaltet und am Kontakt 1 5 ea die Wicklung II
der Drosselspule Dra einschaltet. Am Kontakt 33 ea wird das Relais H eingeschaltet,
das am Kontakt 271b das Relais R ausschaltet.
Das Relais @@ spricht
bei Schließen des Kontaktes -.9p an: Erde, Relais 0, Kontakte -49p, 13 xa, Kontakt
15 ea, Widerstand 1d:, --. 1n diesem Stromkreis wird bei dem nachfolgenden Ansprechen,
des Relais Ea die Drosselspule Dra Wicklung I1 eingeschaltet. Das Relais 0 öffnet
seine Kontakte 50q und 47(1 und schließt seinen Kontakt 51 q. Der Kurzschluß der
Wicklung I des Relais F i ist aufgehoben, so -daß dieses Relais anspricht und sich
in einen Haltestromkreis einschaltet: Erde, Relais F i Wicklung II, Kontakte 51
d, ,52 f i, Widerstand 53, -. Die Relais E i und X i sprechen an: Erde, Kontakte
kli i, 45 il, 54f i, Relais E i Wicklung I, Relais X i, --.
Am Kontakt 55 f i wird die Wicklung I des Relais F i wieder- kurzgeschlossen.
Am Kontakt 56 f i wird der Kontakt 46 x i überbrückt, so daß der Haltestromkreis
über die Wicklung 1I des Relais P und die Wicklungen I der Relais Ea und Xa auch
nach, Ansprechen des Relais X i aufrechterhalten wird. Am Kontakt 57 x i wird der
Kontakt 5411 überbrückt. An den Doppelarbeitskontakten 58 x i, 59-i-1 werden
die Adern la i, lb i der V-.rbindungsleitung Z'L i bei gleichzeitigem Anschalten
der Wicklungen 1 und II der Drosselspule Dr i durchgeschaltet. Die Kontakte 6o
x i, 61 x i «-erden geöffnet.
-
Bei Ansprechen des Relais P wird an die Ader lba der Aufbauverbindungsleitung
Minuspoten*al zur Erregung der Sperrelais aller Abzweigstellen angelegt: -, Kontakte
sea, 62p, Ader lba; Abzweigstelle ASt i : Kontakte 2521,1-1, -a1
i i, Relais Sp i, Erde; Abzweigstelle ASt 6: Kontakt 17
i 6, Relais Sp 6, Erde. Alle Abzweigstellen werden gesperrt. Die Erregerströrnkreise
der Anschältrelais --3 werden geöffnet an den Kontakten - i ,sp 6, 2 2sp
6, a3 sp i, 24Sp i. Weiter werden die Kontakte 8sp6, 63spi geöffnet. Die
Z'\'alrieinleiterelais J werden angeschaltet, z. B. das Relais J6 am Kontakt 64sp
und das Relais J i am Kontakt 65 sp i.
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Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt durch auf nicht gezeigte Kondensatorwiderstandsanordnungen
einwirkende Plus- oder Minuswahlströme unterschiedlicher Dauer. Vor Aussenden eines
die Abzweigstelle AS t 6, an
welche der gewünschte oder nach einer Verbindungsanmeldung
aufzurufende Teilnehmer Tx61 angeschaltet ist, kennzeichnenden Wahlstromes werden
durch Schließen des Kontaktes sei im Sender SF die J-Relais aller Abzweigstellen
erregt: -, Kontakte sei, 66p, Ader laa; Abzweigstelle ASt i : Kontakt 65
sp i, Widerstand 67, Relais J i, Widerstand 68, Erde; Abzweigstelle ASt6: Kontakt
t34sp6, Widerstand 69, Relais J6, Widerstand 7o, Erde. Die Sperrelais werden von
der Ader 7ba auf die Ader laa umgeschaltet, z. B. das Relais Sp 6 durch Öffnen
des Kontaktes 17i6 und Schließen von 71 i6 und das Relais Sp i durch Öffnen
des Kontaktes 2111 und Schließen des Kontaktes 7z i i. Außerdem werden nicht gezeigte
Auswahleinrichtungen über die K=ontakte 73 i6, 7d.1 i angeschaltet.
-
Nach dem durch Schließen des Kontaktes sei und eines der Kontakte
se4. oder se5 bewirkten Aussenden eines Wahlstromstoßes bestimmter Dauer und Richtung
und der gegebenenfalls bei langem Wahlstromstoß erforderlichen Vorentladung der
durch den N-t'al,lstrom geladenen Kondensatoren wird der Kontakt se i geöffnet.-Die
Relais J i ... J 6
fallen ab. Die Sperrelais werden auf die
Ader lba zurückgeschaltet. An der gewählten Ahzweigstelle spricht ein nicht gezeigtes
Relais an, «-elches am Kontakt 75-6 die Auswahl eines Teilnehmers der Abzweigstelle
A.St 6
vorbereitet.
-
Anschließend wird in der Sendeeinrichtung wieder Minus an die Ader
laa angelegt. Die Relais J i ... 16 sprechen an, schalten 'die Sperrelais
um und schließen wieder die Kontakte 73 i 6, 7.I1 i. An der Abzweigstelle A.'#t
6
werden die der Auswahl -,eines Teilnehmers dienenden Wahleinrichtungen durch
den über die Ader lba gesandten Wahlstrom bestyinnlter Dauer und Richtung gesteuert.
Anscl,ließend wird Minus von der Ader lua wie,l@r abgeschaltet. Nach Abfall des
Relais Jü spricht das dem gewählten Teilnehmer 1A161 zugeordnete Anschaltrelais
A 61 in bekannter Weise an. Es legt sich in einen Haltestromkreis: Erde, Kontakte
aozcr6i, iglle6. 5a61. Relais A61 Wicklung II, Kontakte 4.a61. 1811r61, 17i6, Ader
lba, Kontakte 6:p, se2, -. Das teilnehmereigene Unischahrelais UR61 kann
nicht ansprechen, da seine am Kontakt 5a61 angeschaltete Wicklung I über die Kontakte
i9 zle 6 und 20 111-61 kUrzgeschlossen ist.
-
Abschalten der Sendeeinrichtung . und Umschalten desTeilnelimersTzr6i
auf die Verbindungsleitung hLi Die Beamtin drückt die Anschalttaste _dT.
-
Relais P wird kurzgeschlossen und fällt ab. Der Haltestromkreis des
Relais A61 verläuft nach Schließen des Kontaktes 16p über Kontakt 13-xa, Drosselspule
Dra Wicklung 1I und Widerstand 1.1. Das Relais U fällt ab. Am Kontakt 51q wird das
Relais F i ausgeschaltet. Dieses fällt verzögert ab, da seine Z@'ich Jung I am Kontakt
55-f I kurzgeschlossen ist. -I7 q Während der Abfallzeit des Relais F i wird das
Kennzeichen zum Umschalten des @ewül,1-ten Teilnehmers Tiz. 61 über die Ader
la i der Verbindungsleitung VZ i gegeben. Es wir,l Minuspotential angelegt.
Die der Verbindungsleitung
T% L z zugeordneten Umschalteinleiterelais
aller Abzweigstellen sprechen an, da sie unmittelbar an der Ader la i liegen:
-,Widerstand 76; Kontakte 5o q, 77 f i, Ader la i, Umschalteinleiterelais
Ue i, Erde ...
L'e6, Erde. Die Kontakte 78 ice i, 79 1te i, 8o ite
6, i9 ite 6, 8i ue 6 werden geöffnet. Von allen der Verbindungsleitung
zugeordneten Umschaltrelais lfiann nur das- dem gewählten Teilnehmer Tn 6i zugeordnete
Umschaltrelais UR 61 ansprechen, da nur für dieses Relais ein Erregerstromkreis
.an den Kontakten 4a61, 566i hergestellt ist. Die Wicklung I des Relais UR 61 ist
durch das Öffnen des Kontaktes igite6 in den Haltestromkreis über die Wicklung II
des Relais A61 eingeschaltet. Durch Öffnen des Kontaktes 2oitr6i verhindert das
Relais UR61 einen Kurzschluß seiner Wicklung I, wenn später das Relais (1E6
wieder abfällt. Am Kontakt 8211r61 wird die Wicklung II des Relais UR 61 @an die
Ader la i angeschaltet. Der Teilnehmer Tu 61 wird durch Öffnen der Kontakte
710-61, igitr6i und Schließen derKontakte 83 itr6i, 84ui-6i von der Aufbauverbindungsleitung
TVA ab- und an die -Verbindungsleitung VZ i angeschaltet.
-
Wenn in der Vermittlungsstelle das Relais F i abfällt und seinen Kontakt
77f i öffnet sowie den Kontakt 85 f i schließt, fallen die Umschalteinleiterelais
ab, da dann an der Ader la i Erde über die Wicklung I der Drosselspule Dr i liegt.
In der Abzweigstelle ASt 6 werden die Kontakte i 9 ite 6; 8 i ice
6
und 8o tte 6 geschlossen. Der letztgenannte Kontakt vollendet die
Anschaltung des Teilnehmers Tii61 an die Ader lai. Es ist somit verhindert, daß
das Umschaltekennzeichen (- an la i) auf die Apparate der Teilnehmerstelle
einwirken kann.
-
3. Freigabe der Aufbauverbindungsleitung VLA ach Abfall -des Relais
F i ist der Haltestromkreis über die Relais P, Ea und Xa am Kontakt 56f i
unterbrochen. Das Relais X a fällt schneller ab als das Relais Ea. Die Wicklung
II des Relais Ea ist nach Schließen des Kontaktes 37x6 in einen Stromkreis über
den Kontakt 38 ea und das Relais HR 2 eingeschaltet. Am Kontakt 4ohr2 wird der ungeerdete
Pluspol der Batterie Ba i über Widerstand 4.1, Kontakte 4.2 da, 37 xa, Widerstand
43, Kontakte q.4 xa und 16p an die Ader lba angeschaltet und bewirkt das Abwerfen
der an der Ader lba liegenden Sperrelais der Ab-
zweigstellen. Da eine Verbindung
mit dem bevorzugt zu bedienenden Teilnehmer Tn 61 hergestellt worden ist, liegt
auch das Sperrrelais Sp6 der Abzweigstelle ASt6 an der Ader lba und wird zusammen
mit den Sperrrelais der übrigen Abzweigstellen abgeworfen. Strom aus der Batterie
Ba i fließt auch über die Wicklung II des Relais Ea, polarisiert dieses um, so daß
es abfällt. Infolge der vorgeschalteten Widerstände ist der Abwerfstrom so schwach,
daß er nur die Sperrelais abwerfen, nach deren Abfall aber ein Wiederansprechen
nicht herbeiführen kann. d.. Auslösen der Verbindung Gibt der Teilnehmer Tit6i das
Schlußzeichen durch Betätigen seines Induktors, so fällt im nicht dargestellten
Schnurstromkreis eine Fallklappe. Die Beamtin zieht den Stöpsel aus der Klinke KZ
i. Die Relais X i und E i fallen bei Öffnen des Klinkenkontaktes kli i ab. Zuerst
fällt das Relais X i ab und anschließend das Relais E i. Die Wicklung II des Relais
E i ist daher nach Schließen des Kontaktes 86 x i in den Stromkreis eingeschaltet:
Erde, Relais E i Wicklung I I, Kontakte 86x i, 87e i, Relais HR2, -. Am Kontakt
dolar2 wird die mit ihrem Minuspol geerdete Batterie Ba i an die Aderlb i angeschaltet:
Batterie Ba i, Kontakt .4o hr z, Widerstand 88, Kontakte 89 e i, 86x
i, Widerstand 9o, Kontakt 61x i, Ader lb i. Die Anschaltung der Batterie
an die Ader lb i hat bei der vorliegenden Verbindung keine weiteren Folgen, da in
der beendeten Verbindung das Sperrrelais der Abzweigstelle ASt6, über welche die
Verbindung verlief, nicht mit auf die Verbindungsleitung Z'L i umgeschaltet worden
ist und bereits bei Freigabe der Aufbauverbindungsleitung fVA abgeworfen wurde.
Strom aus der Batterie Ba i wirft daher nur das Relais E i ab.
-
Bis zum Abfall des Relais E i wird das L: mschaltrelais UR 6 i erregt
gehalten. Zu diesem Zweck liegt nach dem ,Schließen des Kontaktes 6o x i ein schwaches
Minuspotential an der Ader lb i, denn Erde ist über Widerstand 9r und Minus über
Widerstand 92 sowie Kontakt 93 c i angeschaltet. Der Haltestromkreis des Relais
[7R61 ist folgender: -, Kontakte 6o x 1, 85 f i, Ader la i, Kontakt
82 ur 61, Relais UR 61 Wicklung II, Erde (-1-). Bei Öffnen
des Kontaktes 93 e i fällt das Relais UR 61 ab. Das schwache Minuspotential
auf der Ader la. i kann die Uni -schalteinleiterelais L"Ei ... L'E6 nicht
zum Ansprechen bringen.
-
Il. Verbindung zu Teilnehmer Tuii während einer über die Verbindungsleitung
I'L i bestehenden Verbindung i. Herstellen der Verbindung über die Aufbauverbindungsleitung
VLA Die der Verbindungsleitung VZ i zugeordneten Relais Ei und X i sind erregt.
Die Beamtin stöpselt die Klinke Lila. Über den Klinkenkontakt
kla
wird das Relais k eingeschaltet, welches den Kontakt 30 k öffnet und die
Kontakte 31 k und 94k schließt. Über den Kontakt 31 k wird das Relais P erregt.
Der Sender SE wird belegt und an die Aufbauverbindungsleitung VLA angeschaltet.
Das Schließen des Kontaktes 94k hat keinen Schalvorgang zur Folge, da 'der .mit
ihm in Reihe liegende Kontakt 95 e i offen ist. Die Relais X a, Ea und 0
sprechen an. Das Relais Fi spricht bei öffnen des Kontaktes 4.; q nicht an, da über
die Kontakte 311? und 32 1r. Erde nicht am unteren, sondern am oberen Ende
der Wicklung I liegt. Am Kontakt 33 ea wird das Relais H eingeschaltet, welches
den Kontakt -271c öffnet und den Kontakt 3411 schließt.
-
Nach der Wahl des Teilnehmers Tit i i wird, da Relais F i nicht angesprochen
hat, das Kennzeichen zur Umschaltung des Teilnehmers Tit. i i von .der Aufbauverbindungsleitung
LILA auf die Verbindungsleitung VL i nicht gegeben. Der Fernmeldeverkehr wickelt
sich also über die Aufbauverbindungsleitung hLA und die Klinke hla ab. 2. Umlegen
der Verbindung auf die Verbindungsleitung VLi Bei Beendigung der Verbindung über
die Verbindungsleitung VL i fallen nach Ziehen des Stöpsels aus der Klinke KI i
in beschriebener Weise die Relais X i, E i und UR61 ab.
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In der Vermittlungsstelle sprechen bei Abfall des Relais E i, was
-das Kriterium für das Freisein der Verbindungsleitung VL i ist, die Relais F i
und U an: Erde, Relais F i Wicklung II, Kontakte 94k, 96r, 95 e i, Relais U, -.
-
Das Relais F i gibt durch Schließen des Kontaktes 77f i das Kennzeichen
zum Umschalten des TeiInehmers Tri i i von der Aufbauverbindungsleitung V LA auf
die Verbindungsleitung VV i. An sämtlichen Abzweigstellen sprechen die Umschalteinleiterelais
UE i ... UE6 an. Aber nur an der Abzweigstelle ASt i hat das Ansprechen des
Umschalteinleiterelais LTE i das Ansprechen des Umschaltrelais UR i zur Folge, da
nur hier bei Öffnen des Kontaktes 79ite i ein Erregerstromkreis für das Relais
UR i hergestellt ist. Die Wicklung I dieses Relais liegt in Reihe mit der
Haltewicklung II des Relais A i i. Das Relais UR i spricht daher an: Erde,
Relais UR i Wicklung I, Kontakt 9h7 a i i, Relais A i i Wicklung II, Kontakt
98 a i i, 2 5 ur i, Ader lba, Kontakte 16 p, 13 xa,
Wicklung II der Drosselspule Dra, Widerstand Der Kontakt 99ur i wird geöffnet und
dadurch der Kurzschluß der Wicklung I des Relais (IR i bei Abfall des Relais
UE i verhindert. Durch Öffnen der Kontakte ioouri, " 25 iir i und Schließen
der Kontakte ioi ur i, 1o2 itr i wird der Teilnehmer T'32 I i von der Aufbauverbindungsleitung
VLA auf die Verbindungsleitung VL i umgeschaltet, an deren Ader lb i Minus über
die Drosselspule Dr i Wicklung II liegt.
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In der Vermittlungsstelle erfolgt gleichzeitig die Umschaltung der
Verbindungsleitung VL i von der ihr zugeordneten Klinke Kl.i auf die Klinke Lila
der Verbindungsleitung VLA und das Umschalten der Aufbauverbindungsleitung VLA von
ihrer Klinke Lila, auf die Klinke hl i. Durchgeführt wird dieses durch das
Relais I'.
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Am Kontakt 103 't ist Relais L' eingeschaltet. Dieses trennt durch
(Offnen der Kontakte 104v, 105v. io6v, 107v 'die Verbindungen zwischen den Adern
la. i, la i'; lb i, lb i'; laa, laä ; lba, lbd und, schaltet dafür
an den Kontakten io8z" iogv, i iov, i i i v die Adern la i mit lad, lb i
mit lbd, laa mit la i', lba mit lb i' zusammen.
-
Das Relais U schließt am Kontakt 112 tt folgende Stromkreise: Erde,
Kontakte 31 k, 112 it; 54 f i, Wicklung I des Relais E i, Relais
X i ; 56 f i bzw. 46_x i, 55 f i bzw. 47 q, 29r, 28xa, Wicklungen
I der Relais Ea, Xa, -. Die Relais E i und X i sprechen an. Die Relais Ea und Xa
werden nach öffnen des Kontaktes 32 it noch während der Ansprechzeit des
Relais X i bzw. der Abfallzeit des Relais F i gehalten.
-
Die Sprechadern la i, lb i werden an den Kontakten 58
_x i, 59 x i durchgeschaltet. Am ! Kontakt i 16 e i wird ein Haltestromkreis
für das Relais L', ,der über den Kontakt 103 it verläuft, hergestellt.
Der Kontakt 95 e i wird geöffnet. Da auch die Kontakte 1131t und 5 i q
geöffnet
sind, ist die Wicklung II des Relais F i ausgeschaltet. Das Relais F i fällt etwas
verzögert ab, da seine Wicklung I an den Kontakten 47 q und SS
f i kurzgeschlossen ist. Bei Abfall des Relais F i -wird das Umschaltekennzeichen
(-) von der Ader la, i abgetrennt (am Kontakt 77f i). Diese Ader -wird
am Kontakt 85 f i durchgeschaltet. Es wird ferner am Kontakt 56f i, da auch
die Kontakte 46 x i und 32u offen sind, der Stromkreis über die Wicklungen
I der Relais Ea und Xa unterbrochen. Das Relais Ea fällt später ab als das Relais
X a.
-
In der beschriebenen -Weise wird über die Ader lba der das Abwerfen
der Sperrelais an den Abzweigstellen herbeiführende Stromstoß) ausgesandt. Das -Sperrelais
Sp i der Abzweigstelle ASt i wird aber nicht abgeworfen, da es mit auf die Verbindungsleitung
VL i umgeschaltet worden ist.
-
Das Umschalten des in eine Verbindung j eingeschalteten Teilnehmers
erfolgt völlig geräuschlos, da das Umscbaaltekennzeichen nicht
über
eine Ader laa derjenigen Verbindungsleitung VLA gegeben -wird, an welche der Teilnehmer
angeschaltet ist, sondern über eine Ader la i .der Verbindungsletiung TVL
i, auf welche er -umzuschalten ist. Da die Anschaltung,des Teilnehmers an die das
Kennzeichen übertragende Ader la i aber auch erst dann vollendet wird, wenn in der
Vermittlungsstelle das Kennzeichen abgeschaltet ist, ist ein Einflüß :des Umschaltekennzeichens
auf die Fernmelde- (Sprech-) Apparate des Teilnehmers Tn i i verhindert.
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Nach Abfall der Sperrelais können dieTeilneh!mer .der Abzweigstellen
ASt 2 ... ASt 6
erneut Verbindungen einleiten oder von der Vermittlungsstelle
aus angerufen werden. Bei Anruf eines der Teilnehmer wird, da die Aufbauverbindungsleitung
VLA mit der Klinke KZ i verbunden ist, die Fallklappe FKZ i betätigt.
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3. Auslösen der Verbindung Nach Ziehen des .S töpsels aus der Klinke
Kla fallen die Relais E i und X i ab. Das Relais X i fällt schneller ab als das
Relais E i und veranlaßt die Aussendung eines,das Abwerfen des auf die Verbindungsleitung
VL i mit umgeschalteten Sperrelais Sp i der Abzweigstelle ASt i herbeiführenden
Stromstoßes über die Ader lb i. Bis zum Abfall des Relais E i wird :das Umschaltrelais
UR i gehalten.
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. 4. Umschalten einer Verbindung über die Aufbauverbindungsleitung
VLA und die Klinke Kli auf die Verbindungsleitung TL i Nach Abfall des Relais E
i wird, wenn während des Bestehens der Verbindung Teilnehmer Tn i i, Verbindungsleitung
VL i, Klinke Ilca eine Verbindung beispielsweise mit dem Teilnehmer Tn6i der Abzweigstelle
ASt6 über die Aufbauverbindungsleitung VLA und die Klinke KI i hergestellt worden
ist, diese Verbindung auf .die Verbindungsleitung VZ i umgeschaltet.
-
Bei Abfall des Relais E i wird das Relais U am Kontakt 116ei ausgeschaltet
und fällt ab, denn auch,der Kontakt 94k ist offen. Da das-Relais V verzögerten Ankerabfall
hat, ist während der Abfallzeit dieses Relais ein Erregerstromkreis über die Wicklung
II des Relais F i hergestellt: Erde, Wicklung II des Relais F i, Kontakte 115
v, 113 u, Widerstand 53, -. Das Relais F i spricht an und legt über seinen
Kontakt 77f i :das das Umschalteinleiterelais UE6 erregende Kennzeichen für die
Umschaltung des Teilnehmers Tn 6x an die Ader la i an. In der beschriebenen
Weise wird der Teilnehmer Tn61 durch sein Umschaltrelais UR 6i von der Aufbauverbindungsleitung
VLA auf die Verbindungsleitung VZ i umgelegt. Bei Abfall des Relais V fällt das
Relais F i ab und beendet das Umschaltekennzeichen. Das Relais UE6 fällt ab und
vollendet an seinem Kontakt 8ou6-die Anschaltung des Teilnehmers Tn61 an die Verbindungsleitung
VZ i. Diese Umschaltung erfolgt aus den bereits erläuterten Gründen völlig geräuschlos.
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Bei Ansprechen des Relais F i wurden auch die Relais E i und X i eingeschaltet:
Erde, Klinkenkontakt kli i, Kontakte 45 u, 54f 1,
Relais E i Wicklung I, Relais
X i, -. Am Kontakt 57 x i wird ein vom Kontakt 54f i unabhängiger Haltestromkreis
hergestellt. Bis zum Abfall des Relais F i, also bis zur durchgeführten Umschaltung
des Teilnehmers Tn 61 von der Aufbauverbindungsleitung VLA auf die Verbindungsleitung
VL i, werden die Relais X a und Ea erregt gehalten: Erde, Kontakte kli i,
45 u, 56 f i, 5 f I, 29r, 28 x a, Wicklungen
I der Relais Ea und Xa, -. Nach Abfall des Relais F i, der erfolgt, wenn
der Kontakt 115v geöffnet ist, ist der eben genannte Stromkreis über die Relais
Xa, Ea Wicklung I unterbrochen. Über .die Ader iba der Aufbauverbindungsleitung
VLA wird der die Sperrelais abwerfende Stromstoß ausgesandt. Dieser Stromstoß wirft
auch das Sperrelais Sp6 der Abzweigstelle ASt6 ab, .da dieses nicht auf die Verbindungsleitung
TIL i mit umgeschaltet worden ist.