DE72C - Lactoskop - Google Patents
LactoskopInfo
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- milk
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Landscapes
- Dairy Products (AREA)
Description
1877.
J. FESER zu MÜNCHEN. Lactoskop.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1877 ab.
Die Einrichtung dieses Lactoskopes gründet sich auf die Messung der vom Fettgehalte abhängigen
Undurchsichtigkeit einer Milch. Es ist zur Ermittelung derselben ein völlig neues
Princip zur Anwendung gebracht worden, welches sich zugleich von den anderen optischen Milchproben
zu Grunde gelegten Principien durch seine Einfachheit, - rasche und praktische Ausnützung
vorteilhaft unterscheidet.
Es wird bei dieser Prüfung der Milch eine abgemessene Menge derselben mit soviel Wasser
versetzt, bis die erhaltene Mischung in bestimmter Schicht so durchsichtig geworden ist, dafs
auf weifsem Felde angebrachte schwarze Linien gerade sichtbar werden.
Je fettreicher eine Milch ist, um so undurchsichtiger
ist auch dieselbe und da die Undurchsichtigkeit einer Milch im geraden Verhältnisse
zu ihrem Fettgehalte steht, so ist vom Erfinder unter Zugrundelegung vieler chemischer Milchfettbestimmungen
eine Scala entworfen worden, welche nach der Gröfse des Wasserzusatzes den
entsprechenden Fettgehalt sofort ersehen läfst.
Da die Richtigkeit der Scala der Methode erst ihren Werth verleiht, so hat der Erfinder
auf ihre Darstellung alle Sorgfalt verwendet und kann versichern, dafs dieselbe sich in guter
Uebereinstimmung mit der chemischen Analyse befindet, was bisher noch bei keiner optischen
Probe gelungen war.
Bei der Herstellung der Fettprocentenscala wurde eine solche mit runden, leicht theilbaren Zahlen
angestrebt, welche nicht nur innerhalb der Fettprocentgrenzen der normalen Milchliegen, sondern
auch für abgerahmte und mit Wasser verdünnte Milch die betreifenden Werthe ersehen lassen.
Drei Einflüsse waren hierfür zu reguliren:
a) Die Dicke der Milch-Wasserschicht, welche durchsichtig herzustellen ist, oder was dasselbe ist: Die Entfernung der dunklen
Linien von der Glaswand;
b) die Stärke der dunklen Linien,
c) die zur Ausführung der Probe benöthigte Milchmenge.
In etwa ι "bis 2 Minuten ist mit dem vorliegenden
Lactoskop der Fettgehalt einer jeden Milch in einer der chemischen Analyse gleichkommenden
Genauigkeit zu ermitteln.
Beschreibung des Lactoskopes und Gebrauchsanweisung.
Eine farblose Glasrohre enthält in ihrem unteren, verengten Theile einen festgestellten Milchglascylinder,
der 4,7s mm von der gegenüber liegenden Wand der Glasrohre entfernt ist. An
diesem sind schwarze, gleichmäfsig dicke Querlinien eingebrannt. Die den Milchglascylinder
umgebende Glasrohre trägt eine eingebrannte (oder eingeäzte) Scala, welche
1. den zur Ausführung der Milchprobe erforderlichen Milchzusatz ·— bis zum Nullpunkt
— angiebt. Die Milchmenge beträgt für den einen Apparat 2, für den anderen 4 ecm.
2. die zur Endigimg der Prüfung nöthige Wassermenge in Cubikcentimetern und
3. die aus. dem Wasserverbrauch berechneten Fettprocente angiebt.
Zur Prüfung einer Milch auf ihren Fettgehalt werden mit einem beigegebenen kleinen Löffelchen
— oder mit einer Pipette ■—· 2 oder 4 ecm*) von der vorher gut gemischten Milchmasse ins
Innere des Apparates gebracht. Die Milch reicht dann genau bis zum Nullpunkt der Scala. In
den mit der einen Hand aufrecht gehaltenen. Apparat kommt hierauf aus einem mit der anderen
Hand gehaltenen kleinen Gefäfse in kleinen Absätzen und unter beständigem Umschütteln solange
gewöhnliches Brunnenwasser, bis die dunklen Linien des Milchglascylinders gerade deutlich
sichtbar werden und abgezählt werden können Damit ist die Prüfung schon beendigt:
An der Scala des Apparates ersieht man nämlich unmittelbar den zur Ausführung der Probe
nöthig gewesenen Wasserzusatz und diesem entsprechend am Niveau der Flüssigkeit gleichzeitig
die Fettprocente für die der Untersuchung unter-..." worfene Milch.
Hat man z. B. 100 ecm Wasser gebraucht;
um mit den angewandten 4 ecm Milch eine für die 4,75 mm von der Glaswand entfernten dunklen
Linien durchsichtige Mischlingsschicht herzustellen, so war eine Milch von 5 Procent Butteroder
Fettgehalt gegeben.**)
*) 2 ecm nimmt man bei sehr fettreicher Milch oder wirklichem Rahm.
**) Hat man statt 4 ecm Milch im zweiten Apparat nur 2 ecm Milch genommen, so würde man selbstverständlich
auch nur die Hälfte Wasser nöthig haben, also 50 ecm Wasser, welche hier gleichfalls 5 Procent Butter anzeigen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE72T | 1877-07-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72C true DE72C (de) |
Family
ID=70917859
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000000072DA Expired - Lifetime DE72C (de) | 1877-07-03 | 1877-07-03 | Lactoskop |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2104929A1 (de) * | 1970-09-08 | 1972-04-28 | Macron Pierre |
-
1877
- 1877-07-03 DE DE000000000072DA patent/DE72C/de not_active Expired - Lifetime
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|---|---|---|---|---|
| FR2104929A1 (de) * | 1970-09-08 | 1972-04-28 | Macron Pierre |
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