DE73158C - Ab- und Ueberlaufvorrichtung für Waschbecken und ähnliche Behälter - Google Patents
Ab- und Ueberlaufvorrichtung für Waschbecken und ähnliche BehälterInfo
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- DE73158C DE73158C DENDAT73158D DE73158DA DE73158C DE 73158 C DE73158 C DE 73158C DE NDAT73158 D DENDAT73158 D DE NDAT73158D DE 73158D A DE73158D A DE 73158DA DE 73158 C DE73158 C DE 73158C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03C—DOMESTIC PLUMBING INSTALLATIONS FOR FRESH WATER OR WASTE WATER; SINKS
- E03C1/00—Domestic plumbing installations for fresh water or waste water; Sinks
- E03C1/12—Plumbing installations for waste water; Basins or fountains connected thereto; Sinks
- E03C1/22—Outlet devices mounted in basins, baths, or sinks
- E03C1/23—Outlet devices mounted in basins, baths, or sinks with mechanical closure mechanisms
- E03C1/232—Outlet devices mounted in basins, baths, or sinks with mechanical closure mechanisms combined with overflow devices
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85: Wasserleitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Mai 1893 ab.
Bei vorliegender Ab- und UeberlaufVorrichtung für Waschbecken und ähnliche Behälter
wird das Ablafsventil durch Bethätigung eines Tritthebels geöffnet und mit Hülfe eines Nuthkolbens
nach Loslassen des Tritthebels in geöffneter Stellung erhalten. Eine nochmalige
Bethätigung des Tritthebels bringt das Ventil wieder in die Schlufsstellung zurück. Infolge
dieser Anordnung ist man daher in den Stand gesetzt, sich nach Oeffnen des Ablaufventils
von dem Waschbecken entfernen zu können, weil man nicht fortgesetzt den Tritthebel oder
Druckknopf niederzuhalten braucht, wie dies bei den bekannten ähnlichen Einrichtungen der
Fall ist.
Ein weiterer sehr wesentlicher Vortheil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dafs man
weder die Wasserzuflufsventile noch die Ablaufvorrichtung mit den Händen zu öffnen und
zu schliefsen gezwungen ist, wodurch die Uebertragung von krankheitserregenden und
ansteckenden Stoffen durch die Hände, wie dies namentlich in Kliniken, Operationssälen etc.
sehr leicht vorkommen kann, in durchaus zuverlässiger Weise vermieden ist. Der hohle
Ventilteller ist gleichzeitig zu einem Ueberlaufrohr ausgebildet.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform zur Darstellung gebracht.
Fig. i, 2 und 3 zeigen einen mit der Neuerung ausgerüsteten Waschtisch in vorderer und
seitlicher Ansicht und im Schnitt. Fig. 4 ist ein Schnitt nach λγ-χ der Fig. 1. Fig. 5 zeigt
in vergröfsertem ' Mafsstabe den Nuthkolben und Fig. 6 stellt die abgewickelte Mantelfläche
desselben dar.
Der belastete Tritthebel α wirkt beim Niederdrücken mittels des Gestänges bl b gegen einen
mit dem röhrenförmigen Abschlufsventil c durch eine Stange d verbundenen Kolben e und hebt
dadurch das Ventil c mit seinem die Dichtung bewirkenden elastischen Ring c1 von seinem
Sitz ab, so dafs das Wasser aus dem Becken B durch die Oeffnungen f in die Ventilkammer B1
und von hier· aus durch das angesetzte Rohrstück g in das Ablaufrohr h abfliefsen kann.
Der untere, durch eine Scheidewand g1 abgetrennte
cylindrische Theil des Rohres g dient als Führung für den Kolben e, der auf seiner
Aufsenfläche mit einer Nuth versehen ist, die sich aus den Ausschnitten el e2 e3 und e4 zusammensetzt.
In diese zickzackförmige Nuth des Kolbens greifen von aufsen her drei in die Cylinderwand g geschraubte Stifte i ein:
Beim Heben des Kolbens e durch- Niederdrücken des Tritthebels α durchgleiten die
Stifte i die Nuthabschnitte e1 und gelangen (vergl. Fig. 6) von 1 nach 2, wobei der Kolben
eine Drehung ausführt, zu welchem Zwecke auch die Stange d drehbar in den Ventilarmen c2 aufgehängt ist. ■ Läfst man nun den
Tritthebel los, so senkt sich auch der Kolben e; hierbei durcheilen die Stifte i die Nuthabschnitte
e2 und gelangen nach 3, in welcher Stellung sie den Kolben e festhalten, so dafs
das Ventil zum Ablassen des Wassers in einem gewissen Mafse geöffnet bleibt.
Um das Ventil c wieder zu schliefsen, bringt man durch weiteres Senken und Heben des
Kolbens mittels nochmaligen Niederdrückens und Loslassens des Tritthebels die Stifte i
von 3 über 4 nach 1 zurück, wobei sich der Kolben mit den Nuthabschnitten e3 und e4 an
den Stiften i führt und durch die schrägen Kanten der Nuthen gleichzeitig auch eine
weitere Drehung erfährt, so dafs der Kolben von Schlufsstellung zu Schlufsstellung des Ventils
c bei der vorliegenden Anordnung immer den dritten Theil einer vollen Umdrehung
ausführt. Dieselbe Wirkung würde mart auch erreichen, wenn man die Anordnung umkehrt
und die Cylinderwände mit Nuthen und den Kolben mit Führungsstiften ausrüstet.
Der Rohrstutzen g2 dient zum Einführen von
Schmiermaterial in den Cylinder g bezw. zum Aus- und Einlassen von Luft in den Cylinder g.
Uebersteigt das in das Becken B bezw. in die Kammer B1 eintretende Wasser die Höhe
des Ventils c, so läuft das überflüssige Wasser von oben durch das Ventil c unmittelbar in
das Ablaufrohr h ab. Das die Stange d umgebende Rohr d1 macht die Anwendung einer
Stopfbüchse für die Stange entbehrlich, indem es verhindert, dafs Flüssigkeit durch die Oeffnung
der Wand g1 in den Kolbencylinder gelangen kann, und unterstützt aufserdem noch
die Führung der Stange d und damit die des Ventils c.
Die Einlafsventile K und L für warmes und kaltes Wasser werden durch besondere Tritte k
und / geöffnet, die an einem gemeinschaftlichen, die Ventilzugstangen k1 und Z1 bethätigenden
Hebel W befestigt sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Ab- und Leerlaufvorrichtung für Waschbecken und ähnliche Behälter, mit einem zu einem Ueberlaufrohr ausgebildeten Abschlufsventil (cc1), dadurch gekennzeichnet, dafs an letzteres ein Kolben (e) drehbar aufgehängt ist, der von einem Tritthebel aus bethätigt wird und sich beim Heben und Senken mit Hülfe von Nuthabschnitten (el e'2 e3 e*), welche in dem Kolben (e) oder in der Wandung des Führungscylinders (g) angeordnet sein können, derart an Zapfen (i) des Cylinders (g) bezw. des Kolbens (e) führt, dafs nach einmaliger Bethätigung des Tritthebels der Kolben (e) in den oberen Enden der Nuthen (e'2) an den Zapfen (i) hängen bleibt und das Abschlufsventil (cc1) geöffnet hält, nach nochmaliger Bethätigung des Tritthebels aber wieder in seine untere Endstellung zurückkehrt und das Abschlufsventil schliefst, wobei die schräg verlaufenden Nuthen den Kolben immer in eine Anfangsstellung weiterdrehen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73158C true DE73158C (de) |
Family
ID=346313
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73158D Expired - Lifetime DE73158C (de) | Ab- und Ueberlaufvorrichtung für Waschbecken und ähnliche Behälter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73158C (de) |
-
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