DE73015C - Durch Stauchung eines Metallkörpers wirkender Gasdruckmesser für Gewehre und Geschütze - Google Patents

Durch Stauchung eines Metallkörpers wirkender Gasdruckmesser für Gewehre und Geschütze

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DE73015C
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DE
Germany
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gas pressure
cartridge
artillery
rifles
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DENDAT73015D
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DEUTSCHE METALLPATRONENFABRIK in Karlsruhe, Baden
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B35/00Testing or checking of ammunition
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A31/00Testing arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Dieser Gasdruckmesser dient zum Messen des Gasdruckes, welcher bei der Verbrennung einer bestimmten Menge Pulvers oder anderen Explosivstoffes in einer Schufswaffe entsteht. Der Apparat besteht im wesentlichen aus einer der scharfen Patrone nachgebildeten Patrone ohne Boden, einem dahinter mit axialer Beweglichkeif angeordneten, die Zündvorrichtung enthaltenden Druckstempel mit centraler Bohrung für den Schlagbolzen, und einem daran anliegenden, den Schlagbolzen umgebenden, von einem Widerlager gestützten Cylinder aus stauchbarem Material. Der letztere ist zu dem bekannten Zweck angeordnet, um unter der Wirkung der explodirenden Ladung des zurückgehenden Druckstempels eine gewisse Längenverminderung zu erfahren, aus der die Höhe des Gasdruckes durch Rechnung festgestellt wird.
In den Fig. 1 bis 3 der Zeichnung ist ein solcher Gasdruckmesser in zwei Beispielen dargestellt.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung ist an Stelle einer scharfen Patrone, für welche der in ihr entwickelte Gasdruck gemessen werden soll, eine mit der vollen Ladung einer solchen versehene Patronenhülse χ ohne Boden in die Patronenkammer einer Schufswaffe eingesetzt. An den Bodenrand der Patronenhülse χ schliefst eine Hülse b an. Die Stofsstelle ist mittelst ringförmiger Feder und Nuth abgedichtet. Die Patronenhülse x, wie die Hülse b sind von einer Büchse q umschlossen, welche einestheils hinter den Rand der Patronenhülse greift und anderentheils mittelst eines Flantsches der Hülse b gegen das Patronenlager geprefst werden kann. Diese Pressung, durch welche die drei Theile b q und χ fest und gasdicht zusammengedrückt und in ihrer Lage zum Patronenlager gehalten werden, wird durch eine auf den Lauf der Schufswaffe aufgeschraubte Mutter α bewirkt, welche mit einem inneren Ring α : gegen die Hüjse b drückt.
In die Hülse b, welche die gleiche Bohrung wie die Patronenhülse χ hat, ist ein axial beweglicher, aus drei Theilen bestehender Druckstempel c gasdicht eingeschliffen. Die Dichtung wird durch einen zwischen die beiden vorderen Theile eingelegten Hartgummiring noch erhöht bezw. gesichert.· Der Druckstempel besitzt vorn einen abnehmbaren Theil c1, mit welchem er so weit in die Patronenhülse hineintritt, dafs der verbleibende Raum die volle Ladung einer scharfen Patrone aufnehmen kann. Der Theil cl ist mit einem Ambos und Zündlöchern, sowie mit einer Zündglocke zur Aufnahme des Zündhütchens versehen. Der Druckstempel ist in seinem hinteren Theil bis zur Zündglocke des Theiles c1 mit einer Bohrung für den Schlagbolzen d versehen. Die Patrone χ mit den drei Theilen b q und c ist in Fig. 2 in gröfserem Mafsstab dargestellt.
Der Schlagbolzen d ist in einer in die Mutter α eingeschraubten Röhre g angeordnet und wird in bekannter Weise durch eine Schlagfeder m vorgetrieben, sobald er von einer Sperrung f befreit wird.
Zwischen dem Druckstempel c und der Röhre g ist ein centraler Cylinder h aus zu-
sammenstauchbarem Material, ζ. Β. aus Kupfer angeordnet, welcher den Schlagbolzen mit Spiel umhüllt.
Der bei der Verbrennung des Explosivstoffes entwickelte Gasdruck vermag seine Wirkung nur in der Richtung des Druckstempels zu äufsern, treibt denselben zurück und staucht den durch die Röhre g gestützten Cylinder h um ein gewisses Stück zusammen. Diese Längenverminderung des Cylinders h ergiebt durch Rechnung die Höhe des zur Wirkung gekommenen Maximalgasdruckes, bezw. die Höhe des beim Eintreiben des Geschosses in den Lauf auftretenden Widerstandes.
In Fig. ι ist eine vereinfachte Ausführungsform des Gasdruckapparates dargestellt, passend zum Messen des Gasdruckes in randlosen Patronenhülsen. An Stelle der Patronenhülse x, der Hülse b und der Büchse q ist eine Hülse / angeordnet, welche als eine Verlängerung der Büchse q bis zum Geschofsraum angesehen werden kann. Dieselbe wird durch eine Mutter α fest in das Patronenlager geprefst, so dafs an der Uebergangsstelle vom Pulverraum zum Geschofsraum ein gasdichter Abschlufs erzielt wird. Der Druckstempel ist unverändert geblieben und in die Hülse I wieder gasdicht eingeschliffen. Letztere wird zweckmäfsig aus gehärtetem Stahl hergestellt, wodurch die Erweiterung des Verbrennungsraumes verhütet und die Genauigkeit und Gleichmäfsigkeit der Messung auch bei sehr hohen Drucken gewährleistet wird.
Bei dem durch die beschriebenen Anordnungen erreichten vollständigen Gasabschlufs und dem geringen Druckverlust durch Reibung des Druckstempels finden die Stauchungen der Cylinder mit nur sehr geringen Unterschieden statt, wodurch bewiesen ist, dafs mit diesem Apparat eine fast absolut genaue Messung des Gasdruckes stattfindet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Durch Stauchung eines Metallkörpers wirkender Gasdruckmesser für Gewehre und Geschütze, gekennzeichnet durch eine Patronenhülse (x) ohne Boden, eine gasdicht angeschlossene Hülse von gleicher Bohrung (b) und einen darin axial beweglichen , mit Centralzündung versehenen Druckstempel (c).
2. Eine Ausführungsform des unter i. gekennzeichneten Gasdruckmessers, bei welcher behufs Messung des Gasdruckes in randlosen Patronenhülsen an Stelle der Patronenhülse (x) und der Hülse (b) eine einzige, den axial beweglichen Druckstempel aufnehmende Hülse (I) angeordnet ist. :
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT73015D 1893-08-04 Durch Stauchung eines Metallkörpers wirkender Gasdruckmesser für Gewehre und Geschütze Expired - Lifetime DE73015C (de)

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US2445307A (en) * 1943-03-31 1948-07-13 Us Navy Force gauge
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