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Lötvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Lötvorrichtung mit einem
Magnetostriktionsschwinger oder einem anderen durch elektrische Hochfrequenzschwingungen
erregten Schwinger, der die zu verlötenden Gegenstrände oder das Lötbad, in welches
:diese getaucht werden, beim Löten in hochfrequente mechanische Schwingungen versetzt.
Erfindungsgemäß ist als Energiequelle für die Erregung des .Schwingers ein Löschfunkenhochfrequenzerzeuger
vorgesehen.
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Die Erfindung stellt insbesondere deshalb einen wesentlichen technischen
Fortschritt dar, weil es mit einem gemäß der Erfindung betriebenen Schwinger, beispielsweise
einem Magnetostriktionsschwinger oder piezoelektrischen Schwinger, ohne . weiteres
möglich ist, die Vorrichtung in kurzen Zeitabständen absatzweise arbeiten zu lassen,
während bei den bekannten elektrisch .erregten Schwingern, deren Erregung durchwegs
von einem gittergesteuerten Röhrengenerator gespeist wird, für häufiges Aus- und
Einschalten stets ein besonderer technischer Aufwand erforderlich ist. Die Vorrichtung
nach der Erfindung ist ferner außerordentlich einfach und läßt sich in vorteilhafter
Weise mit :einem Lötgerät, z. B. einem tragbaren Lötgerät, zusammenbauen. Es hat
sich ferner herausgestellt, daß die stoßweise Energiezufuhr, welche durch den Löschfunkensender
bewirkt wird, für :die Herstellung fester Lötverbindungen günstig ist. Es ist vorgdschlagen
worden, metallische Gegenstände, insbesondere solche aus Aluminium oder anderen
schwer lötbaren Metallen, ohne Verwendung irgendwelcher Flußmittel derart zu löten,
daß ein in beliebiger Weise erhitzter Lötkolben an den zu lötenden Gegenstand angepreßt
wird und hierbei mechanische Schwingbewegungen
hoher Frequenz ausführt.
Mit einem erfindungsgemäß mit Löschfunkenstrecken erregten Schwinger ist dies ohne
besondere Aufwendungen ohne weiteres möglich, indem lediglich ein im Primärkreis
vorgesehener2 Schalter nach Bedarf geschlossen und wie der geöffnet zu werden braucht.
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Ein zweiter, ebenfalls sehr bedeutender Vorteil der Erfindung besteht
darin, daß ein Löschfunkenhochfrequenzerzeuger ganz erheblich einfacher und billiger
ist als ein Röhrenhochfrequenzerzeuger.
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An einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel soll die
Erfindung näher erläutert werden. Die i .n der Zeichnung dargestellte Anordnulig
ist beispielsweise zum Herstellen von Lötverbindungen an Aluminiumteilenunter Verwendung
hochfrequenter mechanischer Schwingbewegungen gedacht, welche mittels eines Magnetostriktionsschwingers
erzeugt werden.
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Der Magnetostriktionskörper i, welcher beispielsweise aus Nickel besteht,
ist an seinem oberen Ende napfförmig ausgebildet, um das Lot 2 aufzunehmen, welches
mittels eines Heizkörpers 3 erwärmt werden kann. Die zu verlötenden, insbesondere
kleinen Gegenstände, z. B. zu verlötende Drahtverbindungen, werden in das flüssige
Lot eingetaucht, wobei sich die Schwingbewegungen des Körpers i übet das Lot auf
die zu verlötenden Gegenstände übertragen.
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Der Mag netostriktionskörper i ist von einer Spule .l umgeben, welche
mit einer Funkenstrecke 5 und einem Kondensator 6 einen Schwingungskreis bildet.
Parallel zum Kondensator 6 liegt die Sekundärspule eines Transformators ;, dessen
Primärspule an einem Netz- 8 von beispielsweise 22o Volt liegt. Außerdem ist im
Primärkreis noch ein Schalter 9 vorgesehen.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Wird der Schalter
9 geschlossen, so wird durch ,den Transformator 7 dem von den Teilen i, 5 und 6
gebildeten Schwingungskreis eine hohe Spannung aufgedrückt, durch welche die Funkenstrecke
5 periodisch zum Zünden gebracht wird. Der Zündfunke :ergibt in dem Schwingungskreis
eine hochfrequente Schwingung, welche über die Spule f eine gleich hochfrequente
magnetostriktive Schwingbewegung des Körpers i hervorruft.
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Durch den beim Schließen des Schalters 9 an der Funkenstrecke 5 entstehenden
Funken wird nicht nur der von der Spule q. und dem Kondensator 6 gebildete Schwingungskreis
geschlossen, sondern gleichzeitig auch der Sekundärkreis des Transformators 7 über
die Spule ,l. In dem geschlossenen Sekundärkreis und somit in der Spule 4 fließt
also ein starker Strom, welcher eine Vormagnetisierung des Schwingkörpers i hervorruft;
denn dieser Strom hat die im Vergleich zur Hochfrequenz des Schwingungskreises ganz
be-,Icutend geringere Frequenz des Netzes 8 und ,st somit in der `Virkung einem
vormagnetisierenden Gleichstromstoß gleichzuachten. Die durch den Schluß des Sekundärkreises
erzielte Vormagnetisierung muß zwar noch auf einen bestimmten Wert eingestellt werden,
der von der Beschaffenheit des magnetostriktiven Schwingkörpers abhängt, doch auch
dies kann gemäß der weiteren Ausbildung der Erfindung in einer sehr einfachen Weise
erreicht «-erden, und zwar dadurch, daß ein im Schwingungskreis angeordneter Widerstand,
der in der Zeichnung mit i o bezeichnet ist, im Primärkreis des Hochfrequenzerzeugers
oder seines Transformators vorgesehen wird. Der niederfrequente Vormagnetisierungsstromstol.'>
im Sekundärkreis ergibt rückwirkend im Primärkreis einen StromstoP3, dessen Größe
entsprechend dem Übersetzungsverhältnis des Transformators das Vielfache des sekundären
Stromstoßes beträgt. Durch den Widerstand io wird dieser hohe Stromstoß jedoch begrenzt,
und mittelbar wird somit auch die Vormagnetisierung beeinflußt. Durch entsprechendes
Einregeln des Widerstandes i o kann also die Vormagnetisierung mit Leichtigkeit
geregelt und abgestimmt werden, ohne daß irgendwelche weiteren zusätzlichen Mittel
hierzu erforderlich sind. Die Einstellung des günstigsten Vormagnetisierungswertes.
welche in einem bestimmten Verhältnis zur Hochfrequenzerzeugung des Schwingkörpers
stehen lnul.>, läßt sich im Betrieb mit Leichtigkeit unter Beobachtung der erzielten
mechanischen Schwingwirkung vornehmen.
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Die beschriebene Vormagnetisierung des Schwingkörpers ist für den
Betrieb des Schwingers vollkommen ausreichend, so daß irgendwelche zusätzlichen
Gleichstromvormagnetisierungseinrichtungen, wie sie bei mit Röhrensendern erregten
Schwingern bekannt sind, nicht erforderlich sind. Auch dies ist somit ein besonderer
Vorteil der Anordnung nach der Erfindung.