DE730573C - Cereisenlampe mit radial eingesetzten Cereisen - Google Patents
Cereisenlampe mit radial eingesetzten CereisenInfo
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- F21L21/00—Non-electric pocket lamps, e.g. lamps producing sparks
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Description
- Cereisenlampe mit radial eingesetzten Cereisen Es sind Cereisenlampen bekannt, bei denen die Cereisenstifte in einem Gehäuse federbeeinflußt so .eingebaut sind, daß sie beim Aufsetzen auf eine feilenartig aufgerauhte Schwungscheibe, sobald diese von einem durch eine Stoßstange in Gang gesetzten Getriebe in Drehung versetzt wird, ail den Reibstellen der Zündsteine einen Streckfunken @erzeugen.
- Diese bekannten Lampen haben den Nachteil, daß sie zwecks Überwindung der Reibungen. verhältnismäßig viel Schwungmasse benötigen. Die Lampe- wird dadurch an und für sich sehr schwer, und das Getriebe wird auch, da zum Antrieb der Schwungmasse sehr starke Reibungen zu überwinden sind, verhältnismäßig schnell abgenutzt. Ebenso besteht ein Nachteil bei diesen Lampen darin, daß sich, um ein schnelles Ingangsetzen der Schwungscheibe zu erreichen, nur schwache Cereisenstifte von z bis 3 mm verwenden lassen, die sich aber dann durch die verhältnismäßig hohe Drehzahl in kurzer Zeit verbrauchen. Außerdem besteht bei den Cereisen-Iampen mit Cereisenstiften ein weiterer Nachteil darin, daß die Stifte, um die Zahnräder des Getriebes vor Feilstaub zu schützen, vor dem Getriebe angebracht sein müssen. Das Vorschalten der Cereisenstifte hat dann wieder den Nachteil, daß der beim Anreiben sich entwickelnde Feilstaub gegen die Linse geschleudert ward, wodurch die Linse undurchsichtig wird.
- Einen weiteren Nachteil besitzen die bekannten Cereisenlampen auch noch darin, daß das von einem Triebwerk durchsetzte Gehäuse . verhältnismäßig groß sein muß, so daß ein großer Teil der erzeugten Funkenbündel in die Gehäusekammer rückstrahlt, wodurch der Leuchteffekt ganz wesentlich herabgesetzt wird.
- Ebenso ist es bei Feuerzeugen an sich bekannt, eine federbeeinflußte Antriebsstange mit Hilfe von drei Fingern, wie in der Zeichnung dargestellt, als Schieber zu bewegen. Außerdem wird das Getriebe durch den Staub der verbrannten Zündmasse schon nach ganz kurzer Zeit verunreinigt.
- Da außerdem das Auseinandernehmen solcher Lampen nur von Fachleuten ausgeführt werden kann, wurde die Benutzung dieser Cereisenlampen für den Verbraucher zu kostspielig.
- Die vorerwähnten Mängel werden durch die Cereisenlampe gemäß der Erfindung vollkommen beseitigt, und zwar wird dies dadurch erreicht, daß die Cereisenlampe aus einem ohne Fachkenntnisse leicht auseinandernehmbaren drCiteiligen Gehäuse besteht, deren konkav ausgedrehtes Mittelstück aus einer von vier Durchgangskanälen und vier Einsatzbohrungen durchsetzten Ringscheibenmulie besteht, deren in der "Mitte durchbohrte Scheibe sowohl als Träger als auch als Sammelbehälter für die Cereisen und auch als Träger für die beiden Gehäuseteile und als Stützlager für einen als dreiteilige Kolbenstange ausgebildeten Reibstab dient, der sich mit seinem runden Schaft sowohl in der Bohrung der Verschlußkappe als auch am Innenmantel des Gehäuseteiles 1b mittels eines als Druckplatte ausgebildeten Kolbens beim Vorschub auf Mitte hält, wodurch eine gleichmäßige Abnutzung der Cereiseli erzielt wird.
- Eine weitere Erfindung besteht darin, daß sich auf dem durchlochten Boden des Mittelteils eine vom Gehäuseteil i U aus eingesetzte konkave Metallblende aufsetzt, welche als Scheidewand und Lichtfänger dient, wobei die Blende .gleichzeitig als Stütze für die Druckfeder dient. Um ein schnelles Abnutzen der Cereisen zu vermeiden, ist der Reibstab zwecks leichterer Lberwindung der Reibungswiderstände so aufgerauht, daß beim Vor- oder Rückstoß des Reibers immer nur zwei sich gegenüberliegende Flächen die Cer-,eisen anreiben.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
- Abb. i zeigt einen Längsschnitt der Lampe, zur Hälfte in Ansicht; die Stellung der Finger ist durch Kreise punktiert dargestellt.
- Abb. z zeigt einen Querschnitt, teils Stirnansicht, zur Abb. i.
- Das Lampengehäuse besteht aus drei Teilen. Der mittlere Teil besteht aus einer in der Mitte durchbohrten runden Ringscheibe i, an denen Flächen sich je ein Rohrstutzen z, 3 ansetzt. Die Ringscheibe i ist von vier radialen Durchgangskanälen .1 durchsetzt, in denen die Cereisensteine 5 in bekannter Weise federbeeinflußt eingesetzt werden. Außerdem sind in der Scheibe Bohrungen 6 vorgesehen, in denen Ersatzsteine 7 aufbewahrt werden. Auf die beiden Rohrstutzen a, 3 werden die Gehäuseteile ja, ih aufgesetzt und durch Bajonett in bekannter. Weise gesichert. Der Gehäuseteil 1a ist durch eine Linse 8 geschlos-Se Nach erfolgter Zusammensetzung des ;cNäuses wird der Boden des Mittelteiles i vor Gehäuseteil 1b aus durch Einsetzeneiner >-lochtee, konkaven Scheibenblende 18 abgedeckt und dann der geraubte Reibstab 9 als Kolbenstange in die Bohrung je der Scheibe t eingeführt und hierauf die Cereisen 5 in bekannter Weise eingesetzt. Der glatte Schaft io des Reibstabes 9 trägt eine als Führungskolben ausgebildete Druckplatte i 1, die sich auf der `Innenfläche der Verschlußkappe 13 abstützt, sobald letztere auf dem Gehäusemantel. des Gehäuseteiles il, befestigt ist. Die Verschlußkappe 13 trägt je einen Knebel 1.1, der zur Abstützung für den Zeige- und Mittelfinger dient, während sich der Daumen auf dem Knopf 15 abstützt. Die Feder 12 stüth sich auf der Scheibenblende 18 ab. Als Funkenfänger bzw. Staubsammler dient eine Einsatzhülse 16, die aus einem harmonikaartig gefalteten Schlauch aus feuerfestem Werkstoff besteht. Die Befestigung der Hülse kann durch Ringe oder Drahtschlaufen an den Teilen i i und 18 geschehen. Die Wirkung des so entstandenen Balges ist bekannt.
- Die Lampe wird in folgender Weise benutzt: Man setzt das Gehäuse zwischen Mittel-und Zeigefinger, so daß die Knebel 14 sich auf den beiden Fingern abstützen und setzt den Daumen auf den Knopf 15 (vgl. punktierte Kreise der Abb. i ).
- Die Erzeugung der Streckfunken geschieht durch periodisches Hinundherbewegen der mit dem Reibstab 9 verbundenen Kolbenstange to gemäß Abb. i.
- Der beim Anreiben sich im Gehäuse entwickelnde Rauch wird beim Vorstoß des Kolbens i 1 durch die Löcher 17 ausgestoßen.
- Zwecks Reinigung der Lampe werden die durch Bajonett am Teil i verriegelten Rohrhülsen ja, 1t° abgenommen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Cereisenlampe mit radial eingesetzten Cereisen, die durch Anreiben in einem Gehäuse Streckfunkenbündel erzeugen, die gegen eine das Gehäuse abschließende Linse anstrahlen, dadurch gekennzeichnet, daß die Cereisenlampe aus einem dreiteiligen Gehäuse besteht, dessen konkav geformter Teil (i i aus einer von Durchgangskanälen (.11 und Einsatzbohrungen (6) ausgestatteten Ringscheibenmuffe besteht, deren durchbohrte Scheibenwand sowohl als Träger und Sammelbehälter für die Cereisensteine r5, 7 > als auch als Träger für die beiden lösbaren Gehäuseteile (ja, il') sowie als Stützlager für einen Reibstab (9) dient, dessen Schaft (i o) sich einesteils in der. Verschlußkappe (I3) führt, außerdem aber noch durch den am Innenmantel des Gehäuses (Ib) gleitenden, als Druckplatte ausgebildeten Kolben (i r) beim Vor- und Rückschub zwangsläufig auf Mitte gehalten wird, wodurch nicht nur eine gleichmäßige Abnutzung der Gereisensteine erzielt, sondern auch durch den Kolben der sich beim Anreiben der Steine entwikkelnde Rauch aus dem Gehäuse ausgestoßen wird.
- 2. Cereisenlampe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich auf dem von einer Bohrung (ic) durchsetzten Boden des als Ringscheibenmuffe ausgebildeten Gehäuseteiles (i) eine von dem einen lösbaren Gehäuseteil (1b) aus eingeführte konkave Metallblende (18) aufsetzt, welche einen als Scheidewand ausgebildeten Lichtreflektor und Sammler bildet, auf dessen gewölbter Oberfläche sich die Druckfeder (12) abstützt.
- 3. Cereis;enlampe nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Reibstab (9) zwecks leichterer Überwindung der Reibungswiderstände auch so aufgerauht sein kann, daß beim Vor- oder Rückstoß des Reib:ers immer nur zwei sich gegenüberliegende gerauhte Flächen ,die Cereisen anreiben (vgl. Abb. 3). q.. Cereisjenlampe nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die feuerfeste Hülse (16) aus einem harmonikaartig gefalteten Schlauchstück besteht, das in geeigneter Weise, z. B. durch Ringe oder Drahtschlaufen, an den die Hülse tragenden Elementen (i I, 18) befestigt ist.
Priority Applications (1)
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1941
- 1941-12-16 DE DEM152719D patent/DE730573C/de not_active Expired
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